Probleme mit TS 150

Motor, Antrieb, Vergaser, Getriebe.

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Probleme mit TS 150

Beitragvon Christoph_UAZ469 » 14. September 2018 19:55

Gude Gemeinde!
Ich hab ein paar Meinungsverschiedenheiten mit meinem Neuzugang, einer TS 150, welche ich kürzlich von einem Kumpel geerbt habe. Sein O-Ton: Lief vor paar Jahren einwandfrei, wurde in die Ecke gestellt und dort vergessen. Vorweg sei erwähnt, sie ist im Originalzustand, 6V Unterbrecherzündung etc.
Nun habe ich versucht sie wiederzubeleben, natürlich mit einiger Vorbereitung:
-Kerze(260er Isolator), Kerzenstecker (1kohm), Zündkabel und Zündspule neu
-Batterie 6V neu
-Regler offen gehabt--> sah recht neuwertig aus, also keine vergammelten Kontakte o.ä.
-Kondensator und Unterbrecher neu, letzteren frisch auf 0,3 eingestellt
-Grundplatte Zündung ab, Anlagefläche gereinigt, Zündung auf 3mm vor OT eingestellt
-Tank gereinigt, Benzinhahn instand gesetzt (Sprit läuft bombig)
-Vergaser komplett auseinander, Ultraschallbad, neu abgedichtet und neuen Düsensatz nach Vorgabe (24N 1-1)
-Choke Gummi neu (bleibt ordnungsgemäß im Zughütchen hängen)
-Dichtung Ansaugseite Zylinder neu
-Luftfilter gereinigt ( werde wohl diesen sowie den Gummischnuffel dazu noch tauschen)
-Kompression geprüft- i.o.
-Unterbrechernocken kein auffälliges Spiel, Welle stramm

Wollte sie dann nach den ganzen Maßnahmen starten, Choke gezogen, getreten, nüscht. Funke da aber Kerze nass. Das ließ sich beliebig oft wiederholen, mit selbigen Ergebnis. Also Schlüssel auf Anschiebeposition und nach mehreren Metern kam der Ofen widerwillig. Musste dann auch erst einmal durch spielen am Gashebel das absterben mit einem lauten "Böööö" verhindern. Vollgas war zu dem Zeitpunkt auch absolut nicht drin, da kam gleich "Böööö". Standgas--> Fehlanzeige. Umschalten auf zündschlüsselstellung an und ohne licht ging problemlos und je wärmer sie wurde desto williger, sodass ich auch einige Meter fahren konnte. Leistung und Anzug soweit i.o., solang man den Gashahn nicht voll aufriss. Ging mir dann im Stand auch paar mal aus, wobei sie immer wieder auf den ersten oder zweiten Tritt ansprang. Mit dem "Teilerfolg" und zunehmender Finsternis brach ich an der Stelle ab und wollte am nächsten Tag weitermachen. Am nächsten Tag, Choke gezogen, Zündung an und getreten--> nüscht. eigentlich wie den Tag davor. Verdutzt Kerze raus--> nass. Ungläubig die Zündung kontrolliert mit Messuhr und Prüflampe- verstellt. Also Zündung wieder eingestellt auf 3mm vor OT.( Wobei ich da denke den Fehler gefunden zu haben, da sich beim anziehen der Schrauben für die Grundplatte die Sprengringe in die Verstellbohrungen gedrückt haben... hab diese jedenfalls noch mit größeren Unterlegscheiben versehen und bei mehrmaligen kontrollieren blieb der ZZP auf dem eingestellten Wert) Nachdem alles eingestellt war wieder erfolgloses Antreten. Also angeschoben, auch gleiches Verhalten wie am Tag davor, nur mit dem Unterschied, dass ich sie im warmen dann soweit hatte auch vollgas durchziehen zu können ohne ein "Böööö" zu hören, da ich mal den Gummischnuffel komplett vom Vergaser weggedrückt hatte. Also ein paar Runden das Dorf hoch und runter, leider hielt sie immernoch kein Standgas. Da es leider wieder dunkel wurde,aber sie an für sich ganz gut fuhr, dachte ich, Licht an und schön warm gefahren. Standlicht ging noch, aber Abblendlicht wurde nach kurzer Zeit mit einem BÖÖÖ quittiert, zurück auf standlicht, und es ging wieder voran. Zwischenzeitlich sollte es auch mit Standlicht nicht gehen und es reichte auch teilweise Bergabfahrt mit Bremslicht um ein BÖÖÖ hervorzurufen. Daher entschied ich mich zurück aufn Hof zu fahren und vielleicht das Standgas noch in den Griff zu bekommen. Aber auch das wollte sie dann nicht- ging mir aus und ließ sich auch nimmer antreten, kommentierte meine Versuche mit Fehlzündungen im Auspuff. Das wäre nun der Stand der Dinge bis jetzt.
Hat jemand schon mal das Ganze auch so durch gehabt, wäre um jeden Ansatz dankbar. Wäre ja erstmal froh wenn sie mal durch treten und nicht schieben anspringen tät, mit Licht fahren machen wir später ;)

