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 Betreff des Beitrags: Ein neuer aus München und eine ES150/1 Restauration
BeitragVerfasst: 28. November 2025 10:40 
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Beiträge: 99
Hallo Zusammen,

ich wollte mich und mein neuestes Projekt kurz vorstellen.

Christian mein Name, 38 Jahre aus dem Norden Sachsen Anhalts mittlerweile aber seit über 10 Jahren in München ansässig.

Meine Mopped/Motorradgeschichte ist nicht ganz klassisch denke ich. Zu meiner Jugendzeit waren die Simson und MZ Maschinen verpönt als „alter Ostmist“. So wurde mir auch mit 16 Jahren der Kauf einer 150er ES durch meine Mutter verwehrt. Stattdessen wurde es dann eine 125er Suzuki, die pünktlich zum 18. Geburtstag den Tod durch Vetilabriss fand.

Nach meiner zweijährigen Bundeswehrzeit in Havelberg habe ich mir eine Suzuki GS500 Bj91 gekauft, die mich dann auch treu über die 5 Jahre Studium in Merseburg (bei Halle Saale) begleitet hat. Nachdem ich dann 5 Jahre von Januar bis Dezember Motorrad gefahren bin, habe ich mir zum Abschluss des Studiums ein Auto gekauft und mir geschworen: „Nie wieder Motorrad fahren“. Das war 2013…

November 2025, ein Freitag zwischen 20 und 22 Uhr auf der Couch. Tablet auf dem Bauch, eBay Kleinanzeigen offen…

Bääääm….

ES150/1 guter Preis, einigermaßen gut gepflegt. Leider keine DDR Papiere aber frischer Brief mit Abnahme, angemeldet zur Probefahrt ist sie auch noch…

Nächster Tag: Bewölkt, 1 Grad Celsius, Schneegriesel… Perferkter Tag für eine Probefahrt ;)

Stand draußen, nicht warm gefahren. Starthebel gezogen. Drei Tritte am Kickstarter… läuft…

Warum soll die weg? Die Elektrik kaputt… Batterie lädt… nicht. Für mich als Elektroingenieur das, wovor ich am wenigsten Angst habe ;) Über einen VAPE Umbau habe ich mich eh vorab informiert.

Am Abend noch schnell meinen Onkel angerufen, der in Zschopau gelernt hat. Der klärte mich darüber auf, dass es sich um das hässlichste Motorradmodell der DDR handelt, ich aber in diesem Zustand sofort und unverzüglich zuschlagen soll. Seine Meinung… Ich liebe das Design, weil sie halt nicht aussieht, wie jedes andere Motorrad.

Nun also doch eine ES150… Mit 22 Jahren Verspätung. Dank geht raus an meine Mutter ;)

Was ist der Plan:

- Zündung Umrüstung auf VAPE.
- Komplett zerlegen und wieder in einen einigermaßen zeitgemäßen Farbton bringen (die 70er Lackierung gefällt mir) Das Original Silber/Rot zum 74er BJ nehm ich nicht ;)
- Schweißarbeiten an verschiedensten Blechen
- Motor läuft gut und ist dicht Den lass ich bis auf die VAPE in Frieden.
- Reifen unbedingt wechseln. Keine Ahnung, wie man mit Original DDR Bereifung heute TÜV bekommen kann ;)
- Kettensatz kommt neu
- Alle Züge neu
- Federbeine neu
- Luftfilter neu
- Kabelbaum muss ich als Elektroingenieur einfach neu machen…
- Neuer Auspuff (Funktioniert zwar, sieht aber übel aus…)
- …
- Alle möglichen defekten Teile tauschen, die mir bei der Demontage in die Hände fallen…

Dateianhang:
$matches[2]


-- Hinzugefügt: 28. November 2025 11:47 --

PS... so richtig Glück muss man auch noch haben.

