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 Betreff des Beitrags: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 8. Januar 2012 00:24 
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Hallo.
Irgendwie lässt sich das Thema nicht aus meinem Kopf drängen. Ich muss hier was reinschreiben...
:wall:

Es geht um ein spürbares steigern des Drehmoments im unteren Drehzahl Bereich. So bei 2500 UPM anstatt bei 6500. Mehr Leistung brauche ich nicht, da ich nicht schneller als 140 Km/h fahren will. Fahre nur Landstraße.

Mir ist bewusst das ein Turbo-Umbau generell schwierig zu bauen und abzustimmen ist, erst recht beim Zwotakter. Daher die Beschränkung auf Drehmoment-Steigerung und in Bezug auf einen Vier-Takt-Motor (habe noch eine Yamaha XJ600 neben der 251er mit der ich das evtl. machen könnte).

Die Yamaha hat wohl 53 Nm bei 7500/min. Wenn diese bei 2500-3000 UPM bereits anliegen würden wäre das super. Maximum könnte bei 53 NM bleiben. Dann hätte man auch keine Bauteile überlastet. Wäre quasi Soft-Turbo.

Ich denke, wenn man nur das Drehmoment steigert gibt auch keine Probleme beim TÜV. Das Teil fährt ja dann auch nicht schneller, daher kein Bremsenumbau usw. Und Drehmoment-Steigerung ist auch nicht Eintragungspflicht. Eine techn. Abnahme wird allerdings trotzdem nötig sein.

Was denkt ihr? Wie könnte man das umsetzen? Erstmal vom Konzept her.
:lupe: :nixweiss: :gruebel:


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 8. Januar 2012 01:05 
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Ich denke so einfach wie es klingt ist es nicht. Ein turbo hat erst ein Loch und dann setzt er richtig ein und untenrumm ändert sich da nichts? Im Motorrad gab es ja schon offt Torbolader aber die haben bestimmt nicht den unteren Drehzalbereich abgedeckt? Wenn du einen fetten Eintopf nimmst oder einen Zweizylinder, da hast du das vieleicht? Meine Buell hatte so einen Schub von unten heraus(traumhaft). Aber ne DR-big oder ne Virago die haben einen satten Drehzahlkeller.


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 8. Januar 2012 01:37 
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... kompressor wäre für so ein vorhaben besser ...

aber 53NM :rofl:


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 8. Januar 2012 06:56 
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etz turbo

-- Hinzugefügt: 8/1/2012, 06:56 --

etz turbo


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 8. Januar 2012 07:36 
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Pipe hat geschrieben:
Die Yamaha hat wohl 53 Nm bei 7500/min. Wenn diese bei 2500-3000 UPM bereits anliegen würden wäre das super. Maximum könnte bei 53 NM bleiben. Dann hätte man auch keine Bauteile überlastet.

Was denkt ihr? Wie könnte man das umsetzen? Erstmal vom Konzept her.
:lupe: :nixweiss: :gruebel:

So einfach ist das nicht, m.E. läßt sich dein Wunsch nach "nur" mehr Drehmoment ohne Leistungssteigerung so nicht verwirklichen.

Als erstes kommt die mechanische Anpassung des Ansaug-und Auspufftraktes sowie Absenkung der Verdichtung.
Dann die Vergaser-/Zündungs- und evtl. Nockenwellenabstimmung.
Und der TÜV wird bei einem derart aufwendigen Umbau ein Abgasgutachten erstellen, spätestens da scheitert die Sache vermutlich an den Kosten.

Für deine Wünsche wäre der Kauf eines großen Twins die beste Lösung, Hubraum ist durch nix zu ersetzen...


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 8. Januar 2012 08:22 
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...die andere richtung ist einfacher....verdichtung erhöhen :!:


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 8. Januar 2012 08:28 
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Es gab in der vergangenheit schon einige Vorstöße diverser Hersteller mit Turbo-Motoren am Krad ( z.B. Mit der CX), die alle am Markt keinen Fuß fassen konnten. Dies wird sicherlich auch seine Gründe haben.
Ich kann mich den Vorrednern nur anschließen: besorg dir was mit ordentlich Hubraum, dann hast du auch Drehmoment :tongue:


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 8. Januar 2012 08:46 
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Yamaha MT 01 -> 150 Nm


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 8. Januar 2012 09:45 
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bk350 hat geschrieben:
etz turbo

-- Hinzugefügt: 8/1/2012, 06:56 --

etz turbo


sorry .. das ist kein Umbau, das ist eine stümperhafte Pfuscherei von irgendwelchen kiddies

"so" bau ich dir sowas an 2 Tagen (incl. Kauf des dazu nötigen Bamarktschweißgerätes)


