Lust auf Ostpreußen?

Wir war der Urlaub bzw die Fahrt mit der MZ ?

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon Lorchen » 14. November 2018 09:57

Das ist doch mal ein schönes Landhaus, gerade gut genug als Übernachtung auf dem Weg zur Wolfsschanze. :lach:
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon mz-schrauber » 14. November 2018 10:10

...das Mobiliar :arrow: :gut:
Rüdiger, Du musst doch Stunden vor dem PC verbringen um die ganzen Bilder hochzuladen :mrgreen: :gut:

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 15. November 2018 06:50

Lorchen hat geschrieben:Das ist doch mal ein schönes Landhaus, gerade gut genug als Übernachtung auf dem Weg zur Wolfsschanze. :lach:

Da ist wohl so ein Blaublüter an dir verloren gegangen :wink:
Das einzige Bett im Untergeschoss, gerade gut genug...,(mit Duftkübel,direkt in der Nasengegend)
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außer du ziehst es vor im Obergeschoss,bei Frau Izabella Sierakowski :oops: ...
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mz-schrauber hat geschrieben:...das Mobiliar :arrow: :gut:
Rüdiger, Du musst doch Stunden vor dem PC verbringen um die ganzen Bilder hochzuladen :mrgreen: :gut:


28 Bilder mit Beschriftung 1 Stunde 23 Minuten :lach:
Die Möbel gibt es auch bei ebay zu kaufen,ob so was ausschließlich Antiquitäten sind :nixweiss: , oder auch nachgebaut wird.
Keine Ahnung.

Entschuldigt die schlechte Qualität der Bilder, hab mich auch gewundert warum die so unscharf waren.
Vielleicht lag es an meiner Lichteinstellung, aber ganz gewiss, dass ich die Bilder nach dem Knipsen nicht kontrolliert habe.
Für heute hatte ich noch einen Plan, den gibt es nächstes mal.
Gruß
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon Marwin87 » 15. November 2018 08:00

:respekt: wie immer :gut:
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 22. November 2018 01:02

Nach Barzyna/Wiese wollte ich schon lange einmal und nach dem interessanten Schloss in Groß Waplitz, dachte ich mir, das musst du ausnutzen.
Den Kindern und meiner Frau hatte solche Art von Haus doch mehr zugesagt, als eine ihnen nichts sagende Ruine.Zuhören an solcher Ruine, mochte aber auch niemand. Da Wiese ziemlich weit im Westen von Ostpreußen liegt, aber fast schon auf unserem Heimweg, versuchte ich sie zu überzeugen, dass eine erneute Fahrt hier her etwas unsinnig sei.
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Von Rychliki/Reichenbach waren es dann auch nur 3,3 Kilometer auf einer 3-4 Meter breiten Straße in den Ort Wiese.
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Wie in die Zeit zurück versetzt, begann ein Stück vor dem Ort die alte Kopfsteinpflasterstraße.
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Im Dorf fuhren wir an einem dichten Wald linker Hand vorbei, um nach einigen Metern auf eine Säule für das ehemalige Haupttor und einem Hinweisschild zu treffen. Dann mal links in den Wald und aufmerksam geschaut.
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Hat nichts genützt, ich bin am Haus vorbei gefahren und als die Felder wieder vor uns lagen, war ich mir sicher, wir sind daran vorbei.
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Also zurück und da schien auch ein Mauerrest aus dem Wald hervor. Das passiert, wenn man den Gebäudekomplex aus dem Buch kennt und dann ca. 20 Jahre später dahin kommt.

Die bellenden Hunde weckten den Bewohner dieses Hauses. Etwas neugierig, da hier wohl schon lange kein Tourist mehr vorbei gekommen ist, blieb er stehen und beobachtete uns. Ich schätze mal, dies könnte das Haus des Verwalters gewesen sein. Etwas nah am Gutshaus wie ich gleich entdecken konnte.
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Ich dachte noch, meine Güte, ist die ganze Anlage schon so verfallen. Aber da dieser Wiesenweg links im Bild, führte dann doch hinter eine Wand aus Bäumen, zu etwas, was wie ein Haus aussah.
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Die gesamte Anlage steht in einer waldreichen Gegend und auch der Park hatte viele schöne alte Buchen zu bieten. Die Parkanlage besaß am „grünen Wiesenweg“ einen älteren Teil des Park. Im Südwesten befindet sich ein neuerer Teil des Park, welcher als Landschaftspark gestaltet war. Hier müssen sich auch die Gemüsegärten des Gutes befunden haben. Zum Südwesten gab es eine Sicht zwischen die beiden Parkteiche, welche ich aber nicht entdecken konnte. Überhaupt, war von einer Parkanlage nicht mehr die geringste Spur zu sehen. Ja, die Natur holt sich ihren Raum zurück.
Wiese wurde 1310 das erste Mal ein Rittergut und im Laufe der Geschichte gab es viele Besitzerwechsel. Am längsten hielt das Gut eine Familie von Bodeck, welche auch als die Erbauer des Herrenhauses gelten. In den rund 300 Jahren, welcher der Familie dieses Gut gehörte wurde auch die gesamte Anlage gestaltet.
Der letzte Bodeck, Heinrich(1750-1829), hatte keine männlichen Nachkommen und so ging das Gut in die Hände seiner Tochter Ulrike, welche Generalmajor Graf Karl von Hülsen heiratete.
Auch aus dieser Beziehung gab es keinen männlichen Nachfolger, so geschah es, dass die Tochter Maria, Baron Bernard von Sanden ehelichte.
Nun, um 1860 kaufte Otto Frankenstein die 572 ha mit drei Vorwerken.
Um das Jahr 1890 wurde Carl von der Groeben mit seiner Frau Maria geb. von Carstanjen neue Besitzer. Maria kam aus einer reihnländischen Kaufmannsfamilie, die erst spät im 19. Jahrh. geadelt wurde. Durch diese Heirat kamen einige Gemälde der Carstanjen nach Wiese, wie auch das Selbstbildnis des lachenden Rembrandts.
Carl von der Groeben starb 1912, hinterließ einen Sohn, der das Gut auch tüchtig bewirtschaftete.
Er vergrößerte den Besitz auf 870 ha, züchtete Pferde, Schweine und Merino-Schafe. Einen großen Gartenbetrieb unterhielt er auch.
Unverheiratet stand von der Groeben als Leutnant am 24.Januar 1945 bei der Verteidigung Ostpreußens in der Nähe des Ortes Guhren/Gory, einem Angriff der Roten Armee entgegen und verlor dabei sein Leben.
Wiese ist so ein Ort gewesen, an dem die vielen Besitzer die Geschichte und die Veränderungen am Haus der Vorgänger achteten und bewahrten. So wurden die Wappen der Vorfahren nicht einfach entfernt, sondern beibehalten oder sogar an schönerer Stelle angebracht. Ähnlich sah es mit der Innenausstattung aus, da gab es viele verschiedene Epochen an Mobiliar und Kaminen zu bestaunen.
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Was mich nun gar nicht weiter stört, ist dann aber auch der Fakt, dass das ganze Haus mit verschiedenen Architekturstilen „gesegnet“ ist. So was nennt sich eben Tradition und Achtung vor der Leistung der Vorfahren.

Aber zurück zur Realität, denn ich konnte erst mal gar kein Haus entdecken und Architekturstile noch viel weniger.
Komplett vom Baumbestand befreit hätte die Ruine auch heute noch eine bewundernde Wirkung haben können, doch die eingefallenen Mauern und das Dickicht tragen dazu bei, dass ich mich kaum orientieren kann und ich denke schade.
Die Bilder aus dem Reiseführer müssen sein, sonst weiß niemand was ich an Resten des Hauses zeige. :)
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Ich versuche mal einen Rundgang, ist ja schon ein Weilchen her!
Wenn man heute nach Wiese kommt so erblickt man als erstes den Wintergarten/Orangerie. Der sieht auch noch recht einladend aus, sollte man ihn durch das Dickicht erkennen können. Der neugotische Wintergarten war im Süden des Hauses eine komplett verglaste Hauswand, erst Ende 19., Anfang 20. Jahrh. wurde dann dieser Arkadeneingang zu einer neu errichteten Orangerie geschaffen.
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Vom Innern der Orangerie bin ich durch den angrenzenden neugotischen Seitenflügel des Baus gekrochen. Hinter der Orangerie blicke ich in die Repräsentationsräume und das Kaminzimmer in der Mitte des Südflügels.
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Rechts vom Kaminzimmer, also westlich zum Park, der einstige große Salon mit einer schönen stuckverzierten Decke.
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Da aber das Dach(Schieferwalmdach) völlig fertig herunter hing und der Weg im Seitenflügel auch versperrt war ging es erst einmal wieder hinaus.
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Ich schneide mal den Text hier ab, da ich heute früh noch ran muss und morgen mach ich den Rest. Ohne Keks muss ich aber bis 00:01 Uhr warten :roll: .
Danke!
Gruß
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon allgäumz » 22. November 2018 05:50

Marwin87 hat geschrieben::respekt: wie immer :gut:


dito
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 23. November 2018 00:47

Heute ging leider nichts, hab die ganzen 2 Stunden für die Katz sortiert.
Ich versuche es morgen noch ein mal.
Bilder sind nur im Anhang, nicht da wo ich sie gerne möchte.
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Gute Nacht
Gruß
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 1. Dezember 2018 05:59

Danke " Marwin", danke Marcus und weiter geht es, wenn auch ziemlich spät!
Weiter und rechter Hand das Haus, streift man dann diesen Seitenflügel mit schönen Zinnen an den vier Ecken der Außenwände. Dass ich meine Bilder noch zuordnen kann, liegt auch daran, dass die Fenster an den verschiedenen Abschnitten des Baus unterschiedlich gestaltet waren.
Eine weitere Umgestaltung gab es in der zweiten Hälfte des 19.Jahrh. am Südflügel, also der , der gleich nach der Orangerie kommt. Jetzt bekam er erst seinen neugotischen Stil, da er vorher in spätbarocken Stil gehalten war. Die Umbauer waren in der zweiten Hälfte des 19.Jahrh. die Familie Frankenstein und dieser Flügel erhielt nun das leider nicht mehr zu erkennende(auf meinen Bildern) Schieferwalmdach, anstelle des Mansarddaches. Ja und aufgestockt wurde dieser Flügel zu jener Zeit auch. Schon komisch, dass man nicht an einer gleichmäßigen Umgestaltung Interesse hatte, so sieht das Haus ein wenig „durcheinander“ aus.
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Dann weiter zum Mittelflügel, mit leicht hervortretenden Mittelrisalit an der Vorderfassade, die ersten Rufe „Papa wo bist du“?(Ich war drinnen) „Beeile dich“! Mensch, es waren doch 20 bis 30 Minuten ausgemacht, dann bin ich wieder da! Dieser Teil des Hauses, damals noch eingeschossig und mit hohem Dachgeschoss, ist der älteste Teil des Hauses und errichtet im 17. Jahrh. von der Fam. von Bodeck.
Die von Bodeck erweiterten diesen Mittelflügel, um die beiden an den Giebeln angebauten Gebäude.(Das südliche hatte ich schon erwähnt) Das geschah nach 1786 und die beiden neu angebauten Flügel hatten dieses Mansarddach, wie man es bei dem einem Flügel im Norden noch auf dem Bild vom Jahr 2000 sieht. (um 2000 rum, genau weiß ich es nicht, wann die Bilder entstanden sind. Buchdruck ist von 2001, was ein Datum um 2000 sicherlich zulässt)
Zu jener Zeit, also nach 1786, wurde von den von Bodeck auch der Mittelflügel umgestaltet. Hier kommt mein Bild mit den hohen Fenstern, denn es wurde ein einladender Festraum mit diesen Fenstern geschaffen, sowie eine stuckverzierte Decke eingezogen.
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Und so wären wir am Ende des Hauses angelangt, am nördlichen(oder nordöstlichen) Flügel, welcher nicht mit einem neugotischen Aussehen vorweisen kann. Wohl eher als Wirtschaftstrakt gedacht bekam dieser Flügel mit seinem Mansarddach nur noch einen Anbau in roter Backsteinoptik in der zweiten Hälfte des 19.Jahrh. . Auf meinen Bildern sieht man nun gar kein Dach mehr, also wer noch etwas besichtigen will, nix wie hin, sonst sieht es bald aus wie in Arklitten/Arklity.
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Du kannst keinen weiteren Dateianhang hinzufügen. Die maximale Anzahl liegt bei 40.... dann eben später.
Der Rest der Geschichte ist schnell erzählt, nach 1945 wurde hier eine Agrarunternehmen gegründet. So wie oft, kamen die Angestellten der PGR in dem noch gut da stehenden Landsitz unter und auch Büroräume hatte man hier eingerichtet.
Der Sanierungsbedarf wurde, wie bei vielen dieser Häuser, ignoriert und das Haus verfiel.
Nachdem auch der landwirtschaftliche Betrieb aufgelöst wurde, fand sich bis zur heutigen Zeit kein Käufer , um den zunehmenden Verfall zu stoppen.
Nachdem klar wurde, dass hier kein Investor mehr vom Himmel fällt, ließ der Woiwodschaftskonservator aus Elbingen die Reste der einstigen Ausstattung nach Quittainen/Kwitajny (Bericht zu diesem Ort folgt...) in das dortige Gutshaus überführen.
Gewesen sind das,:
zwei Renaissance-Kaminplatten
ein barocker Kamin
zwei Öfen - einer davon neubarock, mit in 1933 angebrachten Kachelmalereien (Braunsberger/Braniewo Firma)
holländische Fliesen mit zeitlichen Motiven aus aus dem ehemaligen Badezimmer(17.Jahrh.)
Ich habe mir diesen Sommer eine These "erarbeitet" ;D !!!
Es haben fast wirklich nur Schlösser und Landsitze des ehemaligen preußischen Adels ein sicheres oder unsicheres Überleben , wenn sich ein großer See in der unmittelbaren Nähe befindet.
Wir Menschen suchen doch im Urlaub das Wasser und so ein Gutshaus lässt sich nun mal am besten mit zahlenden Touristen am Leben halten, die die Annehmlichkeit eines Strandes zu schätzen wissen.
Ausnahmen gibt es sicher schon, doch ist mir dieser Punkt ziemlich häufig aufgefallen.
Schade es war mal so ein schöner Ort hier.
Wo habe ich nur dieses Zitat gelesen? Weiß ich nicht mehr, leider.
"...und so vergeht des Menschen Gloria..."
Gruß
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Zuletzt geändert von ETS-Fan am 2. Dezember 2018 00:58, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon mz-schrauber » 1. Dezember 2018 08:12

...wieder ein schöner Beitrag :zustimm: da wünscht man sich manchmal schon eine Zeitmaschine herbei...