Vielen Dank schonmal!
Grüße Christoph :hallo:

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Re: Probleme mit TS 150

Beitragvon mutschy » 14. September 2018 20:27

Das hängt alles zusammen. Schnittpunkt ist hier der Regler. Prüf den mal, indem du die Spannung an der Batterie misst. Aus, ein, Licht an, usw. Ist alles in der Elektrik-Fibel von lothar beschrieben.

Gruss

Mutschy
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Re: Probleme mit TS 150

Beitragvon ea2873 » 14. September 2018 20:59

3 potentielle Probleme:

Gammel in der Elektrik --> alles nach Lothars Anleitung durchmessen
Unterbrecherabstand 0,3mm --> 0,4mm ist besser
Wellendichtringe: wie alt sind die?

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Re: Probleme mit TS 150

Beitragvon Christoph_UAZ469 » 14. September 2018 21:59

Nabend!
Erstemal besten Dank für die schnellen Antworten!
Ich werd morgen nach der Arbeit mal die Messungen nach lothars Ausführungen durchführen und dokumentieren.
Unterbrecherabstand werd ich auf 0,4 erweitern.
Wellendichtringe sollten um die 4-6 Jahre alt sein, daher würde ich die gern erstmal als letzte Instanz hinten anstellen... (Würde auch dann ein winterliches zerlegen zur Konsequenz haben, sollten die übrig bleiben.)

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Re: Probleme mit TS 150

Beitragvon mutschy » 15. September 2018 01:40

Stellt sich die Frage, was für ein Motor verbaut ist. Isses ein /3, lassen sich die Ringe relativ einfach tauschen. Hat er nen Drehzahlmesseranschluss? Wenn ja, isses ziemlich sicher einer ;) Du brauchst dann nur ein Spezialwerkzeug, was sich aus ner Kupplungslamelle herstellen lässt. Die Lamellen ist dann aber nicht mehr als solche verwendbar.

Guck einfach mal bei mir vorbei:
http://mutschy.dashosting.de/motorreg_mm150

Gruss

Mutschy
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Re: Probleme mit TS 150

Beitragvon elsa150 » 15. September 2018 08:12

Ich finde die Herangehensweise des TE zur Wiederbelebung eines Motorrades nur teilweise richtig.
Ich würde im Vorfeld nie so viele Teile tauschen und erneuern, wie er. Wenn sie doch bis zuletzt gelaufen ist.
Was braucht so ein Motor zum starten? Luft, Benzin, Zündfunke
Also Tank, Benzinhahn,Veraser reinigen. Auch den Starter rausschrauben und nach dem Gummi sehen. Er sollte fest sitzen und nicht aufgequollen sein.
Luftfilter reinigen oder ersetzen.
Batterie einsetzen, Zündfunken prüfen.
Neues Gemischbenzin tanken.
Luft aufpumpen, Kettenspannung prüfen.
Wenn das erstmal alles passt, Startversuch.

Schöne Grüße elsa150
Mz- man sagt, sie habe magische Kräfte !