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 8. Januar 2012 09:55 
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Bei einem Einzylindermotor wird die permanente Aufladung immer ein Problem bleiben, weil eben auch verdichtetes Gemisch oder Luft einlass-seitig ansteht, wenn der Einlasstrakt geschlossen ist. Die dadurch enstehenden Druckverhältnisse sind schwer in den Griff zu bekommen. (Bei einem Mehrzylinder ist immer ein Enlaßventiel oder Kanal offen und die verdichtete Luft kann einströmen.
In Vergangenheit hat man versucht, dieses Problem mit der Ladepumpe zu kompensieren. Die ist aber wegen dem hohen Aufwand wieder verworfen worden.
Der alte Spruch, das Hubraum durch nichts zu ersetzen sei, außer durch noch mehr Hubraum, hat nicht umsonst immer noch seine Gültigkeit. :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 8. Januar 2012 10:19 
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Für Turbo und Kompressorumbauten ist nur einer zuständig

Also immer erst EGLI fragen


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 8. Januar 2012 10:52 
naja die ETZ Turbo läuft mehr aber nicht.Wenn man sowas schon macht warum nicht den Lader zwischen Krümmer und Puff hängen.Dann muß der Lader auch noch geschmiert werden.Wie sol das gehen bei einem 2 Takter ohne Ölpumpe ?


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 8. Januar 2012 10:59 
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Pipe hat geschrieben:
Die Yamaha hat wohl 53 Nm bei 7500/min. Wenn diese bei 2500-3000 UPM bereits anliegen würden wäre das super. Maximum könnte bei 53 NM bleiben. Dann hätte man auch keine Bauteile überlastet. Wäre quasi Soft-Turbo.

Ich denke, wenn man nur das Drehmoment steigert gibt auch keine Probleme beim TÜV. Das Teil fährt ja dann auch nicht schneller, daher kein Bremsenumbau usw. Und Drehmoment-Steigerung ist auch nicht Eintragungspflicht. Eine techn. Abnahme wird allerdings trotzdem nötig sein.

Was denkt ihr? Wie könnte man das umsetzen? Erstmal vom Konzept her.
:lupe: :nixweiss: :gruebel:



entscheidend ist das Drehmoment am Hinterrad.
Das kann durch eine verkürzte Übersetzung geändert werden.

Ansonsten, hol Dir was wo solch ein Motor verbaut ist, ich meine den Serientrimm in blau, das schiebt genug von unten
und kann schaltfaul gefahren werden:

http://bmw-motorradtuning.de/s/cc_image ... 1314015038


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 8. Januar 2012 11:18 
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mopu hat geschrieben:
naja die ETZ Turbo läuft mehr aber nicht.Wenn man sowas schon macht warum nicht den Lader zwischen Krümmer und Puff hängen.

Dann stirbt der Smart Lader aber vermutlich nach kürzester Zeit den Heldentot, wegen Überhitzung. Die Jungs haben zwar stümperhaft gearbeitet aber ein paar Gedanken haben sie sich schon gemacht.

Allgemein ist zu sagen, dass die Aufladung bei einem 2/4 Takter mit viel Aufwand verbunden ist. Nicht ohne Grund hat es so lange gedauert, bis sich Turbolader bei 4 Takt Autos vermehrt durchgesetzt haben. Es gab immer Hitzeprobleme aufgrund der höheren Abgastemperatur, im Gegensatz zum Diesel. Der Zweitakter liegt von den Abgastemperaturen (ca. 500- 600 °C) zwischen Diesel und 4 Takter. Trozdem ist eine Umsetzung nicht so einfach.

Gruß Andre


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 8. Januar 2012 12:30 
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Pipe hat geschrieben:
Hallo.
Irgendwie lässt sich das Thema nicht aus meinem Kopf drängen. Ich muss hier was reinschreiben...
:wall:

Es geht um ein spürbares steigern des Drehmoments im unteren Drehzahl Bereich. So bei 2500 UPM anstatt bei 6500. Mehr Leistung brauche ich nicht, da ich nicht schneller als 140 Km/h fahren will. Fahre nur Landstraße.

Mir ist bewusst das ein Turbo-Umbau generell schwierig zu bauen und abzustimmen ist, erst recht beim Zwotakter. Daher die Beschränkung auf Drehmoment-Steigerung und in Bezug auf einen Vier-Takt-Motor (habe noch eine Yamaha XJ600 neben der 251er mit der ich das evtl. machen könnte).

Die Yamaha hat wohl 53 Nm bei 7500/min. Wenn diese bei 2500-3000 UPM bereits anliegen würden wäre das super. Maximum könnte bei 53 NM bleiben. Dann hätte man auch keine Bauteile überlastet. Wäre quasi Soft-Turbo.

Ich denke, wenn man nur das Drehmoment steigert gibt auch keine Probleme beim TÜV. Das Teil fährt ja dann auch nicht schneller, daher kein Bremsenumbau usw. Und Drehmoment-Steigerung ist auch nicht Eintragungspflicht. Eine techn. Abnahme wird allerdings trotzdem nötig sein.