-- Hinzugefügt: Sa 1. Dez 2018, 07:13 --

...wieder ein schöner Beitrag :zustimm: da wünscht man sich manchmal schon eine Zeitmaschine herbei...

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 2. Dezember 2018 06:17

Ich habe mal ein Bild im zweiten Beitrag von Wiese/Barzyna herausgenommen und dafür die Ansicht des Komplexes von der Gartenseite, also von Osten mit rein genommen.
Da schreibe ich noch "vergleicht meine Bilder mit dem um 2000 gemachten und dann habe ich nicht mal eines drin. :oops:
Das mit der "Zeitmaschine" beschäftigt mich natürlich auch schon eine ganze Weile :lach: :ja: .
Wie gern würde ich dieses Leben von damals beobachten oder selber so leben. Klar , es war eine Zeit in der noch viel manuell und körperlich schwer auf dem Land gearbeitet wurde. So was schreckt mich eigentlich auch nicht.
Heute hat man sich durch Automatisierung und Massenproduktion sehr viel persönliche Freiheit erkauft.
Doch wie nutzen die Mehrzahl der Menschen diesen Vorteil?
Ich kenne Menschen verschiedener Nationalitäten und was machen diese mit ihrer Freiheit ? Fernsehen!!!
Sich berieseln lassen und das am besten von früh bis spät abends. Nee, das ist nicht meine Welt. Die Glotze bleibt aus, vielleicht 1-2 Stunden in der Woche und dann eh nur Konserven, meine Freizeit bestimme ich und nicht mich das Fernsehprogramm.
Da würde ich lieber auf`s Feld, nach dem Rechten sehen, oder in den Stall zu den Tieren und da schauen , ob alles in Ordnung ist.
Der Mensch gewöhnt sich auch wieder an die körperlich anstrengende Arbeit und sich zu bewegen hat noch niemanden geschadet.
Also hier meine ich natürlich Menschen ohne körperliche Gebrechen.
Jetzt bin ich aber abgeschweift :) , den Rembrandt(lachendes Selbstbildnis), der in Wiese einst hing, den hatten wir damals in der Schule in unserem Zeichenlehrbuch. Man, woher kannte ich dieses Bild so genau und dann fiel es mir wieder ein.
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Den Weg von der Schlossruine zurück zum Dorf ...
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... und an Wald und Feld ...
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... vorbei , wieder auf der engen Straße Richtung Rychliki/Reichenbach...
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...ging es dem Abend entgegen nach Ignalin(Reimerswalde)
Es war ein Pole, der mich "Jungspund" 1993 fragte , ob ich weiß wie Ignalin vor dem Zweiten Weltkrieg geheißen hat.
Ich wusste es nicht, so wie vieles was Ostpreußen anging.
Dieser Pole lebt nun auch nicht mehr, obwohl ich ihn als lebensbejahenden "Reimerswalder" kennen gelernt habe, zu schnell sterben die Menschen in dieser melancholischen Region weg.
Ostpreußen heißt für mich auch Apfel! :)
Beim Auguster-Kauf (erster gelber Apfel im August) am Straßenrand, wunderte ich mich über dieses komische Deutsch."Nej mejn Jungchen, du bekommst dejn Wechselgjeld schön wieder". Ich wollte der alten Dame was gutes tun und ihr die Äpfel großzügig bezahlen. :oops:
Heute! Vorbei die Zeit, die ehemaligen eingeborenen Masuren gibt es nicht mehr :cry: :wink: (es gibt sie schon , nur sind derer viele nach Deutschland gekommen, so wie die meinen Verwandten von Schlesien nach Deutschland.
So soll es aber auch sein, denn irgendwann musste ja der Frieden in diesen Landstrich einmal kommen.
Zu Hause wieder angekommen lief ich erst einmal in die örtliche Bibliothek und bekam einen Geschichtswälzer von 600 Seiten in die Hände.
"Die Geschichte Ostpreußen`s", wenn ich dieses Buch noch einmal in die Finger bekäme , würde ich es nie wieder hergeben. :nein:
Im Kalten Krieg konnte man viele solcher Bücher/Publikationen und was das Thema Ostpreußen anging in die Tonne klopfen,da alle ziemlich politisch voreingenommen waren.
Dieses Buch war es aber meiner Meinung nach nicht, denn es wurden die deutschen, sowie die polnischen Befindlichkeiten schonungslos dargelegt und erklärt.
Da ich recht unvoreingenommen an die Geschichte Ostpreußens heran ging, war das sicher nur ein Vorteil.
So habe ich , denke ich mal auch Glück im Leben gehabt(obwohl so spät geboren), da ich alle beide Seiten dieses Landes erkennen durfte.
Heute höre ich mir gerne die Geschichten der einheimischen Polen an und wir verstehen uns wirklich prächtig :ja: .
Früher war es noch ein Tick intensiver und dadurch interessanter.
Setze deinen müden Arsch zum Ausruhen hier ab :ja: und du wirst sehen wie dieses Volk tickt!
Auf dem Weg nach Hause diese neue hölzerne Kirche.
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Ist das nicht schön?
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Wenn euch irgend jemand erzählen möchte , wir hätten ein kompliziertes Verhältnis zu diesem und jenem,
fahrt da hin und erlebt die Wirklichkeit...
Die orthodoxe Kirche strahlt Wärme ab, so muss ich das mal nennen.
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eine warme sonore Stimme in diesem gemütlichen Raum würde mich mehr überzeugen :biggrin: , als der Singsang aus einem katholischen Kirchenschiff :biggrin:
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Beeindruckend diese Arbeit!
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hatte ich schon mal erwähnt, dass mich die Weite mehr reizt :wink:
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Es brennt der Himmel an diesem Abend...( und das Herz)
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Gruß
Rüdiger
Ich habe noch ein paar Fehler beim erneuten lesen entdeckt , mach ich später, oder auch nicht... ;D
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon trabimotorrad » 2. Dezember 2018 14:41

Ein weiteres Mal habe ich mich an Deinen vielen schönen Bilder aus Ostpreußen, oder Polen, oder wie auch immer diese lieblichen Landschaften heißen mögen, ergötzt.
Und mir gefallen auch Deine Texte, die immer recht objektiv und doch immer wieder auch versöhnlich klingen. Man merkt, das Du beide Seiten gut kennst.
Vielen Dank für das tolle Material, das hoffentlich auch Andere zum Nachdenken motiviert.

Ich glaube, ich möchte da mal Urlaub machen :ja:
Gruß aus Wüstenrot, wohnen, wo Andere Urlaub machen...
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon stoppel68 » 2. Dezember 2018 16:25

trabimotorrad hat geschrieben:
Ich glaube, ich möchte da mal Urlaub machen :ja:


Fein Achim, da kommt ihr nächstes Jahr einfach mit.... :mrgreen:

Gruß Uwe
Ich kann nicht verhindern,das ich alt werde. Aber ich kann dafür sorgen,dass ich Spaß dabei habe.
Gruß Uwe

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon der janne » 2. Dezember 2018 16:47

In Wiese waren wir auch dieses Jahr und haben ebenfalls ein Stück gesucht...Sehr versteckt das Ganze
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon Hegautrabi » 2. Dezember 2018 16:52

Wir waren im Sommer auch dort, mit den Trabis.
Einen Reisebericht, in dem die Kirche übrigens auch kurz vorkommt, gibt es hier:
http://pf31.pappenforum.de/thread/36597 ... rch-polen/

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 8. Dezember 2018 07:06

trabimotorrad hat geschrieben:Ein weiteres Mal habe ich mich an Deinen vielen schönen Bilder aus Ostpreußen, oder Polen, oder wie auch immer diese lieblichen Landschaften heißen mögen, ergötzt.
Und mir gefallen auch Deine Texte, die immer recht objektiv und doch immer wieder auch versöhnlich klingen. Man merkt, das Du beide Seiten gut kennst.
Vielen Dank für das tolle Material, das hoffentlich auch Andere zum Nachdenken motiviert.

Ich glaube, ich möchte da mal Urlaub machen :ja:

Dank dir Achim für diese Worte und ja ich habe den Wink verstanden.
Vielleicht schaffe ich heute Abend eine Vorstellung, zumindest des ersten Ortes einer Bleibe.
der janne hat geschrieben:In Wiese waren wir auch dieses Jahr und haben ebenfalls ein Stück gesucht...Sehr versteckt das Ganze

Da war ja richtig was los dieses Jahr in Wiese, wenn ihr auch dort gewesen seid.
Der alte Mann , der aus dem Verwalterhaus kam , hat sicher überlegt , ob er jetzt einen Softeisladen eröffnet ;D .
stoppel68 hat geschrieben:
trabimotorrad hat geschrieben:
Ich glaube, ich möchte da mal Urlaub machen :ja:


Fein Achim, da kommt ihr nächstes Jahr einfach mit.... :mrgreen:

Gruß Uwe

Nur so kurz , das ist schon stressig.
Ich glaube Urlaub ist was anderes :ja:
Hegautrabi hat geschrieben:Wir waren im Sommer auch dort, mit den Trabis.
Einen Reisebericht, in dem die Kirche übrigens auch kurz vorkommt, gibt es hier:
http://pf31.pappenforum.de/thread/36597 ... rch-polen/

Sehr schön , mit den Trabanten so etwas zu unternehmen. Viele schöne Bilder mit Erlebnissen, die man nicht missen möchte.
Das Ereignis mit dem verlorenem Stroh... :wink:
Bei mir fuhr in Polen ein PKW mit Anhänger voraus. Sein Hänger schaukelte sich ziemlich auf und die Heuballen fingen an sich zu lösen.
Ich hatte dann schon mal einen riesigen Sicherheitsabstand zwischen ihm und mir gebracht, als sich die Ladung auf der Straße entlud :wink:

Die Frage, wo sich diese griechisch orthodoxe Kirche befand, kann ich beantworten, da ich ein Hinweiszeichen mit aufgenommen habe.
Auf der Hinfahrt daran vorbei, auf der Rückfahrt fast vorbei. Meine Frau rief noch:, "an so etwas fährst du vorbei, aber die Ruinen schaust du an" :!:
Ich dachte sie hätte wirklich genug für diesen Tag :lach:
In Godkowo/ Göttchendorf befindet sich diese Kirche. Die Umsiedlung von ukrainisch stämmigen Polen aus dem Karpatenvorland nach Masuren(nicht nur) im Jahre 1947(Aktion Weichsel)brachte es mit sich, dass diese Kirche den Orthodoxen folgen sollte.
Opera Momentaufnahme_2018-12-08_051626_www.google.de.png

Sie stand einst als Ruine in Kupno am Fluss San...
Opera Momentaufnahme_2018-12-08_044538_www.google.de.png

...und war schon recht heruntergekommen, nur ein Lagerplatz und keine Kirche mehr.
Die Reste wurden abgebaut und in Godkowo neu rekonstruiert.
Ehrlich gesagt, kann ich an dem Haufen Holz keine Restaurierungsbasis erkennen, aber das lassen wir besser die Fachmänner entscheiden. :wink:
Kupno Ruine.jpg

Ja ich höre des öfteren abfällig den Begriff "Ukrainzów", (gesprochen Ukrainzuw) in Polen.
Die brauchen da auch noch etwas Zeit , so wie wir, nach der Wiedervereinigung :|
Gruß
Rüdiger
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 15. Dezember 2018 05:35

