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ets_g
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Betreff des Beitrags: Re: Mechanikus' Trial-Maschine Verfasst: 26. Dezember 2025 20:48 |
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Beiträge: 1073 Wohnort: mv Alter: 51
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Mechanikus hat geschrieben: ...Von der Funktionsweise her entspricht das ja ganz genau der Lösung von MZ. Ich denke mir sogar, daß die Mimik genau wie beispielsweise bei Harley-Davidson auch von Suzuki in Zschopau abgekupfert wurde... ganz bestimmt.. sturmey archer hat die kupplungsbetätigung schon in den 20iger jahren mit so einer schneckenmechanik realisiert..
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Mechanikus
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Betreff des Beitrags: Re: Mechanikus' Trial-Maschine Verfasst: 26. Dezember 2025 23:49 |
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Beiträge: 4222 Alter: 47
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ets_g hat geschrieben: Mechanikus hat geschrieben: ...Von der Funktionsweise her entspricht das ja ganz genau der Lösung von MZ. Ich denke mir sogar, daß die Mimik genau wie beispielsweise bei Harley-Davidson auch von Suzuki in Zschopau abgekupfert wurde... ganz bestimmt.. sturmey archer hat die kupplungsbetätigung schon in den 20iger jahren mit so einer schneckenmechanik realisiert.. Das ist interessant, wußte ich noch nicht. Allerdings halte ich es für unstrittig, daß die typischen RT Details von Zschopau aus in alle Welt gingen. Gerade den Japanern dürfte die englische Zwischenkriegslösung weitgehend unbekannt gewesen sein. Weiter mit dem Trialmoped. Melde gehorsamst: Gabelverlängerungen sind montiert. Dann war da noch ein unangenehm schleifendes Geräusch beim quer über den Hof rollen. Jenes drang aus der Vorderradbremse ans Ohr. Man hörte deutlich die Bremsbackenfedern an der Radlagernabe schaben. Mist. Nun muß ich mich mit solchen Spitzfindigkeiten wie alternative Aufhängungspunkte für Federn an Bremsbacken herumärgern. Schon habe ich frohlockt, als ich ein paar solcher im richtigen Durchmesser und ebenfalls japanischer Provenienz in der Remise fand, aber ach, das Widerlager sitzt auf einem falschen Teilkreis. Also muß ich die vorhandenen Backen ertüchtigen.
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Mechanikus
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Betreff des Beitrags: Re: Mechanikus' Trial-Maschine Verfasst: 5. Januar 2026 14:40 |
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Beiträge: 4222 Alter: 47
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Die genannten Anpassungsarbeiten bedeuten einen ziemlich zeitraubenden Aufwand mit ständiger Zwischenprüfung. Wie sich herausstellte, waren einerseits die Bremsbacken schlecht entgratet, sodaß die Federn mit ihren Windungen am Grat anstießen, andererseits ist schlicht der Radnabenkörper zwei Millimeter zu groß im Durchmesser. Die Korrektur der Bremsbacken vermittels Feile war sehr einfach. Wie aber den Nabenkörper "abdrehen"? Ich hätte freilich ein Zusatzteil für meinen Ausdrehkopf sowie eine Haltevorrichtung für das Rad anfertigen können, um dann auf der Fräsmaschine einen Span von der Nabe abzuspindeln. Das war mir zuviel Aufriß und ich entschied mich für Nobelpfusch, auch deluxe-Murks genannt. Der englische Gentleman spricht von "kwick änd dörtie": Achse senkrecht in den Schraubstock, Rad draufgesteckt, angeschoben. Dann die Bohrmaschine mit eingespanntem Schleifkörper freihand an die Kontur geführt. Die Erhaltung der Drehbewegung des Rades wird lustigerweise vom Werkzeug mit erledigt. Außerdem habe ich, nachdem ich mich ziemlich über das lose Distanzstück geärgert habe, nochmal eins gedreht, das sich mit der Bremsankerplatte verpressen ließ und somit bei Montage oder Demontage der Achse nicht runterpurzelt.