Seit kurzem gibt es für die Stadt München zusätzlich zum "M" auch "MUC". Gemeinsam mit ES150 ist das doch toll ;)


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Zuletzt geändert von creichert am 7. März 2026 09:45, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 28. November 2025 10:58 
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Beiträge: 125
Wohnort: Bautzen
Alter: 50
Na dann herzlich willkommen und Grüße aus der Oberlausitz :hallo:

Ich persönlich finde den Auspuff und die Federbeine garnicht so schlimm. Altersbedingt sehen die für mich noch recht gut aus. Putzen, überholen und gut is. Und wenn das der originale Lack ist, ist der doch auch noch super :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 28. November 2025 11:47 
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Beiträge: 1703
Ist nicht das Orginale rot. Ich hätte aus Kostengründen so gelassen. Wenn beige/ schwarz sein soll, dann sollte man eine Orginale 69-73iger kaufen. Ab jetzt, Gutes Gelingen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 28. November 2025 11:57 
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Beiträge: 1033
Wohnort: Bi uns to hus.
In meinem Augen ist die Farbe super, bloß nicht umlackieren, ist aber Geschmackssache. :wink:
Vape kann man machen, muß man aber nicht. (Sagt einer, der seit 45 Jahren mit Kontaktzündung fährt.)
Ansonsten machst Du alles richtig, ein schönes Motorrad. :top:


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 28. November 2025 12:56 
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Beiträge: 99
Ja, das sieht halt leider nur von weitem toll aus. Das Rot ist amateurhaft lackiert. Überall drüber geschmiert. Beim Grau am Rahmen das Gleiche. Nicht mal Schrauben wurden zum Lackieren entfernt. Seitendeckel Kotflügel vorn und hinten sind auch gerissen. Schweißen ist daher Pflicht. Danach kann dann auch lackiert werden. Die Federbeine kann man leider nicht mehr "putzen". Das Chrom blättern fast vollständig. Eine 69er bis 73 hätte ich gern gekauft. Hab aber leider keine andere gefunden.

Viele Grüße


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 28. November 2025 13:15 
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Dein Modell ist übrigens falsch beschriftet. Das ist eine (etwas modifizierte) ES 250/2.

Deine ist irgendwie ein bißchen auf die letzte Ausführung getrimmt (rot, gelb, blau mit den silbernen Kotflügeln).
Schmeiß die Reifen nicht weg, die könnten noch als Deko oder für ein Standzeug dienen.
Selbiges für den Auspuff, mit dem schrägen Ende gabs den nicht lange.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 28. November 2025 13:46 
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Wohnort: Strausberg, die grüne Stadt am See
Alter: 56
Das ist ein sehr schönes LPG-Schwein. :ja: Ich habe eine 74er in gelb/silber. Wenn das der Originallack ist, würde ich dringend empfehlen, andere, schlechtere Blechteile zu besorgen und diese in der Wunschfarbe zu lackieren. Die hier verbauten Blechteile dann gut weglegen oder gut verkaufen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 28. November 2025 13:52 
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Beiträge: 99
Ist leider kein Originallack mehr. Das Rot ist modern. Darunter ist blau und darunter das originale rot.

Wenn jemand Interesse an den Reifen hat, einfach melden


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 28. November 2025 14:11 
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Beiträge: 64
Ein schönes Projekt
Liebe grüße aus dem Landkreis Erding :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 28. November 2025 17:29 
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He Christian,
erst mal Glückwunsch zum Schweinchen.
Das ROT ist ja echt scharf - da passen goldene Linien gut ran.

Allzeit gut Fahrt mit der hübschen Biene und viel Spaß beim schrauben.

Gruß Spitz


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 28. November 2025 17:52 
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Alter: 54
Willkommen aus dem Altenburger Land.

Der Pöff sieht doch noch richtig gut aus.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 28. November 2025 23:16 
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Alter: 63
motorradfahrerwill hat geschrieben:
Dein Modell ist übrigens falsch beschriftet. Das ist eine (etwas modifizierte) ES 250/2.

