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 Betreff des Beitrags: Kurbelwelle Abweichung Toleranz
BeitragVerfasst: 31. Januar 2025 15:13 
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Beiträge: 68
Hallo ,

eine Frage an die Motorenspezi's ;

Ich habe eine neue ETZ 250 Kurbelwelle von MZA vermessen und links 4/100 und rechts 2/100 Abweichung festgestellt.

Ist das noch vertretbar?

Viele Grüße 👋🏼


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurbelwelle Abweichung Toleranz
BeitragVerfasst: 31. Januar 2025 15:26 
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Versuche lieber auf Prismen die KW zu messen. Die Zentrierungen links und rechts sind oft nicht in der Mitte.

Schließlich läuft am Ende die KW auch auf den Lagersitzen und nicht auf den Spitzen.

Mfg Steven


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurbelwelle Abweichung Toleranz
BeitragVerfasst: 31. Januar 2025 19:50 
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Beiträge: 690
Dem ist wenig hinzuzufügen, bei 4/100 würde ich persönlich nachrichten - bei korrekter Messung.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurbelwelle Abweichung Toleranz
BeitragVerfasst: 1. Februar 2025 19:12 
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Hallo Franz15!
Den Beiträgen meiner Vorredner kann ich mich vorbehaltlos anschließen: Mir ist mal das Gleiche passiert, daß die Zentrierung nicht genau zentrisch angebracht oder leicht vergurkt war. Am besten 2 Prismen mit 2 brauchbaren Kugellagern verwenden, sowas kann man leicht anfertigen und für alle möglichen anderen Zwecke verwenden. Der tolerierbare Höhenschlag liegt lt. Reparaturanleitung bei 0,03mm.
Es wäre schön, wenn Du mal über Deine erneute Messung berichten würdest.
MfG Guzzi44


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurbelwelle Abweichung Toleranz
BeitragVerfasst: 6. Februar 2025 12:19 
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Ich hätte da noch eine Frage zu den Prismen.

Könnte mir bitte jemand erklären wie das mit Prismen an den Kurbelwellenlagersitzen funktioniert?

Ich möchte doch zwei zustände Prüfen:
1. Duchbiegung der Welle
2. Stehen die beiden Wangen axial richtig zu einander.

Das geht mMn nur über die Zentrierungen, dafür sind die ja da. Natürlich nur wenn da keiner mitm Hammer drauf rumgekloppt hat.

Sobald ich ein Prisma unter den Lagersitz schiebe messe ich nur noch den Rundlauf, des Selbigen. Oder sehe ich das falsch?


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurbelwelle Abweichung Toleranz
BeitragVerfasst: 6. Februar 2025 13:39 
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Schau Dir das mal an:
https://www.youtube.com/watch?v=DeYfRi-nQFg
Gruß
Hans


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurbelwelle Abweichung Toleranz
BeitragVerfasst: 6. Februar 2025 15:26 
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Die Kurbelwelle liegt nur mit den Lagersitzen auf den Prismen.
Dann musst du am weitesten Punkt außen an der KW die Rundlaufabweichung messen.

Dabei schlägt die Uhr sowohl bei Durchbiegung aus, als auch bei Hubwangenversatz.


Zweiteres kann zwischen den Spitzen eventuell nicht auffallen.

Was genau vorliegt, bedarf etwas Erfahrung.

Bedingt durch das Abziehen der Kupplung und Abdrücken des Ankers werden beide Stümpfe bei der Demontage belastet.
Auch kann schon bei der Fertigung die Zentrierung außermittig sein.
Auch wenn es nur Hundertstel sind, summiert sich das sehr schnell auf die Länge.

Wie gesagt, die Kurbelwelle läuft auf den Lagersitzen, nicht den Spitzen.
Am besten eine Gefräste Stahlplatte nehmen oder eine Glasscheibe, da die Prismen mit den Messuhren drauf.
Dann nochmal berichten.

Das Video erklärt alles ganz gut wie es in der Praxis ist.

Mfg Steven


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurbelwelle Abweichung Toleranz
BeitragVerfasst: 7. Februar 2025 08:28 
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Hallo Hans und Steven,

vielen Dank für die Infos.

MrSchaf hat geschrieben:
Die Kurbelwelle liegt nur mit den Lagersitzen auf den Prismen.
Dann musst du am weitesten Punkt außen an der KW die Rundlaufabweichung messen.