"Ich fahre noch mal schnell weg "rufe ich.
"Wohin fährst du",tönt es zurück.
Ach, nur zum Napoleonhügel sage ich und dann passiert das Unglaubliche.
"Ich will mit" :shock: ruft sie .
Ich fahre aber nur mit dem "Schrotthaufen" ,entgegne ich und warte auf eine Reaktion.
"Wo ist der Helm von Djamila", :roll: fragt sie mich.
Der liegt im Auto , dann lass uns fahren, denn abends wird es schon kühl im August in Ostpreußen.
Wie gemacht für die MZ dieser kleine Parkplatz am Fuße des Hügels, wo einst Napoleon stand.
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Der Aufstieg ist schnell und mühelos zu bewältigen, die Aussicht ungeahnt schöner, als man von unten vermutet.
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Der kleine Wald der hier heute wächst beherrscht ein kleines "Geschichtsmuseum" ;D
Originale französische Uniform der 32. Leichten Infanterie, genannt auch Chasseure oder Jäger/Plänkler .
Die Reichweite ihrer Schusswaffen war enorm und präzise.
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Scheinbar gab es auch in kürzlich zurückliegender Zeit einen Blauhelmeinsatz. Es ist mir nur leider, da top secret, keiner bekannt.
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Nur noch ein paar Schritte...
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... und ich stehe hier oben.
Einwohner von Ignalin trugen diese geschichtsträchtige Anhöhe vom Westen her ab , bis das Denkmalschutzamt dies bemerkte und dem Einhalt gebot.
Eigentlich heißt Sandgrube =piaskownica, aber die erzählten mir immer von einer Żwirownia , was nun mal Kiesgrube heißt. Egal, wichtig ist, dass der Hügel bestehen bleibt.
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Meine rechte flache Hand wandert automatisch in den Schritt(was anderes habe ich nicht zum Öffnen :lach: ) und ich bemerke wie mich dieser Ort fesselt.
Die Aussicht ist phänomenal, ich schaue auf die französischen Linien/polnischen Felder von 1807/2018.
Am 10.Juni 1807 standen hier die russ./preuss. Armeen den französischen Truppen gegenüber.Im sogenannten vierten Koalitionskrieg verlor Preußen fast die Hälfte seines Territoriums . Der ängstliche russische General Bennigsen zog sich aus den gut geschützten Stellungen von Heilsberg zurück, um einer Umgehung vor zu kommen. Bevor er sich mit seinen Leuten wieder befestigen konnte, wurde er in der Schlacht bei Friedland geschlagen.
Ich suche die drei Schanzen , hinter denen sich die preussisch /russische Armee zurückgezogen hat und welche es noch geben soll.
Die pr./russ. Armee hatte Lidzbark/Heilsberg hinter sich und bezog die vorbereiteten Stellungen.
Eine grobe Linie hab ich hier, wo die Kosaken in Neuendorf-Nowa Wieś Wielka (auch die Bunkerlinie vom 2. Weltkrieg war dort) standen und diese sich bis Bobrownik /Bewernick an das Alle-Ufer zog.´
Opera Momentaufnahme_2018-12-15_002548_www.google.de.png


Der Hauptkampf tobte aber wirklich hier an den drei Schanzen zwischen Bobrownik /Bewernick und Lauda/Lawden.
Hier hat man dann auch den französischen Soldaten gefunden, welchen ich Eingangs dieses Fred`s erwähnte.
Opera Momentaufnahme_2018-12-15_023242_www.google.de.png

Noch heute findet man in den Äckern Orden , vergammeltes Kriegsgerät und Knochen von Menschen :cry:
Aber dazu im zweiten Teil. :wink:
Ich dachte, dass könnte doch so eine Schanze sein.
Natürlich nicht, die ist natürlich und nicht aufgeschüttet.
Da ich aber ein bisschen versessen auf diese drei Anhöhen war,
bildete ich mir ein , das sind die Schanzen.
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Zum heutigen Abschluss noch dies,...
Auf der Postkarte seht ihr rechts oben auf dem Napoleonhügel eine Mühle.
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Als ich dann oben war entdeckte ich diese Steine und das nach all der Zeit.
Nur ein Stein?
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Ich fange an zu graben :ja:
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Rüdiger wird zum Arsch...
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...zum Arschäologen ;D
Ein Mühlstein.
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es liegen noch mehr Steine der Grundmauer der Mühle herum.
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noch ein Mühlenstein...
Ich lasse ihn und grabe nicht.
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links ein Hof den ich später besuchte, rechts im Hintergrund die Stadt Lidzbark/Heilsberg
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Die Anhöhe.
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Den Mühlstein verlasse ich so für die nächsten Entdecker.
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Abwärts geht es.
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Ich wollte gleich weiter mit der MZ über die Felder,alles von nahem sehen, doch eine Stimme rief, ich will nach Hause :biggrin:
Gut, deswegen gibt es einen zweiten Teil :ja:
Gruß
Rüdiger
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 21. Dezember 2018 04:08

Erst 7 Tage später schnappte ich mir die ETS und machte das, was ich eigentlich gleich im Anschluss tun wollte,die Schanzen finden.
Ich fuhr Richtung Heilsberg nicht ganz einen Kilometer und bog in einen unbefestigten Weg zum erst` besten Gehöft ab.
So sandig , wie der Untergrund war, musste ich schon Schritttempo fahren.
Gern hätte ich hier die 35 mm Gabel und die Sitzposition meiner grünen TS 150 gehabt.
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Am Hof angekommen, begrüßte mich eine Meute Hunde, aber ich sah auf dem sehr großen Hof die Eigentümer stehen und zweitaktete dort hin.
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Auf meine Frage , wo sich die Schanzen der Russen und Preußen befunden haben könnten, gab man mir zur Antwort, dass man dies nicht wisse, da "wir erst seit kurzem hier leben und arbeiten".
Vater und Sohn meinten aber, dass in den Feldern sehr oft Orden aus Metall gefunden werden. Da komm ich doch mal im Herbst vorbei, wenn der Acker bearbeitet wird :ja: .
So holperte ich dann weiter zum nächsten Bauernhof, an dem eine junge Frau, nach meiner Frage ihren Vater über die Schanzen befragte.
Der meinte,: "die befindet sich bei Rastenburg/Kętrzyn, die Wolfsschanze :| .
Nee, nee die meine ich nicht und ich erzähle denen die Geschichte von 1807.
Da fällt der jungen Frau ein, dass es in Heilsberg einen Lehrer gibt, der sich ausgiebig mit dieser Geschichte befasst hat und auch ihr Lehrer einmal war.
Ich bedanke mich bei der Frau, denn genau das sind die Informationen , die ich suchte.
Am besten fahre ich über die Feldwege zur Fernverkehrsstraße nach Heilsberg.
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An der Schule in Heilsber gegen Abend angekommen, ist natürlich niemand mehr im Gebäude. Also tuckere ich die Anhöhe zu ein paar Wohnhäusern hoch und schalte die MZ aus.
Gleich hier am ersten Haus kommen mir zwei ca. 60 jährige Brüder entgegen, wobei der eine mich fragt, was das für ein "motor"(Motorrad) ist, welches ich fahre. MZ kennt er schon, aber dieses Modell eher nicht.
"Ich habe eine DKW" meint einer von ihnen zu mir und ich Dödel habe sie mir nicht zeigen lassen.Nächstes Jahr besuche ich die beiden noch mal :ja: .
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Der Name des Lehrers heißt ins Deutsche übersetzt "Lerche", aber wie der Vogel. :wink:
Ich könnte mir das polnische Wort auch nicht von jetzt auf gleich merken, wenn da nicht eine Geschichte meines Vaters(auch so ein Polenreisender mit ES 175 und TS 150) in den Erinnerungen wäre.
Frau " Skowronek " hat ihm damals Polnisch beigebracht.Für mich eine Eselsbrücke :wink:
Zu erst erklärten mir die Brüder, wo der Lehrer wohnt und nach ein paar Sekunden, meinten sie, "wir fahren voraus und zeigen dir sein Haus".
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Das finde ich natürlich am besten :lach: .
Sie klingeln ihn sogar noch heraus und dann verabschieden sie sich. Nette Menschen!
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Herr "Lerche" steht mit einem dicken Geschichtswälzer auf dem Fußweg und meinte zu mir, dass er einen deutschen Bekannten erwartet hatte , dem er das Buch geben wollte und nicht mich.
(Behalte ruhig das Buch, denke ich :wink: , aber fragen werde ich trotzdem.)
Er sagte mir dann auch klipp und klar, dass es die pr./russ. Schanzen nicht mehr gibt. Sie wurden von den Bauern untergepflügt.
"Wir haben aber einen Nachbau dieser Schanzen an den Heilsberger Termen aufgebaut, wenn sie sich das mal ansehen möchten"? 2017 war wohl ein kleines Jubiläum und von dieser Zeit soll da noch etwas stehen.
So mache ich mich dahin ,auf den Weg Richtung Terme.
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Eiaei, schon wieder fast drei,
später der Rest des "Fest" :wink:
Gruß
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon allgäumz » 21. Dezember 2018 05:56

Wunderbar :!:
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon monsieurincroyable » 21. Dezember 2018 09:31

:gut:

Fuhrpark: diverse MZ und Simson :-)

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon trabimotorrad » 21. Dezember 2018 10:18

Vielen Dank, das Du uns immer so ausführlich und so toll bebildert an Deinen Polenreisen teilhaben lässt. Ich lese und schaue hier sehr gerne mit - für mich die kleine Reise nach Polen :ja:
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon löwenherz » 21. Dezember 2018 10:35

WOW, das alles berührt mich sehr............gibt Gänsehaut..........
Jetzt, nicht irgendwann!
Tanzt, Tanzt, vor Allem aus der Reihe! Bild

Ahoi elkeMaria

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 29. Dezember 2018 05:17

Nun will ich unter dieses Erlebnis mal einen Schlussstrich ziehen.
Vielen Dank auch für eure kurzen und langen Kommentare :ja: .
Bei der Flut an Informationen heute, ist es ja doch nicht so selbstverständlich noch jemanden mit zu nehmen, zu erreichen und gerade dann , wenn man es nicht selber erlebt hat.
Heute dauert es wieder mit dem Hochladen der Bilder :wink: . Woran das wohl liegt :roll: ?
Meine Frau konnte dies nicht übersetzen, darum muss ich da ran :lach:
"pod" heißt "unter",padać /padym grob übersetzt es regnet/fällt darum gehe ich davon aus, hier sind die Unterstände der Preußen gemeint. Unterstand/Unterfall.
Klar, woher soll meine Frau solch kriegstechnischen Kram auf polnisch, geschweige auf deutsch wissen.
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Na ja , die Preussen und Russen hatten es besser, da sich die Stadt Heilsberg im Rücken befand.
So sind diese doch besseren Gebäude der Versorgung der Pr. und Russ. geschuldet.
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Paletten zur Abwehr der Franzosen? Nein , hier lag wohl die "Reserve" der Preußen und Russen.
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Super diese Detailtreue, anständig mit Lehm die Ritzen verputzt :ja:
So was freut den MZ-Freund :)
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Ein Blick in die Runde, ich kann diesen Unterstand nicht einordnen.
So wie der aussieht, wahrscheinlich für die Kriegsgefangenen gedacht.
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Durch die kyrillischen "Litery "sieht man, dass es sich nicht nur um den preussischen Rückzugs-/Versorgungsort gehandelt haben kann.
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Verdammt, was liegt denn hier,in der pr./russ. Stellung der Kirchturm und das Kirchenschiff von Ignalin herum :lol:
IMG_8148.JPG


Nun bin ich aber völlig durcheinander,
"Karzcma Ignalin"
die Gaststätte /Bewirtung Ignalin
kann sich doch nicht im Bereich der Preussen/Russen befunden haben.
Napoleon hatte Ignalin /Reimerswalde hinter sich.
IMG_8149.JPG

Wie das Brot geschmeckt hat weiß ich leider nicht, aber der Versuch es am offenen Ofen zu backen ist schon bemerkenswert.
IMG_8151.JPG

Jetzt geht es an`s Eingemachte.
Wir "Russen und Preussen" verstärken die Linien , darum bitte im Laufschritt zu den Schanzen!!! :wink:
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Ziemlich erbärmlich sah es auf der französischen Seite aus.
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In die Erde gegrabene französische Unterstände.
Das pr./russ. Heer war mit fast 100 Kanonen unterwegs.
Sehr viel in jener Zeit.
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Sie kommen, die Franzosen.
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Gemütlich?
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"Wir Franzosen"attackieren die Schanzen von der rechten Flanke ;D
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Blick von den Schanzen zu den französischen Stellungen.
IMG_8163.JPG

Nach einem Jahr sieht man immer noch die Spieße, die den Ansturm aufhalten sollten.
IMG_8164.JPG

Ziemlich unscheinbar die Verteidigungsschanze der Preußen und Russen.
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Ja doch, es war nicht uninteressant, was mir mir Herr "Skowronek" empfohlen hatte.
Allein auf diesem Feld, denkt man viel intensiver an dieses unsinnige Sterben, als wenn man mit einer Gruppe, in Gespräche verwickelt, unterwegs ist.
Ich laufe zurück zu meinem Motorrad, welches direkt an der Straße steht und hoffe, dass es noch da ist. :|

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Na doch, die ETS steht noch da.
Ist eben keine Harley :wink: .
IMG_8173.JPG

Ich wollte wirklich nur mal kurz über die Felder.
Darum war ich auch so unterwegs :wink: .
Wie ich schon schrieb, wird es im August am Abend in "Ostpreußen" schon recht kühl.
Die Sommer hier sind kurz aber heiß. Mitte Juni bis Mitte August ist es am schönsten.
IMG_8174.JPG

Zurück nach Ignalin.
IMG_8175.JPG

IMG_8177.JPG

IMG_8179.JPG

links liegt Lawden/Lauda und Bewernick/ Bobrownik
IMG_8183.JPG

"Ey Alter wie der Motor heult
und wie der Blick die Kurve peilt..."
Ich habe nur die Kamera schief gehalten,
ansonsten bin ich ziemlich gemächlich durch :lach:
IMG_8184.JPG

IMG_8185.JPG

IMG_8186.JPG

Tja, die eisigen Winter mit minus 20 Grad gibt es nicht mehr,
aber auf den Bildern hab ich noch was.
v (17).JPG

IMG_0720.JPG

Euch allen einen Guten Rutsch nach 2019,
Gesundheit, denn die ist am wichtigsten
und der Rest kommt von allein :wink: .
Gruß
Rüdiger
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon autocar » 29. Dezember 2018 08:51