Was denkt ihr? Wie könnte man das umsetzen? Erstmal vom Konzept her.
:lupe: :nixweiss: :gruebel:


Oh man,

das geht ja mal garnicht... :mrgreen: Drehmomentsteigerung nicht eintragungspflichtig"??? Sieh dir doch bitte mal die Berechnungsformel für Leistung an, solltest du es schaffen, dass sich dort das Drehmoment rauskürzt, dann ist das kein Problem und Gott und die Welt macht nen Kniefall vor dir, bezweifel ich aber :mrgreen: und immer schön dran denken, "Diiferenzen und Summen, kürzen nur die ...." :lol:

...weiterhin, nen 2-Takter aufladen? So wie du das Gemisch reinbläst, verschwindet es zum Auslass, oder warum sollte es sonst keine aufgeladenen 2-Takte geben? Unmöglich ist zwar nix, aber sicher nicht auf Serienbasis...Die Überströmer müssen auf jeden Fall länger offen sein als der Auslaß...verständlich! Bei 2-Taktern ist´s aber andersrum

mopu hat geschrieben:
naja die ETZ Turbo läuft mehr aber nicht.Wenn man sowas schon macht warum nicht den Lader zwischen Krümmer und Puff hängen.

Dann stirbt der Smart Lader aber vermutlich nach kürzester Zeit den Heldentot, wegen Überhitzung. Die Jungs haben zwar stümperhaft gearbeitet aber ein paar Gedanken haben sie sich schon gemacht.

Allgemein ist zu sagen, dass die Aufladung bei einem 2/4 Takter mit viel Aufwand verbunden ist. Nicht ohne Grund hat es so lange gedauert, bis sich Turbolader bei 4 Takt Autos vermehrt durchgesetzt haben. Es gab immer Hitzeprobleme aufgrund der höheren Abgastemperatur, im Gegensatz zum Diesel. Der Zweitakter liegt von den Abgastemperaturen (ca. 500- 600 °C) zwischen Diesel und 4 Takter. Trozdem ist eine Umsetzung nicht so einfach.

Gruß Andre[/quote]

...Temperaturmäßig ist die Smart-Turbine von den Temperaturen des 2-Takters ziemlich unbeeindruckt...
Thema Schmierung, das ist wichtig, wie oben schon angesprochen

wie gesagt: oh man

schließe mich den Vorrednern an, investiere doch in Hubraum oder nen 4-Takter

richtig Kutt...Wald- und Wiesen-Bastelei


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 8. Januar 2012 13:06 
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Ohne jetzt in die üblichen Lästereien mit einsteigen zu wollen:
Ein Turbolader ist für eine Drehmomentsteigerung im unteren Drehzahlbereich denkbar ungeeignet. Was du suchst, ist also ein Kompressor. Der wiederum ist auch schon bei Zweitaktern erfolgreich gelaufen (bzw. läuft noch immer) . Sowas zu basteln, ist natürlich wesentlich komplizierter und teurer als mal eben einen beliebigen Turbo einzupflanzen. Aber eben auch erfolgreicher und sinnvoller.

MfG,
Richard


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 8. Januar 2012 13:23 
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Genau, meine Zweitakter sind alle aufgeladen, und zwar serienmäßig :P


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 8. Januar 2012 13:41 
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Mal kurz zum Thema Aufladung - wenn ich falsch liege, dann freue ich mich über Berichtigung.

Schon vor 80 Jahren gab es Versuche mit mechanischen Konstruktionen in der Kurbelgehäusepumpe zur Verbesserung der Aufladung im Kurbelhaus.
Durchgesetzt hat sich davon nichts, stattdessen wurde der Resonanzauspuff als mächtiges Mittel entdeckt, um aktiv für die Zylinderaufladung zu sorgen.
Je nach Auslegung des Systems (Vorauslaß, z.B.) kann auch der Auspuff die Kurbelhausaufladung steigern, indem beim Spülen die Altgase die Frischgase erst mal deckeln.
(Sorgt für gute Drehmomententfaltung bereits unterhalb des Resos, bringt natürlich weniger Leistung bei Nenndrehzahl als ein stark saugender Auspuff. Konzept ist so bei sehr vielen 2Taktkleinmotorrädern umgesetzt)
Was man hier bräuchte, ist eine variable Auslaßsteuerung und die gibt es auch schon: YPVS.
Zur Verbesserung der Kurbelhausfüllung hat sich ja auch schon einiges getan, Einlaßsteuerungen durch Drehschieber oder Membran.