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Re: Probleme mit TS 150

Beitragvon ertz » 15. September 2018 08:21

Noch ein paar Punkte:

-Isolator Kerze ??? DDR oder Beru ? versuch mal ne NGK B8HS oder teste die betreffende Kerze in einer anderen MZ/Simson um sie völlig auszuschließen
(Mit den Berus gab es stellenweise Probleme)

-Schwimmerstand nach Senfglasmethode kontrollieren/einstellen
-Vergaser einstellen, siehe unten meine Signatur, besonders die Leerlaufluftschraube wäre wichig für das Ansprechverhalten/Gasannahme
BildMitglied Nr. 066 im Rundlampenschweinchenliebhaberclub

Lothars Fibel für Vergasereinstellung: http://pic.mz-forum.com/lothar/SONSTIGE ... ungBVF.htm

ES 250 Kickstarterantrieb auf jeden Fall auf TS oder ETZ wechseln !
siehe: viewtopic.php?f=4&t=30624&p=1158985&hilit=kickstarterwelle+ertz#p1128457

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Re: Probleme mit TS 150

Beitragvon Christoph_UAZ469 » 15. September 2018 12:59

Gude!
Bevor ich mich gleich ans messen mache und die Ergebnisse dann hier niederschreibe, möchte ich noch kurz auf die angesprochenen Dinge eingehen.

@mutschy: Puh, gute Frage, so firm in der Modellkunde bin ich da noch nicht, da ich eher mit anderen Oldtimern in der Regel zu tun habe. Nen Drehzahlmesser hat sie jedenfalls. Danke für den Tipp, hätte dann auch erstmal bei mir auf Arbeit (Werkstatt) nach adäquaten Spezialwerkzeug zum gegenhalten geschaut. Aber sehr gut zu wissen das des auch damit funktioniert. Müsste ich mir ggf nur so ne Lamelle besorgen. An für sich würde ich wenn dann eh den Motor komplett überholen, getreu dem Motto wenn dann richtig. Aber schauen wir erstmal was jetz bei den anderen Punkten raus kommt.

@elsa150: Vielleicht hätte ich vorab erwähnen sollen, dass ich schon Jahrelang als KFZler tätig bin und meine Erfahrungen mit Russen- und DDR Oldtimern gesammelt habe. Zugegeben weniger mit Zweirädern, aber es decken sich bisher meine Erfahrungen, dass man gewisse "Schwachstellen" und sonstige bekannte Pappenheimer schon vorher bearbeitet und eliminiert um dann nicht tausendmal ansetzen zu müssen.
Das Problem dabei ist immer, dass dieses "ist gelaufen" sehr subjektiv und ein sehr weites Feld ist, grad wenn das Ding dann für unbekannte Jahreszahlen irgendwo vergessen wird. Daher entschied ich mich diese Dinge ( auch Erfahrungsgemäß) gleich zu erledigen. Jetz kann ich der Vollständigkeit noch anführen, dass ich mich grade was die Zündung anging eher vorgetastet hatte, bis ich dann nen satten Funken hatte...
Alles andere was angeführt wurde hab ich ja auch so gemacht, inklusive dem Gumminupfel für den Starter sowie dessen festen Sitz... kann also die geübte Kritik nicht so ganz nachvollziehen.

@ertz: beides, sowohl DDR bestand (hab ich noch funktionierende lagernd) und Beru Nachbau. Auch eine NGK B8HS habe ich da, die TS macht bei allen Kerzen das selbe.
Schwimmerstand hatte ich nach dem Ultraschallbad eingestellt, werd ich aber auch nochmal kontrollieren.
Gehe das angesprochene aus der Signatur nochmal durch, besten Dank für den Tipp und Hinweis. Werde dann auch nochmal die Erfahrungen dahingehend durchgeben. :)

Grüße

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Re: Probleme mit TS 150

Beitragvon seife » 15. September 2018 13:09

Was für Unterbrecher, Zündspule, Kondensator, Düsensatz hast du denn eingebaut?
Irgendwelche obskuren Nachbauten oder originalteile?
Falls Nachbau würde ich es nochmal mit den alten Teilen probieren...
Gruß, Stefan

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Re: Probleme mit TS 150

Beitragvon Christoph_UAZ469 » 15. September 2018 13:27

Gude Stefan,
Unterbrecher original, Kondensator nachbau und Original (Bestand) Zündspule ne originale (Bestand) und ne Nachbau, Düsensatz von hier: repsatz vergaser ddr-motorrad.de im vgl. waren die Teile von der Maßhaltigkeit her alle gleich.

