6.200 km mit Lenin durch Spanien

Wir war der Urlaub bzw die Fahrt mit der MZ ?

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6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon Wolf-Ingo » 15. Juni 2010 10:22

Deutschland im Mai 2010: Seit Tagen ist es saukalt und regnet Bindfäden. Na klar, wir wollen eine Motorradreise antreten. Wir, das sind mein Freund Hans und ich – und natürlich Lenin. Lenin ist eine 25 Jahre alte MZ ETZ 250 mit modifiziertem Motor. Lenin heißt Lenin, weil eine angeklebte Sowjetmünze seinen linken Lenkergriff verschließt. Früher hieß er Franco. Doch die Mesalliance aus Honeckers Kettensäge und faschistischem Verschlussdeckel ging nicht lange gut. Die Klebung versagte. Hätte ich mir eigentlich denken können.

[img:2dx2tm2t]http://i495.photobucket.com/albums/rr312/Wolf-Ingo/MZ-Maschinen/2008ETZ3.jpg[/img:2dx2tm2t]

[color=#808000:2dx2tm2t][i:2dx2tm2t]-- Hinzugefügt: 15/6/2010, 10:24 --[/i:2dx2tm2t][/color:2dx2tm2t]

1. Tag: Es hat tatsächlich aufgehört zu regnen. Schwer beladen mit Krauser-Koffern, selbst gebautem Topcase, Tankrucksack, Zelt und Schlafsack düse die 350 km von Coburg zu Hans ins schwäbische Balingen. An die 50 kg Gepäck muss ich mich erst noch gewöhnen. Nahe Weikersheim saut ein kurzer Regenschauer die bislang sauber glänzende MZ gründlich ein. Ich verbringe Abend und Nacht als Gast in Hans und Margits Haus und werde köstlich bewirtet.

(unten: Hans und unsere beiden 300er)

[img:2dx2tm2t]http://i495.photobucket.com/albums/rr312/Wolf-Ingo/2010Kastilien/2010Kastilien01.jpg[/img:2dx2tm2t]

[color=#808000:2dx2tm2t][i:2dx2tm2t]-- Hinzugefügt: 15/6/2010, 10:26 --[/i:2dx2tm2t][/color:2dx2tm2t]

2. Tag: Gegen 10.00 Uhr geht es dick vermummelt auf unseren 300ern los. Es soll trocken bleiben, aber das Thermometer zeigt nur 10 Grad an. Das kann ja heiter werden im Schwarzwald. Über Freiburg fallen wir in die Oberrheinische Tiefebene ein und passieren um die Mittagszeit Mulhouse. Dann geht es entlang der klassischen Strecke Besancon, Bourg und Lyon ins Rhonetal. Beim Tanken entdecken wir, dass Hans ETZ ein veröltes Vorderrad aufweist. Der linke Gabelsimmering hat sich selbständig gemacht. Hans drückt ihn vorsichtig in seine Aufnahme zurück. Gegen 20.00 Uhr tuckern wir auf den Bikercampingplatz von Crest, einem Örtchen im Rhonetal zwischen Valence und Montelimar. Wir verzichten auf den Zeltaufbau und nehmen stattdessen eine Hütte zum Übernachten. Ein köstliches Mahl und diverse Gläser Wein runden den Abend ab.

(unten: Hans verarztet den Simmering)

[img:2dx2tm2t]http://i495.photobucket.com/albums/rr312/Wolf-Ingo/2010Kastilien/2010Kastilien03.jpg[/img:2dx2tm2t]
Zuletzt geändert von Wolf-Ingo am 15. Juni 2010 10:27, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: 6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon biebsch666 » 15. Juni 2010 10:26

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Re: 6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon TS-Jens » 15. Juni 2010 10:29

biebsch666 hat geschrieben:MEEEEEEEEEEEEEEEEHR


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Re: 6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon Wolf-Ingo » 15. Juni 2010 10:31

3. Tag: Nach dem Frühstück will ich fotografieren. Leider hat der 28 Jahre alte Apparat die frisch eingelegte Batterie über Nacht leer gesogen. Ab jetzt heißt es Blende und Belichtungszeit frei Hand einstellen. Da Hans mich nur wenige Tage begleiten kann, nehmen wir kurz entschlossen die Autobahn nach Süden und fahren bei extrem böigem Wind über Nimes und Montpellier nach Beziers, wo wir die Autobahn verlassen und bis zu unserem Zeltplatz in Rustiques (nahe Carcassonne) auf der Landstraße weiterfahren. Unterwegs frisst der Gasschieber von Hans betagter MZ. Das kann schon mal passieren: Sie hat immerhin weit mehr als 80.000 km auf dem Buckel. Hans löst das Problem gekonnt mit Schmirgelpapier. Am Nachmittag bauen wir unsere Zelte auf und legen davor einen Bundeswehrponcho als Teppich aus. Wir gehen Einkaufen, kochen ab und klönen anschließend bis weit nach Mitternacht. Der Rotwein beflügelt unsere Zungen. Ach, was ist das Leben herrlich!

(unten: Hier haben wir mehrere Tage lang anständig gelebt)

[img:2mdrtpmw]http://i495.photobucket.com/albums/rr312/Wolf-Ingo/2010Kastilien/2010Kastilien12.jpg[/img:2mdrtpmw]

http://www.campings-aude.com/camping-la ... ie/f1.html

[color=#808000:2mdrtpmw][i:2mdrtpmw]-- Hinzugefügt: 15/6/2010, 10:32 --[/i:2mdrtpmw][/color:2mdrtpmw]

4. Tag: Die Sonne begrüßt uns am Morgen. Leider auch der böige Wind. Bei mäßigen 15 Grad tuckern wir ins nahe gelegene Carcassonne. Die mittelalterliche Stadt ist Weltkulturerbe und besitzt Ausmaße, in die Rothenburg ob der Tauber gleich mehrfach hineinpassen würde. Wir umrunden die fast 2 km lange doppelte Stadtmauer zu Fuß und besichtigen die Innenstadt samt Burg. Den Tag beenden wir zünftig mit gemeinsamem Kochen und viel Rotwein.

[img:2mdrtpmw]http://i495.photobucket.com/albums/rr312/Wolf-Ingo/2010Kastilien/2010Kastilien10A.jpg[/img:2mdrtpmw]

[color=#808000:2mdrtpmw][i:2mdrtpmw]-- Hinzugefügt: 15/6/2010, 10:34 --[/i:2mdrtpmw][/color:2mdrtpmw]

5. Tag: Die Sonne lacht, es hat 28 Grad und kaum noch Wind. Heute nehmen wir eine der schönsten Strecken Südwestfrankreichs unter die Räder. Sie führt uns aus dem Aude-Tal heraus in die Montagne d’Alaric und weiter in die Corbieres. Kleine, kaum befahrene Nebenstrecken winden sich durch unberührte Natur und malerische Schluchten. Sie sind die Domäne unserer durchzugskräftigen Zweitakter.

