Vielleicht können wir hier im Thread mal die Erfahrungen zum Einsatz von Gel- bzw. Vliesbatterien in Fahrzeugen mit
500er Rotax-Motor zusammentragen.Meine Gelbatterie, die (s. erster Beitrag im Thread) vor einem reichlichen Jahr eingebaut wurde stammt von
PROF! START BATTERIES, kam um die 50 EUR und wurde von diesem
online-Händler bezogen.
Die Typbezeichnung (=Artikelbezeichnung) ist GEL12-14L-A2
Die Rotax wurde nach dem Einbau gerade mal 200km gefahren, dann schlief sie quasi 15 Monate in der Garage.
Abgesehen davon, dass der Vergaser sich während dieser Zeit von 15 Monaten total mit Grünspan zugesetzt hatte (schrieb ich bereits an
anderer Stelle) wäre sie sicher nicht mehr auf Batterie (keine Nachladung die ganze Zeit!) startbar gewesen. "Wäre" muss ich schreiben,
da ich generell den ersten Startversuch jeder neuen Saison mit Starthilfekabel und Autobatterie durchführe. Der Grund: Wurde der
Viertakter längere Zeit nicht bewegt, springt er relativ schwer an und das muss man der Batterie, die gerade einen Winter überstanden hat
nicht gleich am ersten Tag zumuten. Nachdem sie sich ein paar Minuten warm getuckert hatte, habe ich sie ausgemacht und mit
eigener Batterie starten wollen. Sie brachte es nur auf 3...4 seeehr langsame Drehungen, die natürlich nicht ausreichten.
Analyse: Geht man von 3% Selbstentladung pro Monat aus, so hat man nach 15 Monaten nur noch rund die Hälfte der Kapazität,
wenn die Batterie zu Beginn knackevoll war.
Dazu kommt, dass ich eine zusätzliche Ladeanzeige (nein: nicht verbaut, sondern) eingebaut habe, die auch bei "Aus" permanent
einen Strom von 0,65mA zieht. Das gibt 15 Monate * 0,5Ah/Monat = 7,5 Ah zusätzlicher Ladungsverlust.
Demnach ist der vorgefundene Batteriezustand weder durch einen Defekt noch durch schlechte Produkt-Qualität bedingt,
sondern lediglich das Ergebnis von Selbstentladung und einem geringen Permanentverbrauch.
Gruß
Lothar