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Schandauer
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Betreff des Beitrags: Re: Mechanikus' Trial-Maschine Verfasst: 5. Januar 2026 14:52 |
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Beiträge: 363 Wohnort: Bad Schandau Alter: 42
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Hast du dein Distanzstück wieder gefunden was gestern im Dunste des böhmischen Gerstensaftes hinter die Drehbank gepfiffen ist? 
Zuletzt geändert von Schandauer am 5. Januar 2026 15:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Mechanikus
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Betreff des Beitrags: Re: Mechanikus' Trial-Maschine Verfasst: 5. Januar 2026 14:59 |
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Beiträge: 4222 Alter: 47
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Schandauer hat geschrieben: Hast du dein Distanzstück gefunden was gestern im Dunste des böhmischen Gerstensaftes hinter die Drehbank gepfiffen ist wieder gefunden?  Natürlich nicht. Mal sehen, bei welcher Gelegenheit und vor allem wo dieses wieder auftaucht... Hab fix ein neues gedreht.
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Mechanikus
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Betreff des Beitrags: Re: Mechanikus' Trial-Maschine Verfasst: 8. Januar 2026 01:29 |
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Beiträge: 4222 Alter: 47
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Mittlerweile ist das Vorderrad wieder montiert. Es ergab sich das Problemchen, daß die Faltenbälge nach der Verlängerung der Gabel jetzt natürlich etwas zu kurz sind. Um dieses Manko hinlänglich zu kaschieren konnte ich eine einfache Lösung improvisieren. Mal sehen, ob ich das so lasse... Der Scheinwerfer rundet das Bild ab.
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fETZt
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Betreff des Beitrags: Re: Mechanikus' Trial-Maschine Verfasst: 8. Januar 2026 05:12 |
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Beiträge: 282
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Es gibt qualitativ gute? längere Nachbauten, ach ne....nix neues montieren 
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Bambi
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Betreff des Beitrags: Re: Mechanikus' Trial-Maschine Verfasst: 8. Januar 2026 12:28 |
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Beiträge: 1172 Wohnort: Linz/Rhein Alter: 69
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Hallo Falk, eine super Idee! Ich habe seinerzeit an meinem verunfallten ETZ-Gespann die verbogenen Standrohre durch die einer TS 250/1 ersetzt. Deren Roststellen unter den TS-Lampenhaltern habe ich so gut es ging geputzt, eingefettet und dann mit dünnen schwarzen Plastikrohren kaschiert. Die Idee stammte wahrscheinlich aus der gleichen Trickkiste ... Schöne Grüße, Bambi
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Mechanikus
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Betreff des Beitrags: Re: Mechanikus' Trial-Maschine Verfasst: 6. Februar 2026 00:28 |
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Beiträge: 4222 Alter: 47
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Es geht weiter...
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Mechanikus
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Betreff des Beitrags: Re: Mechanikus' Trial-Maschine Verfasst: 7. Februar 2026 01:16 |
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Beiträge: 4222 Alter: 47
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Wie bereits angedroht, habe ich mich endlich wieder mit der Problematik der Zwischenradlagerung im Primärtrieb befaßt. Durch die stark zerklüftete Umgebung in Kombination mit wenig Platz waren einmal mehr Ideen gefragt. Einerseits muß eine Verschraubung kreiert werden, die den Lagerbock zuverlässig hält, andererseits muß Formschluß zwischen Gehäuse und Lagerbock hergestellt werden, damit sich durch die nicht ganz unerheblichen Seitenkräfte nichts lockert oder gar in der Lage verändert. Für die MZ typischen Paßhülsen ist leider der Platz nicht vorhanden bzw. die Gehäusewand von nur 4 mm Stärke nicht geeignet. Aufgrund der beengten Verhältnisse habe ich ein Zwischending aus Befestigungselement und Paßhülse ersonnen. Eine Nietmutter, einfach ohne Vernietung eingezogen, übernimmt diese Aufgabe. Das zweite Fixierelement ist ein "eingeschraubter Paßstift". Er sitzt an der Stelle, wo sich ursprünglich das untere der zwei vorderen Befestigungsgewinde des Kupplungsdeckels befand. Selbiges kann nicht mehr genutzt werden, weil es sich im Arbeitsbereich des Zwischenrades befindet. Das Gewinde wurde tiefer geschnitten, die ersten 5 mm der Gewindebohrung auf 6 mm aufgebohrt. Nun kann endlich der Lagerbock aufgesteckt und sicher verschraubt werden.