Schiken Reise und gute Photo/

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 1. Februar 2019 06:03

Das hat mich gerade geärgert, ich öffne meine "word- Datei" und es wird mir gesagt, dass ein Fehler vorliegt. Also noch mal geschlossen und die Datei im Stick wieder gesucht. Nun ist sie aber weg.
So was ist abtörnend. Denkt die Technik, dass mir das erneute Schreiben so viel Freude bereitet?
Da hat sie ausnahmsweise mal Recht, die Technik, denn der Beitrag war ziemlich durcheinander und ich hatte schon überlegt, alles noch mal neu zu ordnen. Also hat es mich nicht so wirklich aufgeregt. :wink:
Los geht’s.
Ach bevor ich los lege, wo kommt eigentlich "autocar" her? Wenn ich sein "Position des Users auf der Mitgliedskarte " drücke , erscheint da das Land Polen. Kann doch nicht sein , oder?
Schmolainen/Smolajny
Ich finde es schon etwas irritierend, wenn man einen schön gelegenen Ort im ehemaligen Ostpreussen besucht und so gar kein Hinweiszeichen darauf deutet. So wie hier.
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Wenn in Heilsberg/Lidzbark Warminski nach 1626 die Pest oder eine andere Seuche die Menschheit heimsuchte, verschwanden die ermländischen Bischöfe in Richtung Guttstadt/Dobre Miasto (gut(t)/dobre- die Übersetzung passt, hat aber eigentlich nichts miteinander zu tun. Komm ich irgendwann noch einmal nach Guttstadt ?, sicher, dann erkläre ich das mal.)
Von der Heilsberger Bischofsburg lenkte der Kutscher die erzbischöfliche Kutsche 17 Kilometer in südwestliche Richtung , bis vier Kilometer vor Guttstadt, durch den Wichertshofer Forst auf eine Anhöhe.
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Auf dieser Anhöhe steht ein Palast, Schloss oder meinetwegen auch ein Gutshaus. Zumindest in diesem Stil. Da es sich hier um einen Rückzugsort der Bischöfe von Ermland handelt sage ich zu diesem Gebäude, "es sei ein Palast".
Dieser Ort, bzw. seine Umgebung waren schon seit 1290 bekannt. In diesem Jahr verlieh nämlich der Erzbischof Friedrich Fleming dem Rittergut Schmolainen , die Handfeste.
Allerdings verrät mir eine zweite Quelle das Jahr 1303, in dem das erste Mal die Güter um Schmolainen Erwähnung fanden. Sind damit nur das Vorwerk gemeint? Es soll mir egal sein, denn ich bin kein Geschichtswissenschaftler. Mit solchen kleinen Unstimmigkeiten muss ich mich arrangieren, schlimm ist es aber, wenn in meinen Reiseführern die Himmelsrichtungen wahllos verwendet werden und ich mich dann dusselig suche.
Dieses Vorwerk/Wirtschaftshof arbeitete schon seit Anbeginn für die Versorgung der Bischöfe, war allerding noch nicht Eigentum jener.
Erst seit dem 15. Jahrh. gehörte Schmolainen zum Zugewinn der ermländischen Kurie und seit 1626 wurde dieser Ort zur Sommerresidenz der Bischöfe auserkoren.
Häuser, in denen man hier lebte gab es seit der ersten Erwähnung. Kleine, große und noch kleinere wurden in Kriegen 1414, 1454, 1519-1521 und 1709,zerstört , vorher erbaut ,zerstört und wieder erbaut.
Wie man gerade fährt, geht es im Ort Schmolainen von der Hauptstraße Guttstadt -Heilsberg links, oder Heilsberg-Guttstadt rechts ab, immer aber in den Norden. Ich überquere die hier schmale Alle/Łyna und fahre ca einen Kilometer…
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… bis ich das Torhaus , den Zugang zum Palast sehen kann. Weiter geht es mit der MZ nicht, darum stelle ich sie vor der Einfahrt, wo ich gewarnt werde, dass ich beim Betreten des Geländes , selber für mich hafte und ich niemanden anderes verantwortlich machen kann, ab.
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Falsch ist, ich sehe von hier aus nicht mal das Torhaus, sondern nur den Anbau mit seinem mansardgedecktem Dach.
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Teiche , an denen Bänke stehen laden zum verweilen ein.
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Komme ich näher , sehe ich nun auch den Torturm/Torhaus, welcher/welches 1765 erbaut wurde. Sein Auftraggeber/Erbauer war der letzte polnische Bischof von Ermland, Ignacy Krasicki.
Eher ein Poet, statt ein Seelsorger verewigte er sich in Heilsberg und ist auch heute noch sehr verehrt in dieser Stadt Heilsberg. Später , wenn ich einen Stadtbummel durch Heilsberg unternehme, gehe ich etwas tiefer auf diese Person ein.
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Morgen früh nach der Schicht mache ich weiter,
die Bilder waren eh mehr als 40 :wink:
Bis denne in Ostpreußen...
Gruß
Rüdiger
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Zuletzt geändert von ETS-Fan am 4. Februar 2019 22:36, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 2. Februar 2019 06:19

Das Nebengebäude auf der Postkarte schau ich mir noch einmal genauer an.
Ein völlig anderer Bau steht da am Torhaus.
Da hat man aber irgendwann mal stark "renoviert"
Das Gasthaus steht noch an der Straße Guttstadt-Heilsberg und ist kaum verändert.
Ich wollte noch das Haus fotografieren, aber hab es doch wieder und wieder vergessen.

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Gleich wenn man den Palast erblickt, sticht einem das Wappen des Auftraggebers ins Auge. An den beiden Längsseiten im schwach hervortretenden Mittelrisalit ist das Wappen mit Pflanzenornamenten im Dreiecksgiebel angebracht.
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Es war der Adam Stanislaw Grabowski, welcher diesen heute zu sehenden Bau in Auftrag gab. Die Bauzeit lief von 1741-1746. Bischof Grabowskis Schmolainer Palast , ähnelt im Aussehen dem Grabowski-Palast in Heilsberg. Das Haus hier wird von einem hohen Walmdach bedeckt und durch weiße, leicht hervortretende, gleichmäßig angedeutete Säulen, namens Pilaster geschmückt.
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Hinter dem Haus befand sich ein Wildgehege in dem das Mittag für die Bischöfe gejagt werden konnte. Grabowski ließ schon zu seiner Amszeit einen Schlossgarten mit Park anlegen, später 1765-1795, als Krasicki das Amt inne hatte, wurde noch ein sehr ausgedehnter Landschaftspark angelegt.
Läuft man durch die Parkanlage, so findet der Besucher ein zweites nicht weniger schönes Haus. Es ist das Gutshaus von Schmolainen, das Vorwerk dazu befindet sich aus dem Tor heraus rechts.
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Der alte Mann verriet mir, dass sich im Gutshaus Schlafsaal Küche und Speisesaal für die Schüler einer Landwirtschaftsschule befinden.
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Grabowski `s Mutter war eine … von Kleist, ein uraltes pommerisches Adelsgeschlecht. Unter den …von Kleist gab es in der Zeit des Zweiten Weltkrieges Kriegsverbrecher, aber auch Widerständler des 20. Juli 1944. Ewald von Kleist -Schmenzin sagte seinem Sohn Ewald-Heinrich von Kleist- Schmenzin , dass auch der eigene Tod in Kauf genommen werden müsse, um Hitler zu beseitigen. Er, Ewald von Kleist wurde in Berlin von den Nazis erschossen. Die Schlossruinen dieser Familie im ehemaligen Westpreussen werde ich mir auch zu gegebener Zeit reinziehen. Das sind einige!

So, nun habe ich den Bogen zu
Ostpreußen IX 19.-22.07.2019 - Es wird ernst
gespannt, gezielt und getroffen. :)

Zum Wichertshofer Forst kann ich auch etwas sagen, denn der ist heute eher ein Nutzwald und als ich dort einmal Pilze sammeln war stand ich mitten im Hochwald in 30 cm tiefem Sumpf. Es sah aus wie Wiese, war es aber nicht. Reste einer undurchdringlichen Natur.
Der Herr Oberförster hat mich hier auch gleich angemahnt, mein Auto nicht in einer Waldzufahrt zu parken, denn sonst müsste er es abschleppen lassen. Bin dann langsam zurück und habe umgeparkt. Mit einem deutschen Nummernschild ist es nicht immer einfach. Die Polen parken ja auch in den Wegen und werden sicher nicht abgeschleppt.
Das Vorwerk Schmolainen war des meist verpachtet, so auch Anfang des 20. Jahrh. an die Familie Graw, welche Kaltblüter züchtete und ein Sägewerk betrieb. Die Pächter auf der Postkarte sind schon wieder eine andere Familie. Das Holz für das Sägewerk kam natürlich aus dem 71 Quadratkilometer großen Wichertshofer Forst.
Holz war überhaupt das Handelsgut in Ostpreußen. Der bekannte Oberlandkanal wurde auch wegen des Abtransports des Holzes zum heute versandeten Elbinger Hafen gebaut.
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Die Alle möchte ich gerne auch noch bereisen. Dazu sollte dann ein Kajak ausreichen . Ca. 12 Kilometer fließt sie durch den ehemaligen Forst und es macht bestimmt Laune durch die Wälder zu paddeln. Einfach grandios, wie sich dieser Fluss windet.
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Heute gehört der Palast wieder der Kirche, doch die hat den Besitz erst 1994 zurückbekommen und da nach dem Krieg hier schon eine Staatsgut eingerichtet war, beließ man es auch dabei. Die Kirche verpachtet das gesamte Objekt einer Landwirtschaftsschule, die wieder Pferde züchtet und sich um den Park kümmert.
Der Palast steht wohl schon seit einigen Jahren leer und wenn man genau hinschaut, sieht man Renovierungsbedarf.
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Bis später wieder in
"Ostpreussen" :wink:
Gruß
Rüdiger
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 3. März 2019 05:51

1995 reiste ein Mann mit dem Namen Klaus Bednarz durch Masuren und das ehemalige Ostpreußen.
Bednarz, der auch einer masurischen Familie entstammte, aber in Berlin heranwuchs und 1955 nach Hamburg übersiedelte, war für mich ein Schlüssel zum ehemaligen Ostpreußen.

Wann genau ich die Reisedokumentation "Reise durch Ostpreußen" sah, kann ich nur mit den Jahren 1996 oder 97 eingrenzen.
Durch ein zu kurzes Wochenende, fuhr ich gerade mal nicht Richtung Polen und nahm auf dem Sessel vor dem Fernseher Platz…
…ich drückte die Programme durch und…
…traurig spielte die Bratsche eine sehnsuchtsvolle Melodie und ich war gebannt von der herrlichen, durch Wiesen und Wälder wiederkehrenden Landschaft.
Es lief K. Bednarz`s " Reise durch Ostpreußen" .
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So ziemlich am Anfang seiner Reise kam Bednarz nach Schlodien, dem heutigen Gładysze.
Mensch , dachte ich der Ort ist doch nicht weit von Ignalin/Reimerswalde entfernt.
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Wie es nun mal aber so im Leben spielt, kam ich einfach nicht dazu mir dieses Schloss in Schlodien näher anzusehen.
Es gab Familien- und Kirchenfeste, sowie auch körperlich schwere Arbeit (sammeln von Feldsteinen jeglicher Größe) :lach: in Ignalin, welche mich nicht in die Gegend reisen ließen.
Auf jeden Fall geschah es vor 2004, vor dem Wechsel zum heutigen Besitzer des Schlosses, dass ich Zeit fand mir dieses traurig verfallene Schloss anzusehen.
So wurde auch für mich Schlodien zum ersten unbewohnten ostpreußischen kulturhistorischen Ort meines Lebens(bis auf ein paar Museumsburgen eben :wink: )
Ja auch zu jener Zeit zogen die einzigartigen Wölckchen über diesen Landstrich, standen die Störche wie jedes Jahr auf dem Dach und in den alten Häusern mussten die morschen Türen herhalten. :ja:
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Damals existierte noch kein Plakat am alten Palast der zu Spenden aufrief, dies war mir noch bewusst aus der Zeit.
Auch die Ruine des Pferdestalls mit seinem teilweise erhaltenen Dach, sowie der markanten Durchfahrt zu den Feldern des Anwesens blieben mir in Erinnerung.
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Ich fotografierte noch mit 36mm Kleinbildfilm und die Motive wurden sorgsam ausgesucht.
Ruinen und zig Bilder zu solchen Schlössern gehörten noch nicht dazu.
Die ersten Bilder entstanden 2008. Mein Moped fahrender Bruder war gerade in Ignalin und
von einem Ausflug an die polnischen Ostseeküste schlug ich ihm diesen Halt vor.
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Jetzt konnte man auch den Spendenaufruf am Schloss sehen.

Bis heute (2018) fuhr ich dort einsam oder mit Familie mehrfach vorbei und beobachtete den Verfall.
Urlaub (38).JPG

Bevor ich mit meinem Bruder dort war , durfte mein erster blauer Skoda in Schlodien einfahren.
Ein alter Mann fragte ,wo man so schöne Autos baue.
Sicher in Deutschland sagte er.
Leider daneben geraten, " die werden in der "Tscheschei :wink: gebaut" und nicht in good old germany
Dies geschah zwischen 2000 und 2002, da ich ihn in 2003 verlor.

