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BeitragVerfasst: 4. Februar 2026 15:33 
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Hallo,

ich versuche gerade eine Mz Ts 150 für den ersten Tüv seit 1989 her zu richten. Der Vorbesitzer hat vor 16 Jahren den Motor komplett überholen lassen, aber dann die Restauration abgebrochen. Ich hab die Hufu dann in Kisten erworben, einmal zusammen gebaut und Probe gefahren und dann für 15 Jahre als Deko bei meinem Vater ins Wohnzimmer gestellt. Bei der Probefahrt kann ich mich an keine Probleme mit der Kupplung erinnern.

Nun habe ich über den Winter etliche Bauteile erneuert. Ich hänge gerade aber noch an der Kupplung, die sich nicht so einstellen lässt, wie ich es dem gelben schlauen Buch entnommen habe. Als ich die Maschine letztes Jahr zu mir geholt habe, war das Kupplungspaket durch eingetrocknetes und vielleicht falsches Öl schön zusammen geklebt. Die Kupplung hat sich also beim Ziehen des Hebels nicht betätigen lassen. Ich hab das ganze mit Diesel gereinigt und wieder zusammen gesetzt. Nun habe ich jedoch das Problem, dass die Kupplung nicht trennt, wenn ich sie nach dem Buch versuche einzustellen. Es ist keinerlei Verschleiß an der Kupplung, also wurde diese sehr wahrscheinlich ebenfalls mit revidiert, als der Motor vor 16 Jahren erneuert wurde.

Damit ich sicher gehen kann, dass wirklich alle Betätigungsteile richtig eingebaut sind, hier kurz das bei mir verbaute Setup beginnend von der Kupplung:

Drucknagel - 4mm Stahlkugel - Druckstange - Kugel in der Schnecke - Schnecke

Laut dem Buch muss die Einstellschraube so weit gedreht werden, bis Druck auf die Kupplung aufgebaut wird und dann wieder eine viertel bis halbe Drehung zurück und sichern. Am Kupplungshebel sollen etwa 1-2 mm Spiel eingestellt werden, bevor der Zug anfängt zu ziehen. Wenn ich bei dieser Einstellung nun einen Gang einlege und versuche mit gezogener Kupplung die Hufu zu schieben, erfolgt keine Trennung zwischen Getriebe und Motor.

Probeweise habe ich die Kupplung mal so eingestellt: Schraube reindrehen bis Druck auf der Kupplung ist und sichern (also ohne Spiel an der Schraube) und am Griff so lange den Zug gespannt, bis ich die Kupplung fast bis Anschlag öffnen konnte. Es war also keinerlei Spiel mehr vorhanden und die Kupplung schon leicht gespannt, bevor überhaupt der Hebel betätigt wurde.

Beim Schiebetest mit eingelegtem Gang, hat die Kupplung dann getrennt, aber es war noch Wiederstand beim Schieben vorhanden, anders als bei eingelegtem Leerlauf. Das kann nicht normal sein, oder? Ich habe keine Referenzwerte, da ich noch nie eine fahrbereite Mz testen konnte.

Das war natürlich nur ein Versuch, ob die Kupplung überhaupt irgendwann trennt und keine Dauerlösung, aber mir gehen langsam die Ideen aus, wo genau der Fehler liegen könnte. Ich habe überlegt, ob die Schnecke im Kupplungsdeckel vielleicht verschließen ist. Zumindest sieht sie so aus, als ob sie kaum Fett gesehen hätte und sie hat Spiel, wenn ich sie im Deckel hin und her kippel. Ist das normal?

Oder könnte das Problem auf der Kupplungseite, z.B. irgendwo hinter dem Kupplungkorb liegen? Ich habe ehrlicherweise auf dieser Seite nur das Kupplungspaket zum reinigen entfernt, aber nichts dahinter begutachtet.

Der Motor ist nach den 15 Jahren Ruhe bisher nur kurz im Stand gelaufen und ich warte gerade noch auf Ersatzteile für die Zündung. Denkt ihr das Problem könnte sich lösen, wenn der Motor mit frischem Öl mal so lange läuft, bis er Betriebstemperatur hat?

Ich bin dankbar für Tipps und Denkanstöße und freue mich über jede Antwort.

Beste Grüße
ThoHo


Fuhrpark: Hercules, Honda, Mz ts 125

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BeitragVerfasst: 4. Februar 2026 15:40 
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Stell das mal so ein, wie im Handbuch , dann trennt die Kupplung auch. Es ist eine Ölbadkupplung , da lässt sich nie das Hinterrad drehen, wenn bei gezogener Kupplung ein Gang eingelegt ist.
MFG Dirk


Fuhrpark: MZ TS 250/1

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BeitragVerfasst: 4. Februar 2026 16:12 
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Oh man, vielen Dank. Ich hatte bisher nur Erfahrungen mit anderen Kupplungen gemacht. Man lernt nie aus.