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Mechanikus
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Betreff des Beitrags: Re: Mechanikus' Trial-Maschine Verfasst: 8. Februar 2026 21:49 |
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Beiträge: 4222 Alter: 47
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Die Sache entwickelt sich...
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Scharlachdorn
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Betreff des Beitrags: Re: Mechanikus' Trial-Maschine Verfasst: 8. Februar 2026 22:08 |
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Beiträge: 314 Wohnort: Deutschland Alter: 46
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Taff Stuff. So ganz hänn ichs noch net verstanden. Die Zwischenradachse stützt sich auch noch selbst im Altgehäuse ab? Wieviele Abstütz- bzw. Auflagerstellen hat der Bock also? 2 x M6 (ermöglicht in Alu 4-6 kN Vorspannkraft) drücken ihn auf die geglättete Fläche? Könnte gehen. Ich drücke die Daumen. Wahrscheinlich hört man rechtzeitig, falls / wenn sich was verschiebt.
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Uwe6565
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Betreff des Beitrags: Re: Mechanikus' Trial-Maschine Verfasst: 8. Februar 2026 22:40 |
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Beiträge: 1819 Wohnort: 06571 Alter: 60
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Mechanikus hat geschrieben: Die Sache entwickelt sich... Wo kommt die gelochte Eisenplatte hin, wird diese im Motordeckel verankert?
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Mechanikus
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Betreff des Beitrags: Re: Mechanikus' Trial-Maschine Verfasst: 9. Februar 2026 01:34 |
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Beiträge: 4222 Alter: 47
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Ja, diese Platte schließt den Zwischenradhalter wie ein Lagerdeckel ab. Wobei es genau genommen ein Achshalter ist, denn das Lager ditzt ja direkt im Zwischenrad. Von den zwei untereinander liegenden Bohrungen dient die obere sowohl zur Befestigung des Lagerbocks/Zwischenradhalters als auch weiterhin zur Montage des Kupplungsdeckels. Die untere ist mit Gewinde versehen und kommt ebenfalls der Aufgabe, den Kupplungsdeckel zu halten nach. Die kleinen angesenkten Bohrungen sollen einen Schmiermittelaustausch im Nadellager ermöglichen, während das Lager auf der anderen Seite notgedrungen durch eine Anlaufscheibe abgedeckt wird.
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Nordlicht
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Betreff des Beitrags: Re: Mechanikus' Trial-Maschine Verfasst: 9. Februar 2026 06:48 |
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Beiträge: 14754 Wohnort: Kerkrade(NL) Alter: 69
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Aber dreht der Motor bei dieser Bauweise nicht anders rum?
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Ralle
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Betreff des Beitrags: Re: Mechanikus' Trial-Maschine Verfasst: 9. Februar 2026 07:40 |
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| Moderator |
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Beiträge: 10950 Wohnort: Dresden Heimat: Oberlausitz Alter: 52
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Nordlicht
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Betreff des Beitrags: Re: Mechanikus' Trial-Maschine Verfasst: 9. Februar 2026 07:50 |
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Beiträge: 14754 Wohnort: Kerkrade(NL) Alter: 69
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Ralle hat geschrieben: Nein stimmt..im Alter muß man genauer überlegen 
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rally1476
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Betreff des Beitrags: Re: Mechanikus' Trial-Maschine Verfasst: 9. Februar 2026 19:45 |
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Beiträge: 680 Wohnort: an der Hütte Alter: 49
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Nabend, Das Zwischenrad ist notwendig um den Gleichauf von Kurbel- und Getriebeeingangswelle zu erreichen. Bin mal auf die Geräuschkulisse beim Kraftschluss im Betrieb gespannt. Das wird sich ziemlich martialisch anhören. Vielleicht noch doller im leichten Schiebebetrieb. Würde aber zur Gesamtkonstruktion passen. Gruß Rally
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Konstantin
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Betreff des Beitrags: Re: Mechanikus' Trial-Maschine Verfasst: 9. Februar 2026 21:50 |
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Beiträge: 643 Wohnort: Leipzig Alter: 57
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Nordlicht hat geschrieben: Aber dreht der Motor bei dieser Bauweise nicht anders rum? Genau deshalb musste er doch das Zwischenrad hineinkonstruieren!