Nö, das ist definitiv ein kleines Schweinchen. Mit so was bin ich 87 noch den DDR Aufstiegslauf Motorradpatrouille in Karl Marx Stadt gefahren.
Gruß Matthias


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 29. November 2025 09:17 
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Wohnort: Süd-West-Pfalz
Wird die jetzt Schwarz-Beige lackiert ?
Wobei die aktuelle Lackierung von weitem richtig gut aussieht. :top:
Vieleicht könntest du auch den Lack anschleifen und polieren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 29. November 2025 09:17 
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Glückwunsch,eine schöne Basis hast du dir da geangelt. Hab auch eine ES150/1, den Auspuff hatte ich damals einfach schwarz gemacht. Ist am günstigsten und würde zu deinem Farbkonzept passen.
Grüße aus Ingolstadt


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 29. November 2025 10:59 
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Guten Morgen.
Bin gespannt wie Du sie aufbaust.
Da Du jetzt ja infiziert bist, bleibt das eh nicht die einzige MZ.
Das können die anderen Dir hier bestätigen.
MZ’s sind Rudeltiere.
Da kannst Du sie auch wieder passend zum Baujahr Orginal Rot/Silber lackieren und dann die nächste im Blau/Elfenbein, dann mit älteren Baujahr.
Aber das ist deine Entscheidung.
Den Auspuff würde ich dir gerne abnehmen.
Mit freundlichen Grüßen
Lars


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 29. November 2025 11:32 
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Beiträge: 2827
Schöne Vorstellung...schönes Projekt..
Willkommen aus dem Erzgebirge..
Musst Du das Motorrad noch über die Treppe raus und rein schaffen??


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 29. November 2025 14:10 
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Herzlich willkommen.
Hübsche Maschine, mach was draus!
PS.: Die hässlichste MZ ist immer noch die ETZ 250 :irre:


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 29. November 2025 15:53 
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Herzlich Willkommen. Die Reifen sehen doch noch gut aus. Achim mal fragen :oops:


Gruß
Dieter
:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 29. November 2025 18:18 
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Beiträge: 691
Wohnort: an der Hütte
Alter: 49
Nabend,

und erstmal willkommen bei uns.
Zum Thema Papiere: Dass Motorrad ist ja eh nicht mehr im Originalzustand, da stören die fehlenden Originalpapiere nicht wirklich.
Thema hässlichste MZ: Na da gibt's noch ein paar heiße Kandidaten.
ETZ 250 wurde schon genannt, ich würde noch die kleine TS in den Ring werfen.
Ist aber eh Ansichtssache.

Bei der ToDo Liste möchte ich was kommentieren.
Bei den Zweitaktern kommt es auf einen gut abgedichteten Kurbelraum an.
Deshalb gehe ich mit Deinem Umgang mit dem Motor nicht mit.

Wenn Du nicht weißt ob die Wellendichtringe, welche die Kurbelwelle abdichten, schon mal erneuert wurden, so sollte der Motor mal geöffnet werden.
Dabei dann die Wedis wechseln und die Kugellager auch.
Das wäre das mindeste was am Motor gemacht werden sollte.
Daran wurde sicher gespart, das leite ich von Deiner Beschreibung des Zustandes ab.
Wer so olle Reifen montiert lässt, hat sicher kein Geld in den Antrieb gesteckt.
Man kann das auch ignorieren und so rumfahren.
Wenn man aber seine MZ schön gemacht hat und dann bei den ersten schönen Tagen damit sorgenfrei rumfahren möchte, will man doch keine bockende Diva reiten.

Das ist meine persönliche Erfahrung mit solchen einfachen MZTEN.
Denen wurde selten was Gutes getan, meist wenig gepflegt und runtergeritten.
Später bisschen Bauernschick und dann verkauft.

Kannst ja mal drüber nachdenken.
Es ist und bleibt natürlich Deine eigene Entscheidung.

Gruß Rally


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 29. November 2025 18:40 
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Wohnort: Greifswald
Alter: 69
Herzlich willkommen, gute Basis und schöne Vorstellung, berichte mal weiter


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 29. November 2025 21:18 
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Beiträge: 7
Alter: 34
Herzlich Willkommen im Forum,

Sieht auf den ersten Blick doch ganz gut aus.
Viel Erfolg beim Restaurieren/ Überarbeiten!