[img:2mdrtpmw]http://i495.photobucket.com/albums/rr312/Wolf-Ingo/2010Kastilien/2010Kastilien15.jpg[/img:2mdrtpmw]

[color=#808000:2mdrtpmw][i:2mdrtpmw]-- Hinzugefügt: 15/6/2010, 10:35 --[/i:2mdrtpmw][/color:2mdrtpmw]

Einer der Höhepunkte des Tages stellt die Durchquerung der Gorges de Galamus dar, einer mehrere hundert Meter tiefen Felsschlucht nahe des kleinen Ortes St. Paul de Fenouillet, der etwa 25 km westlich von Perpignan liegt. Beeindruckend ist auch die nahe gelegene Festung Queribus, in der sich im 13. Jahrhundert die Katharer vor ihren katholischen Verfolgern verschanzten. Wir besichtigen sie ausgiebig. Am Abend stehen rund 300 km mehr auf den Tachos. Da wir keine Lust zum Kochen haben, gibt es Pizza. Zum Schlafen kommen wir in dieser Nacht leider kaum. Wüster Techno-Beat, der von einer Open-Air-Veranstaltung kommt, erfüllt die Ebene bis in den Morgen. Ich hege Mordgedanken.

[img:2mdrtpmw]http://i495.photobucket.com/albums/rr312/Wolf-Ingo/2010Kastilien/imm064_N64A.jpg[/img:2mdrtpmw]

[color=#808000:2mdrtpmw][i:2mdrtpmw]-- Hinzugefügt: 15/6/2010, 10:36 --[/i:2mdrtpmw][/color:2mdrtpmw]

6. Tag: Beim Aufstehen fühle ich mich wie gerädert. Das herrliche Wetter bringt mich schließlich auf positive Gedanken. Heute ist unser letzter gemeinsamer Tag. Wir fahren nach Fontfroide, einem einsam gelegenen Zisterzienserkloster südlich von Narbonne. Nach dessen Besichtigung spricht uns ein französischer Familienvater auf dem Parkplatz an. Er zückt spontan ein elektronisches Gerät und zeigt uns stolz sein MZ-Gespann, mit dem er im letzten Winter ein Treffen des französischen MZ-Clubs in den Cevennen besucht hat. MZ-Fahren verbindet.

[img:2mdrtpmw]http://i495.photobucket.com/albums/rr312/Wolf-Ingo/2010Kastilien/imm050_N50.jpg[/img:2mdrtpmw]

[color=#808000:2mdrtpmw][i:2mdrtpmw]-- Hinzugefügt: 15/6/2010, 10:38 --[/i:2mdrtpmw][/color:2mdrtpmw]

7. Tag: Hans und ich trennen uns heute. Während er zurück nach Deutschland fährt, treibt es mich weiter nach Zentralspanien. Der Abschied fällt schwer. Es waren sehr schöne gemeinsame Tage, und wir haben uns prächtig verstanden. Doch das Abenteuer ruft! Von Carcassonne aus falle ich auf Nebenstrecken über Quillan, Axat und Puigcerda in die Pyrenäen ein. Dass massives Gewölk auf ihnen lastet, lässt nichts Gutes erahnen. Tatsächlich zwingen mich Gewitter und deftige Regenschauer erstmals in die Regenkombi. Meist gilt dann: Hat man die Regenpelle erst einmal angezogen, dann hört der Niederschlag sofort auf. So ist es auch diesmal. Parallel zum Pyrenäenhauptkamm düse ich auf gewundenen Gebirgsstraßen über Seu, Coll de Nargo und Tremp nach Benabarre, wo ich mein Zelt aufschlagen möchte. Da der Platz fast vollständig von Landfahrern belegt ist, ziehe ich es vor, über Barbastro und Huesca weiter nach Westen zu reisen und gegen einen eisernen Glaubengrundsatz zu verstoßen: Angesichts der fortgeschrittenen Zeit mampfe ich einen BigMäc bei McDonalds und steuere im Dämmerlicht den mir bereits vertrauten Zeltplatz von Ayerbe an. Als ich den Motor abstelle, vernehme ich aus dem Dunkel den sachkundigen Kommentar eines älteren Herrn: „Die klingt ja wie ne MZ!“ Logisch, ist ja auch eine.

[img:2mdrtpmw]http://i495.photobucket.com/albums/rr312/Wolf-Ingo/2010Kastilien/2009Aragon20.jpg[/img:2mdrtpmw]

http://web.me.com/labanera/camping_la_banera/D.html

[color=#808000:2mdrtpmw][i:2mdrtpmw]-- Hinzugefügt: 15/6/2010, 10:40 --[/i:2mdrtpmw][/color:2mdrtpmw]

8. Tag: Ich komme um acht aus den Federn und freue mich über einen sonnigen Morgen. Bei angenehmen Temperaturen fahre ich zunächst zum nahe gelegenen Castillo de Loarre, das als bedeutendster romanischer Profanbau Nordspaniens gilt. Anschließend heißt es die Ebro-Ebene in westlicher Richtung zu durchqueren. Ich wähle eine Route, die mich durch Ejea, Tauste und Tarazona nach Soria führt. Nahe Ejea freue ich mich kindisch darüber, mit der voll beladenen Fuhre eine Zusammenrottung amerikanischen Alteisens zu versägen. Wenn ich keine Harley-Treiber demütige, dann lasse ich es auf kleinen und kurvigen Nebenstrecken allerdings deutlich gemächlicher angehen. Ich genieße ein grünes und blühendes Spanien am Wegesrand. Wie anders sieht es hier im Hochsommer aus!

[img:2mdrtpmw]http://i495.photobucket.com/albums/rr312/Wolf-Ingo/2010Kastilien/2009Aragon35.jpg[/img:2mdrtpmw]

[color=#808000:2mdrtpmw][i:2mdrtpmw]-- Hinzugefügt: 15/6/2010, 10:42 --[/i:2mdrtpmw][/color:2mdrtpmw]

Hinter Tarazona gilt es, auf gut ausgebauten Nationalstraßen extrem lange Steigungen zu bewältigen. Da ich gleichzeitig mit Gegenwind zu kämpfen habe, kommt die von mir um fünf Prozent länger übersetzte und mit 50 kg Gepäck satt beladene MZ an ihre Grenzen. Nicht selten muss ich mich mit dem vierten Gang begnügen, der bei 5.000 Umdrehungen 97 kmh liefert. Zwar hält die Fuhre auch im Fünften diese Geschwindigkeit, die Nadel des Drehzahlmessers verharrt dann aber stur bei 3.900 Umdrehungen. Beschleunigen geht nicht! Der Sprung zwischen dem vierten und dem fünften Gang ist unter den ungünstigen Bedingungen einfach zu groß. Geld koste das auch: 7,5 l säuft Lenin an jenem Tag auf 100 Kilometern. Wie gut, dass ich ihm einen großen, 23 Liter fassenden Tank spendiert habe.

Vor Soria zwingen mich prasselnde Regenschauer wieder einmal in die ungeliebte Regenkombi. Im Ort selbst scheitert die Besichtigung eines Klostern, in dem vor 40 Jahren der Film „Die Nacht der reitenden Leichen“ gedreht wurde. Es ist Montag, und damit Ruhetag für die meisten Museen und Kulturdenkmäler in Spanien. Leicht frustriert fahre ich weiter über El Burgo de Osma und Aranda de Duero nach Penafiel, einer kleinen Stadt, die ca. 50 km östlich von Valladolid und 100 km nördlich von Madrid liegt. Hier will ich für die nächsten Tage Anker werfen und mehrere spanische Castillos und Städte aufsuchen. Am frühen Nachmittag trudele ich auf dem örtlichen Zeltplatz ein und werde, noch bevor ich das Zelt aufbauen kann, spontan von einem älteren Ehepaar aus Stuttgart zu Kaffee und Kuchen eingeladen.

