Reichstyp mal anders.

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Re: Reichstyp mal anders.

Beitragvon schrauberschorsch » 11. Mai 2018 20:20

Ob du eine neue Laufgarnitur (Zylinder und Kolben) brauchst, lässt sich aus der Ferne wohl nicht oder nur schwer beurteilen. Wenn der Motor nicht läuft wie ein Sack Nüsse, würde ich nur sehen, dass der Zylinderdeckel wieder dicht wird. Soweit ich weiss, sollen die Dreiecke flacher sein als der Dichtring. Dicht werden soll das ganze über die "Materialspannung". Wie gesagt, ließ es lieber in den Reparaturanleitungen nach. Bei meiner RT hat es mehrere Anläufe gebraucht...

Hat das Pleuel Spiel, wenn du es nach oben ziehst oder "nur" zur Seite?

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Re: Reichstyp mal anders.

Beitragvon CJ » 11. Mai 2018 20:40

Der Güsi führt auch eine Kopfdichtung. Nicht original, aber wenns hilft...
https://www.guesi-motorradteile.de/inde ... welle/_/?_
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Re: Reichstyp mal anders.

Beitragvon -rt- » 11. Mai 2018 20:53

Bau alles wieder zusammen das es eingermaßen läuft dann drehste im Sommer ein paar schöne runden und machst gleich für´n Winter ein Termin zum Motoren komplett überholen. Zum pleulspiel axiales spiel ist ok und mus es ja haben nur Vertikal darf es kein spiel haben, habe mir erst zum 1.Mai ein Motor damit hochgejagt hatte gute 1-2mm vertikales spiel

zum Thema TÜV nochmal, kannst du die stelle sagen und wie der Prüfer heißt könnte man evtl. nochmal irgendwann drauf zurück kommen falls es hier bei uns mit gewissen abnahmen Stress gibt. und wenn der sowieso ein Faible für MZ hat...

ja die kopfdichtungen gibt es seit neuesten zu kaufen wohl wiel viele köpfe eigentlich schrott sind

mal zu lothar rüberschiel , da es ja doch so einige mehr gibt die mit Elektrik nix am hut haben wäre doch mal so eine "Youtube lehhrfilmreihe" ganz interessant :ja:

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Re: Reichstyp mal anders.

Beitragvon st1ffl3r » 11. Mai 2018 21:36

also vom fahren her da kann ich nicht klagen. Gestern ist sie locker fluffig durch maschiert. Beschleunigt kräftig und zieht sauber durch. Kein husten, nix.
Die Zündung hab ich vorgestern nochmal mit Zündzeituhr genau nach gestellt, war wohl vorher doch net optimal, sie lief gestern echt top.
Nur halt das oben raus gepletscher geht mir auf den Sack. Bist ja nur am putzen.
Den Kopf hab ich jetzt plan, ach die Ecken stehen nicht mehr über.

Das Pleul hat nur seitlich Spiel, in Arbeitsrichtung ist es fast Spielfrei, minmal, kaum spürbar.

Am Ansaugstutzen ist mir aufgefallen daß da noch die Ecken von dem Plastestück, was da zwischen Stutzen und Zylinder steht, 1mm vor stehen. Die nehm ich morgen noch weg, denn kann die Mischung da auch bisl schneller durch.

Den Prüfer hab ich versprochen keine Namen im Netz zu erwähnen.
Per PN aber gern.

lg.-
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-- Hinzugefügt: 11th Mai 2018, 10:26 pm --

was mir grad noch eingefallen ist. Am vergaser, die grosse Mutter mit der der Schieber befestigt, verschossen wird, is bei mir fertig. Also das Gewinde, ich habs schon mit Hanf versucht. :mrgreen: hält aber nicht, da subbt er auch raus, wird also da sicher etwas nebenluft ziehen.

Hat sowas jemand für mich, einzeln?
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Re: Reichstyp mal anders.

Beitragvon st1ffl3r » 13. Juli 2018 11:56

Moin, :mrgreen:

kleine Frage. ich hab mir neue Stehbolzen, also Zuganker für den Zylinder gekauft.
Original DDR, unbenutzt. 140mm.
Jetzt die Frage, welches Gewinde kommt in den Motorblock? das lange oder das kurze?
Und, wie weit müssen die eigendlich rein?
Und, soll ich alte benutzte original DDR Muttern nehmen, mit Sprenkscheibe, oder neue aus dem baumarkt?

Fragen über fragen, :mrgreen: :ja:

lg.-
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Re: Reichstyp mal anders.

Beitragvon motorradfahrerwill » 13. Juli 2018 15:04

Gewindelänge kann ich leider nichts sagen.
Aber von Baumarkt-Muttern würde ich am Motor generell abraten. :ja:
MfG Kurt
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Re: Reichstyp mal anders.

Beitragvon schrauberschorsch » 13. Juli 2018 17:48

Meines Wissens kommt das kurze Gewinde der Stehbolzen ins Gehäuse. Muttern msüßen mit 8.8er Zugfestigkeit sein. Wenn du die im Baumarkt bekommst, dann ok. Oft gibt es dort aber nur 4.8 oder 6.irgendwas.