Was will ich sagen - der Zweitaktmotor ist nicht in den 60ern stehengeblieben, wenn man den Hebel ansetzt dann schaut man besser auf bereits bewährte Konstruktionen und nicht solche, die einen immensen Aufwand zur sauberen Umsetzung erfordern (der Lader muß schließlich außerhalb des Resonanzsystems angetrieben werden, oder etwa nicht? Gerade am Motorrad sind Platzverhältnisse, Baugröße und Gewicht doch stark limitierende Faktoren).
Zum zweiten, es ist eben nicht so, daß der Zweitaktmotor unbedingt eine typische unabänderbare Charakteristik hat, für deren Einflussnahme "externe" Maßnahmen notwendig wären.
Doch in der Praxis geht es um einen Kompromiß für alle Parameter, da kann halt keiner die Gesetzmäßigkeiten der Physik wegzaubern
(Und das sowieso nicht: 53 Nm - wo sollen die herkommen??? Als Vergleich: Wenn die Wassertonne randvoll ist, dann paßt da kein zusätzlicher Fingerhut mehr rein, sonst platzt das Faß).
Am Ende kann man ja auch einfach auf einen alternativen Antrieb setzen (Dieselmotor, Elektromotor), da hat man aber wieder woanders Nachteile.

Soweit mein Senf.


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 8. Januar 2012 13:46 
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Richy hat geschrieben:
Was du suchst, ist also ein Kompressor.



sag ich doch !


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 8. Januar 2012 14:59 
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Sehr guter kurzer Ausflug zur Ladepumpe von ETZploited...gut gesagt, wichtig ist aber, was meiner Meinung nach gern vergessen wird, das Gesamtsystem zu betrachten "Aufladung" bzw. Druck im Kurbelgehäuse, Steuerzeiten und Auspuff.....nicht einfach Lader dran und das Ding ist aufgeladen...

und bitte legt Wert auf eine ordentliche Begriffshygiene..."Aufladeeffekte", wie Saugrohrschwingungen und Reso-effeke des Auspuffs führen noch lange nicht zu einem "aufgeladenem Motor"

sollten eure Versuche weitergehen..."befürwortung"....ändert doch die Auslasszeiten (schließen vor den Überströmern) und versucht den Lader dicht an den Motor zu verlegen....das Verhalten wird sonst, falls was klappt, zu elastisch...

Kompressoren an 2-Takter sind mehr Gebläse-->"Roots-Gebläse" wie z.B. am Bundeswehr-MTW

Gruß Peter


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 8. Januar 2012 15:06 
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Seers,
Aber dann ein Schraubenkompressor keinen mech. Turbo.
Hab hier einen liegen, 1,9l Kompressorvolumen 8)
Der kommt dieses Jahr auf den Motor meiner Dose.

Einen kleinen für 250ccm kenne ich leider nicht.

Gruß aus dem Spessart,

Michael


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 8. Januar 2012 15:42 
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moin,

die meisten zweitaktmotoren sind mit hilfe des auspuffes aufgeladen. für die xj ist (wie oben geschrieben) nur ein mechanischer lader denkbar. das hat mz mit der 1000s schon mal versucht. die 53 newtonmeter bei einem drittel der drehzahl bedeutet auch nur ein drittel der leistung --> murks. da muss man das drehment schon mächtig untenrum anheben um ordentlich vorwärts zu kommen --> murks, denn dann kullern die spielzeugpleuel auf der straße rum. einzig richtig ist, das richtige fahrzeug zu kaufen. jot


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 8. Januar 2012 15:43 
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...und elektrisch, etwas angepasst :-)!
Quasi in Anlehnung an sowas!

SPOILER:
Ohhh, jetzt gehts bestimmt gleich richtig los :-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 8. Januar 2012 15:46 
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moin,

hatte ich ganz vergessen, die energiebilanz muss natürlich auch noch aufgestellt werden. ob der lader sich mechanisch oder elektrisch dreht ist fast egal, einzig die benötigte energie ist vom verbrennungsmotor aufzubringen, jot


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 8. Januar 2012 15:59 
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Hi,

die XJ 650 gabs mit Turbo.....war völliger kappes. Bei google findet sich auch ein Test....

http://www.motorradonline.de/sixcms/med ... 245445.jpg


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 8. Januar 2012 16:37 
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moin,

das ist bekannt, der ersteller wollte aber das drehmonent unten. die turbo-modelle hatten die max. leistung alle bei großer drehzahl. jot


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 8. Januar 2012 17:18 
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Was gibt es denn als mechanischen Lader günstig zu kaufen?


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BeitragVerfasst: 8. Januar 2012 17:57 
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Was ist eigentlich mit dem TLDI - Prinzip von Tohatsu, mit keilriemengetriebenen Kompressor und Direkteinspritzung? Aus welchen Gründen wurde das noch nicht in Motorradmotoren verwirklicht? (fragt der Motorenlaie die Spezis)


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 8. Januar 2012 20:21 
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hatte mal zu ddr-zeiten die idee mit dem typischen 12V-kfz-gebläse die luft ins luftfiltergeäuse meines trabbis zu blasen. über die zündung wollte ich dann die drehzahlreglung des gebläses steuern. vielleicht sollte ich mal über eine lösung für die emme nachdenken?!

gruß aus der lausitz
matze


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 8. Januar 2012 20:26 
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Erstmal danke für die zahlreichen Beiträge!
:cyclop:

Aufladung im Motorrad finde ich erstmal recht sinnvoll. Man kommt zu einer hohen Leistungs- bzw. Drehmoment-Dichte. Es gab in der Vergangenheit etliche Turbo-Motorräder die eben immer gescheitert sind. Nicht technisch, aber bei den Verkaufszahlen. Hier wurde versucht ne 600er als Quasi-900er zu verkaufen. Das kauft natürlich kaum einer.