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Re: Probleme mit TS 150

Beitragvon mutschy » 15. September 2018 15:43

Mach jetz erstmal die Messungen. Ich bin davon überzeugt, dass der Regler ein Teil deines Problems ist.

Wenn du dazu kommst, nimm mal die Lichtmaschine ab und sieh nach, welche Farbe der WeDi hat. Ist er schwarz und womöglich noch mit Pneumant-Logo versehen, wäre ein Tausch angebracht. Links wirds schwieriger, da der Primärtrieb runter muss. Aber auch das ist kein Problem, abgesehen von der zu bearbeitenden Lamelle. DER DICHTRINGTRÄGER LINKS (PRIMÄRSEITIG) BLEIBT IM GEHÄUSE!!! Dort nur den Drahtsprengring rauspopeln und den Ring tauschen. Um den Anker und die Kohlen der Lichtmaschine zu schonen, solltest du die Kohlen aufm Stator lösen. Federklammer lösen und Kohlen ein Stückchen zurückziehen. Oder gleich mal ausbauen und messen. Mindestlänge liegt bei ~9mm. Und sieh dir die Federn an. Sind sie ausgeglüht, müssen Feder und Kohle erneuert werden. Feder, weil sie nicht mehr drücken kann, und die Kohle, weil deren mangelhafter Anschluss das Ausglühen verursacht hat. Nur eins von beidem zu ersetzen, ist nicht zielführend ;)

Gruss

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Re: Probleme mit TS 150

Beitragvon schrauberschorsch » 15. September 2018 17:53

Den genannten Gegenhalter braucht man nicht unbedingt...

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Re: Probleme mit TS 150

Beitragvon mutschy » 15. September 2018 18:14

Dann mal raus mit ner Alternative :ja:
Simpler geht's ja kaum :gruebel:

Gruss

Mutschy
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Re: Probleme mit TS 150

Beitragvon Christoph_UAZ469 » 15. September 2018 19:08

Also, bei den Messungen kam folgendes raus:
Zündung aus: 6,28V
Zündung ein: 6,27V
Motor an war wieder so ne Sache,ankicken keine Chance. Ging wieder nur mit anrollen. Sobald sie warm war konnte man sie wieder einigermaßen fahren, wobei weder sofortiges Vollgas noch Standgas gingen. Auf Maximaldrehzahl musste man sich gemächlich vortasten. Wobei sie guten Zug hatte und wenn man den Hahn nicht gewaltartig Aufriss eigentlich recht gut fuhr. Hab dann jedenfalls versucht sie bei Laune zu halten und noch die Messungen bei Lauf ca Leerlaufdrehzahl ohne Licht-> 6,8v, bei erhöhter Drehzahl Richtung Vollgas so um die 7- 7,3V. Bei Licht sackte das Ganze nur auf ca 6,6-6,7 in LL und bis sie mit Böö beim Gas ziehen dann quittiert geht die Spannung Richtung 7V.
Ich hab dann auch nochmal Stichwort Elektrogammel Kabel zum Regler durchgemessen und teilweise bis zu 6,9Ohm Leitungswiderstand gemessen...
Ich denke hier wird ersteinmal Handlungsbedarf bestehen die Problemchen zu beseitigen. Und wie ich mir die Kabel und den Leitungsverteiler im Bereich Zündschloss/ Lampe so angeschaut habe, überlege ich mir echt stark nicht die Komplette Elektrik zu erneuern.. :-|

In dem Zuge werde ich dann auch nochmal die Wedis inspizieren.