Nach dem Abkochen genehmige ich mir den obligatorischen Absacker und stelle meinen kleinen Sony-Weltempfänger an. Da die Glassicherung der Bordsteckdose ihren Geist aufgegeben hat, muss ich auf Batterien zurückgreifen. Auch mein Lieblingssender Radio Classica bereitet mir eine herbe Enttäuschung. Christobal Halffter zählt nicht gerade zu meinen Lieblingskomponisten.

[img:2mdrtpmw]http://i495.photobucket.com/albums/rr312/Wolf-Ingo/2010Kastilien/2010Kastilien07.jpg[/img:2mdrtpmw]

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Re: 6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon Lorchen » 15. Juni 2010 10:43

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Re: 6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon Wolf-Ingo » 15. Juni 2010 10:44

9. Tag: Nach anhaltendem nächtlichen Regen scheint der Tag trocken bleiben zu wollen. Ich habe bis jetzt 2.800 km zurückgelegt und beginne nach dem Frühstück das Motorrad zu warten. Während ich die Kette schmiere und spanne, dringen seltsam modulierte Töne an mein Ohr. Sie klingen merkwürdig elektrisch - wie beispielsweise das Raumschiff Enterprise im Zeitsturm. Höre ich Stimmen, ist es ein Hörsturz? Woher kommen sie? Eindeutig vom Motorrad. Aber woher? Ich klemme die Batterie ab. Das Singen geht weiter. Es dauert eine Weile, bis ich herausfinde, dass es die Tankdeckelentlüftung ist.

[img:1hadwx5y]http://i495.photobucket.com/albums/rr312/Wolf-Ingo/2010Kastilien/2010Kastilien16.jpg[/img:1hadwx5y]

[color=#808000:1hadwx5y][i:1hadwx5y]-- Hinzugefügt: 15/6/2010, 10:45 --[/i:1hadwx5y][/color:1hadwx5y]

Mittags besichtige ich die örtliche Festung und bin schwer beeindruckt von diesem Bau, der die ganze Ebene beherrscht. Anschließend geht es auf Erkundungstour. Die Gegend ist Bauernland: Schweinezucht, Getreideanbau, etwas Wein. Die Ebene ist so flach, dass man die Erdkrümmung bemerkt. Entsprechend gerade und kurvenlos sind die Straßen. Es herrscht ein stetiger Wind, der Lenin mal beschleunigt, meist aber unangenehm abbremst und viel Sprit kostet. Ich fahre nach Cuellar, einem mittelalterlichen Städtchen, dessen Kirchen im Mudejarstil mir leider wegen ungünstiger Öffnungszeiten verschlossen bleiben. Ebenso ergeht es mir beim Castillo von Iscar.

(unten: Castillo von Penafiel)

[img:1hadwx5y]http://i495.photobucket.com/albums/rr312/Wolf-Ingo/2010Kastilien/2010Kastilien20.jpg[/img:1hadwx5y]

[color=#808000:1hadwx5y][i:1hadwx5y]-- Hinzugefügt: 15/6/2010, 10:47 --[/i:1hadwx5y][/color:1hadwx5y]

10. Tag: Der Tag ist trocken, aber sehr kühl. 13 Grad Höchsttemperatur zwingen mich in Pullover und Strickjacke. Wenn ich nicht zu faul wäre, würde ich sogar das Jackenfutter wieder einknüpfen. Auf schnurgeraden Straßen tuckere ich morgens nach Coca, einer der malerischsten Festungen in ganz Nordspanien. Dagegen wirken manche unserer viel gepriesenen Ritterburgen geradezu ärmlich. Es macht eben einen Unterschied, ob sich ein kleiner Feudalherr irgendwo eine Burg baut, oder ob ein Zentralstaat, wie Kastilien es seinerzeit war, systematisch die Befestigung strategisch wichtiger Plätze vornimmt.

(unten: Castillo von Coca)

[img:1hadwx5y]http://i495.photobucket.com/albums/rr312/Wolf-Ingo/2010Kastilien/2010Kastilien25.jpg[/img:1hadwx5y]

[color=#808000:1hadwx5y][i:1hadwx5y]-- Hinzugefügt: 15/6/2010, 10:50 --[/i:1hadwx5y][/color:1hadwx5y]

Da der Tag noch jung ist, beschließe ich Segovia aufzusuchen, die alte kastilische Königsstadt. Sie thront malerisch auf einem lang gestreckten Bergrücken. Die gewaltige spätgotische Kathedrale, der riesige römische Aquädukt, neben dem die mittelalterlichen Fachwerkhäuser wie Zwerge wirken, und der Alcazar (Königspalast) ziehen mich in ihren Bann. Letzteren besichtige ich ausgiebig, bevor ich müde, aber zufrieden nach Penafiel zurückkehre. Ein deftiges Schweinekotelett ziert am Abend meine Pfanne und lässt einen wunderschönen Tag ausklingen.

(unten: römischer Aquädukt von Segovia)

[img:1hadwx5y]http://i495.photobucket.com/albums/rr312/Wolf-Ingo/2010Kastilien/2010Kastilien40.jpg[/img:1hadwx5y]

[color=#808000:1hadwx5y][i:1hadwx5y]-- Hinzugefügt: 15/6/2010, 10:51 --[/i:1hadwx5y][/color:1hadwx5y]

11. Tag: Morgens faulenze ich hemmungslos. Obwohl drohende Gewitterwolken am Himmel stehen, werfe ich gegen 12 Uhr Lenin an, um die Wehrkirche von Turegano zu inspizieren. Sie hat gewaltige Befestigungen und bietet im Inneren ein verschachteltes und unüberschaubares Labyrinth von Räumen und Schießscharten. Auf dem Kirchendach angekommen, stehe ich unvermittelt einem halben Dutzend kinderreicher Familien gegenüber. Es sind Störche, die auf den nur wenige Meter von mir entfernten Türmchen der Zitadelle ihr Nest eingerichtet haben. Entschuldigungen murmelnd ziehe ich mich diskret zurück. Beim Versuch, die Kirche von außen zu fotografieren, zerfällt meine Rollei 35 SE in mehrere Teile. Ich kann zwar auch künftig noch Fotos schießen, aber die Entfernung nicht mehr einstellen. Über eine penibel eingestellte Tiefenschärfe hoffe ich das Problem in den Griff zu bekommen. Nahaufnahmen sind leider nicht mehr möglich.