Dabei schlägt die Uhr sowohl bei Durchbiegung aus, als auch bei Hubwangenversatz.


Alles klar da wird quasi außen am Zapfen gemessen. Dann ist in dem Video aber mit seinen voll aufliegenden Zapfen der erste Messfehler vorprogramiert.

MrSchaf hat geschrieben:
Zweiteres kann zwischen den Spitzen eventuell nicht auffallen.

Warum sollte das nicht auffallen? Natürlich wir auch dieser Fehler angezeigt.

MrSchaf hat geschrieben:
Bedingt durch das Abziehen der Kupplung und Abdrücken des Ankers werden beide Stümpfe bei der Demontage belastet.

Ja das ist richtig aber was soll den da passieren wenn man es richtig macht?

MrSchaf hat geschrieben:
Auch kann schon bei der Fertigung die Zentrierung außermittig sein.

Nein kann sie nicht. Die wird zum schleifen der Lagersitze benötigt. Sind die Zentrierungen ausser Mitte sind es die Lagersitze auch.
Dateianhang:
Unbenannt.JPG


MrSchaf hat geschrieben:
Wie gesagt, die Kurbelwelle läuft auf den Lagersitzen, nicht den Spitzen.

Das hat auch niemand behauptet, die dienen als Aufnahme/Zentrierung der Kurbelwelle bei der Fertigung und beim Messen.

MrSchaf hat geschrieben:
Am besten eine Gefräste Stahlplatte nehmen oder eine Glasscheibe, da die Prismen mit den Messuhren drauf.

Wie richtet man die Prismen parallel zu einander aus? Oder ist das egal?

MrSchaf hat geschrieben:
Das Video erklärt alles ganz gut wie es in der Praxis ist.


Meine Praxis und die einiger Kollegen sieht da etwas anders aus. Aber sei es drum, hat eben jeder seine eigene Meinung drüber. Wenn ich irgendwo ein paar Prismen finde werde ich mal eine Kurbelwelle mit den zwei verschiedenen Messverfahren prüfen. Bin mal gespannt was rauskommt.

Danke nochmals euch beiden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurbelwelle Abweichung Toleranz
BeitragVerfasst: 23. Februar 2025 12:57 
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Da ja des öfteren hier diese Prismen-Messmethode angepriesen wird, hab ich das nun auch mal versucht. Vor allem weil der TE oben die optimale Messmethode hatte und hier zu der Prismenmethode geraten wurde.

Als erstets hab ich mir aus ermangelung zweier Metallprismen welche gedruckt. Damit war kaum ein sauberes Messen möglich. Die Kurbelwelle wanderte hin und her. Dach ich mir: wird am plastik liegen.
Dateianhang:
$matches[2]


Dann hab ich durch Zufall zwei Stahlprismen bekommen und das ganze nochmal versucht. Das gleiche Problem wieder. Die Kurbelwelle wandert hin und her. Auch wenn die Prismen nahe an den Lagerbund gelegt werden, beim drehen drückt sich das wieder frei. Damit ist mindesten der Konus auf der Lima-Seite nicht mehr Messbar, weil konisch. Das zweite Problem ist, die Prisemen zu einander auszurichten. Ohne vernunftiges Haarlineal keine Chance. Weiter halten die Prismen beim einfachen "auf etwas drauflegen" nicht die Position und rutschen hin und her. (eins meiner Prismen wiegt ca.10kg). Hier hab ich beide Versuche als Video festgehalten.
https://youtu.be/3Ftkc9PbgV8
https://youtube.com/shorts/yfd8pdluLkE

Zu guter letzt hab ich dann die Prismen ausgerichten und mit selbsklebenden Klebeband fixiert. Damit konnte man zwar immernoch nicht die Lima-Seite Messen aber die Kurbelwellenseite. Komischerweise war der Wert zweier Kurbelwellen an der Stelle um genau 2/100 höher als bei der Messspitzenmethode am Lagersitz gemessen.
Mein perönliches Fazit: Mit Prismen messen ist nicht geeignet. Ich nutze weiterhin die Zentrierungen, natürlich nachdem ich diese augenscheinlich geprüft habe.