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Re: Probleme mit TS 150

Beitragvon schrauberschorsch » 15. September 2018 20:30

Motor eingebaut lassen, Öl ablassen, Seitendeckel abschrauben, 4. Gang einlegen, jemanden auf Motorrad setzen, ggf Bremse treten, Primärritzel lösen, Lamellenpaket aus der Kupplung ausbauen, Verschraubung auf der Getriebewelle lösen.

Ist aber eher eine Methode für Reparaturen am Straßenrand.. :mrgreen: ..Wenn man den Gegenhalter hat, ist es besser.

Mir scheint das Problem an der konkreten Maschine aber eher elektrischer Natur zu sein... :ja:

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Re: Probleme mit TS 150

Beitragvon Janlip » 15. September 2018 20:41

Hallo,
Als Neuer im Forum möchte ich mich hier das erste mal zu Wort melden. Selbst fahre ich derzeit eine ETZ, hatte aber früher selbst ein TS. Der beschriebene Düsensatz ist - naja wie soll ich es sagen - Müll. Das wichtigste Teil fehlt. Das "Steigrohr". Ich nenne es jetzt mal so, da ich die genaue Bezeichnung nicht weis. Dieses Steigrohr besitzt eine kleine kaum sichtbare Querbohrung und diese könnte zugesetzt sein. Ich würde erst einmal beim Vergaser suchen und alle Teile im Ultraschallbad reinigen. Ein neuer Vergaser von gleicher Firma bringt auch nichts. Die Teile sind Nachbauten und so miserabel, dass man nicht einmal die Grundeinstellung des Schwimmers hin bekommt. Das Steigrohr ist gleich beim ersten Zerlegen weg gebrochen und die Dichtungen taten nicht was sie sollten. Überall lief die Brühe nur so raus und der Schwimmer klemmte. Bei meiner ETZ hatte ich die gleichen Probleme. Nur ein neuer Bing-Vergaser hat mich gerettet. Die Bedüsung bei ETZ und TS ist eigentlich die gleiche.

Gruß

Jan

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Re: Probleme mit TS 150

Beitragvon Christoph_UAZ469 » 16. September 2018 11:15

Gude Jan,
ich weiß welches Rohr du meinst. Und auch die Bohrung dort habe ich gefunden, war nämlich alles soweit schön sauber und sichtbar, als ich den Vergaser komplett zerlegt und bei uns in der Werkstatt mehrere Stunden im Ultraschallbad hatte. Zumindest sollte es nunmehr nicht an dreck liegen, der sich von irgendwo in Düsen oder Bohrungen setzt. Meine Frage dazu wäre noch, hast du schlechte Erfahrungen konkret mit den Düsen und Schwimmerventil an sich gemacht oder bezieht sich das auf die Zusammensetzung des Repsatzes?

Allgemein wollte ich noch gleich in die Runde fragen, wie sich das mit elektrischen Nachbauteilen/Umrüstsätzen verhält...
Also konkret geht es mir da ggf. um elektrischen Regler, elektrische Zündungssätze, wo man nur die Grundplatte tauscht bzw. eine Stufe weiter mit Zündspule, System von powerdynamo oder sollte man dann gleich auf ein Komplettpaket zurückgreifen? Wobei ich an sich gern das 6V System behalten würde, da ich ja ne neue Batterie dafür erst gekauft habe.
Oder ist das eher so ne „Finger weg- nur Probleme“ Sache ?

Davon abgesehen habe ich mich entschlossen aufgrund der Leitungswiderstände einen neuen Kabelbaum zu fertigen, da ich denke, dass dieser nicht ganz unschuldig an der ganzen Problematik ist.

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Re: Probleme mit TS 150

Beitragvon mutschy » 16. September 2018 11:53

Der R81 von Vape (elektronischer Regler für 6V) ist schonmal gut investiertes Geld. Finger weg von Nachbauten dieses Teils. Ob nun osteuropäischer Elektronikus oder das ost2rad-Derivat vom R81. Dann lieber knapp 10€ mehr ausgeben und ein problemlos funktionierendes Teil kaufen.
Zur Zündung gibt's verschiedene Meinungen und Erfahrungen. Ich persönlich bin mit ner elektronischen unterwegs, die es wohl mal hier im Forum gab (hab sie von nem Foristen und ein wenig angepasst, da sie ursprünglich für ne 250er war). Bei Schubert gibt's auch eine Variante, die plug'n'play anstelle des Unterbrechers verbaut werden kann: https://www.zweirad-schubert.de/de/elek ... 5150175250

Hat aber alles Vor- und Nachteile. Der größte Vorteil ist bei der Elektronik auch oftmals der Pferdefuss: wartungsfrei, aber im Regelfall eben auch irreparabel (bzw mit enormem Aufwand verbunden), falls wirklich mal was is...