Viele Grüße aus Augsburg


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 3. Dezember 2025 23:01 
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Beiträge: 99
rally1476 hat geschrieben:
Nabend,

und erstmal willkommen bei uns.
Zum Thema Papiere: Dass Motorrad ist ja eh nicht mehr im Originalzustand, da stören die fehlenden Originalpapiere nicht wirklich.
Thema hässlichste MZ: Na da gibt's noch ein paar heiße Kandidaten.
ETZ 250 wurde schon genannt, ich würde noch die kleine TS in den Ring werfen.
Ist aber eh Ansichtssache.

Bei der ToDo Liste möchte ich was kommentieren.
Bei den Zweitaktern kommt es auf einen gut abgedichteten Kurbelraum an.
Deshalb gehe ich mit Deinem Umgang mit dem Motor nicht mit.

Wenn Du nicht weißt ob die Wellendichtringe, welche die Kurbelwelle abdichten, schon mal erneuert wurden, so sollte der Motor mal geöffnet werden.
Dabei dann die Wedis wechseln und die Kugellager auch.
Das wäre das mindeste was am Motor gemacht werden sollte.
Daran wurde sicher gespart, das leite ich von Deiner Beschreibung des Zustandes ab.
Wer so olle Reifen montiert lässt, hat sicher kein Geld in den Antrieb gesteckt.
Man kann das auch ignorieren und so rumfahren.
Wenn man aber seine MZ schön gemacht hat und dann bei den ersten schönen Tagen damit sorgenfrei rumfahren möchte, will man doch keine bockende Diva reiten.

Das ist meine persönliche Erfahrung mit solchen einfachen MZTEN.
Denen wurde selten was Gutes getan, meist wenig gepflegt und runtergeritten.
Später bisschen Bauernschick und dann verkauft.

Kannst ja mal drüber nachdenken.
Es ist und bleibt natürlich Deine eigene Entscheidung.

Gruß Rally


Gruß Rallly,

Danke dir für deinen Hinweis. Ich nehm das definitiv ernst. Die ist aber echt trocken an an den Wellendichtringen. Ich hab nachgeschaut ;). Der Motor steht für den Winter 26/27 auf dem Plan. Für dieses Jahr bin ich weit über Budget ;)

Gruß Christian


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 14. Dezember 2025 10:34 
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Beiträge: 99
schwammepaul hat geschrieben:
Schöne Vorstellung...schönes Projekt..
Willkommen aus dem Erzgebirge..
Musst Du das Motorrad noch über die Treppe raus und rein schaffen??


Sorry... die Frage hab ich übersehen. Ja... Die ist über ein Brett nach unten gerollt. Ich überleg aktuell, ob ich sie dann lieber draußen wieder aufbaue...


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 20. Dezember 2025 09:07 
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Beiträge: 99
Es geht voran.

- Die Maschine ist mittlerweile komplett zerlegt
- der Rahmen an der Fussrastenaufnahme und an der Motorhalterung geschweißt.
- Der Kabelbaum ist neu gemacht.
- Aluteile sind aufpoliert
- Radlager erneuert
- VAPE verbaut und auch getestet, bevor zerlegt wurde.

Ich habe mir dann Rally´s Rat doch zu Herzen genommen. Den Zylinder habe ich runtergenommen und dabei festgestellt, dass doch noch mehr am Motor zu tun ist. Jede Menge Öl im Kurbelraum. Das Öl im Kupplungsbereich stinkt nach Sprit... Kolben und Zylinder zeigen auch erste Klemmer. Also einmal Neu sagt der Mai....

Nach meinem ersten Kontakt zu einem Lackierer habe ich mich dazu entschieden diverse Bleche neu zu beschaffen (natürlich aus DDR Bestand), die besser erhalten sind und keine Blecharbeiten notwendig sind...

Schon mer mal wie es weiter geht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 20. Dezember 2025 14:01 
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Beiträge: 4253
Alter: 47
Dein Projekt läuft mit einer ungeheuren Rasanz. Wahnsinn!