Mit den Infos hier kann nun jeder anfangen was er möchte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurbelwelle Abweichung Toleranz
BeitragVerfasst: 27. Februar 2025 09:59 
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Ich baue meine Wellen schon immer selber, und messe die Wellen nur auf Prismen. Das Funktioniert einwandfrei. Oft geht es auch nicht anders, da die Zentrierungen beschädigt sind.
Man kann sogar 2 Maulschlüssel im Schraubstock einspannen, hauptsache die Welle liegt pro Seite auf 2 Punkten auf.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurbelwelle Abweichung Toleranz
BeitragVerfasst: 27. Februar 2025 13:36 
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Peterle deluxe hat geschrieben:
Man kann sogar 2 Maulschlüssel im Schraubstock einspannen, hauptsache die Welle liegt pro Seite auf 2 Punkten auf.


wird ja immer besser...


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurbelwelle Abweichung Toleranz
BeitragVerfasst: 27. Februar 2025 14:28 
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Ja, das funktioniert ohne Probleme. Ein Prisma sind am Ende auch nur zwei Punkte welche feststehen müssen und jeweils einen Zapfen zu führen, wie die Auflagepunkte aussehen spielt technisch keine Rolle. Hauptsache sie bewegen sich nicht zur Messuhrbefestigung.
Auch alle meine Bekannten, welche Wellen bauen, nutzen überwiegend Prismen. Bei Bedarf kann ich gerne ein Foto von meiner Messeinrichtung hochladen.
Aber von nicht geeignet zu sprechen, halte ich schlicht für falsch.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurbelwelle Abweichung Toleranz
BeitragVerfasst: 27. Februar 2025 16:19 
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https://youtu.be/TJPrtbNBAzk?si=DLzZbiyW3Z2C4nLo

Bei ca. Minute 21.
Ich denke die Jungs haben mehr Kurbelwellen auseinander genommen, montiert und gerichtet als wir alle zusammen.
Er erklärt es dann im Video nochmal ganz gut.

Dein Aufbau auf der Werkbank ist zu wackelig, ist klar, dass es mit den Prismen nicht klappt.

Man sollte bei einer gelaufenen Welle immer von "defekten" Zentrierungen ausgehen.
Durch das Nutzen von Abziehern auf den Stumpf drückt sich minimalst Material in die Zentrierung. Das sieht man nicht.
Lässt sich an einer zerlegten Kurbelwelle in der Drehbank oÄ. aber garantiert messen.

Ein Tropfen Öl auf die Prismen wirkt auch Wunder für die Leichtgängigkeit der Kurbelwelle.

Mfg Steven


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurbelwelle Abweichung Toleranz
BeitragVerfasst: 27. Februar 2025 17:45 
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Wuchtfaktor 005.JPG
Hallo Gemeinde!
Ich will mich hier noch einmal einklinken: Als Erstes ein Foto von meiner Vorrichtung:
Als Grundplatte eine ausreichend große "Stahl"-Platte, da magnetisch. Mit Langlöchern, um die Prismen im Abstand variieren zu können.
An die Prismen pro Seite 2 gleiche Kugellager anbringen, mit jeweils 3 (6) Löchern pro Lager, um die Breite der Auflage verändern zu können. (Die 2 Hartholzklötze mußte ich einfügen, um die Auswuchtung der Welle mit ausgeschwenktem Pleuel ausmessen zu können.)
Die beiden Prismen müssen natürlich parallel und im rechten Winkel zueinander stehen, kann man mit einem Anschlagwinkel mit ausreichender Genauigkeit ausrichten.
Der Rest erklärt sich aus den Bildern.
MfG Guzzi44


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Zuletzt geändert von Guzzi44 am 27. Februar 2025 17:54, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kurbelwelle Abweichung Toleranz
BeitragVerfasst: 27. Februar 2025 17:46 
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Ich habe mir aus Mangel an Prismen (besitze nur eins :lach: ) einfach in zwei straffe Kupferblechstreifen je eine rechtwinklige Kerbe geschnitten und diese beiden Blechstreifen gegenüberliegend an ein Kantholz geschraubt, so dass die Welle dazwischen passt. Selbst das hat zum Messen des Rundlaufs funktioniert. Habe damit den erheblichen Rundlaufschlag einer Welle feststellen können. Nachdem sie nachgerichtet wurde Messung wiederholt und den nun bei ca. 2/100mm liegenden Rundlaufschlag festgestellt.
Denke also, auch mit einfachen Mitteln kann sowas funktionieren.