Auch eine größeres Motorrad mit mehr Hubraum hat Nachteile. Die Xj600 wiegt kaum über 200KG. Hubraum-Monster wie die MT01 (150 NM) oder die Intruder 1800 (160 NM) sind recht schwer und damit unhandlich. So ca. 50% mehr. Ich habe beide mal beim Händler Probe gefahren. Geile Maschinen, aber wie gesagt. Um diese Drehmoment-Berge geht es mir aber nicht.

Auch nicht einen Zwotakter aufzuladen. Der Turbo müsste ja prinzipbedingt am Ende des Auspuffs liegen. Das sieht dann entweder aus wie hier schon verlinkt oder man muss den Auspuff um den Motor falten um den Turbo an einer Sinnvollen Stelle zu verbauen. Dazu halt das Schmierproblem des Turbos.

Ok, also 4-Takter. Die Yami muss also herhalten.

Hier mal im Vergleich Turbo vs. Kompressor die Vor- und Nachteile die ich sehe. Entscheidend ist ja nicht nur der reine Effekt sondern auch die Realisierbarkeit (hier an der Yami):

Turbo:
Vorteile:
- Viel Ladedruck möglich --> hohe Drehmoment- und Leistungssteigerung
- Ladedruck variierbar (Überdruck-Ventil oder über Ladergröße)
- Einbau im Motorrad möglich
- Einbau Aufwand (Abgas-Krümmer umschweißen, Halterung) überschaubar
- mit Gebrauchtteilen aus dem Auto günstig zu realisieren

Nachteile:
- evtl. Hoher Geschäuschpegel
- Verdichtungs-Anpassung via aufwendigem Motorumbau (bei hoher Verdichtung bzw. hohem Ladedruck)
- meist ungleichmäßige Leistungsentfaltung
- Eingriff in die Motorschmierung um Lader zu schmieren
- extrem Verdichtete Luft ist sehr warm --> wenig Wirkungsgrad --> Motorschäden Aufgrund Überhitzung
- Ladeluftkühler nur mit sehr hohem Aufwand zu verbauen (Platz am Motorrad?)
- Bei hoher Leistungssteigerung Anpassung Motor-Mechanik und Steuergerät nötig

Kompressor:
Vorteile:
- Viel Ladedruck möglich --> hohe Drehmoment- und Leistungssteigerung
- Verdichtungs-Anpassung i.d.R. nicht nötig (geringerer Ladedruck als Turbo)
- gleichmäßige Leistungsentfaltung

Nachteile:
- aufwändiger Einbau (Ansaugkrümmer umschweißen, Halterung)
- Einbau in der Regel am Motorrad extrem schwierig (Platz, Antrieb)
- Hoher Geschäuschpegel bei Einbau unter Tank
- Sehr teuer
- Ladedruck nur mechanisch variierbar (Lader-Drehzahl oder über Ladergröße)
- ggf. Eingriff in die Motorschmierung um Lader zu schmieren
- Verdichtete Luft ist sehr warm --> wenig Wirkungsgrad --> Motorschäden Aufgrund Überhitzung
- Ladeluftkühler nur mit sehr hohem Aufwand zu verbauen (am Motorrad quasi unmöglich)
- Mechanischer Antrieb schwer zu realisieren
- elektrischer Antrieb Dauerbetriebsfest? --> Reicht die LIMA?
- Bei hoher Leistungssteigerung Anpassung Motor-Mechanik und Steuergerät nötig

Was mir noch nicht klar ist:
Die Yamaha hat eine Verdichtung von 10:1. Wie errechnet an den Arbeitsdruck?

Wenn man 0,3 Bar Ladedruck fährt, um wie viel würde der Arbeitsdruck steigen? Ab wann wirds mechanisch bedenklich?


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BeitragVerfasst: 8. Januar 2012 21:07 
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Pipe hat geschrieben:
Aufladung im Motorrad finde ich erstmal recht sinnvoll.
Ok, also 4-Takter. Die Yami muss also herhalten.



wie hoch ist Dein Budget für den Umbau ?


Zuletzt geändert von Norbert am 8. Januar 2012 21:30, insgesamt 1-mal geändert.
Poppeldost


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BeitragVerfasst: 8. Januar 2012 21:34 
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ich denke (pipe), du hast es nicht begriffen. wenn du mehr leistung willst, dann nimm turbo, kompressor, elektrisches gebläse oder voodoo. kein problem. wenn du die leistung von 7500 u/min auf 2500 u/min bringen willst, fällt deine yamaha beim ersten volllast-test auseinander. p = 2*pi*n*md, jot


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BeitragVerfasst: 8. Januar 2012 21:39 
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600er weg, 1200er ran, drosseln auf 50 PS und gut.