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 20. Dezember 2025 21:53 
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Beiträge: 99
Mechanikus hat geschrieben:
Dein Projekt läuft mit einer ungeheuren Rasanz. Wahnsinn!



Hab nur noch bis März Zeit ;) Dann will ich fahren... ;)

Während man so auf die notwendigen Werkzeuge zur Motorregenerierung wartet... Kann man ja mal

- Vergaser revisionieren und aufpolieren
- Tankdeckel schick machen...

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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 26. Dezember 2025 07:35 
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Beiträge: 99
Es geht munter weiter. Ich nähere mich dem Ziel JEDE Schraube, jedes Zanhrädchen und jedes Teil der guten alten Dame kennenzulernen...

Der Motor ist offen.

- Das Getriebe macht keinen so schlechten Eindruck.

- Das Zahnrad für den Kickstarter am Kupplungskorb muss neu.

- Die Lagerung ist offensichtlich noch nicht gemacht worden. Ein Lager hat auch "frei" auf der Welle gehangen. Ein anderes so fest, dass es mit ausgetrieben wurde. Siehe dazu HIER. Das könnte also noch interessant werden. Das festsitzende bekomm ich dann wohl mit entsprechendem Werkzeug herunter. Der Ursache für das "frei drehende" muss ich erst noch auf die Spur kommen.

- Dichtringe sind scheinbar auch noch die Originalen drin...

- Die Kurbelwelle scheint auch original. Zumindest ist da per Hand das Datum 21.11.1973 eingekratzt.

Jetzt mach ich mal das Getriebe auseinander, dann sauber und dann fang ich mit dem Wiederaufbau an. Kolben und Zylinder sollten ja Mitte Januar wieder zurück

Dateianhang:
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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 26. Dezember 2025 10:28 
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Beiträge: 333
Wohnort: Lorch / Ransel
Alter: 65
Lodenlutz hat geschrieben:
Na dann herzlich willkommen und Grüße aus der Oberlausitz :hallo:

Ich persönlich finde den Auspuff und die Federbeine garnicht so schlimm. Altersbedingt sehen die für mich noch recht gut aus. Putzen, überholen und gut is. Und wenn das der originale Lack ist, ist der doch auch noch super :wink:


Hallo,der Meinung möchte ich mich anschließen.
Aber es ist deine ES.
Gruß Norbert


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 27. Dezember 2025 12:43 
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Beiträge: 99
So Leute, für dieses Jahr bin ich durch. Das Ziel ist erreicht. Sie ist komplett zerlegt. Ich kenne jede Schraube und habe hoffentlich jedes Schadteil gefunden. Die Ersatzteilbestellliste hat jedenfalls 173 Positionen ;)

Im neuen Jahr wird lackiert und wieder aufgebaut... Im April dann hoffentlich Probefahrt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 3. Januar 2026 20:10 
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Beiträge: 99
Gehäuseteile sind aufgearbeitet und warten auf Ersatzteilinnereien. Kolben und Zylinder sind noch bei den Adlerbrüdern

-- Hinzugefügt: 3. Januar 2026 20:12 --

Getriebe auf Verschleiß geprüft. Vorgelegewelle muss neu... sonst schauts gut aus

-- Hinzugefügt: 3. Januar 2026 20:13 --

Die Kurbelwelle werde ich ersetzen. Natürlich mit Nadellager


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 4. Januar 2026 18:09 
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Beiträge: 83
Wohnort: Neubiberg
Herzlich willkommen und Respekt für den schnellen Fortschritt.

Da ich selber nicht die Möglichkeit habe, steht meine RT auch noch beim Motorbauer.
Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Restauration des Motors. Auf deine Farbkombi bin ich schon gespannt.

Liebe Grüße aus Neubiberg.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 8. Januar 2026 21:42 
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Beiträge: 99
Danke dir! Farbkombi wird unspäktakulär beige/schwarz.

Alle Motorteile sind jetzt da. Die Vorgelegewelle musste auch noch neu, da ausgelutscht.