Genau in dieser Zeit konnte ich noch das schöne Dach des Pferdestalles und die "halbrunde" Ausfahrt zu den Feldern betrachten. Den Turm auf diesem Gebäude gab es zu jener Zeit schon nicht mehr.
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Klaus Bednarz hat nicht nur diese Reise nach Ermland und Masuren wunderschön bebildert, es geht auch weiter Richtung Königsberg und Kuhrische Nehrung mit einer Zusammenfassung und der Frage an die neuen Bewohner.
Was zieht die Menschen , trotz der Vertreibung in ihre damalige Heimat.
Die Antwort muss verschieden sein, doch auch für mich bedeutet
Heimat :, ein Ort wo ich mich wohl fühle.
Ich weiß wo meine Heimat ist.
Bednarz , obwohl schon lange tot, ist mir in schöner Erinnerung im Zusammenhang mit Ostpreußen geblieben.
Das geht hier mit der Geschichte natürlich weiter, aber Stück für Stück :ja: .
Bis dann in "Ostpreußen"
Rüdiger
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 9. Juni 2019 16:22

Manchmal denke ich mir, wie konnte dieser Titel 25 Wochen in der deutschen Hitparade zubringen.
Komponieren kann man ja was man will, aber warum schlug dieses Lied so beim deutschen Publikum ein?

https://www.youtube.com/watch?v=P2r6HPHVgAk :oops:

Am 21.01. 1945 flüchten drei Dohna`s aus Schloss Schlodien. Die Flucht von Euphemia (1924-2008) mit ihrer Mutter Eleonore( eine geb.Eulenburg-Prassen-auch ein bekannter ostpreussischer Stammbaum)und der Schwester Elisabeth(1925-2016) geht viel zu spät Richtung Westen nach Westfalen.
Eleonore zu Dohna (1887-1961) verlässt das Grab ihres vor 9 Jahren gestorbenen Mannes Konrad, die Nähe zum Grab ihres Sohnes Wilhelm-Christoph und die des in Ostpreußen kämpfenden Sohnes Carl-Emanuel.

Die letzten beiden männlichen Eigentümer von Schlodien waren Wilhelm – Christoph(1922-1944) und Carl-Emanuel(1927-1945), die Brüder von Euphemia und Elisabeth.
Wie man sieht, überlebten sie den Zweiten Weltkrieg nicht.
Beide starben 22-und 17 jährig zum Ende des Zweiten Weltkrieges.
Der eine im Juni 1944 an der russischen Front bei Lapitschi (Weißrussland) und der andere in Pillau(Ostpreußen) im März 1945 ebenfalls bei Kampfhandlungen.
Wenn man sich das mal vorstellt… :cry:
Schon ein bitteres Leben für eine Mutter.
Während der Flucht, mussten viele Mütter den Tod ihrer Kinder durch Tiefflieger, die die Leiber der Kleinen zermähten, eisiger Kälte und den darauf folgenden Krankheiten beklagen.
Diese Frauen lebten weiter und nahmen sich nicht reihenweise das Leben, durch den unendlich erfahrenen Schmerz, obwohl es das ja auch gab.
Für sie gab es damals keine Hilfe oder einen Psychologen.
Nach dem Verlust des Ehemannes an der Front oder der Kinder auf der Flucht , ging das Leben nach 1945 weiter. Familien wurden neu gegründet, doch das im Krieg erlebte ließ sich sicher nicht vergessen.
So manche Frau wurde am Herzen hart und schützte sich durch einen Panzer der Gefühlslosigkeit, um nie wieder diesen Schmerz und den Verlust der eigenen Kinder fühlen zu müssen.
Ich weiß, schlecht erklärt. Ich möchte mich aber auch gar nicht in diese Situation rein versetzen müssen.

Ganz sicher war die Frau die ich in unserer Familie kannte nicht gefühlslos, doch herzliche Wärme konnte sie nicht geben.
Das ist ein trauriger Punkt der mir aufgefallen ist und der in unserer Familie manchmal wieder angesprochen wird. :|

Dann steht da also 1967 dieser Junge und schreit den gealterten Frauen dieses Lied entgegen… .
Er trifft und beschädigt mit diesem Lied ganz sicher den Panzer dieser Frauen .
Was Musik anrichten kann, brauche ich ja wohl nicht zu erklären?
Ich habe mich schon früher gefragt, wie so ein "Kinderlied" ,in der BRD so groß rauskommen konnte.

Das sind nur meine Gedanken dazu, muss ja nicht stimmen.

Unterhalb des You Tube Videos fand ich dann noch einen Kommentar , der meinen Gedanken unterstreicht.

"Den Erfolg dieses Liedes muss man auch im Kontext jener Zeit sehen: Millionen von jungen Soldaten kehrten aus dem Krieg nicht zurück, sie alle hatten eine Mutter und vielen von Ihnen war dieses Lied und speziell der Refrain ein Trost. Es wird so viel über das Leid der Opfer auf allen Seiten geschrieben oder gesprochen - das Leid der Mütter aber wird vergessen......"

Weiter geht es weg von meinen Gedanken zu den Fakten.
Das Stammhaus der Dohna war, wie im Beitrag Schlobitten/Slobity schon mal erwähnt, das Haus in Mohrungen/ Morąg .
Der Grund und Boden von Schlodien befand sich schon seit 1643 in dohnaischer Hand.
Hier stand ein einfacher eingeschossiger Bau , der den werten Adligen aber nicht zum hier verweilen ausreichte.
Vererbt wurde dieses weniger ansehnliche Anwesen 1688 an Christoph zu Dohna(1665-1733), dem Bruder des Erbauers von Schloss Schlobitten, Alexander zu Dohna (1661-1728) .
Das Haus in Mohrungen bot noch ausreichend Platz bis dort 1697 ein Brand ausbrach.

Durch dieses Ereignis und seinen gesellschaftlichen Aufstieg war Christoph fast schon gezwungen, ein eigenes repräsentatives Heim zu errichten.
Zu der Zeit wohnte er noch in der Nähe von Schlodien, in dem Ort Groß Quittainen und beauftragte den französischen Architekten Jean de Bodt (das war der nach Holland geflohene Hugenotte)mit dem Entwurf.
Es gibt in Polen dieses Groß Quittainen/Kwitajny Wielkie und Quittainen/Kwitajny. Letzteres gehört aber dem Donhöff`schen Familienverband und hat mit erstem nichts zu tun, außer dass ich dort auch noch vorbei komme und es schnell verwechselt wird.

Ob es nun schon 1700 oder erst 1701 war als man den Bau in Groß Quittainen begann, dazu fand ich keine genaueren Angaben.
Doch schlug der Blitz ,während heftiger Unwetter , hier mehrmals ein, so dass der Bauherr "den Segen Gottes" vermißte .
Der Auftrag wurde storniert , ein anderer Ort gesucht und gefunden.

So begann man 1701 ein zweites Mal mit dem Bau , aber in Schlodien dem heutigen Gładysze.
Mit aller Wahrscheinlichkeit wurde das damalige bestehende Haus in den neuen Bau mit einbezogen.
1704 war dann die Fertigstellung.
Ausgeführt wurde der Entwurf des Jean de Bodt dann von Johann Caspar Hindersin .
Das Schloss, eingebettet in eine ländliche Landschaft zwischen 6 Seen und weiträumigen Park- und Gartenanlagen, erinnert mich an die Idylle (natürlich mit der dazu gehörenden Vorstellungskraft), der französischen Schlösser an der Loire.
Es ist nicht das Schloss speziell, sondern dieses Gesamtkonzept, wo man sehen kann , wessen Vater Kind es ist.

Dieser zweigeschossige und mit einem Mansarddach gedeckte Bau empfing seine Gäste mit einer Wappenkartusche im Dreiecksgiebel an der Frontfassade, welche 2017 eingestürzt ist.
Beim Eintreten in das Treppenhaus des Schlosses wölbte sich eine riesige Kuppel über der Halle.

Die schönen ausgestalteten Innenräume , so wie auch die Vorgabe der Entwürfe für die Kamine (auf einem meiner Bilder von 2008 ist noch einer zu sehen), waren dem Nachfolger Christophs zu zuschreiben.
Carl Florus zu Dohna küsste des öfteren die Muse und er entwarf auch die Gartenanlage von Schlodien.
Umbauten gab es in Schlodien kaum, lediglich 1858 bekam das Schloss einen Anbau/Flügel südöstlich der Anlage.
Dieser wurde als Essenraum im Sommer genutzt oder im Winter für die Zitrusfrüchte als Orangerie.
Eine Geschichten erzählt uns heute noch von der vorzüglichen Apfelsinenmarmelade , die hier hergestellt wurde.
Ohne in Brand geschossen zu werden lebte das Schloss weiter.
Ausgeplündert 1945, ja natürlich.
Von den 250 Gemälden teils holländischer Malerei, überdauerten die Bilder in Allenstein / Olsztyn und Mohrungen/ Morąg ( im Stammhaus).

Nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Schloss als Lager für Getreide, aber auch als Diskothek :roll: musste es herhalten.
1986 wurden bei einem Brand alle Gedanken an eine effiziente Sanierung zunichte gemacht.
Seit 1986 steht das Schloss nun schon als völlig zerstörte Ruine da und ein Besitzerwechsel bahnte sich in den Jahren
nach dem Brand an.

In Schlodien unterscheidet man zwischen Hof- und Wirtschaftsgebäuden.
Zu den Hofgebäuden darf man ohne Zweifel den Marstall/Kutschstall zählen, welchen ich anfangs mit dem Uhrentürmchen nannte.
Ganz sicher bin ich mir nicht in der Zuordnung, doch den nicht mehr existenten zweigeschossigen Küchenbau lege ich auch mal da ab.
Dieses war wahrscheinlich so zerfallen , dass es nach 1945 abgetragen wurde. Ein Küchenhaus war schon ziemlich einmalig in Ostpreussen.
Euphemia berichtete, dass man die Küche separat betrieb, nur um keine Kochgerüche im Schloss zu haben.
Sommer`s wie Winter`s wurden die Speisen in das Schloss getragen.
Das Dienerhaus , welches als Ruine noch steht , ebenfalls ein Hofgebäude.
Euphemia, da steht sie und unterhält sich mit Bednarz. Ob sie sich den Wiederaufbau ihres Heimathauses damals vorstellen konnte?
"Nein, ein Dohna wird hier nicht mehr leben, es ist alles zu endgültig."



Bednarz unterhielt sich 1994/95 mit der hier lebenden Bäuerin, welche ebenfalls eine Vertriebene war.
Sie würde wieder zurück in die alte Heimat gehen , wenn sie dürfte.
Die Deutschen die hier jedes Jahr kamen verstand sie gut, da sich in ihr die gleiche Sehnsucht regte.


Euphemia zu Dohna starb 2008, gut möglich, dass auch die polnische Vertriebene schon nicht mehr lebte, als ich damals nach ihr fragte.
An diesem dem Wirtschaftsgebäuden zugehörigen Haus traf ich 2008 eine andere alte Frau und befragte sie nach den "Protagonisten" des in ca . 94/95 entstandenen Bednarz- Films.
Leider konnte sich diese Dame nicht an das Ereignis erinnern.


10 Jahre später(2018) traf ich hier zwei Damen um die 50 rum und ich erzählte ihnen die Geschichte von Bednarz und der vertriebenen Polin.
"Kannten sie die vertriebene Polin , die im Fernsehen war?"
"Nein"!
Sie hörten sich gerne meine Erzählung an, freuten sich über unsere Verständigung und lachten viel.
Ich werde den Film einfach mal mitnehmen und einen alten DVD Player werden die schon haben.

Natürlich bewegt nicht jeden Menschen was mich bewegt und so bleibt diese vertriebene Polin aus den Bergen eine leider unvollständige Geschichte.
Gern hätte ich auch nur jemanden aus ihrer Familie kennengelernt und darüber gesprochen.

Mal sehen was beim nächsten Mal passiert.
Von 2008 bis 2016 gab es keine besonderen Vorkommnisse !
2017 war ich doch verwundert, die Kellergewölbe waren begehbar und der Anfang eines Blechzaunes war gemacht.
Noch ein paar Bilder zum mich sprachlos machenden Ereignis von 2018
gibt es im dritten und letzten Teil dieser Geschichte.

Ich werde das zügig mit anhängen, denn ich habe den entflohenen Geschichtslehrer wieder eingefangen und in meinen Keller gesperrt :ja: :tongue:

Bis denne in "Ostpreussen"

Rüdiger
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Zuletzt geändert von ETS-Fan am 14. Juni 2019 23:41, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon mz-schrauber » 10. Juni 2019 09:03

Hallo Rüdiger, Danke für Deine sorgfältige Berichtserstattung :zustimm: dass Du das Interessante vor der Vergessenheit bewahrst.

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon Nordlicht » 10. Juni 2019 09:21

Danke...ich habe es mit Freude gelesen..
Gruß Uwe.
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon allgäumz » 10. Juni 2019 16:43

Nordlicht hat geschrieben:Danke...ich habe es mit Freude gelesen..



dito :!:
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 14. Juni 2019 02:18

Zu erst mal ein Danke :wink:
Was hatte ich vergessen.
Der vertriebenen Bäuerin ihr Vater wurde von den Deutschen erschossen.
Vertrieben aus der Heimat, musste sie nun im Land der Mörder ihres Vaters leben.
Gefragt wurde sie natürlich nicht und manchmal weiß man auch nicht was besser gewesen wäre.
Letztes Jahr in Litauen erzählte mir eine dort lebende Polin dies :

Als die Russen in die heute ehemaligen polnischen Gebiete kamen flohen viele Polen schon von allein. Die die etwas Land /Besitz hatten und deswegen auch blieben , wurden von den sowjetischen Befreiern schnell als "Kapitalisten" angesehen und nach Sibirien geschickt.