Billiger als das ganze Turbogedöns, haltbarer und zuverlässiger obendrein.

Gruß
Willy


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BeitragVerfasst: 8. Januar 2012 21:41 
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Hallo,

ein Umbau auf Turbolader schlägt mit ca. 5000 bis 7000 € zu Buche. Kaufe dir lieber ein anderes Motorrad.

Pipe hat geschrieben:

Turbo:
...
Nachteile:
- evtl. Hoher Geschäuschpegel
...


:?: :?: Irgendwie scheint dir nicht klar zu sein woher ein Turbolader seine Energie zur Verdichtung der einzusaugenden Luft bezieht.

Das Abgas hat eine gewisse Resttemperatur. Auf gut deutsch: Es enthält noch nutzbare Energie. Wenn man dieses Abgas in einer Turbine entspannt, und Vom Prinzip her es ein Turbolader nicht viel anderes, dann wird Wärme in eine Bewegungsenergie umgesetzt. Die Temperatur des Abgases sinkt und der Geräuschpegel sinkt auch. Ein Turbomotor ist bei sonst gleichen Daten und, bis auf den Kümmer , gleicher Abgasanlage immer leiser als der vergleichbare Saugmotor.

Ein Kompressor bezieht dagegen seine Energie bereits in irgendeinier Form vom Motor selbst. Ein Kompressor steigert also die Leistung, dafür erhäht er aber auch den Kraftstoffbedarf pro abgerufener Leistung. Dafor ist ein Kompressor nicht so stark thermisch belastet und man ist mit der Einbaulage viel freier.

Irgendwelche liederlichen Gebläse auf 12 V Basis kannst du gleich bleiben lassen. Da optimiere lieber erst einmal die Ansauganlage und stelle den Vergaser darauf ein. Willst du eine moderate Leistungssteigerung denke lieber über eine geänderte Abgasanlage, Ansauganlage, Veränderung der Kompression und des Hubraums nach. Das kostet aber auch leicht mehrere tausend Euro, wenn du es richtig machen willst.

Gruß
Robert


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 8. Januar 2012 22:56 
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Robert K. G. hat geschrieben:
Irgendwelche liederlichen Gebläse auf 12 V Basis kannst du gleich bleiben lassen. Da optimiere lieber erst einmal die Ansauganlage und stelle den Vergaser darauf ein. Willst du eine moderate Leistungssteigerung denke lieber über eine geänderte Abgasanlage, Ansauganlage, Veränderung der Kompression und des Hubraums nach. Das kostet aber auch leicht mehrere tausend Euro, wenn du es richtig machen willst.

Es gab vor einigen Jahren mal in der Bucht lustige "E-Turbos" zu kaufen: Schlichte PC-Lüfter mit 2 Rohren dran. Bringt soviel wie der Atomstromfilter: Nämlich dem Verkäufer Geld.
In obigem Link stand der Leistungsbedarf für einen solchen elektrisch angetriebenen Kompressor: 1,8kW. Die muß man im Motorrad erstmal herschaffen, selbst wenn man nur ein Drittel davon haben will, ist das weit jenseits der üblichen Limas. :wink:

Wenns nur ums Basteln geht, ja dann viel Spaß. Machbar isses ja. Fahren ja genug Karren mit einem Turbolader rum. 5000€ halte ich auch für zu hoch gegriffen. IMHO bleibt das im dreistelligen Bereich, wenn man sich Mühe gibt.

MfG;
Richard


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 9. Januar 2012 00:04 
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Richy hat geschrieben:
5000€ halte ich auch für zu hoch gegriffen. IMHO bleibt das im dreistelligen Bereich, wenn man sich Mühe gibt.

Und die Fähigkeiten sowie eine voll ausgerüstete mechanische Werkstatt vorhanden sind.
Dazu noch das entsprechende Fachwissen und viele Stunden Zeit.


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 9. Januar 2012 07:33 
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jot hat geschrieben:
moin,

ich denke (pipe), du hast es nicht begriffen. wenn du mehr leistung willst, dann nimm turbo, kompressor, elektrisches gebläse oder voodoo. kein problem. wenn du die leistung von 7500 u/min auf 2500 u/min bringen willst, fällt deine yamaha beim ersten volllast-test auseinander. p = 2*pi*n*md, jot


Bitte nicht verwechseln!. Hier geht es nicht primär um Leistungssteigerung sondern um einen spürbar verbesserten Drehmoment-Verlauf. Wenn mehr Leistung abfällt --> gut, wenn nicht --> auch gut.

Worauf zielt Deine Formel?