[img:1hadwx5y]http://i495.photobucket.com/albums/rr312/Wolf-Ingo/2010Kastilien/2010Kastilien44.jpg[/img:1hadwx5y]

[color=#808000:1hadwx5y][i:1hadwx5y]-- Hinzugefügt: 15/6/2010, 10:53 --[/i:1hadwx5y][/color:1hadwx5y]

Die ca. 30 km große Distanz nach Segovia ist in einer halben Stunde überwunden. Als ich am späten Nachmittag auf einer vierspurigen Einfallstraße in die Stadt reite, sehe ich kein einziges Auto auf dieser Route, obwohl eigentlich der Berufsverkehr toben müsste. Da weder Sonntag ist, noch ein allgemeines Fahrverbot herrscht, gibt es nur eine Erklärung: Die Fördermittel der Europäischen Union zur Verbesserung der Infrastruktur müssen reichlich und ohne jede Bedarfsprüfung geflossen sein. Wenn ich da an unsere Schlaglochpisten denke…

(unten: Alcazar von Segovia)

[img:1hadwx5y]http://i495.photobucket.com/albums/rr312/Wolf-Ingo/2010Kastilien/2010Kastilien33A.jpg[/img:1hadwx5y]

[color=#808000:1hadwx5y][i:1hadwx5y]-- Hinzugefügt: 15/6/2010, 10:54 --[/i:1hadwx5y][/color:1hadwx5y]

Segovia besitzt eine wunderschöne Altstadt und eine spätgotische Kathedrale von überwältigenden Ausmaßen. Ich bin so vertieft in meinem Entdeckerdrang, dass ich die hoch aufgetürmten Gewitterwolken viel zu spät realisiere.

[img:1hadwx5y]http://i495.photobucket.com/albums/rr312/Wolf-Ingo/2010Kastilien/2010Kastilien42.jpg[/img:1hadwx5y]

[color=#808000:1hadwx5y][i:1hadwx5y]-- Hinzugefügt: 15/6/2010, 10:56 --[/i:1hadwx5y][/color:1hadwx5y]

Als ich die Stadt verlasse, kann ich massive Regengüsse überall am Horizont sichten. Und mein Weg führt – wie sollte es anders sein - direkt in die dunkelste Wetterküche. 40 km vor meinem Zielort wird es richtig ungemütlich: Blitze zucken, Donner kracht und es regnet unablässig. Ich halte an und warte das Schlimmste ab. Als ich dann am späten Abend endlich auf dem Zeltplatz von Penafiel ankomme, darf ich feststellen, dass der Ort von jeglichem Niederschlag verschont geblieben ist.

(unten: Auf dem Rückeg in Turegano. Kurz darauf schüttet es.)

[img:1hadwx5y]http://i495.photobucket.com/albums/rr312/Wolf-Ingo/2010Kastilien/2010Kastilien55.jpg[/img:1hadwx5y]

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Re: 6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon biebsch666 » 15. Juni 2010 11:01

Schöner Bericht!!!
Ich will auch!!!
Aber nächstes Jahr fährt ja das komplette Forum nach Finnland, ODER???
Gruß vom Biebsch

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Re: 6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon Wolf-Ingo » 15. Juni 2010 11:03

12. Tag: Nachts hat Regen eingesetzt, der auch fast den ganzen Tag über anhält. In den Regenpausen frühstücke ich vor dem Zelt, gehe Einkaufen oder erledige anstehende Wartungsarbeiten. Ansonsten stehen Duschen und SPIEGEL-Lesen auf dem Programm. Die MZ hat Pause. Abends bemerke ich bekümmert, dass meine angejahrte Isomatte undicht geworden ist. Ich darf jetzt jeden Tag ein Blaskonzert geben. Außerdem ist meine MZ-Schirmmütze weg. Es scheint ein Urlaub der Verluste und Ausfälle zu werden. Nur Lenin bleibt standhaft.

[img:3n1otoi8]http://i495.photobucket.com/albums/rr312/Wolf-Ingo/2010Kastilien56.jpg[/img:3n1otoi8]

[color=#808000:3n1otoi8][i:3n1otoi8]-- Hinzugefügt: 15/6/2010, 11:05 --[/i:3n1otoi8][/color:3n1otoi8]

13. Tag: Morgens scheint die Sonne, aber mit 8 Grad Außentemperatur ist es reichlich kühl. Um die Mittagszeit besteige ich die ETZ und versuche mein Glück nochmals in Cuellar, wo ich die Kirchenführung nur um Sekunden verpasse. Die Eingangstür schlägt mir praktisch vor der Nase zu. Wenigstens das Castillo von Iscar ist heute zu besichtigen. Während ich auf steilen Treppen und hohen Mauern herumkraxele, tun mir die Angreifer von damals leid. Schwindelnde Höhen und allgegenwärtige Schießscharten hätten die Erstürmung der Burg zum Selbstmordkommando werden lassen. Der Besichtigung folgt ein ca. 200 km langer Rundkurs zum Nationalpark Hoces del Rio und nach Sepulveda. Ich genieße es sehr, endlich wieder Kurven fahren zu können. Lenin ist in seinem Element. Die Straßen sind leider so holprig, dass ich das Vorhängeschloss meines Topcases verliere.

[img:3n1otoi8]http://i495.photobucket.com/albums/rr312/Wolf-Ingo/2010Kastilien/2010Kastilien58.jpg[/img:3n1otoi8]

[color=#808000:3n1otoi8][i:3n1otoi8]-- Hinzugefügt: 15/6/2010, 11:07 --[/i:3n1otoi8][/color:3n1otoi8]

Auf den Zeltplatz zurückgekehrt muss ich bekümmert feststellen, dass Samstag ist. So leer die spanischen Plätze an Wochentagen auch sein mögen, am Wochenende boxt dort der Papst. Großfamilien beziehen ihre Zelte und Wohnwagen, riesige Fernseher werden ins Freie geschleppt und Empfangsantennen unter Lebensgefahr in die Kronen der höchsten Bäume verschleppt. Ich höre den European Song Contest brüllend laut, und als wäre das noch nicht genug, kapert eine Armada von 10 bis 12jährigen Wandervöglern den Platz. Sie machen einen höllischen Radau. Selbst um ein Uhr nachts toben die entfesselten Infanten noch ungehindert in der Gegend herum. Ich beginne Herodes in einem milderen Licht zu sehen. Linderung verschaffen Ohrhörer und Radio Classica, obwohl Schönberg sonst gar nicht mein Fall ist.

[img:3n1otoi8]http://i495.photobucket.com/albums/rr312/Wolf-Ingo/2010Kastilien/2009Aragon19.jpg[/img:3n1otoi8]

[color=#808000:3n1otoi8][i:3n1otoi8]-- Hinzugefügt: 15/6/2010, 11:13 --[/i:3n1otoi8][/color:3n1otoi8]

14. Tag: Die Vögel werden jeden Morgen zutraulicher. Ich vermute einen Zusammenhang zwischen ihrem Verhalten und der wachsenden Zahl von Federn auf meiner Kleidung. Der Daunenschlafsack lässt grüßen. Heute heißt es Abschied nehmen. Da die Gemahlin schlechtes Wetter für Frankreich verkündet, denke ich darüber nach, meinen Standort ins südliche Spanien zu verlegen. Ein Blick auf den bereits 3.600 km gelaufenen Hinterradreifen lässt mich davon Abstand nehmen. Das Profil des 4.10ers reicht dazu wohl nicht mehr aus. Ich entscheide mich, der Wetterprognose zum Trotz, nach Frankreich zu fahren.