Ob dies der genaue Grund der Flucht meiner Frau ihrer Großeltern von Ignalin(Litauen)war?
Je länger es her ist , um so ungenauer werden die Antworten der Hinterbliebenen.
Aufschreiben sollte man so was(in jungen Jahren :wink: ).
Wir waren letztes Jahr nur 100 Km entfernt vom litauischen Ignalin, doch niemand in der polnischen Familie wusste noch, wo sich das Haus der Großeltern befunden hat.
Trotz eines Besuches von Vater, Onkel und Großvater meiner Frau nach dem Krieg, konnten sich die zwei Ersteren nicht mehr daran erinnern.
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So stehe ich am 09.06.2018 einem Sonnabend vor diesem Blechzaun.
Soll das ein Verteidigungsgraben werden?
Wohl eher eine Verbindung vom vorderen großen Teich , hinter das Schloss zum Garten.
Mal schauen was das wirklich ergibt.
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Hier der Blick in den Schlosspark/garten.
Ich habe gemerkt, dass ich gar kein Bild von der Gartenseite des Schlosses habe.
IMG_3749.JPG

Eine schöne Aussicht ist was anderes.
Die beiden 50 jährigen Damen die ich hier traf ,sagten, dass die Arbeiter auch am Sonnabend arbeiten und nur zur Mittagspause weg seien.
Warten wollte ich damals nicht, denn auch dieser Bau schreckte mich etwas ab.
Blick vom Park auf das neue Schloss.
IMG_3750.JPG

Hier dachte ich, "kommst du über den Zaun".
Die Bleche sind oben fürchterlich scharfkantig!
IMG_3752.JPG

Ich hinter dem Zaun ,die Hände hoch mit der Kamera, sehe nichts und versuche die Baustelle einigermaßen einzufangen.
So ist es nun einmal, der Keller wurde geöffnet und noch für erhaltenswert eingestuft.
Die gesamten noch in 2017 zu sehenden Mauern wurden abgetragen und es wurden beim Neubau auch nur neue Ziegel verwendet.
Wenn die jetzt glauben ,dieses Gebäude hat eine Geschichte, dann glauben die auch an Geister(ist auf dem Lande schon mal üblich :ja: )
Der einzige Geist dieses Hauses kann nur noch aus dem Keller steigen, denn der ist ja schon sicher 319 Jahre alt. :wink:
Auch wenn es mir gefällt, hier an diesem Ort , diese Schlossanlage wieder zu sehen,
ich finde es scheixxe.
Ich weiß auch :ja: , dass meine "MZ-Restaurationen" nicht jedem passen, doch ich versuche zumindest die originalen Teile zusammen zu suchen und dann ein blink, blink Motorrad zu schaffen ;D .
(Sicht vom Park/Garten )
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Von der Frontfassade wäre dies der rechte Giebel.
IMG_3757.JPG

Frontfassade und werdender rechter Giebel.
IMG_3761.JPG

Ach da widme ich mich lieber dem alten Marstall.
IMG_3754.JPG

Dächer gibt es hier auch nicht mehr.
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Übrigens soll die gesamte Anlage wieder aufgebaut werden. Was heißt,:
1= 1858 einmaliger Anbau, die Orangerie, der Essensaal im Winter (und natürlich das Schloss)
2= der Küchenbau
3= das Dienerhaus
4= der Marstall/Kutschstall
Die Arbeiten werden sich über zwei Jahre ziehen ,so wie ich erfahren habe.
IMG_1330 1.JPG

IMG_1337.JPG

Wenn wir keine andere haben, nehmen wir eben diese Gartenansicht :wink:
IMG_1336.JPG

Weiter mit dem Marstall.
IMG_3756.JPG

IMG_3758.JPG

Welch mit Pferdeduft durchtränktes eicherne Tor trugst du... :wink:
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Das hat mich doch etwas runter gezogen an diesem Tag.
Das neue nichtssagende und das alte Leere.
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So da wären wir wieder am Neubau.
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Dies ist der ..., die Ausgrabung des Teiches vor der Frontfassade des Schlosses.
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Die dazu gehörenden Reste ... .
IMG_3773.JPG

Rechts das Dienerhaus , links der linke Giebel von der Frontfassade des Schlosses gesehen.
Ja nu eigentlich der Anbau von 1858 oder besser der von 2018.
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Die Betonplatten gab es 2017 noch nicht.
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Dienerhaus rechts 2018
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Heute kommt wahrscheinlich doch niemand mehr,
denn ich bin ca. eine Stunde hier.
IMG_3779.JPG

Die vielen schmalen Bögen in der Front gefallen mir, obwohl sie nicht....
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Bin ich wieder an dem Wirtschaftshaus, wo ich die alten Damen traf.
Dieses Gebäude gehörte zwar zum Schloss, doch die verzwickten Eigentumsrechte werden es sicher verfallen lassen.
Vor einer Weile stand eine Wohnung in diesem Haus hier zum Verkauf.
Da die Polen in der ganzen Welt zu Hause sind,kann man diesen Eigentumserweb fast schon vergessen.
Es fehlt bei solchen Verkäufen immer eine Unterschrift.
Die Quoten lohnen sich nicht, um aus Amerika nach Hause zu kommen. :wink:
und Grundstücke zu verkaufen.
Anders sieht es in den Industriestädten aus.
Da steigen die Preise und da lohnt sich eine Überfahrt von Amerika.
Ich habe noch ca. 10 Bilder, doch ich beende hier heute.
So habe ich die Möglichkeit in einem vierten Beitrag noch einige Veränderungen des Schlosses in der Zukunft zu zeigen.(Momentan sind es schon ca. 30 Bilder/40 sind es maximal)

IMG_3781.JPG

Wie gehabt bis dann in
"Ostpreußen"

Rüdiger
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon EmmasPapa » 14. Juni 2019 14:41

Hallo Rüdiger,

das ist schon ein gewaltiger Aufwand, den Du hier betreibst und uns daran teilhaben lässt. Vielen Dank dafür. Ganz große Klasse! :top:


ETS-Fan hat geschrieben:..........
Auch wenn es mir gefällt, hier an diesem Ort , diese Schlossanlage wieder zu sehen,
ich finde es scheixxe.
Ich weiß auch :ja: , dass meine "MZ-Restaurationen" nicht jedem passen, doch ich versuche zumindest die originalen Teile zusammen zu suchen und dann ein blink, blink Motorrad zu schaffen ;D .
....


Mir geht das so, wenn ich heute durch Potsdam fahre. Dieser Neubau des Stadtschlosses, nee, das ist so gar nicht meins.... eine seelenlose Hülle....nicht mal für einige "Restgeister" aus dem Keller reicht das.
Grüße

Frank

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon Klaus P. » 14. Juni 2019 14:59

Ist doch schön, dass dir die beiden Damen sagten, dass die Arbeiter auch am Sonnabend arbeiten !

Fast wie am Anfang 18. Jahrhundert, da waren es wahrscheinlich auch so arme Schweine wie heute die in den Schlachthöfen/Fleischfabriken
aus BG-H-RO-SK kommen.

Schon mal Gedanken darüber verloren wie die vielen "von" zu ihren Gütern gekommen sind ?
Hier wurde der Prinz zu Sayn Wittgenstein mal danach gefragt im Radio.
Die Antwort von ihm war kurz: Auf Grund der Autorität.
Und die Klöster ?

Schönes WE

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 14. Juni 2019 21:32

Klaus, ich muss Samstags und Sonntag auch arbeiten, natürlich mit entsprechenden Zeitausgleich in der Woche.
Als kleines zusätzliches Dankeschön gibt es 0,65 € am Sonnabend und 4,60 € am Sonntag pro Stunde.
So mach ich gerne Sonntags noch Zusatzschicht, um schönere Zahlen auf dem Lohnzettel zu sehen.
Wie die das dort gerade halten am Bau , weiß ich nicht.

Wie die zu ihren Gütern gekommen sind?

Schau dir deren Geschichte an wo sie herkommen und wo sie vor 1945 standen.
Als Kreuzritter mit Gewalt die heidnischen Pruzzen vertrieben.Selbst sind die Dohna auch von ihren sächsischen Gütern vertrieben worden.
Dann im modernen Staat Preußen haben sie hohe Ämter bekleidet.
Ich weiß um der Ungerechtigkeit, doch das Rad der Geschichte drehe ich sicher nicht zurück.
Und die neuen Besitzer? Das war ja mal alles Volkseigentum und wie da in der polnischen Privatisierung zu deren Wendezeit gemauschelt wurde möchte ich gar nicht wissen.
Mit zu hundert Prozent ,sind da Bestechungsgelder geflossen ,wenn man günstig an ein altes Schloss kommen wollte.
Bis hier heute hat sich leider noch keine Änderung des Menschen aufgezeigt.
Ich zeig euch die alten Gemäuer und da gibt es eben auch eine menschliche Geschichte dazu.
Manchmal ist die positiv und manchmal negativ.
Gruß
Rüdiger

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon Klaus P. » 14. Juni 2019 22:24

Rüdiger dann sind wir uns in der Ansicht ja ziemlich nahe, das freut mich schon.

Gruß Klaus

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 18. Juni 2019 05:33

Am Sonnabend bekommt das Schloss noch Besuch aus Płock und Warschau.
Drei Männer aus Płock und eine Warschauerin (Warszawianka :wink: ) kommen ,um die Schlossruine zu besichtigen.
Etwas "schämt" sich das Mädchen , als sie mir ihre Herkunft Preis gibt.
Warum,frage ich und erzähle ihr, dass meine Schwägerin auch eine Warschauerin ist.
Keine Ahnung , warum die sich so benommen hat .
Ist es nicht "schick" zur Zeit aus Warschau zu kommen?
Sie bemerken , dass sie zu spät sind und ich hätte ihnen , wenn ich dabei gehabt hätte, meine Bilder von 2008 gezeigt.
Nun ja das Internet ist voll mit Aufnahmen von der damaligen Ruine.
IMG_3775.JPG

IMG_3776.JPG

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Wir unterhalten uns vielleicht 20 Minuten, wo ich ihnen mein bisheriges Wissen zu der Ruine erzähle.
Dem neuen Gebäude schenken sie keine Minute :!:
Sie wollten dann weiter zu einem industriellen Denkmal .
Der Oberländische Kanal mit seinen 5 geneigten Ebenen an verschiedenen Orten war es aber nicht.
Schade , mein Polnisch reichte dafür nicht aus.
Ein Blick zurück und ich fahre mit den Polen einige Kilometer , um dann einen Abstecher Richtung Schlobitten/Slobity zu machen.
An diesem Sonnabend im Juni 2018 knüpfe ich beim übernächsten Mal auch an. :ja:
Vorher kommt noch ein "Special" :wink:
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Hier die ehemalige Schmiede von Schlodien.
IMG_3784.JPG

Da fahren sie ...
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Mein Weg nach Schlobitten....
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Dann am 19.07.2018 mit der Harley nach "Ostpreußen" gerauscht.
Wolfschanzentreffen 2018.
Es war schon beeindruckend , nach 17 Jahren mal wieder mit dieser Maschine da "hoch" zu wandern.
Familie , Frau und Kinder wollten und konnten die Jahre auf dem Motorrad auch einfach nicht mit....
Früher(bei mir) , ab dem Jahr 1993 musste man in Polen in jeder Ortschaft die Kinder und Jugendlichen grüßen.
Von weitem hörte man die offene Fishtail - Auspuffanlage
und was besseres , als auf den Moped-Fahrer zu warten hatten die auch nicht zu tun. :)
Heute ist da aber Ruhe angesagt.
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Früher war ich mit der unterwegs,
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Nun gab es im Juli schon wieder eine kleine Veränderung.
Die Tafeln waren neu.
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Ich frage einen Bauarbeiter , ob ich reinkommen darf und er meinte, "nur zu"!
Der Typ auf dem Dach mit der Warnweste rief mir aber zu , dass ich das Gelände verlassen soll.
Schnell noch zum Keller und ein Bild geknipst.
Es sind die alten Mauern die da zu sehen sind.
Geschrieben hatte ich es ja schon.
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Von der Frontfassade der linke Giebel.
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Ende August gibt es dann wieder neue Bilder,
oder wer Lust hat kann ja auch selber mal daran vorbei fahren. :wink:
Bis denne in
"Ostpreußen"

Rüdiger

(Hatte den Beitrag noch nicht ganz fertig heute morgen, aber das Hochladen war wieder mal grausam. Um den Beitrag nicht noch mal anfangen zu müssen, habe ich den unfertig "gerettet" und abgeschickt ;D )
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 30. Juni 2019 15:40

Tief im Forst in östlicher Richtung der Rastenburg suhlte und rüsselte sich ein Keiler durch die schon aufgerissene Erde einer Lichtung. Die Lichtung war gesäumt mit Eichen, so das dass Tier mit seinem feinem Geruchssinn hin und wieder eine Eichel vom Vorjahr aus dem Boden grub.

Den Bauern aus dem Dorfe Görlitz(heute Gierłoż) war der Keiler ein Graus, da er in den Feldern zum angrenzenden Wald ebenfalls sein Unwesen trieb. Es war ein riesiges Exemplar und voller Furcht nannten die Einheimischen ihn ehrfurchtsvoll „GröSchaZ“(Größtes Schwein aller Zeiten).
Die vormittags Sonne des 20. Juli 1353 glitzerte durch die vom Wind gestreichelten Bäume. Da brach das Tier durch unsichtbare Hand schmerzhaft aufgrunzend und getroffen zusammen.

„GröSchaZ“ hörte die herannahenden Jäger nicht mehr, denn der Bolzen der Armbrust war wohl gezielt, in das Herz des riesigen Tieres gedrungen.
Die Jäger des Deutschen Ordens weideten das Tier gekonnt aus und alsbald ging es auf den Rückmarsch zur ihrer Jagdhütte, welche sich unweit befand.