Fast so wie das Bild von guzzi44, nur ohne Kugellager.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurbelwelle Abweichung Toleranz
BeitragVerfasst: 27. Februar 2025 18:29 
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Alles klar, da hab ich alle Infos die ich brauche.
Danke euch.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurbelwelle Abweichung Toleranz
BeitragVerfasst: 1. März 2025 14:22 
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Hallo
Hier meine Messvorrichtung


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurbelwelle Abweichung Toleranz
BeitragVerfasst: 1. März 2026 17:44 
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Hallo liebe Forumsmitglieder mit Ahnung von Kurbelwellen (Dazu gehöre ich (noch :) ) nicht...Ich hoffe es ist OK, diesen Thread vom letztem Jahr für meine Frage zu benutzen!

Ich habe mal eine Frage. Wenn bei einer Welle der Rundlauf mit 2/100 OK ist, aber die Wangen im Rundlauf 7/100 daneben liegen, bzw um 1/10! Lins /Rechts Schlag haben, ist das noch OK, oder misst man die Wangen nicht. Mache mir Sorgen, wegen Oszillation, aber, das macht ja im Betrieb Pleuel und Kolben etc. natürlich auch...


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurbelwelle Abweichung Toleranz
BeitragVerfasst: 1. März 2026 22:31 
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Die Wangen, zumindest bei den Originalwellen, sind manchmal derart grob gefertigt, daß das keine relevanten Meßstellen sein können. Was mir persönlich bei den Kurbelwellen der 125/150er MM Motoren aufgefallen ist: Die Wangen sind grob überdreht und (anhand sichtbaren Versatzes) wohl sogar ohne weiteres Ausrichten einfach umgespannt worden. In dieser Disziplin sind die Nachbauwellen mit ihren überschliffenen Flanken sogar besser als die Originale.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurbelwelle Abweichung Toleranz
BeitragVerfasst: 2. März 2026 08:26 
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Ok, das heißt, meine KW wäre OK. Es handelt sich um eine regenerierte DDR Welle, die Enden laufen zu den Lagerstellen ca. 1,5/100 also innerhalb der Toleranz!

Die Wangen haben mich nur etwas verunsichert, vor allem, weil sie auch Axial wandern. Das würde sich nicht mit der auf der Drehbank hergestellten Oberfläche erklären lassen, sondern eher durchs einpressen?

MfG


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurbelwelle Abweichung Toleranz
BeitragVerfasst: 2. März 2026 08:31 
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Wichtig ist auch das Radiale Pleuellagerspiel. Das wird oft überhaupt nicht beachtet und ist bei 95% aller Nachbauwellen viel zu eng.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurbelwelle Abweichung Toleranz
BeitragVerfasst: 2. März 2026 18:29 
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Absolut richtig.

Es würde vielleicht öfters Beachtung finden, wären die nötigen Messmittel stärker verbreitet. Ich habe hier bei einem (sonst hochwertigen) Nachbaupleuel nur ca. 0,013 mm Einbauspiel ermittelt. Das ginge wahrscheinlich nicht dauerhaft gut. Ich lasse jetzt das Auge bei Westermann Motoren (Andreas Großewächter) von 30,000 auf 30,025 honen & läppen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kurbelwelle Abweichung Toleranz
BeitragVerfasst: 2. März 2026 22:37 
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Das ist ja interessant, danke fürs Teilen. 13µm ja das wird vermutlich grenzwertig sein! Gut zu wissen.
Bei der TS/ES 125 bzw. Hufu heißt es in der Anleitung... 0,015...0,030 mm verschleiswert 0,050mm. Das ginge ja tatsächlich zur nlt auch mit der Messuhr, wie in der Anleitung? Also eingespannte Welle, Messuhr am Pleuellager und dieses auf und ab bewegen?!

Grüße


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurbelwelle Abweichung Toleranz
BeitragVerfasst: 3. März 2026 17:23 
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Hallo double-m!
Eines ist noch beim Zusammenbau der KW zu beachten, was Viele nicht berücksichtigen: Der Stempel der Presse muß genau im Winkel von 90 Grad zur Auflagefläche der Kurbelwelle ausgerichtet werden, um ein schiefes Einpressen zu vermeiden! Ist mir mal passiert,weil es schnell gehen sollte, da kommen schnell mal ein paar hundertstel Millimeter bei der Rundlauf-bzw. Schlagkontrolle zusammen. Ich war der Meinung, daß sich der Pleuelbolzen beim Einpressen von selbst zentriert, war leider ein Irrtum.
Der Einwand vom Mechanikus hat was für sich, solche Oberflächengüte gibt es tatsächlich. Das erschwert die exakte Messung unnötigerweise, aber "nothing is perfect", weil Menschenwerk. MfG Guzzi44


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurbelwelle Abweichung Toleranz
BeitragVerfasst: 3. März 2026 19:26 
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Völlig richtig.