Bei herrlichem Wetter geht es um 11 Uhr los. Ich genieße die leeren und gut ausgebauten Straßen im spanischen Binnenland. Die Route führt mich von Penafiel über Aranda, Burgo, Berlanga, Almazan und Monteaguado in die Ebro-Ebene. Da Lenin stetigen Rückenwind verspürt, legt er los wie ein Weltmeister. Vollbepackt und hochbeladen düst er selbst lange Steigungen mit 125 kmh hoch und beschleunigt sogar noch spürbar, wenn ich mich klein mache und den Gasgriff voll aufdrehe. Wie gut, dass spanische Radarfallen Seltenheitswert genießen. Teuer wird es trotzdem, denn Lenin verlangt wieder einmal mehr als 7 Liter Superbenzin – plus Zweitaktöl, versteht sich.

In der Ebro-Ebene ist es heiß und stickig, der Wind kommt jetzt häufig von der Seite. Die Gegend bietet nichts Reizvolles. Um sie rasch zu verlassen, benutze ich bis Zaragoza ein etwa 75 km langes Autobahnstück, um dann auf der Nationalstraße bis Lleida weiterzufahren. Von dort aus führt mich der Weg über Balaguer, Artesa, Seu und Puigcerda wieder in die Pyrenäen. Als ich das Zelt schließlich in Casteil aufschlage, einem Gebirgsort etwa 50 km westlich von Perpignan, liegt eine Tagesetappe von 750 km hinter mir, davon 90 Prozent auf Landstraßen. Lenin hat sie in 9 Stunden bewältigt – eine Mittagspause und drei Tankstopps mit eingerechnet. Nicht schlecht für eine MZ.

(unten: Lenin am Castillo von Iscar)


[img:3n1otoi8]http://i495.photobucket.com/albums/rr312/Wolf-Ingo/2010Kastilien23.jpg[/img:3n1otoi8]

[color=#808000:3n1otoi8][i:3n1otoi8]-- Hinzugefügt: 15/6/2010, 11:15 --[/i:3n1otoi8][/color:3n1otoi8]

15. Tag: Der Platz von Casteil ist herrlich. Mitten im Bergwald gelegen, vermittelt er einem den Eindruck, völlig allein zu campen – zumindest dann, wenn man in der Nebensaison kommt und den obersten Stellplatz kapert. Mir ist das wieder einmal gelungen. Ich beschließe ausgiebig zu frühstücken, zu faulenzen und den Platz zu genießen. Der Himmel ist bewölkt, aber es bleibt trocken. Am Abend verkündet das Kurzwellenradio, Bundespräsident Köhler sei zurückgetreten. Ich verspüre Bedauern.

[img:3n1otoi8]http://i495.photobucket.com/albums/rr312/Wolf-Ingo/2010Kastilien/2010Kastilien62A.jpg[/img:3n1otoi8]

http://www.domainestmartin.com/

[color=#808000:3n1otoi8][i:3n1otoi8]-- Hinzugefügt: 15/6/2010, 11:17 --[/i:3n1otoi8][/color:3n1otoi8]

16. Tag: Heute geht es in den örtlichen Tierpark. Bereits gestern habe ich Fressalien für die Viecher eingekauft: Äpfel, Möhren, Knollensellerie, Bananen und Mais. Um meinen prall gefüllten Einkaufsbeutel an der Kasse vorbei zu schmuggeln, muss ich die schwere Motorradjacke als Tarnung darüber hängen. Da der gebirgige Rundkurs etwa 5 km lang ist, habe ich einiges zu schleppen. Gott sei dank bleibt das Wetter trocken und kühl.

Nur langsam wird der Futterbeutel leer: Mais mögen alle, Äpfel vor allem die Geisen, Bananen der Affe, Knollensellerie und Möhren bleiben Ladenhüter. Eine Mutprobe stellt die Aufgabe dar, dem mannshohen Emu das Mais auf der flachen Hand zu überreichen. Ich überwinde mich und kann erfreut feststellen, dass das Vieh nicht aggressiv ist. Ach ja, dem Löwen habe ich ein Putenschnitzel serviert – allerdings nicht auf der flachen Hand.

[img:3n1otoi8]http://i495.photobucket.com/albums/rr312/Wolf-Ingo/2010Kastilien/2009Casteil67.jpg[/img:3n1otoi8]

[color=#808000:3n1otoi8][i:3n1otoi8]-- Hinzugefügt: 15/6/2010, 11:18 --[/i:3n1otoi8][/color:3n1otoi8]

17. Tag: Der Morgen begrüßt mich mit ausgesprochen schönem Wetter. Heute stehen zwei Höhepunkte auf der Tagesordnung: die Besichtigung der Festung Salses und das abendliche Essen im wiedereröffneten Platzrestaurant von Casteil. Salses wurde zwischen 1497 und 1504 von den Spaniern zur Verteidigung des Roussillons gebaut und gilt als beispielgebendes Militärbauwerk, an dem sich die Entwicklung von der mittelalterlichen Burg hin zur modernen Festung ablesen lässt. Die Führung enttäuscht mich jedoch. Vor 23 Jahren war ich mit meiner Frau schon einmal hier. Damals konnte man den Bergfried und sein einzigartiges Verteidigungssystem viel eingehender unter die Lupe nehmen.

[img:3n1otoi8]http://i495.photobucket.com/albums/rr312/Wolf-Ingo/2010Kastilien/2010Kastilien63.jpg[/img:3n1otoi8]

[color=#808000:3n1otoi8][i:3n1otoi8]-- Hinzugefügt: 15/6/2010, 11:21 --[/i:3n1otoi8][/color:3n1otoi8]

Dem Vergnügen folgt die Pflicht. In Perpignan arbeite ich einen detaillierten Einkaufszettel meiner Gemahlin ab. Da der Supermarkt seit unserem letzten Besuch im Herbst 2009 umgeräumt und Produkte ausgelistet hat, dauert die Angelegenheit deutlich länger als geplant. Entschädigt werde ich im Platzrestaurant. Dessen Köchin reist jedes Jahr im Juni aus den Niederlanden an und verwöhnt die Gäste bis Anfang September mit ausgesprochenen Köstlichkeiten. Da die gute Frau ihr Metier von der Pike auf gelernt hat, hebt sich das Servierte wohltuend von den üblichen Touristenmenüs a la „Steak & Frites“ ab. Mir schmeckt der Fisch so gut, dass ich ihr einen Wein spendiere und im Lokal einen Toast auf sie ausbringe. Die gute Frau ist sichtlich gerührt.

(unten: die vom französischen Festungsbaumeister Vauban im 17. Jahrhundert befestigte Stadt Villefranche, ganz in der Näge meines Zeltplatzes)

[img:3n1otoi8]http://i495.photobucket.com/albums/rr312/Wolf-Ingo/2010Kastilien/2009Casteil52A.jpg[/img:3n1otoi8]

[color=#808000:3n1otoi8][i:3n1otoi8]-- Hinzugefügt: 15/6/2010, 11:22 --[/i:3n1otoi8][/color:3n1otoi8]

18. Tag: Gemahlin und Wetter in Deutschland erlauben mir einen weiteren sonnigen und warmen Tag auf diesem herrlichen Platz. Ich nutze ihn zum Faulenzen und Souvenir kaufen. Am frühen Abend gibt der Platzwirt einen Empfang. Er hat einen internationalen Preis bekommen. Ich finde, er hat ihn verdient.