Ein rechter Schmaus für die Ritter sollte dieses Fleisch nicht sein und so kam es dazu, dass die Bauern eine zweifelhaft nette Zuwendung ihrer Obrigkeit auf dem sonst kargen bäuerlichen Speiseplan erhielten.
Um einen einigermaßen erträglichen Geschmack herbei zu führen, hätten die Jäger dem Keiler einige Wochen oder Monate vorher die Eier(Hoden) wegschießen müssen, was aber den Keiler wohl, zu einer "rasenden Wildsau" und für die Bauern zu einem unkontrollierbaren Risiko auf den Feldern hätte werden lassen.

Der Ordensritter und Komtur Wolfgang von Sauer ließ an dem heutigen Orte Görlitz/Gierłoż etwa 6 km östlich der Rastenburg/Kętrzyn ein hölzernes Jagdhaus errichten, welches sich zu jener Zeit in einem sumpfigen, mit Seen durchzogenen Gebiet befand.
Der Zweck dieser Hütte war es, dass sich die Jäger hier aufhalten und auf die Jagd vorbereiten konnten, um die Besatzung der Rastenburg mit Wild zu versorgen.
Gleichzeitig wurde auch 1353 die Gründung des Dorfes Görlitz vorangetrieben, welches am Anfang und zugegeben auch heute noch ein sehr kleines Dorf gewesen und geblieben ist.
Im Jahr 1434 kaufte die Stadt Rastenburg ein großes Waldgebiet am Rande der östlichen Stadtgrenze dazu, um es bis 1945 zu halten.

Der Wald galt als Lebens- und Erholungsraum für Mensch und Tier. So waren Ausflüge der Rastenburger in den Stadtwald, zwischen den beiden Weltkriegen, ein sehr beliebtes Ziel.
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Von einem kleinen Gut am Stadtwaldrand hörte man erst im 19.Jh. und auch über dessen frühere Geschichte weiß man so gut wie nichts.
Ca. 100 ha Land bewirtschaftete die Familie Normann dort Ende des 19.Jh., von welcher auch die Stadt Rastenburg das Gut erwarb, um es 1912 an den gerade in das Amt des Landrates gekommenen Dodo Freiherr zu Innhausen und Knyphausen zu übergeben.
Dodo erwarb dann 1913 das Gut von der Stadt Rastenburg und mit Sicherheit fand er ein sanierungsbedürftiges Herrenhaus vor, welches die Familie Normann verlassen hatte.
Ihm schwebte aber sowieso etwas anderes vor. Das gesamte Gut lag ja an dem schönen Zeiser See und so wurde das ehemalige Herrenhaus der Normann`s umgebaut.
Ja, aber nicht für Dodo und seine Familie, sondern für seine Landarbeiter.
Das Herrenhaus muss sich in einem ziemlich runter gekommenen Zustand befunden haben, so dass Herr zu Inn- und Knyphausen es umbauen ließ. Das ursprüngliche Haus der Normann`s ist heute nicht mehr erhalten, vielleicht aber der Standort an dem sich Gutshaus Nr.2 befindet.
Diese Frage gebe ich mal an die Schanzenfahrer 2019 weiter.
Fragt mal , wo sich dieses erste umgebaute Haus befunden haben soll und ob es sogar Nr. 2 ist.

Der Herr Dodo hatte genügend Geld, um sich 1913 ein neues Haus bauen zu lassen, welches heute so schön auf einer Anhöhe am Zeiser See steht.
Es besitzt ein Mansarddach und die Vorder- und Gartenfronten sind mit Mittelrisaliten hervorgehoben. Eine ovale und vorstehende Veranda lädt zum Blick in den Garten/Park ein.
Bis 1945 lebte Dodo mit seiner Familie hier, auch als er 1934 das Amt des Landrates wieder verlor.
1940 gab es in diesem Wald "leichte Bauaktivitäten". Die Chemiefirma Askania baute hier einen Standort mit Gleisanschluss auf.
Zumindest dachten die Leute aus dem Dorf Görlitzund der nahen Stadt Rastenburg so, obwohl sich die Görlitzer wunderten, dass sie nicht mehr zu ihrem alten Friedhof konnten, da der nach den Bauaktivitäten in einem Sperrgürtel lag.
(Bilder vom Friedhof muss ich mal suchen...,
oder hat jemand welche?
Meine sind glaube ich nur auf Fotopapier)
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Hätten die Jäger des Ordens geahnt, welches Schwein, mit sogar ähnlich klingendem Spitznamen, zwischen 1940 und 44 diesen Wald unsicher machte, sie hätten wahrscheinlich die Arbalest mit der „GröSchaZ“ erlegt wurde in alter Ordenstradition weiter gereicht, um das Schwein „GröFaZ“ dereinst mit einem Bolzen zu beglücken :wink: .
Gut Görlitz wurde während des Zweiten Weltkieges nicht zerstört und beherbergt heute eine sanierte Pension
Falsch ist aber der Ausdruck "Eva Braun Haus".
Die "Olle" weilte hier überhaupt nicht .
Wer sucht , der findet...
Bis denne in
"Ostpreußen"
Gruß
Rüdiger
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;D
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Zuletzt geändert von ETS-Fan am 30. Juni 2019 16:56, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon Marwin87 » 30. Juni 2019 16:16

Wieder einmal sehr schön :gut:
++Aus technischen Gründen befindet sich meine Signatur auf der Rückseite meines Beitrags++
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Beitragvon ETS-Fan » 6. Juli 2019 03:14

Ich weiß, es ist fünf vor zwölf.
Doch die Bilder auf der externen versauern lassen wollt`ich auch nicht.
Und außerdem :| hat jemand voreilig :lach: diesen Fred zu gemacht.
viewtopic.php?f=119&t=79860&p=1685604#p1685604
Hab geduldig gewartet, bis dann zu war :coffee: .
Naja, hier meine Eindrücke und Bilder vom Juli 2018.


Am Morgen des 19. 07. 2018 bin ich um 03:30 Uhr vom Wecker geweckt worden.
Stört mich auch überhaupt nicht , wenn es bitte nicht zur Arbeit geht :ja: .
Ich sag mir immer, der frühe Vogel kann mich mal.
Ziemlich genau 04:00 Uhr starte ich die Harley Davidson.
Gewohnte 1200 Kilometer fahren sich ganz anders , wenn man sie kennt.
Die MZ 250 wartet schon bei Schwiegermutter in der Garage.
Es ist trocken und um die 18 Grad warm. Ich gleite mit 110 Km/h über die Autobahn und befinde mich nach 6 Stunden an der polnischen Grenze.
Ich erhöhte das Tempo nur , wenn ich merkte , dass es bis 10:00 Uhr an die Grenze nicht reichen würde.
Mehr wollt ich nicht, zum Todfahren reicht nämlich auch das. :wink:
Pünktlich an der Grenze setzt ein warmer Nieselregen ein, er begleitet mich die nächsten 300 Kilometer.
Dieses Phänomen tauchte in den vielen Jahren meiner Polenreisen immer wieder auf.
Entweder regnete es bis an die Grenze von Görlitz/Zgorzelec und danach war Schluss mit Regen oder eben wie heute , dass es an der Grenze anfing mit Regen. :nixweiss:
In Polen plane ich 1,5 Stunden für 100 Kilometer ein. Bei dem Regen schaffe ich das nicht!
Nach 70 Kilometern war ich am Überlegen, ob ich die Regenkombi überziehe oder nicht.
Dann mal drauf das Teil :wink:
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Es war ein übles Fahren im Regen, der Reifen kann fast nix.
Losfahren und er schmiert weg, überholen und der Reifen will seitlich weg. :|
Dafür hält er lange :ja: :wink:
Hier bin ich schon hinter Ostróda/Osterode. Ich fahre im Sommer gerne diese Abkürzung Richtung Dobre Miasto/Guttstadt und weiter nach Heilsberg.
Auf 50 Kilometern bis Guttstadt kommen einem keine zehn Autos entgegen.
Im Winter wird hier zu aller Letzt gestreut, darum geht es dann immer über Olzstyn/Allenstein nach Guttstadt und Heilsberg.
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Ich hätte das Bild auch ohne Leitplanke machen können...
Immer wenn ich auf der Heimfahrt hier vobei kam , gab es einen fürchterlichen Schlag.
Ich schaute eigentlich immer versonnen auf das rechts liegende Biotop und das grausige Schlagloch grüßte mich , wie jedes Jahr. :evil:
Über mich geflucht , habe ich dann wie jedes Jahr.

Die Leitplanke zeigt , dass endlich etwas gemacht wurde.
Trotzdem bleibt diese Piste für Motorradfahrer ziemlich unzumutbar.
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Ich gase durch die Orte , fast ohne ein Gehör,
ich freu` mich aufrichtig, dass ich niemanden stör.
"Das war mein zweitbester Sommer , ich schlürf`ihn aus bis zum letzten Zug...
....ich will das alles hier haben und bekomme doch nie genug."
Ein Bild über den Lenker der Harley sieht nicht so geil aus, wie über den einer MZ.
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Die Emme steht in Ignalin und startet am 20. 07. 2018 etwas unwillig.
Für den 20. habe ich einige Ziele , sie werden gnadenlos abgearbeitet :)
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Morgen geht es weiter, ja nich so wie abgesprochen :nein: :lach:
Gruß
Rüdiger
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon Dominik » 6. Juli 2019 06:36

Hallo ETS-Fan,

ich muss und möchte unbedingt auf deinen Thread antworten, um diesen nicht aus den Augen zu verlieren. 23. September 2017 – hier bin ich stehengeblieben und muss nun unterbrechen. Ein schöner Reisebericht, in der Tat! Ich werde mir den Rest auch noch durchlesen und anschauen. Das macht Lust, sich auf die MZ-Räder zu schwingen.... :mrgreen:

Ein schönes Wochenende dir und bis bald

Domi
Last special motorcycle topic of Werkstatt Coexistentia:
Berliner Hinterhofkohlenkellermieze, Kolchosetraktoristin und Heldin der Arbeit: 207.282 Kilometer mit einer MZ TS 250 von 1973.
15.12.2007 - 29.03.2018, 365 Tage im Jahr. Nicht nur für Kosmonauten. MZ - keine kann´s besser!

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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 7. Juli 2019 04:18

Wer genauer wissen möchte was es in Woplauken/Wopławki zu erkunden gab, muss sich noch etwas gedulden.
Ich würde ja vorschlagen , du Dominik fährst mit der roten TS 250 und ich mit einer gelben ETS 250 im Juli zur Wolfsschanze ,
doch leider habe ich noch kein verbindliches Frei seitens meines Arbeitgebers.
Da könnten wir doch sicher über 2600 Kilometer an diesem Wochenende machen :wink: .
Solche Tour einmal im Jahr wären deiner roten TS doch gut bekommen. :ja:

So sah die Tour zum Zeltplatz in Görlitz/Gierłoż(Wolfsschanze) aus.
Von Ignalin nach Schlodien/Gładysze über Orneta/Wormditt, zurück nach Heilsberg/Lidzbark Warminski und dann Richtung Eichmedien / Nakomiady.
In Nakomiady bin ich unverrichteter Dinge weitergezogen, denn das "Haus", welches ich suchte fand ich nicht.
Ein zweiter Anlauf wird nötig sein.
Opera Momentaufnahme_2019-07-07_012156_www.google.de.png

Weiter geht es nach Woplauken/Wopławki, auch einem ehemaligen Schlachtfeld der Ordensritter gegen die Litauer.
Hier steht noch ein Gutshaus und mit dem Nachbar dieser Anlage ,Zbigniew konnte ich mich gut unterhalten.
Dazu später mehr.
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Schön einsam heute noch...
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... einen Tag später war alles voll mit Touries ;D
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Ich wollt`aber noch ein Stück nördlicher, nämlich nach Skierki/Wehlack.
Es gibt recht wenige Informationen zu diesem Gut, ein zweiter Besuch und Gespräche mit den Bewohnern werden folgen.
Ich habe schon total interessierte Bewohner solcher alten Gutshäuser getroffen, die ergreift das Thema genau wie mich :wink: .
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Zurück zur Rastenburg und und weiter zum Zeltplatz in Gierłoż.
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Glück gehabt , das Zelt steht noch.
IMG_4649.JPG

"ETZ -Treiber" aus dem Forum war vor Ort und erzählte mir vom Gewitter.
Mit Familie machte er Urlaub in Polen im Wohnmobil.
Bis zur Ankunft der mir fremden und weitgereisten Männer war er mein Gesprächspartner.

Bis später in
"Ostpreußen" :wink:
Gruß
Rüdiger
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon Lorchen » 7. Juli 2019 09:35

Das letzte Bild kenne ich. :lach: Dieses Mal liegen deine Bilder ganz in der Nähe der Wolfsschanze. Da muß ich in 2 Wochen unbedingt mal hin. :ja:
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 8. Juli 2019 04:33

Echt jetzt, du bist am 20. Juli diesen Jahres, genau da wo ich vor einem Jahr war?
Das sind ja mal Zufälle :ja:
Soll ich dir noch ein paar Sehenswürdigkeiten verkaufen?
Du musst dir unbedingt die gesprengte Bunkeranlage des "Führers" ansehen, einach genial dieser Bauschutt.
Jeder Stein dort, atmet das Wort "Diktatur" ein und aus.
Wenn du das erste mal dort bist , kannst du hier ein paar meiner Eindrücke und unserer Ziele vom letzten Jahr lesen und betrachten... :irre: :versteck:


Bevor ich es vergesse, eines der schönsten Rathäuser "Ostpreußens" steht in Rastenburg/Kętrzyn. Zu der Rastenburg hätte ich auch noch einen Bericht, aber nicht alles auf einmal :wink: .
IMG_4342.JPG

Hier fühlt sich Mensch und Storch noch wohl.
IMG_4345.JPG

Es dämmert wohl gerade, da treffen die ersten Schanzenfahrer ein. Alle aus C, dem Nummernschild nach zu beurteilen.
Mit wem kam "mz-schrauber"?
Es dauert vielleicht ne halbe Stunde da sind auch "smokiebrandy" und "stoppel68" eingetroffen.
Ja , wo bleiben meine Zeltnachbarn Achim und Marianne?
Ich hatte erst kurz vorher umdisponiert und wollte am 19. gleich ganz durch.
Normal war der 20. als Hinfahrt eingeplant.
Hätte ich bei dieser Tour, um eurer beiden Gemütszustand gewußt, wären wir zusammen am 19. losgefahren und am 20. angekommen.
Die Jugend kann sich halt nett immer in das Alter neinversetzen.
Ich dachte aber schon, der/die Achim /Marianne rockt das. :oops:
Vielleicht klappt es doch noch einmal zusammen Richtung Osten, ihr beiden Abenteurer :ja:
Nun , manchmal hat man eben auch "die Schnauze voll".