Nochmal meine dringende Empfehlung: Prüfe vor dem Zusammenbau, ob die Dichtfläche des Zylinderdeckels Plan ist und ziehe die Schrauben über Kreuz mit einem Drehmomentschlüssel an. Die Reihenfolge und das Anzugsmoment kannst du aus der Reparaturanleitung zur kleinen ES/TS nehmen. Beim Drehmoment reichen evtl auch 16 Nm.

Ziehst du die Schrauben nicht über Kreuz an oder ziehst du sie zu fest an, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass der Deckel wieder krumm ist und nicht richtig dichtet...diese Erfahrung habe ich selbst 2x gemacht...

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Re: Reichstyp mal anders.

Beitragvon st1ffl3r » 14. Juli 2018 19:33

Dankeschön,

ich werd dann originalmuttern nehmen.
Über kreuz anziehen is soweit klar, ich mach das auch immer stück für stück, also nicht gleich die 16nm, eher stückweise schraube für schraube.
ich werd mir auch gleich ne Aludichtung bauen, anders werd ich den wohl net wirklich dicht bekommen.
Schwarze Kerze heist zu fett oder? Nadel weiter runter?

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Re: Reichstyp mal anders.

Beitragvon schrauberschorsch » 14. Juli 2018 20:05

Ja, das Drehmoment nach jedem Durchgang steigern. Wichtig ist, dass der Deckel sich nicht verspannt, damit er sich nicht verzieht, wenn er wieder Temperatur kriegt.
Zuletzt geändert von schrauberschorsch am 15. Juli 2018 07:14, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Reichstyp mal anders.

Beitragvon st1ffl3r » 14. Juli 2018 20:53

so, läuft wieder. ich würd glatt behaupten dass sie besser zieht. Scheint auch trocken zu bleiben.
Nu is der Top auch fest, das war immer nur so handfest weil die Muttern kein Fleisch hatten. Nu sind auch noch unterlegscheiben und original DDR Federringe unter.
Kopfdichtung hab ich nu aus 5 Lagen Alupapier gemacht, mal gucken, das könnte genügen. Ich werde berichten.

Das grosse Klappern hatte ich letzte woche auch hin bekommen, es war der Tank, nicht die Gabel. Sie läuft jetzt schön ruhig. Die Gabel arbeitet wunderbar, hätte nie gedacht daß da überhaupt was federt. nu muss ich hinten nochmal nachgucken.

Was ich schon lange schreiben wollte. : Ich hatte noch nie so ein moped was mir so einen Spass bereitet. Man kann das kaum beschreiben. Seit ich sie angemeldet habe, bin ich wenns hoch kommt drei tage damit nicht gefahren. Ich fahr jeden Tag mit mein Schatz. Das macht einfach Spass ohne Ende. :ja: Das is irgendwie als wenn es genau diese Maschine schon immer sein sollte. Wie Arsch auf Eimer oder wie man so sagt. :ja:


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Re: Reichstyp mal anders.

Beitragvon daniel_f » 14. Juli 2018 22:03

st1ffl3r hat geschrieben:Kopfdichtung hab ich nu aus 5 Lagen Alupapier gemacht, mal gucken, das könnte genügen. Ich werde berichten.


Tip: Aluassietten als Dichtungsmaterial. Hat bei mir schon mehrfach gut funktioniert.
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Re: Reichstyp mal anders.

Beitragvon st1ffl3r » 18. Juli 2018 07:34

Danke für den Tip, darrauf bin ich noch gar net gekommen. Das zeug bekomst ja an jeder Ecke.
Werd ich testen.
Im Moment scheint sie recht dicht zu sein. ich kann auch die gänge viel höher fahren jetzt. Den vierten brauch ich nun innerorts gar net mehr.

Hat schonmal jemand versucht den Motor zu entkoppeln? ALso daß er nicht mehr so stark in den Rahmen fibiriert? ich wollt das im Winter mal angehen. Ich bin nur am Schrauben nach ziehen. Die Unterlegscheiben am Nummernschild werden auch immer grösser. Das Hintere Schutzblech must ich auch durch zwei zusäzliche Schrauben sichern.

Und, meine Kupplung schleift etwas. Kann das am Öl liegen? ich fahr 80w90. Ich wüste auch leider nicht genau was ich sonst rein machen sollte.

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Re: Reichstyp mal anders.

Beitragvon OChris » 18. Juli 2018 08:17

Zu deiner Ölfrage würde ich dir empfehlen den Artikel in der Wissensdatenbank zu lesen. kb.php?a=333
Ansonsten wünsch ich dir viel Spass mit deinem Mopped :)
zweitaktende Grüße
Chris

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Re: Reichstyp mal anders.

Beitragvon schrauberschorsch » 18. Juli 2018 09:02

Zum Getriebeöl: SAE80 ist grundsätzlich richtig. Ebens ist der GL-Faktor des Öls wichtig, welcher nicht höher als 4 liegen sollte. Getriebeöl mit höherem GL-Faktor ist druckbeständiger, so dass die RT-Kupplung keinen richtigen Kraftschluss mehr hat. Auch besteht bei Öl mit höherem GL-Faktor das Risiko, dass darin enthaltene Additive die Reibbeläge der Kupplung angreifen.

Was die Vibrationen angeht, ist bei einem intakten Motor eine Entkoppelung vom Rahmen nicht notwendig, weil sich die Vibrationen in Grenzen halten. Vielleicht wird es bei deiner RT jetzt doch mal Zeit für eine Motorüberholung...

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