DER AUFBAU BEGINNT


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 18. Januar 2026 17:45 
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Beiträge: 290
Wohnort: 07338
Alter: 46
Willkommen hier im Forum, ja so ne ES ist schon nicht die schönste, aber vielleicht ist es genau das. Ich hab auch zwei 150/1 eine blaue 150er im original Lack und eine 125er von der GST.
Schönes Projekt, wieder eins der Schätzchen gerettet. Sieht sehr ordentlich aus was du da machst.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 13. Februar 2026 08:09 
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Beiträge: 99
Hallo Zusammen,

nach längerer Zeit mal wieder eine Wasserstandsmeldung. Das Thema hat sich mit steiler Lernkurve etwas gezogen.

Ich habe einige Versuche gebraucht, die Kurbelwelle einzusetzen. Ursächlich waren definitiv "günstige" Lager und eine FEK Welle. Mit der regenerierten Originalwelle und den SKF Lagern ist alles "schön" zusammengerutscht, wie es sein sollte.

Mittlerweile ist der Motor wieder "zu". Bereit Kolben und Zylinder zu verbauen. Dann noch die VAPE rein und der Motor ist soweit fertig.

Zwischenzeitlich wollte ich dann die Räder zentrieren und mit neuen Gummis versehen. Dabei stellte sich heraus, dass die Felgen dermaßen unprofessionell mit Montierhebeln bearbeitet wurden, dass ich mir lieber neue Felgen inkl. Speichen von kultmopeds habe Einspeichen lassen. Das hat mir wenigstens die Möglichkeit gegeben die Naben mal richtig sauber zu machen...

Dem Vergaser habe ich dann provisorisch doch noch nen neuen Düsensatz verpasst.

Den Tank habe ich vor Übergabe an die Lackiererei innen versiegelt.

Jetzt heißt es warten bis Ende Februar. Dann sollte der Lacker fertig sein


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 13. Februar 2026 11:00 
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Beiträge: 4253
Alter: 47
Tja, schade drum. Die originalen Alufelgen sollten möglichst immer gerettet werden, weil die Nachbauten leider nicht annähernd das taugen wie die Originale. Wenn man tauschen muß, geht die Überlegung dann zur Stahlfelge bzw. Edelstahlfelge oder zur Alufelge eines namhaften Herstellers (ich habe SanRemo genommen, das hat sich gelohnt).


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 13. Februar 2026 12:34 
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Beiträge: 1703
Das alte Lied, Orginal wird durch blinkenden Schrott ersetzt. Hast du mit KW selbst erfahren. Montierhebelschäden anschleifen und Rest so lassen. Wenn Felgen Schlag haben, gibt noch genug Orginale. Soviel Gewichte an MZ Felge habe ich noch nicht gesehen


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 13. Februar 2026 13:24 
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Wohnort: Erlau/Schleusingen
Alter: 33
Ich habe mit MZ Nachbaufelgen gute Erfahrungen gemacht.
Wie Mechanikus jedoch schrieb, es gibt gute und weniger gute Nachbauten, was sich dann auch im Preis widerspiegelt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 13. Februar 2026 13:46 
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Beiträge: 1703
Stimmt, aber etwas wie Lotto spielen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 13. Februar 2026 14:05 
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Beiträge: 125
Wohnort: Bautzen
Alter: 50
Ich könnte mal nachsehen, aber glaub anständige Felgenringe von der ES150 hab ich noch da. Wenn gewünscht PN. Sonst hat sicherlich jemand anderes auch noch welche ;-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 14. Februar 2026 07:07 
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Beiträge: 99
Hallo Zusammen,

danke für eure Nachrichten. Mit welchen Qualitätsmängeln habe ich denn zu rechnen? Ich bin durchaus auch ein Freund der Erhaltung von Originalteilen, aber manchmal gehts auch mir kostentechnisch zu weit.

Die allgemeine Aussage würde ja bedeuten, dass 70-90 Prozent der Nachbauteile „Schrott“ seien. Für mich erschließt sich das nicht ganz… würde kultmopeds dann nicht an schlechten Rezessionen und Reklamationen ersticken?