Für einen ersten Versuchsaufbau sollten sich die Kosten im Dreistelligen Bereich halten lassen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 9. Januar 2012 08:55 
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Richy hat geschrieben:
Es gab vor einigen Jahren mal in der Bucht lustige "E-Turbos" zu kaufen: Schlichte PC-Lüfter mit 2 Rohren dran. Bringt soviel wie der Atomstromfilter: Nämlich dem Verkäufer Geld.



:rofl: schon wenn man überschlägt, was die leisten müssen:

rechnet man mal ganz profan:

0,250l bei 5000 Upm - macht 1250 Liter pro Minute, die der Motor braucht

Wenn man irgend eine Art von Aufladung erziehlen will, sollte man mit 0,3 ... 0,8 Bar Überdruck rangehen

Damit sollte der Kompressor schon mind. 1500 bis 2000l pro Minute schaffen

Das schreit schon nach einem Schraubenkompressor oder Rootsgebläse. 2 bis 5PS wird man man dafür einplanen müssen...


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 9. Januar 2012 09:17 
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Pipe hat geschrieben:
Für einen ersten Versuchsaufbau sollten sich die Kosten im Dreistelligen Bereich halten lassen.


Du willst einem kurzhubigen Motor der auf Drehzahl ausgelegt ist auf einmal das Drehmoment eines Langhubigen Motors mittels
Aufladung (Turbo/Kompressor) einhauchen. Das ist der völlig falsche Ansatz.
nimm das Gewicht der 750er als Maßstab und hole Dir in der gleichen Gewichtsklasse den Hubraumgrößten Motor in einem fertigen Motorrad.
Dann kürze Die Gesamtübersetzung.

Dein Budget ist in meinen Augen nur haltbar wenn Du alles selber machen kannst und über die entsprechenden Teile + Maschinen verfügst.
Schon alleine der Anschluß des Turboladers an den Ölkreislauf ist nicht ohne Aufwand.

Mein Tip, hole Dir einen Umbau der Triumph Tiger auf Dieselmotor. War hier schon verlinkt, findest Du auch im Netz.


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 9. Januar 2012 16:38 
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moin,

leistung ist drehmoment mal winkelgeschwindigkeit. ok, wenn du das drehmoment bei leerlaufdrehzahl anheben willst (warum auch immer), so ist der mechanische lader erste wahl (opcon mit mz 1000s). dreistellig heißt max. 999 euro, dafür kriegste ein müdes lächeln beim örtlichen lader-verkäufer. wenn du die schlucklinien des motors auf dem prüfstand, die applikation von einspritzung und zündung ermittelt hast, dann bist du fünfstellig. wenn du die 600er verkaufst und dir ein anderes moped kaufst bist du auch fünfstellig. deine entscheidung, jot


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 9. Januar 2012 17:15 
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Klasse Beiträge hab ich hier gelesen.

Es gibt 2 Takt Diesel Einspritzmotore, die haben untenherum so ab 90 Umdrehungen richtig Pouwer.


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 9. Januar 2012 17:37 
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Jup .. die Panzerhaubitze M109 hat z.B. einen V8 2T Diesel... mit 4 Auslaßventilen und sogar schon Pumpe-Düse (gebaut in den 60igern) - hab das Ding in meiner Bundeswehrzeit beschraubt

Damit der Motor auf Touren kommt ist dort ein Rootsgebläse und noch ein Turbolader verbaut..

Das hat dem 9,3l 2T Diesel 1270 Nm bei 1600 U/min und 356 PS bei 2300 1/min verschafft (das ist auch schon die Abriegeldrehzahl)

PS: die M109 ist kein Panzer, sonder eher eine fahrbare Lafette


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 9. Januar 2012 18:36 
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Dürfte ja dann ein Motor von AM General bzw. Detroit Diesel gewesen sein, oder?
Die haben das PD Gelump ja erfunden :ja:


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 9. Januar 2012 21:34 
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jot hat geschrieben:
dreistellig heißt max. 999 euro, dafür kriegste ein müdes lächeln beim örtlichen lader-verkäufer.

Naja, wenn man denn unbedinegt neu kaufen will, dann sicher. Aber für ein derartiges Experiment kann man auch ein beliebiges Gebrauchtteil verbauen.

@Nordtax: Klar, eine ordentliche Ausrüstung ist Voraussetzung. Allein mit Feile und Eisensäge kommt man nicht weit. :biggrin:


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 9. Januar 2012 21:37 
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Naja -- zum testen könnte man erst mal eine Pressluftflasche nehmen...

(das war jetzt ernst gemeint)

bevor man die halbe Mofette umbaut und merkt, daß es doch nix bring / nicht geht


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 9. Januar 2012 21:52 
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Norbert hat geschrieben:
Pipe hat geschrieben:
Für einen ersten Versuchsaufbau sollten sich die Kosten im Dreistelligen Bereich halten lassen.


Du willst einem kurzhubigen Motor der auf Drehzahl ausgelegt ist auf einmal das Drehmoment eines Langhubigen Motors mittels
Aufladung (Turbo/Kompressor) einhauchen. Das ist der völlig falsche Ansatz.