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Scharlachdorn
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Betreff des Beitrags: Re: Mechanikus' Trial-Maschine Verfasst: 10. Februar 2026 17:10 |
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Beiträge: 314 Wohnort: Deutschland Alter: 46
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Ich habe mal bisschen gemalt und überlegt: ca.140 kg drücken bei angenommenen max. 15 Kurbelwellen-Nm auf die Zwischenradbefestigung. Aber ich mach auch gerne mal Denkfehler, und noch viel lieber verrechne ich mich: Dateianhang: IMG_2174.jpeg
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Mechanikus
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Betreff des Beitrags: Re: Mechanikus' Trial-Maschine Verfasst: 1. März 2026 18:37 |
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Beiträge: 4222 Alter: 47
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So. Betrachten wir die bisherige Konstruktion mal als Hilfsmittel zur Findung des Optimums. Es muß mehr Stabilität in den Mechanismus. Dazu ist das Sinnvollste, erstmal eine feste Basis zu schaffen, damit die Krafteinleitung ins Gehäuse nicht so ungünstig weit aus der Ebene der Räderflucht liegt. Das Solideste ist da immer noch Formschluß zu schaffen. Ein schönes Klötzchen Alu schmiegt sich nun akkurat an die Gehäusewand des Kurbel- sowie Primärgehäuses.
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jot
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Betreff des Beitrags: Re: Mechanikus' Trial-Maschine Verfasst: 1. März 2026 22:57 |
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Beiträge: 981 Wohnort: lucka Alter: 52
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moin,
du könntest auch ein paar wände aus blech bauen, das gehäuse schön mit dem azebrenner vorwärmen, schön einrußen und dann mit einer zerschmolzenen alufelge ausgießen, das wäre formschluss und gäbe gut stabilität...
jot
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Mechanikus
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Betreff des Beitrags: Re: Mechanikus' Trial-Maschine Verfasst: 6. März 2026 23:26 |
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Beiträge: 4222 Alter: 47
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Heute hab ich die Trialmaschine in die hinterste Ecke der Garage gestellt, wo sie die nächste Zeit bleiben muß. Schließlich soll die MZ endlich ihren neuen Kolben bekommen. Vorher hab ich noch ein paar Bilder geschossen. Macht wirklich unglaublich Appetit auf später.
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Bambi
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Betreff des Beitrags: Re: Mechanikus' Trial-Maschine Verfasst: 7. März 2026 01:04 |
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Beiträge: 1172 Wohnort: Linz/Rhein Alter: 69
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Martin H.
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Betreff des Beitrags: Re: Mechanikus' Trial-Maschine Verfasst: 11. März 2026 06:56 |
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| Moderator |
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Beiträge: 15124 Wohnort: 92348
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Ich weiß, Deine ist noch nicht soweit… aber vielleicht hat ja doch der eine oder andere Interesse, sich das mal live anzuschauen: https://www.classictrial-d-cup.de/Geht bald wieder los.
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Bambi
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Betreff des Beitrags: Re: Mechanikus' Trial-Maschine Verfasst: 11. März 2026 11:46 |
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Beiträge: 1172 Wohnort: Linz/Rhein Alter: 69
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Danke, Martin! Schöne, off-topige Grüße, Bambi
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