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 14. Februar 2026 08:05 
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creichert hat geschrieben:
...allgemeine Aussage...

Das ist wieder mal das Grundproblem. Was nicht heißen soll, dass es keinen Nachbauschrott gibt. Prüfe selbst und berichte uns aus eigener Erfahrung ob du zufrieden mit der Qualität bist oder ob Statler und Waldorf zurecht geunkt haben. Dann profitieren alle im Forum.
Btw. wenn du dich eine Weile hier rumgetrieben hast, ahnst du schon aus welcher Richtung welcher Kommentar zu erwarten ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 14. Februar 2026 08:39 
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creichert hat geschrieben:
Hallo Zusammen,

danke für eure Nachrichten. Mit welchen Qualitätsmängeln habe ich denn zu rechnen? Ich bin durchaus auch ein Freund der Erhaltung von Originalteilen, aber manchmal gehts auch mir kostentechnisch zu weit.

Die allgemeine Aussage würde ja bedeuten, dass 70-90 Prozent der Nachbauteile „Schrott“ seien. Für mich erschließt sich das nicht ganz… würde kultmopeds dann nicht an schlechten Rezessionen und Reklamationen ersticken?


Das ist so ein bisschen wie mit dem Nachbau-Nierenspiegel. Der mit dem schwarzen Keder. Der mag toll sein und prima funktionieren. Aber er hat eben null Charme oder Ausstrahlung. Seelenlos, das Ding. Kann man so machen, aber ist eben steril wie ein OP-Saal.
Viele Grüße, Steven


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 14. Februar 2026 09:05 
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Ganz ehrlich, wenn da nicht auf der Flanke „kultmopeds“ stehen würde, würde ich die nicht von einer originalen unterscheiden können… das „kultmopeds“ werd ich „wegpolieren“…


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 14. Februar 2026 09:17 
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steven80 hat geschrieben:

Das ist so ein bisschen wie mit dem Nachbau-Nierenspiegel. Der mit dem schwarzen Keder. Der mag toll sein und prima funktionieren. Aber er hat eben null Charme oder Ausstrahlung. Seelenlos, das Ding. Kann man so machen, aber ist eben steril wie ein OP-Saal.
Viele Grüße, Steven

Man lernt nie aus. Bis dato wusste ich tatsächlich nicht, daß ein Rückspiegel eine Seele braucht. :lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 14. Februar 2026 09:20 
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Man lernt nie aus :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 14. Februar 2026 09:35 
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daniman hat geschrieben:
steven80 hat geschrieben:

Das ist so ein bisschen wie mit dem Nachbau-Nierenspiegel. Der mit dem schwarzen Keder. Der mag toll sein und prima funktionieren. Aber er hat eben null Charme oder Ausstrahlung. Seelenlos, das Ding. Kann man so machen, aber ist eben steril wie ein OP-Saal.
Viele Grüße, Steven

Man lernt nie aus. Bis dato wusste ich tatsächlich nicht, daß ein Rückspiegel eine Seele braucht. :lol:


Ich denke, du hast mich schon verstanden. Man kann auf Details wert legen, oder eben auch nicht. Ist beides ok. Jeder hat da seine eigene Meinung.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 14. Februar 2026 09:38 
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creichert hat geschrieben:
Hallo Zusammen,

danke für eure Nachrichten. Mit welchen Qualitätsmängeln habe ich denn zu rechnen? Ich bin durchaus auch ein Freund der Erhaltung von Originalteilen, aber manchmal gehts auch mir kostentechnisch zu weit.

Die allgemeine Aussage würde ja bedeuten, dass 70-90 Prozent der Nachbauteile „Schrott“ seien. Für mich erschließt sich das nicht ganz… würde kultmopeds dann nicht an schlechten Rezessionen und Reklamationen ersticken?