Hört sich logisch an, aber wieso ist das so? Was spricht gegen die Aufladung eines Kurzhubers? Es ist ja auch kein Einzylinder. Eines der Einlassventile beim Vierzylinder ist immer offen.
:nixweiss:

Norbert hat geschrieben:
nimm das Gewicht der 750er als Maßstab und hole Dir in der gleichen Gewichtsklasse den Hubraumgrößten Motor in einem fertigen Motorrad.
Dann kürze Die Gesamtübersetzung.

Finde ich nicht so recht gut. Habe bei meiner 300er das Problem das nun die Übersetzung zu kurz ist. Der erste und zweite Gang sind kaum nutzbar. Das hätte doch einen ähnlichen Effekt. Kurz nach dem anfahren bereits im roten Bereich.
:?:

Norbert hat geschrieben:
Dein Budget ist in meinen Augen nur haltbar wenn Du alles selber machen kannst und über die entsprechenden Teile + Maschinen verfügst.
Schon alleine der Anschluß des Turboladers an den Ölkreislauf ist nicht ohne Aufwand.

Ja, habe einen der mir nen Turbo besorgen könnte (arbeitet bei Verwerter) und einen anderen der mir die Flansche für den Turbo in den Krümmer schweißt.

Norbert hat geschrieben:
Mein Tip, hole Dir einen Umbau der Triumph Tiger auf Dieselmotor. War hier schon verlinkt, findest Du auch im Netz.

Neeeeeee. Nix Diesel-gerattere. Wer drauf steht ok, aber das ist nix für mich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 9. Januar 2012 22:30 
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Pipe hat geschrieben:
Hört sich logisch an, aber wieso ist das so? Was spricht gegen die Aufladung eines Kurzhubers? Es ist ja auch kein Einzylinder. Eines der Einlassventile beim Vierzylinder ist immer offen.
:nixweiss:


Trotz Aufladung ist der entscheidende Verbrennungsdruck nicht unbegrenzt steigerbar.
Müsstest Du aber, um die fixe Hebellänge der KW zu kompensieren.
Egal wie viele Zylinder und Ventile.
Ist eine einfache Physikangelegenheit, im Prinzip...

Pipe hat geschrieben:
Norbert hat geschrieben:
nimm das Gewicht der 750er als Maßstab und hole Dir in der gleichen Gewichtsklasse den Hubraumgrößten Motor in einem fertigen Motorrad.
Dann kürze Die Gesamtübersetzung.

Finde ich nicht so recht gut. Habe bei meiner 300er das Problem das nun die Übersetzung zu kurz ist. Der erste und zweite Gang sind kaum nutzbar. Das hätte doch einen ähnlichen Effekt. Kurz nach dem anfahren bereits im roten Bereich.
:?:


es sollte doch die 750er werden? Übersetzungen sind immer ein Kompromiss, da gilt es den günstigsten zu finden.

Pipe hat geschrieben:


Ja, habe einen der mir nen Turbo besorgen könnte (arbeitet bei Verwerter) und einen anderen der mir die Flansche für den Turbo in den Krümmer schweißt.




Sorry, irgendein Turbo tut es nicht. Der Turbo generell , die anderen sagten es bereits, ist der völlig falsche Ansatz.


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 10. Januar 2012 07:18 
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Ich würd mich nicht mit Ladern abtun, sonder auch eher in Richtung "gerechneter Auspuff" (mehrere und ausprobieren) und Auslasschlitzhöhenverstellung forschen. Das ist schwierig genug.

Übrigens: Ich hab mal ein bisserl was über "Dragstermotoren, Aufbau, Betrieb und Pflege" gelesen. Bei Top Fuel Dragstern beträgt die Antriebsleistung des Roots-Gebläses bei Vollast bis zu 900KW(!!). Die pumpen dann aber auch 1m³/s mit 3-5bar in den Kopf..

Gruß
Hans


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 10. Januar 2012 07:52 
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@hiha: Klar einen Zwotakter würde ich auch anders "aufmachen". Halt nich mit Lader. Beim Viertakter macht ein Lader schon mehr Sinn. Siehe DZT-Power

@Norbert: Das mit dem Verbrennungsdruck habe ich schon verstanden. Was mir aber fehlt ist eine Berechnungsgrundlage.
Die Yamaha hat wohl einen Verbrennungsdruck von 11bar. Mit einem Ladedruck von 0,5 Bar würde welcher Verbrennungsdruck entstehen? Formel?
:gruebel: :lupe:


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 Betreff des Beitrags: Re: Turbo im Motorrad!? Konzept-Diskusion
BeitragVerfasst: 10. Januar 2012 08:13 
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Du verwechselst da grad den Verdichtungsdruck der durch Kompression entsteht mit dem Verbrennungsdruck der durch
entzündung des Gemischs entsteht . Und der ist wesentlich höher als 11 bar .

Grüsse , Ralf


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