[img:3n1otoi8]http://i495.photobucket.com/albums/rr312/Wolf-Ingo/2010Kastilien/2010Kastilien68.jpg[/img:3n1otoi8]

[color=#808000:3n1otoi8][i:3n1otoi8]-- Hinzugefügt: 15/6/2010, 11:25 --[/i:3n1otoi8][/color:3n1otoi8]

19. Tag: Ich packe und fahre um halb elf los. Der Tag ist heiß und sonnig. Zum Abschied gelingt mir ein Foto von Seltenheitswert: der wolkenlose Gipfel des Canigou. Da Lenin und ich keine Autobahn mögen, wählen wir eine Route quer durch das Zentralmassiv zum wohlbekannten Platz von Crest. Sie führt uns zunächst durch die Corbieres und dann quer durch das Audetal, etwa entlang der Strecke Ille, Belesta, Estagel, Tuchan, Durban, Thezan, Lezignan und St. Pons. Von dort aus nehmen wir das Zentralmassiv unter die Räder. Unser Weg führt durch die Orte Olargues, Bedarieux, Lunas, Lodeve, Ganges, St. Hyppolyte, Ales, Aubenas und Privas.

Unterwegs verblüfft Lenin eine Gruppe von Boxerfahrern, weil er scheinbar mühelos mit ihnen mithalten kann. Ich bekomme anerkennende Kommentare zu hören und muss an der Ampel ganz nach vorne fahren, damit alle seinen schönen Körper bewundern können. Weniger angenehm in Erinnerung bleibt mir eine andere Begegnung. Irgendwo im Zentralmassiv kommt mir auf enger und kurviger Strecke ein rasender Motorradfahrer in extremer Schräglage entgegen. Da er trotz Gegenverkehr mehrere PKWs überholt, fehlt mir ohnehin bereits die Hälfte der eigenen Fahrbahn. Den Rest versperrt der Depp, indem er mich mit weit ausgeholter Hand begrüßt. Leute gibt’s…

Gegen 20 Uhr laufen Lenin und ich in Crest ein. Ich nehme eine Hütte und stürze mich wie ein hungriger Wolf auf die Spaghetti des Platzrestaurants. Beim abendlichen Weinabsacker komme ich mit einer Motorradfahrergruppe aus Balingen ins Gespräch. Und siehe da: Sie kennen Hans, haben aber keine Ahnung, dass er MZ fährt.

(im Hintergrund: Städtchen Ille im Tet-Tal, Canigou)

[img:3n1otoi8]http://i495.photobucket.com/albums/rr312/Wolf-Ingo/2010Kastilien/2010Kastilien70.jpg[/img:3n1otoi8]

[color=#808000:3n1otoi8][i:3n1otoi8]-- Hinzugefügt: 15/6/2010, 11:29 --[/i:3n1otoi8][/color:3n1otoi8]

20. Tag: Nach dem Schmieren und Spannen der Kette komme ich gegen 10.30 Uhr in Crest los. Ich wähle die Autobahn bis Lyon, um dann auf der Nationalstraße bis Besancon weiterzufahren. Ich stehe an einer Ampel in Lons le Saunier, als ein altes Guzzi-Gespann von hinten herantuckert. Der Fahrer und seine Sozia sind völlig aus dem Häuschen, als sie Lenins ansichtig werden. Sie rufen und winken wie verrückt, doch kann ich leider kein Wort verstehen. Auf der Autobahn nach Mulhouse hat Lenin dann schon seinen nächsten großen Auftritt. Ich gebe ihm derart die Sporen, dass mir der Fahrer einer alten R 100 an der Mautstation zu verstehen gibt: „Die läuft aber gut!“

Am frühen Abend habe ich Freiburg erreicht und nehme nun - quer über den Schwarzwald – Kurs auf Balingen. Hans und Margit nehmen mich freundlich auf und gewähren mir Kost und Quartier für die Nacht. Den Abend verbringen wir mit einem Arbeitskollegen von Hans und dessen Frau. Es sind sehr anregende Gespräche, die uns bis weit nach Mitternacht auf den Beinen halten.

(unten: Auf dem Motocampingplatz nahe Crest haben Hans und ich schon auf der Hinfahrt in einer Hütte übernachtet. Im Bild die beiden Emmen und der Verfasser)

[img:3n1otoi8]http://i495.photobucket.com/albums/rr312/Wolf-Ingo/2010Kastilien/2010Kastilien05.jpg[/img:3n1otoi8]

http://www.lecampingmoto.com/

[color=#808000:3n1otoi8][i:3n1otoi8]-- Hinzugefügt: 15/6/2010, 11:31 --[/i:3n1otoi8][/color:3n1otoi8]

21. Tag: Unter dräuenden Gewitterwolken fahren Lenin und ich am Nachmittag in Richtung Coburg. Auf der Autobahn hole ich nochmals alles aus ihm heraus, was geht. Die gesamte lange Steigung der A 81 aus dem Jagsttal heraus nimmt der voll beladene Zweitakter mit etwa 130 kmh (Fahrradtacho!). Der Motor jubelt dabei im fünften Gang mit etwa 5.500 Umdrehungen. Nur eins darf uns jetzt nicht unterkommen: Ein Langsamfahrer, der die Drehzahl auf unter 4.500 absacken lässt. Dann wären bis zum Ende der Steigung womöglich nur noch 97 kmh angesagt. Zum Glück bleibt die Bahn ganz frei. In Würzburg zahle ich willig die Verbrauchs-Zeche für meine zügellose Gashand: 7,7 Liter auf 100 km sind der Spitzenwert in diesem Urlaub.

Um 16 Uhr kann ich meine Frau nach drei Wochen Abwesenheit endlich wieder in die Arme schließen. Wir sind beide sehr erleichtert, dass die 6.200 km lange Reise unfallfrei und ohne Pannen verlief. Ein bisschen stolz bin ich darauf auch. Schließlich habe ich das Motorrad vor drei Jahren bis zur letzten Schraube zerlegt und anschließend restauriert. Das gilt übrigens auch für den Motor. Lenin scheint die Spritmassen wirklich zu brauchen. Eine Inspektion nach der Reise ergab: Seine Zündkerze war nahezu frei von Rückständen, und dort, wo sich kleinere Mengen befanden, hatten sie eine helle, fast gelbe Farbe. Dann soll er halt saufen, der Bock. Ich lebe ja auch nicht abstinent!

(unten: Lenin und der Verfasser nach der Rückkehr von ihrem 6.200 km langen Trip durch Frankreich und Spanien)

[img:3n1otoi8]http://i495.photobucket.com/albums/rr312/Wolf-Ingo/2010Kastilien/2010Kastilien71A.jpg[/img:3n1otoi8]

[color=#808000:3n1otoi8][i:3n1otoi8]-- Hinzugefügt: 15/6/2010, 11:33 --[/i:3n1otoi8][/color:3n1otoi8]

Das wars Leute!

Gruß

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Re: 6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon biebsch666 » 15. Juni 2010 11:34

:top: :top: :top: :top: :top: :top: :top: :top: :top: :top: :top: :top: :top: :top: :top: :top: :top: :top: :top: :top: :top: :top: :top: :top:
Schön!!!
Mehr gibt es nicht zu sagen!!!
Gruß vom Biebsch

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Re: 6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon Lorchen » 15. Juni 2010 11:46

Neid... :(
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Re: 6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon Zündnix » 15. Juni 2010 11:49

Klasse Bericht.