Ein frischer Kabelbaum schadet nie :ja:

Gruss

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Re: Probleme mit TS 150

Beitragvon Gummi » 16. September 2018 16:56

Hi, seltsam, warm,kalt Problem würd ich auf den Vergaser schieben, und da den Schwimmerstand, evtl ne Dichtung unter dem schwimmer Ventil vergessen? Mal nen anderen Vergaser testen, gibt doch sicher einen in deiner Gegend? Gr Gummi

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Re: Probleme mit TS 150

Beitragvon schrauberschorsch » 16. September 2018 18:02

Ich glaube, dass die Batterie nicht richtig geladen wird. Ein neuer Kabelbaum und ein elektronischer Regler sind nicht verkehrt. Den Vergaser würde ich auch noch prüfen. Ein hängender Schwimmer mit vollaufendem Kurbelgehäuse würde einen Teil der Symptome auch erklären...

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Re: Probleme mit TS 150

Beitragvon Sv-enB » 16. September 2018 18:11

Gleichzeitig an Zündung und Vergaser schrauben kann mächtig daneben gehen.

Ich würde bei Zweifeln an der elektrischen Anlage die Minimalzündung nehmen und damit die Vergaserseite inc. Luftfilter in Ordnung bringen. Wenn sie dann läuft, kann man sich um Lima und Licht und Regler kümmern.
Gruß Sven

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Re: Probleme mit TS 150

Beitragvon Janlip » 17. September 2018 10:32

Hallo Christoph,

ich habe allgemein schlechte Erfahrungen gemacht. Das was ich an Nachbauteilen für den Vergaser bekommen habe taugte nicht viel .Irgend wie passt zwar alles aber dann doch nicht richtig. Im Zusammenspiel von Original und Nachbau haperte es. Vor einigen Wochen stand ich vor dem gleichen Problem . Ein Bing-Vergaser brachte die Lösung. Der Bing von der ETZ 150 sollte auch auf die Ts passen. Bei mir war übrigens die Grundeinstellung des Vergasers schuld. Die konnte mit den Nachbauteilen nicht gemacht werden. Das Nadelventil hat immer gehangen oder es kam nicht genug Sprit durch. Die Grundeinstellung des Schwimmers nach Reparaturhandbuch ist sehr wichtig.

Gruß

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Re: Probleme mit TS 150

Beitragvon icke1982 » 17. September 2018 11:52

@mutschy: Fliegt bei der Zündung in deinem Link auch der Kondensator raus? Wie stellt man denn da die Zündung ein?
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Re: Probleme mit TS 150

Beitragvon mutschy » 17. September 2018 12:44

Mit Sicherheit kann der Kondensator dann weg, Anschluss erfolgt ja an dem Kondensator-Anschluss im Kabelbaum. Wie sie genau eingestellt wird, weiß ich nich. Is mir nur mal beim Stöbern im Shop aufgefallen :oops:

Gruss

Mutschy
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Re: Probleme mit TS 150

Beitragvon Christoph_UAZ469 » 17. September 2018 19:57

Nabend!
@ mutschy: genau den bei Zweirad Schubert hatte ich auch gefunden. Und der hätte ja auch den 6v regler von Powerdynamo ebenso im Angebot. Das wäre dann auch so die Kombi an die ich gedacht hatte, sofern keiner damit absolut negative Erfahrungen jetz zu berichten hätte. Das mit der Elektrik ist eh so ne Sache, das kenne ich nur zu gut aus meinem täglichen Berufsleben, gerade wenn man da so mit den aktuellen Flagschiffen der Oberklasse zu tun hat und ihren elektrischen und technischen Problemchen :zwinker:
Der Kabelbaum wird auch jetz vor allem anderen folgen, bevor etwaige Suche an anderen Bauteilen weitergeht.