Das Thema mit den Nachbauten ist relativ einfach ... es ist immer nur eine Kopie, die in den seltensten Fällen alle Werksvorgaben (genaues Material, Konstruktiondaten, Nachbearbeitung etc.) als Grundlage hat.
Daher gibt es hier eine sehr große Bandbreite an möglichen Abweichungen die sich schnell zum sogenannten "Nachbauschrott" kumulieren können. Aber nicht müssen. Das hängt auch stark vom Ansatz des Herstellers ab.

2 Beispiele:

Fall1 - weichere Alu-Legierung und etwas geringere Materialstärke, weil günstiger herzustellen --> Felge wird beim geringsten Kontakt mit Bordsteinen oder sogar schon beim Reifen montieren nachgeben --> "Wer billig kauft, kauft zweimal"- Nachbauschrott

Fall2 - weichere Alu-Legierung aber etwas mehr Materialstärke, wegen der Sicherheit --> Felge wird halten aber ist wahrscheinlich schwerer als das Original --> mehr ungefederte Massen auf die das Fahrwerk nicht optimiert ist --> Fahrverhalten ändert sich; das kann jetzt widerum kaum spürbar sein oder bei sehr ungünstiger Kombination regelrecht gefährlich werden.


Wie schon von CJ geschrieben, hilft da am Ende nur dass es Menschen gibt die es ausprobieren und ihre Erfahrungen teilen um den wirklichen Nachbauschrott von einfach nur nicht originalen Ersatzteilen zu trennen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 14. Februar 2026 09:48 
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steven80 hat geschrieben:
...Ich denke, du hast mich schon verstanden. Man kann auf Details wert legen, oder eben auch nicht. Ist beides ok. Jeder hat da seine eigene Meinung.

Hat glaube ich jeder auch so verstanden. Es geht hier ja aber nicht um Originalität, sondern um funktionelle Nachbauen, die ihr Geld auch wert sind. Manchmal gibt es auch keine bezahlbaren Originalteile mehr, deswegen finde ich solche Erfahrungen immer interessant. Ansonsten bin ich bei dir. Beides ist ok.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 14. Februar 2026 10:06 
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Ist es möglich das der Käufer mit seinem Kaufverhalten das Thema "Nachbauschrott" noch befeuert? :wink:

Fakt ist, ein Händler will davon leben können. Es sei ihm gegönnt. Aber seinen 3. Rolls-Royce La Rose Noire Droptail mag ich dann doch nicht bezahlen wollen :oops:

Ich denke wenn der billige Krempel a la "Geiz macht mich rollig" :mrgreen: nicht mehr gekauft wird, sollte sich das relativieren. Oder?

Bei den 1000er gibt es kaum Nachbauteile wohl weil die Stückzahl der verkauften Maschinen noch unter der 350er Forst liegt :biggrin:
Aber Teile die es früher im zweistelligen Euronenwert gab, sind jetzt schon dreistellig.

Meines Erachtens (meines!) passt Hobby und sparen nicht all zu sehr zusammen....


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein neuer aus München und eine neue ES150/1 Bj 1974
BeitragVerfasst: 14. Februar 2026 10:23 
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CJ hat geschrieben:
steven80 hat geschrieben:
...Ich denke, du hast mich schon verstanden. Man kann auf Details wert legen, oder eben auch nicht. Ist beides ok. Jeder hat da seine eigene Meinung.

Hat glaube ich jeder auch so verstanden. Es geht hier ja aber nicht um Originalität, sondern um funktionelle Nachbauen, die ihr Geld auch wert sind. Manchmal gibt es auch keine bezahlbaren Originalteile mehr, deswegen finde ich solche Erfahrungen immer interessant. Ansonsten bin ich bei dir. Beides ist ok.


Da sind wir uns sowas von einig. Viele Nachbauteile sind ein Segen. Sie helfen, die Motorräder auf der Straße zu halten. Es gibt aber auch Dinge, die triggern mich persönlich ungemein. 😅 Der besagte Spiegel mit dem schwarzen Keder, dieser Kombi-Tankemblemaufkleber für die große ETS, oder auch, ganz schlimm!, die Nachbaufelgen mit eingestanztem Herstellerschriftzug.

Noch ein Bild, weil es gerade passt. 🙂


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