Hans aus Balingen ist nicht zufällig auch im Forum?

Grüße
Enrico
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Re: 6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon Wolf-Ingo » 15. Juni 2010 11:52

hi,
meines Wissens ist Hans nicht im Forum vertreten.
Gruß
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Re: 6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon Mori » 15. Juni 2010 12:01

Schöner Reisebericht! Was mich aber noch viel mehr freut ist, dass ich deinen Begleiter Hans sehr gut durch mehrere Atlantikurlaube kenne. Das war gerade echt eine Überraschung, als ich das gelesen habe :)

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Re: 6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon Wolfgang » 15. Juni 2010 12:14

Hallo Wolf-Ingo,

super Tour und ein wunderschöne Bericht.


Kannst noch was zu deiner ETZ sagen ? (Umbauten, Tank usw. )


Gruß

Wolfgang
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Re: 6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon mecki » 15. Juni 2010 12:38

Beeindruckend :respekt:

Gruß, Mecki
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Re: 6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon trabimotorrad » 15. Juni 2010 12:44

Eine beeindruckende Tour, wunderschön wiedergegeben. Das war ein klasse Lektüre in der Mittagspause. :ja:
Danke
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Re: 6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon mutschy » 15. Juni 2010 12:55

trabimotorrad hat geschrieben:Eine beeindruckende Tour, wunderschön wiedergegeben. Das war ein klasse Lektüre in der Mittagspause. :ja:
Danke

Wie langs hast du denn Mittagspause? :gruebel:

Aber ansonsten sehr schön geschrieben, auch die historischen Hintergründe der einzelnen Bauwerke waren nich ganz uninteressant :mrgreen:

Gruss

Mutschy
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Re: 6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon muffel » 15. Juni 2010 13:14

Sehr schöne Tour und eine sehr angenehm zu lesende Beschreibung dieser. Eine Sache musst Du mir aber erklären, mit welchen Argumenten überzeugt man seine Gattin am besten von der unabdingbaren Notwendigkeit eines dreiwöchigen Solo-Motoradtrips? :oops:

Viele Grüße

Uwe
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Re: 6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon lothar » 15. Juni 2010 13:35

Sehr schöne Tour. Die Castillos sind ja ausgesprochen hübsch und jedes irgendwie anders ... könnte man echt Lust drauf bekommen.
Klasse Bericht!

Gruß
Lothar
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Re: 6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon Wolf-Ingo » 15. Juni 2010 13:54

[quote="Wolfgang":23cpdvgm]Hallo Wolf-Ingo,

Kannst noch was zu deiner ETZ sagen ? (Umbauten, Tank usw. )[/quote:23cpdvgm]


Hallo Wolfgang,

gern:

Motor: 300 ccm mit Bohrung 75,75 mm. Der Zylinder hat bearbeitete Kanäle vom MZ-Cup-Rennfahrer Rudi Hehenberger (der hat den Cup auch gewonnen).

Elektrik: LimMa-Tronic, viele Relais und etwas Schnickschnack (Bordsteckdose, Voltmeter, Zeituhr, Fahrradtacho)

Tank: Maßgeschneiderter 23 Liter Alutank von Reinschlüssel (sauteuer) www.alu-reinschluessel.de ,

Bremsen und Antrieb: Stahlflex und 20er Ritzel

Reifen: 3.50 - 18 vorn, 4.10 18 hinten (Ex-NVA-ETZ)

Sonstiges: Einzelsitz, modifizierte Krauserkoffer direkt an Vopo-Kofferträger montiert (baut sehr schmal), Gepäckträger hinten von BMW (alte Boxermodelle). Der Gepäckträger ist mit einer Aluplatte verschraubt, die anstelle des Soziassitzes auf dem Hilfsrahmen der ETZ verschraubt ist. Auf ihm ist auch das Topcase befestigt. Tankrucksack von Harro für BMW K 100.

Das Fahrzeug habe ich vor drei Jahren von einem Bundesmarineschiffskoch mit 11.400 km erstanden. Der technisch völlig unbedarfte Mann hatte es verstanden, eine breite Schneise der Zerstörung anzurichten. Es folgte 2007 der völlige Neuaufbau mit vielen Neuteilen (Telegabel, Kurbelwelle, Lager etc.). Km-Stand jetzt: 27.500. Lenin wird nur für Langstrecken benutzt. Mischungsschmierung (keine Ölpumpe!). Die ETZ wird betrieben mit 1 : 70, ausschließlich Synthetiköl

Viele Grüße
Wolf-Ingo
Zuletzt geändert von ETZChris am 24. Juni 2010 14:48, insgesamt 3-mal geändert.
Grund: Zitat repariert. ETZChris

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Re: 6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon colossos10 » 15. Juni 2010 13:58

Den lobenden Worten kann ich mich nur bedingungslos anschließen.
Ein sehr schöner Reisebericht. :gut:

muffel hat geschrieben: Eine Sache musst Du mir aber erklären, mit welchen Argumenten überzeugt man seine Gattin am besten von der unabdingbaren Notwendigkeit eines dreiwöchigen Solo-Motoradtrips?

Berechtigte Frage... :mrgreen:
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Re: 6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon Wolf-Ingo » 15. Juni 2010 13:58

[quote="muffel":2fvv7cm5] Eine Sache musst Du mir aber erklären, mit welchen Argumenten überzeugt man seine Gattin am besten von der unabdingbaren Notwendigkeit eines dreiwöchigen Solo-Motoradtrips? :oops:
[/quote:2fvv7cm5]

hi Muffel,

langsam anfangen und dann kontinuierlich steigern! Erst ein Wochenende solo abdüsen, dann für ein paar Tage, es folgt eine Woche, dann deren zwei usw. usf. Im Laufe der Jahre gewöhnt sich die Gute schon dran. Und immer was mitbringen!

Gruß

Wolf-Ingo

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Re: 6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon TS-Jens » 15. Juni 2010 14:02

Einfach nur :gut:
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Re: 6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon mutschy » 15. Juni 2010 14:15

Wolf-Ingo hat geschrieben:hi Muffel,

langsam anfangen und dann kontinuierlich steigern! Erst ein Wochenende solo abdüsen, dann für ein paar Tage, es folgt eine Woche, dann deren zwei usw. usf. Im Laufe der Jahre gewöhnt sich die Gute schon dran. Und immer was mitbringen!

Gruß

Wolf-Ingo

Komisch, ich hab von meinen samstagnachmittäglich Simson-Touren auch immer was mitgebracht, aber mit schwarzen Fingern konnte meine Frau nie was anfangen :twisted:

Gruss

Mutschy
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Re: 6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon Wolf-Ingo » 24. Juni 2010 13:37

Nachzutragen wäre:

1. Durchschnittlicher Benzinverbrauch auf der gesamten Strecke: 6,9 Liter
2. Haltbarkeit des Hinterradreifens 4.10 H 18 Heidenau K 36: 7.000 km (1,5 mm Restprofil)
3. Zweitaktölverbrauch: auf 6.200 km: 7 Liter

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Re: 6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon ETZChris » 24. Juni 2010 14:05

eine wirklich tolle reise und ein wunderbarer bericht :gut:
Gruß Christian

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Re: 6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon r4v3n » 24. Juni 2010 14:11

ein wirklich sehr schöner und vor allem detailreicher bericht! glückwunsch, dass dein lenin dich nicht im stich gelassen hat, so muss es sein :)
mich würde interessieren, ob du dir die routen auf karte aufgetragen hast oder ob dich ein kleiner elektronischer helfer navigiert hat?

mfg

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Re: 6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon ETZChris » 24. Juni 2010 14:22

ach ja. wärest du so nett und würdest deine route mal in googlemaps hier vorstellen? :oops: also nur die tour, die tagestouren nicht.
Gruß Christian

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Re: 6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon DerKnecht » 24. Juni 2010 14:33

Schön!