@Gummi: Aber würde sie bei nicht korrektem Schwimmerstand dann ne Weile ganz gängig fahren? Dichtungen sind alle drauf und neu. Leider hat niemand in meiner Nähe nen passenden Vergaser, welchen ich testen könnte. Und in unserer Truppe gibts keine passenden Zweiräder mit so einer Bestückung leider. Ich hatte aber eh schon überlegt den 24N2-1 zu kaufen und anzubauen, da dieser ja eine Stellschraube für das Standgas hat.

@schrauberschorsch: Jupp, deswegen will ich jetzt erstmal eine Kategorie bereinigt haben und da is mir die elektrik mit den etwas erhöhten Leitungswiderständen bisher noch das naheliegendste. Aber wie gesagt, über nen anderen Vergaser habe ich eh bereits nachgedacht...

@sven: ist auch richtig. Trotzdem ist jetz die Kabellage fällig und dann sehen wir mal was passiert. :)

@icke1982: sollte laut Angebot ja auch ne Anleitung dabei sein- sollte ich da zuschlagen, schreibe ich gern nochmal über den Einstellprozess.

Gruß

Christoph

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Re: Probleme mit TS 150

Beitragvon schrauberschorsch » 17. September 2018 20:13

Janlip hat geschrieben:Hallo Christoph,

ich habe allgemein schlechte Erfahrungen gemacht. Das was ich an Nachbauteilen für den Vergaser bekommen habe taugte nicht viel .Irgend wie passt zwar alles aber dann doch nicht richtig. Im Zusammenspiel von Original und Nachbau haperte es. Vor einigen Wochen stand ich vor dem gleichen Problem . Ein Bing-Vergaser brachte die Lösung. Der Bing von der ETZ 150 sollte auch auf die Ts passen. Bei mir war übrigens die Grundeinstellung des Vergasers schuld. Die konnte mit den Nachbauteilen nicht gemacht werden. Das Nadelventil hat immer gehangen oder es kam nicht genug Sprit durch. Die Grundeinstellung des Schwimmers nach Reparaturhandbuch ist sehr wichtig.

Gruß

Jan


Ich weiss nicht, wo du deine Vergaserteile gekauft hast. Viele der Teile auf dem Markt werden von Dieter Heyne hergestellt (jedenfalls war das mal so) und der weiss, was er tut.

Bing-Vergaser ist in meinen Augen der allerletzte Notanker. Sicher mag der Bing das Startverhalten und die Laufkultur des Motors verbessern. Zu DDR-Zeiten gab es aber viele MZ-Fahrer keinen Bing-Vergaser. Die Motorräder liefen trotzdem und das in den meisten Fällen Tag für Tag das ganze Jahr hindurch.

Auch wenn die Qualität der BVF-Vergaser nicht auf Bing-Niveau sein mag, muss die Maschine mit Original-Vergaser anspringen und fahrbar sein...
Zuletzt geändert von schrauberschorsch am 18. September 2018 05:51, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Probleme mit TS 150

Beitragvon Janlip » 17. September 2018 20:43

Ich hatte meine Teile eben von DDR-Zweirad-Teile aus Chemnitz. Gekauft hatte ich einen kompletten neuen Vergaser, der original aus deutscher Produktion sein sollte. Nix deutsch - war aus Taiwan. Die Düsen sahen erst einmal gut aus, aber die Teile passten nicht so recht zueinander. Das Schwimmernadelventil hing immer. Alles andere bröselte regelrecht auseinander. Der Schwimmer konnte werder im Originalgehäuse noch im Nachbaugehäuse nach den Einstellvorschriften justiert werden. Entweder hing das Nadelventil, der Schwimmer hing oder es kam nicht mehr genug Sprit. Biosprit hatte den originalen Vergaser so beschädigt, dass er nicht mehr richtig funktionierte. In meiner Nähe gibt es immer noch eine MZ-Werkstatt. Dort habe ich mir Rat geholt. Der Meister hat mir wärmstens ans Herz gelegt nur Originalteile einzubauen. Darauf hin habe ich ihn auf den Bing angesprochen und bekam kurz und knapp "das ist ja ein Originalteil" zur Antwort. So habe ich alles auf Originalteile zurück gebaut und seit dem läuft sie wieder.

