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 Betreff des Beitrags: Geschichte zu den Luftfiltereinsätzen
BeitragVerfasst: 5. November 2022 10:26 
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Am Luftfiltereinsatz meiner ES 125...

Bild


... befindet sich keine Angabe zum Hersteller, zum Model oder Ähnliches!

Auf einer Kleinanzeige zu einem Luftfiltereinsatz für eine ES 125 liest man den Namen "Filtrak":

Bild

Andere Anzeigen geben weitere Auskünfte ...

Bild

Bild

Interessant ist aber diese Schutzhülle...

Bild

mit der folgenden Anweisung:

Bild

Dies erklärt also offensichtlich, warum unsere Luftfilter nicht beschriftet wurden.

Auf diesen Beschriftungen steht Folgendes:

Zitat:
VEB Spezialpapierfabrik Niederschlag
ein Betrieb des Kombinats Zellstoff und Papier


Die Fabrik befand sich in Niederschlag ([1, 2]), bei Bärenstein ([3]), im Erzgebirge.

Gibt es sie noch?

Die einzigen Spuren, die mir als Aussenseiter und Nachgeborener zugänglich sind, wären:

1. Filtrak Brandt ([4])

Auf der Webseite dieser in Thermalbad Wiesenbad ([5]) ansässigen Firma steht:

Zitat:
In den Gebäuden der ehemaligen "Papierfabrik Plattenthal Albert Fr. Brandt KG" werden seit 1965 Filtereinsätze für Luft, Öl und Kraftstoff zur Ausrüstung der ostdeutschen Automobil-, Motorrad- und Nutzfahrzeugindustrie gefertigt,


2. Munktell & Filtrak GmbH ([6])

Die Firma mit Sitz in Niederschlag (Bärenstein) wurde 1990 gegründet. Munktell ist die schwedische Gruppe Munktell Filter AB ([6, 7]), mit Sitz in Falun. Munktell wurde 2012 von Ahlstrom (Finland) ([8]) übernommen.


[1] https://hov.isgv.de/Niederschlag
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Niedersch ... A4renstein)
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%A4re ... Erzgebirge)
[4] https://www.filtrak-brandt.de/
[5] https://de.wikipedia.org/wiki/Thermalbad_Wiesenbad
[6] https://web.archive.org/web/20100103042 ... nktell.de/
[7] https://www.bloomberg.com/profile/company/6503131Z:GR
|8] https://www.ahlstrom.com/Media/releases ... materials/


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichte zu den Luftfiltereinsätzen
BeitragVerfasst: 5. November 2022 15:33 
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Also Filtrak Brandt in Wiesenbad stellt noch Luftfilter her.Die andere Bude in Niederschlag machen irgendetwas mit Holz. Ist beides nicht weit von mir


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichte zu den Luftfiltereinsätzen
BeitragVerfasst: 5. November 2022 15:57 
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Dicker Onkel hat geschrieben:
Also Filtrak Brandt in Wiesenbad stellt noch Luftfilter her.Die andere Bude in Niederschlag machen irgendetwas mit Holz. Ist beides nicht weit von mir


Interessant. Bei Fltrak Brandt kann man sogar eine Produktsuche mit bestimmtent Massen einleinten:

Bild

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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichte zu den Luftfiltereinsätzen
BeitragVerfasst: 5. November 2022 20:43 
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So einen habe ich neulich auch aus meiner 1966er ES geholt :roll:
Danach lief sie sogar schneller... :D

Schönen Sonntag und hoffentlich noch gutes Wetter zum Fahren!!
Gruß Michael


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichte zu den Luftfiltereinsätzen
BeitragVerfasst: 7. November 2022 08:05 
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samyb hat geschrieben:
Die Fabrik befand sich in Niederschlag ([1, 2]), bei Bärenstein ([3]), im Erzgebirge.

Gibt es sie noch?


Freiberg ... die Fabrik steht eigentlich in Weißenborn und gehört jetzt zur Schoeller Gruppe:
https://www.industriekultur-in-sachsen. ... er-gruppe/

Zu DDR Zeiten eine totale Dreckbude, welche jegliches Leben in der Freiberger Mulde ausgerottet hat. Manchmal kam eine Dreckbrühe gelaufen, wenn nichts eingeleitet wurde, war der Fluß glasklar (also keine Algen, keine Pflanzen, kein Tiere)

Es hat gut 15 .. 20 Jahre nach der Wende gedauert, bis sich dieses Ökosystem wieder so halbwegs erholt hat.


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichte zu den Luftfiltereinsätzen
BeitragVerfasst: 7. November 2022 08:34 
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In Florida verkauft man den Hispanos dieses zum Goldstaub befördete Wahrzeichen der erzgebirgischen papierverarbeitenden Industrie, jedenfalls mit dauerhaftem Aufdruck:

Bild

https://www.ebay.com/itm/124899702150


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichte zu den Luftfiltereinsätzen
BeitragVerfasst: 7. November 2022 10:15 
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Ich kann mich erinnern, daß zumindest die späteren Luftfiltereinsätze der TS bedruckt bzw. eher bestempelt waren. Da stand auch der Preis mit drauf.


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichte zu den Luftfiltereinsätzen
BeitragVerfasst: 10. März 2024 09:31 
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Was ist das Funktionsprinzip eines solchen Luftfilterprüfgerätes (Modell LPG1 vom VEB WEA Woltersdorf)?

Bild
(Aus "Der Deutsche Strassenverkehr, Nr. 04/1979")

Aus einer Ebay-Kleinanzeige:

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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichte zu den Luftfiltereinsätzen
BeitragVerfasst: 10. März 2024 14:36 
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ich vermute definiterter Unterdruck durch ein Gebläse, wenn der Luft/Strömungswiderstand des Luftfilters (typenspezifisch) zu groß ist wird der Unterdruck angezeigt und es muss getauscht werden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichte zu den Luftfiltereinsätzen
BeitragVerfasst: 10. März 2024 15:57 
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Also ein gestopfter Filter erzeugt einen erhöhten Luftwiderstand, und zeigt einen erhöhten Druck?

Seltsam ist aber bei der "ES250"-Skala die Tatsache, dass kein Unterschied zwischen einem "brauchbaren" und einem unzulässigen Druckbereich dargestellt wird.


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichte zu den Luftfiltereinsätzen
BeitragVerfasst: 11. Januar 2026 09:16 
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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichte zu den Luftfiltereinsätzen
BeitragVerfasst: 11. Januar 2026 12:48 
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Waren uns sind laut Skala auf dem Prüfgerät die Luftfilter für die ES250 immer brauchbar oder niemals?


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichte zu den Luftfiltereinsätzen
BeitragVerfasst: 11. Januar 2026 12:55 
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samyb hat geschrieben:
Neue Zeit - 10-10-1970:

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Das ist spannend. Leider ist mir noch nie so ein Metallfilter über den Weg gelaufen, ich würde ihn sofort einbauen. Diese Technik entspricht genau meiner Philosophie.


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 Betreff des Beitrags: Re: Geschichte zu den Luftfiltereinsätzen
BeitragVerfasst: 11. Januar 2026 14:36 
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Ich habe einen mit Metallgaze für die ETZ, bin aber noch nicht zum Testen gekommen. Jetzt, wo ich den TM32 fahre, wäre es noch interessanter zu sehen, wie sich der Lufi auswirkt.


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