Fuhrpark: Hercules, Honda, Mz ts 125

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BeitragVerfasst: 4. Februar 2026 17:33 
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Du mußt auch aufpassen das die kleine Kugel in der Schnecke noch drin ist.
Die macht sich manchmal beim ab schrauben des Deckels selbstständig.
Hab das schon selbst erleben dürfen. :(
Ich würde die Kupplung mal bei laufendem Motor testen.
Aber bitte das Möppi so aufbocken das das H Rad richtig in der Luft hängt :wink:

_________________
Ein Ossi in Hamburg
RLSL Mitglied Nr.128 und stolzer Besitzer
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Fuhrpark: ES 175/0 1958/TS 150 1985/Wartburg 311 Bj.1962/Wartburg 353 Bj.1970/Victoria KR 25 Bj. 1951
TS 250/1 Bj.1980/SE BW Bj.1981

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BeitragVerfasst: 4. Februar 2026 17:43 
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Die kleine Kugel hat keinen Einfluß auf das Trennen der Kupplung.
Wenn die Kupplung nach Buch Vernünftig eingestellt ist und auch alles ander passt , dann muss sie Trennen.
Wenn das Motorrad auf dem Haupständer steht , dann wird sich das Rad immer mitdrehen und auchn nur schwer zum Stillstand übereden lassen .
Eine kalte 6 Scheiben Ölbadkupplung bei der 150er nimmt immer etwas mit und trennt im kalten Zustand nie zu 100 prozent


Fuhrpark: MZ TS 250/1

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BeitragVerfasst: 4. Februar 2026 18:27 
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Sie trennt übrigens auch nicht richtig, wenn man zu dicke Kupplungsbelagscheiben drin hat. War bei mir der Fall, da hatte jemand vor Jahrzehnten die falschen Scheiben (RT?) eingebaut. Seitdem stand der Motor dann...


Fuhrpark: MZ TS 150 GS-Umbau Bj 1983; DKW NZ 250 Bj. 1938; Simson S51 Umbau Bj.1980; NSU Quick-Umbau Projekt Bj.1936; Trial-Projekt mit MZ-Motor; Eigenbau-Simmi mit Starrrahmen und MZ Motor; Phänomen Bob Projekt Bj.1941; IFA DKW RT-0 Projekt, DKW NZ 350/ISH Umbau Projekt

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BeitragVerfasst: 5. Februar 2026 07:43 
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Die Reibbeläge habe alle die gleiche Dicke, wenn sie doch zu Dick sein Sollten dann Bekommt man die Stützkappen nicht Montiert


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BeitragVerfasst: 5. Februar 2026 13:10 
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Nein, es gibt tatsächlich verschieden dicke Scheiben und ich habe die Sache nun schon bei mehreren Motoren erlebt. Dasselbe Phänomen gibt es auch bei den DKW/IZH Motoren. Auch hier mit eben dieser Ursache.


Fuhrpark: MZ TS 150 GS-Umbau Bj 1983; DKW NZ 250 Bj. 1938; Simson S51 Umbau Bj.1980; NSU Quick-Umbau Projekt Bj.1936; Trial-Projekt mit MZ-Motor; Eigenbau-Simmi mit Starrrahmen und MZ Motor; Phänomen Bob Projekt Bj.1941; IFA DKW RT-0 Projekt, DKW NZ 350/ISH Umbau Projekt

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BeitragVerfasst: 5. Februar 2026 14:27 
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Ich kenne und verbaue nur eine sorte, 3,5mm ,ca stark und es Funktioniert. aber auch ich lerne gerne dazu.
mfg dirk


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BeitragVerfasst: 5. Februar 2026 14:42 
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Das sind ja auch die richtigen! Vor allem muß man auf einen solchen Fehler und die Idee, die Dicke der Kupplungsscheiben nachzumessen, erstmal kommen. Ich habe ewig den Fehler gesucht. So mancher vor mir auch. Ich habe nun schon zwei 150er Motoren, die nach einer Revision kaum gelaufen waren, in der Mache gehabt. Die hat irgendwann mal jemand entnervt in die Ecke gestellt, weil der Fehler nicht gefunden wurde. Begleiterscheinung des Phänomens ist übrigens ein graublauer Film von Abrieb im gesamten Primärgehäuse. Im Fred "150er TS Umbau " ist das Problem dokumentiert.


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