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Re: Probleme mit TS 150

Beitragvon schrauberschorsch » 18. September 2018 06:36

Ich hatte von Vergaserüberholsätzen geschrieben. Bei Nachbauvergasern für späte MZ-Modelle soll es wohl wirklich Qualitätsschwankungen geben. Eigene Erfahrungen habe ich nicht. Ob ein Bing für eine MZ ein Originalteil ist....

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Re: Probleme mit TS 150

Beitragvon Martin H. » 18. September 2018 06:49

schrauberschorsch hat geschrieben: Ob ein Bing für eine MZ ein Originalteil ist....

Doch, bei den letzten ETZs ist er das, z. B.:
"Der bisher verwendete Vergaser BVF 24 N 2-2 ist durch den Vergaser Bing 53/24/201 ersetzt worden. Die Bedienung der MZ ETZ 150 ändert sich dadurch nicht."
Quelle:
Ergänzung zur Betriebsanleitung MZ ETZ 125/150/251/301 bei http://www.miraculis.de
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Re: Probleme mit TS 150

Beitragvon schrauberschorsch » 18. September 2018 12:24

Sag ich doch: von ETZ habe ich keine Ahnung... :mrgreen:

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Re: Probleme mit TS 150

Beitragvon Nordschrauber » 20. September 2018 14:12

Christoph_UAZ469 hat geschrieben:-Vergaser komplett auseinander, Ultraschallbad, neu abgedichtet und neuen Düsensatz nach Vorgabe (24N 1-1)

und
Christoph_UAZ469 hat geschrieben:Standgas--> Fehlanzeige.


Mit dem Vergaser ist auch kein Standgas richtig möglich. Ab N2 gab es die Standgaseinstellung. Beim N1 geht das nur über die Bowdenzugschraube am Vergaser.

Christoph_UAZ469 hat geschrieben:überlege ich mir echt stark nicht die Komplette Elektrik zu erneuern

Ich denke man muss nicht gleich den ganzen Kabelbaum erneuern. Ich habe meinen alten Kabelbaum nach Lothar optimiert und einige Kabel getauscht wegen Querschnitt. Anleitung ist hier (viewtopic.php?f=6&t=43878) zu finden. Auch die Einstellung des Reglers ist dort beschrieben. Daher würde ich den Regler auch nicht gleich gegen einen elektronischen tauschen.
Wichtig wäre noch, die Batterie erst mal voll laden. Dann sollte sie erst mal ohne Zündung an bei ca. 6,3V liegen. Bei Zündung an geht sie dann eigentlich etwas mehr runter als bei Dir. So um die 6,1V. Deine Vollgaswerte mit über 7V sind viel zu hoch. Dann kocht die Batterie. Die Gelbatterien geben dann schnell den geist auf. Wenn aber genug Spannung vorhanden ist, und danach sieht es erst mal bei Dir aus, dann sollte sie mit den Werten auch anspringen. Zumindest von der elektr. Seite aus gesehen. Schwierig wird es wenn es zu wenig ist, dann kommt kein sauberer Funke mehr.
Mit einer Zündspule hatte ich auch schon massive Probleme (Nachbau). Wenn Du da mehrere hast, trotzdem mal durchtauschen. Wenn Du dann noch die Zündung richtig eingestellt hast, und das hast Du anscheinend, klingt es für mich nach Vergaser oder tatsächliche Nebenluft/undichte Wellendichtringen an der Kurbelwelle.

Mal von jemand anderem einen gut laufenden Vergaser einbauen, wäre auch aus meiner Sicht eine sehr gute Möglichkeit dem Problem näher zu kommen oder das eben auszuschließen.

Viel Glück und berichte auch wenn Du das Problem gefunden/gelöst hast.

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