Ich habe mir neulich für eine Eigenbauwelle - altertümlicher Machart - sogar extra eine Ausrichthilfe aus Stahl gemacht, damit die Seitenzapfen exakt winklig eingepresst werden konnten. Was sollte sonst werden. Es war anderes nicht drin. Denn dazu müsste die zentrierende Länge wenigsten 1,25 - 1,75 x D betragen und bei welcher Welle ist das schon der Fall und welche Presse ist schon perfekt winkelig gefertigt. Kurz und gut: mit Platte (Seitenzapfen und Hubscheibe gleichzeitig saugend zentriert) ging es. Beim Hupzapfen selbst, hilft dann - trotz kleiner Trix - oft nur Nachrichtung mit Gewalt und jeder gute Maschinenbauer ärgert sich darüber.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kurbelwelle Abweichung Toleranz
BeitragVerfasst: 3. März 2026 22:26 
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Das Drehteil / Bild 2 / liegt unten bei Bild 3 ?
Aus welchem Material sind die Einsätze bzw Gegengewichte ?


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurbelwelle Abweichung Toleranz
BeitragVerfasst: 4. März 2026 07:40 
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Ich rate mal: Wolframkupfer zum Senkerodieren?
Gruß
Hans


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurbelwelle Abweichung Toleranz
BeitragVerfasst: 4. März 2026 07:49 
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Genau. WoCu 75/25. Gut bekömmlich, leicht zu bearbeiten und schwer genug. Die dicke Platte und die Wellenteile sind aus 42CrMo4. Welle vergütet und nitriert. Würde ich nicht nochmals so bauen, ging aber soweit gut mit Bordmitteln.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurbelwelle Abweichung Toleranz
BeitragVerfasst: 4. März 2026 08:42 
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Wie würdest Du es jetzt machen? Jede Wange aus einem Stück?
Gruß
Hans


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurbelwelle Abweichung Toleranz
BeitragVerfasst: 4. März 2026 09:01 
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Ja, aber man möge erstmal ein passendes Schmiedeteil finden. Und welche große Firma hilft schon gern Bastlern. Alternativ täte also ich Zapfen und Wange mit Aufmaß vordrehen, Zapfen mit reichlich Übermaß in die Wange pressen, beidseitig verschweißen, nochmals überdrehen, wärmebehandeln, hart fertig bearbeiten / schleifen.

In meinem Fall ist es schon mal besser, als das ganz alte Originalzeug, aber noch nicht Stand der Technik.

-- Hinzugefügt: 4. März 2026 21:20 --

Eine schöne Nummer hab ich noch zum Thema gebaute Kurbelwelle. Vielleicht etwas ungewöhnlich, bis überraschend:

Mein alter Kurbelwellenmeister (früher sogar beruflich) richtete mir einst eine schöne Welle sehr zur Zufriedenheit - wie nicht zum ersten mal. Bei Übernahme um 0,01-0,02 mm „Schlag“ je Seite, was ich / wir für gut befanden. Zuhause lege ich das Teil in meine Prismen und messe plötzlich 0,04-0,05 mm mit gleicher Methode. Ginge vielleicht noch, aber nicht so schön für neu und ich hatte sie in Watte transportiert... Also, ich mit meinem Prismenbock hin zum Altmeister. 0,01-0,02 auf seinem, 0,04-0,05 auf meinem Bock… ungläubiges Staunen. Man kommt nicht gleich drauf! Oder mag es nicht erdenken.

Ich nutze gern Taster. Der Altmeister Messuhren, wie häufig üblich. Die Messuhren hängen an relativ langen Armen. Die erforderlichen Betätigungskräfte der Messuhren sind spürbar höher als die von Tastern. Diese Kräfte haben die langen Stativarme zunächst minimalst verbogen, statt die Zeiger der Uhr auszulenken. Je nach Steifigkeit und Konstruktion muss das natürlich keineswegs passieren, aber es kann offenbar! Sein Stativ mit meinen Tastern hat auch 0,04-0,05 Abweichung ergeben. Der alte Meister hat erstmal unruhig geschlafen danach.

Probiert aus und berichtet!

Dateianhang:
IMG_2442.jpeg


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