Ich 6 Mopeds zähle,
es fehlt eines von Herrn Ehle!
IMG_4351.JPG

Es werden mitgebrachte und einheimische Getränke serviert.
IMG_4347.JPG

Hinten rechts neben "mz-schrauber"(Christian) bekamen wir Partyzuwachs.
Alex aus Berlin war mit seiner mexikanischen Ehefrau auf Hochzeitsreise im Baltikum.
Abschluss war in Masuren. :zustimm:
IMG_4348.JPG

IMG_4349.JPG

IMG_4354.JPG

02:46 Uhr am 21.07.018 waren die Getränke alle , irgend wer rief einen Lieferservice.
02:47 Uhr wurde prompt geliefert :biggthumpup:
IMG_4355.JPG

Am nächsten(also heute :oops: ) Morgen war eine Tour ausgemacht.
"ETZ-Treiber" verabschiedete sich sehr früh mit einem Ruf in mein Zelt und danach lärmte es auch schon wieder :wink: .
Alle die gestern(Heute :oops: ) noch ziemlich lang gesessen hatten durften ausschlafen.
Nur ich nicht!
(jetzt gäbe es die Möglichkeit(Bild) dies zu widerlegen :wink: )
Gut , dann mal fertig machen.
IMG_4356.JPG

Dann fahren wir doch noch mal nach Woplauken...
IMG_4372.JPG

Warum steht dieses Haus schon fast 10 Jahre(so Zbignjew)mit angefangener Sanierung da?
Es schaltet sich auch in Polen ein Denkmalamt ein , wenn etwas schief läuft.
"der janne" meinte die tragenden 36 er Wände würden die schwere Betondecke nicht halten, was aber nach so vielen Jahren widerlegt wäre ;D .
IMG_4219.JPG

Als wir Woplauken verließen , präsentierte sich meine Emme ohne Tankdeckel.
Das gute Stück für 30,- Euro :cry: .
Gemeinsam suchten alle die Straße ab und ich dachte nicht im Traum daran...
"janne" dein Einsatz/Bild bitte.
Kann dauern, ich schicke ihm eine PN.
IMG_4365.JPG


Für heute war es das mit "Ostpreußen",
bis denne.
Gruß
Rüdiger
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon der janne » 8. Juli 2019 07:13

Das war eine Aktion...Tankdeckel weg :-)

Auf dem Rückweg fuhr alles ganz langsam...Der eine links...Der andere rechts....alle suchen nach dem Teil im Schritt-Tempo....

-- Hinzugefügt: 8/7/2019, 08:24 --

Ich weiss gar nicht mehr wer plötzlich auf dem weg die schwarze Tankdeckeldichtung fand...Mz-Schrauber?

Und als nächstes sehen sie einen glücklichen Rüdiger :-) :-)
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 14. Juli 2019 04:35

Danke "janne" für die schnelle Antwort :ja:
Ich war dann doch gestern bis heute länger beschäftigt, da weiß ich dann immer nicht ,ob ich den Beitrag fertig bekomme oder nicht :wink:
In der Woche gibt es kaum Zeit, außer man ist diszipliniert, aber das bin ich nie :lach: .
Von Freitag auf Samstag ging es in die letzte Nachtschicht und nach dem Schlaf wieder auf Tour für den zweiten Brötchengeber.
21:10 war ich fertig und habe überlegt, was als erstes tun?
Schrauben oder Schreiben(Tippen) :wink:
Es geht voran so mag ich das. Zwar gab es gestern oder heute fast einen Kabelbrand aber ich hab es zeitig genug gesehen.
Mensch waren die Kabel heiß, hab beim Stecken der Elektrik die Zündung nicht aus geschaltet. Irgendwie sind wohl die Enden vom Maschinenkabel zusammen getroffen, da der Motor noch nicht drin war. :roll:
Batterie war auch noch dran, sonst mach`ich das nie.
Alles gut und die Elektrik funktioniert noch.
Noch ein paar Handgriffe und sie ist fertig, Tüv läuft nächsten Monat ab.
IMG_0638[1].JPG


Weiter geht`s.
Für mich wurde es jetzt interessant, denn die Bunkeranlage im Mauerwald kannte ich noch nicht.
Die Fahrt dahin, neben den sumpfigen Landschaften an der Strasse mochte ich sehr .
Kurz nach der Errichtung der Wolfsschanze begann 1941 auch der Aufbau dieser Bunkeranlage.
Die Firma "Askania"sollte auch hier eine falsche Spur legen.
IMG_4367.JPG

IMG_4368.JPG

Alex und seine mexikanische Braut.
IMG_4371.JPG

So muss das in Masuren sein,
immer wieder Seen neben der Straße.
IMG_4373.JPG

IMG_4374.JPG

War das nicht schön Jung`s ?
Ich würde zwar niemals mit kurzen Hosen...
IMG_4375.JPG

30 ,aber nicht für uns
IMG_4376.JPG

IMG_4377.JPG

Die ostpreußischen Wölkchen sind doch für alles gut.
Von rechts nach links gelesen...
https://de.wikipedia.org/wiki/UI
IMG_4380.JPG

Weiter auf Alleen ging es...
IMG_4381.JPG

IMG_4383.JPG

IMG_4385.JPG

... dem Ziel entgegen.
IMG_4387.JPG

Ja mit so was kann man noch unterwegs sein.
IMG_4388.JPG

Echte Motorräder.
IMG_4389.JPG

IMG_4390.JPG

Die wußten zwar nicht, wie wir hergekommen sind, wollten aber gleich eine Parkgebühr zum Eintrittspreis erheben.
Nöö, wir sind gelaufen, nach dem ich meinen Helm in die Ecke feuern wollte ;D
IMG_4391.JPG

IMG_4392.JPG




Die Innenansicht dieser Anlage erspare ich euch mal, ziemlich einfältig das Ganze.
Also wieder raus.
IMG_4426.JPG


Aber richtig fertig und alles gesehen hatten wir hier auch nicht.
So ging es ein, zwei Kilometer weiter an einer Straße am Mauerwald.
Ich hoffe ich beende beim nächsten Mal.
Bis denne in
"Ostpreußen"
Gruß
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon Lorchen » 14. Juli 2019 09:03

Ja ja, das U-Boot... :stumm: :lach: :lach: :lach:
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 14. Juli 2019 16:46

Am U-Boot waren wir noch gar nicht , aber gleich :lach: .
Manches war aber auch einfach zu dämlich...
(Wenn ich an dem Bild was wegradieren muss, sagt bescheid :nixweiss: )
IMG_4423.JPG

Also raus aus den zwei Bunkern mit dem unterirdischen Gang und durch den Mauerwald zum "U-Boot-Museum oder besser Stalingrad-Museum".
Dort steht auch ein Turm , um den Wald von oben betrachten zu können :wink:
Warum ein U-Boot Museum hier?
Tja, es wurde nach dem Krieg vermutet, dass hier von den Deutschen U-Boote gebaut werden sollten.
Anschließend durfte dann der Transport über den nicht fertig gestellten Masurischen Kanal, sowie der riesigen Schleuse Fürstenau (Śluza Leśniewo Górne) gehen .
IMG_4393.JPG

IMG_4447.JPG

IMG_4448.JPG

Allerlei Kriegsspittel gab es zu sehen.

So was...
IMG_4470.JPG

...kommt von so was :roll: .
IMG_4467.JPG

Rüdiger mit russischer PPSch 41(pe-pe-scha)
Hätte nicht gedacht, dass die so schwer ist, ungeladen 3,63 Kg.
Alex mit englischer Sten -Maschinenpistole.
IMG_4469.JPG


Nicht doch lass... :shock:
IMG_4478.JPG

Die Geheimwaffen des Dritten Reiches.
Ich fand sie am Abend aber noch in den Bunkerresten der Wolfsschanze :ja: .
IMG_4481.JPG

Das Boot :roll:
Wer schon mal in Laboe in U 995 war der kann hier nur noch ...:lach:
IMG_4484.JPG

IMG_4489.JPG

Das Bernsteinzimmer in Nachbauschrottmanier gab es auch :wink: .
IMG_4505.JPG

IMG_4529.JPG

Nein, das ist mir heute zu heiß.
IMG_4530.JPG

Hier steige ich schon noch drauf
und dann kommt auch natürlich die Frage der Fragen, wer hat das größte... :oops:
IMG_4532.JPG

Weiter geht`s, zum Mittagessen und anschließendem erneuten Bunkerbesuch.
IMG_4533.JPG

IMG_4534.JPG

IMG_4535.JPG

IMG_4536.JPG

Diese Feuchtbiotope sehen immer wieder schön aus..
IMG_4537.JPG

IMG_4543.JPG

IMG_4545.JPG

Die nette, mit Tätowierungen verzierte junge Küchendame fragte mich doch wirklich , "Seid ihr dumm ?
Kommt extra hier her und wollt`Fleisch essen,hier probiert man den Fisch!"
Danach haben die meisten Fisch bestellt.
Freche kleine Göre :ja:
IMG_4548.JPG

Nach dem Essen verabschiedeten wir uns von dem jungen Brautpaar.
Jetzt sind es nur noch vier Motorräder.
IMG_4551.JPG

IMG_4554.JPG

Kurze Diskussion, wohin es weiter geht.
Die Bunkeranlage des OKH im Mauerwal besteht ja aus noch 30 intakten Gebäuden, alle hatten wir nicht gesehen
und den Mauersee auch noch nicht.
Wir fahren zu einer anderen Stelle am Straßenrand und begeben uns in das Dickicht des Waldes.
IMG_4558.JPG

IMG_4565.JPG

IMG_4577.JPG

IMG_4583.JPG

Spezieller Putz auf den Bunkern ließ dort Moos wachsen und schuf eine
natürliche Tarnung.
In den Bunkern gibt es aber nichts besonderes mehr zu sehen.
IMG_4571.JPG

IMG_4595.JPG

IMG_4590.JPG

Schönere Aussichten gibt es auf den Mauersee.
IMG_4604.JPG

Weiter soll es zur Oberschleuse Fürstenau (Śluza Leśniewo Górne) gehen, dazu überqueren wir den Masurischen Kanal.
Links der Blick Richtung Schleuse.
IMG_4605.JPG

Rechts der Blick Richtung Masurischen Kanal der in den Mauersee mündet.
IMG_4606.JPG

IMG_4607.JPG

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Angekommen!
IMG_4612.JPG

IMG_4614.JPG

IMG_4615.JPG

40 Bilder sind erreicht, ich hoffe ich schaffe das noch vor dem 20.Juli 2019 :roll:
Auch wenn die Touristenattraktionen hier etwas eigenartig anmuten,
lassen wir den Menschen diese Art von Broterwerb.
Sie haben hier sonst nur noch die Landwirtschaft mit geringem Einkommen und schwerer Arbeit.
Weiter mit Bildern der Oberen und Unteren Schleuse und der abschließenden Nachtwanderung in
"Ostpreußen" :wink:
gibt es demnächst.
Gruß
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon mz-schrauber » 20. Juli 2019 13:21

Hallo Rüdiger, vom Haus Görlitz -in dem wir gerade untergebracht sind- hab ich
im Kaminzimmer (jetzige Frühstücksraum für Übernachtungsgäste) ein paar Bilder an der
Wand entdeckt:

376C04C1-4534-4F86-8994-372ABF6BD018.jpeg



DC2B994A-2F96-4618-962D-ED7FE8E5B19A.jpeg



D84FB915-7DB7-4D19-827E-7225BF32B4E2.jpeg



80965674-101B-451A-A058-EFE7231B86DA.jpeg
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon Maik80 » 20. Juli 2019 16:50

Einige Örtlichkeiten der letzten Bilder kenne ich persönlich. Verdammt da kommt HeimFernweh auf. Weder Zeit dieses WE noch irgendwas fahrbereites... :cry: :cry: :cry:
Ecklampenschweinsympathisant
Suche /2 in grottigem, aber möglichst vollständigem Zustand.
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Re: Lust auf Ostpreußen?

Beitragvon ETS-Fan » 20. Juli 2019 18:19

Schön dass du den Brief fotografiert hast Christian :gut:,
wenn es geht kannst du die Bilder vom Friedhof mit einfügen,oder ich mach das heute vom PC aus.
Maik, :wink: ,meine Aussicht ist auch nicht die beste, aber in ein paar Tagen geht es wieder los.
Arbeit...
1563639235991-467933523.jpg

...und nach der Arbeit wartet die Arbeit :lach:
1563639316305-1984145647.jpg
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