Was hast du für einen Tank auf der ETZ, wieviel Liter fasst er?

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Re: 6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon ETZChris » 24. Juni 2010 14:47

Wolf-Ingo hat geschrieben:Tank: Maßgeschneiderter 23 Liter Alutank von Reinschlüssel (sauteuer) www.alu-reinschluessel.de ,



;)
Gruß Christian

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Re: 6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon r4v3n » 24. Juni 2010 15:01

au au au, die preise treiben doch tatsächlich tränen in die augen.
ich glaub die aussage "sauteuer" wird dem leider noch nicht ganz gerecht ... :)

mfg

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Re: 6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon mecki » 24. Juni 2010 18:11

Nachdem sich unser Singemeister Colossos auch noch zu Wort meldete fällt mir da auch noch ein Fahrtenlied ein:

Am Abendhimmel blitzerhellt,erfüllt mit Saus und Sturm,
steht hell und wuchtig Carcasonne nur Mauer Zinn und Turm......
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Re: 6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon Wolf-Ingo » 24. Juni 2010 20:03

[quote="r4v3n":17cdse7l]
mich würde interessieren, ob du dir die routen auf karte aufgetragen hast oder ob dich ein kleiner elektronischer helfer navigiert hat?
mfg[/quote:17cdse7l]

hi,

ich bin ein noch ziemlich rüstiges Altmodell, will heißen: Ein elektronischer Helfer existiert nicht. Stattdessen Navigation nach der guten alten Karte. Da die Linsen auf die Nähe nicht mehr so ganz mitmachen, schreibe ich mir eine Roadmap mit großen Buchstaben auf Papier und stecke dieses in die Klarsichthülle des Tankrucksacks. Funzt seit vielen Jahren erstklassig.

Gott zum Gruße
Wolf-Ingo

[color=#808000:17cdse7l][i:17cdse7l]-- Hinzugefügt: 24/6/2010, 20:06 --[/i:17cdse7l][/color:17cdse7l]

[quote="ETZChris":17cdse7l]ach ja. wärest du so nett und würdest deine route mal in googlemaps hier vorstellen? :oops: also nur die tour, die tagestouren nicht.[/quote:17cdse7l]

hi,

versuch ich gern, sobald ich vom Domi-Treffen nächste Woche zurück bin. Da ich absolut keine Erfahrung damit habe, wäre ich für den einen oder anderen praktischen Hinweis, wie man das genau anstellt, sehr dankbar.

Beste Grüße
Wolf-Ingo

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Re: 6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon DerKnecht » 24. Juni 2010 20:40

Wolf-Ingo hat geschrieben:
ETZChris hat geschrieben:ach ja. wärest du so nett und würdest deine route mal in googlemaps hier vorstellen? :oops: also nur die tour, die tagestouren nicht.


versuch ich gern, sobald ich vom Domi-Treffen nächste Woche zurück bin. Da ich absolut keine Erfahrung damit habe, wäre ich für den einen oder anderen praktischen Hinweis, wie man das genau anstellt, sehr dankbar.


1. http://maps.google.de/
2. Ins weiße Feld oben deinen Startort eintragen -> Enter drücken
3. Links auf "Routenplaner", "Ziel hinzufügen" -> nächsten Ort unter deinem Startort eingeben
4. Erneut "Ziel hinzufügen" -> nächsten Ort eingeben - usw
5. Nach der Eingabe aller Orte auf "Route berechnen" (wenn du möchtest, kannst du vorher noch unter "Optionen anzeigen" Autobahnen deaktivieren)
6. Rechts oben über der Karte steht "Link" -> 1x anklicken -> oberen Link kopieren
7. Hier im Beitrag einfügen

8. Punkt 8 ist gratis - staunende Gesichter :ja:

MfG DK

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Re: 6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon lallemang » 25. Juni 2010 00:09

Sehr fein! :zustimm:

Bei eventueller Wiederholung kannst' gerne 'ne Kaffeepause bei mir machen :wink:

Gry§e Peter

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Re: 6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon Str!k3r » 25. Juni 2010 01:32

Toller Bericht! Und alle Achtung das Lenin keine Pannen hatte.

Grüße aus Steinach.

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Re: 6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon ths » 25. Juni 2010 04:57

Sehr schöner Bericht, der sich wohltuend vom üblichen 2 Rad Reisejournalismus abhebt.
Es geht auch ohne High Tech Campingausrüstung und und computergesteuerte 120 PS, die laut Motorradmagazinen mindestens benötigt werden..
Die Ecke in Südfrankreich und den Pyrenäen kenne ich, da will ich auch mal wieder hin.
Die Rückreise ab Narbonne hab ich Weichei allerdings mit dem Autoreisezug erledigt.

Gruß

Thomas

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Re: 6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon rängdäng » 25. Juni 2010 06:54

Moin Moin

Einfach ganz toll :ja:
Das war eine Lesestunde die zum Träumen verführt
8)
wasserdicht

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Re: 6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon ETZChris » 25. Juni 2010 08:01

DerKnecht hat geschrieben:
Wolf-Ingo hat geschrieben:
ETZChris hat geschrieben:ach ja. wärest du so nett und würdest deine route mal in googlemaps hier vorstellen? :oops: also nur die tour, die tagestouren nicht.


versuch ich gern, sobald ich vom Domi-Treffen nächste Woche zurück bin. Da ich absolut keine Erfahrung damit habe, wäre ich für den einen oder anderen praktischen Hinweis, wie man das genau anstellt, sehr dankbar.


1. http://maps.google.de/
2. Ins weiße Feld oben deinen Startort eintragen -> Enter drücken
3. Links auf "Routenplaner", "Ziel hinzufügen" -> nächsten Ort unter deinem Startort eingeben
4. Erneut "Ziel hinzufügen" -> nächsten Ort eingeben - usw
5. Nach der Eingabe aller Orte auf "Route berechnen" (wenn du möchtest, kannst du vorher noch unter "Optionen anzeigen" Autobahnen deaktivieren)
6. Rechts oben über der Karte steht "Link" -> 1x anklicken -> oberen Link kopieren
7. Hier im Beitrag einfügen

8. Punkt 8 ist gratis - staunende Gesichter :ja:

MfG DK


gute beschreibung. :gut:

und wenn es nicht ganz so passt, was google einem da vorschlägt, kann man mit der maus die route noch auf die richtige strasse ziehen.
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Re: 6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon Wolf-Ingo » 28. Juni 2010 18:28

Dem Knecht sei an dieser Stelle ausdrücklich gedankt. Ohne ihn hätte ich die Strecke nicht wunschgemäß auf die Karte von Google.map übertragen können. Auf dieser Karte hier ist die Hinfahrt vermerkt, es folgt eine weitere mit der Rückfahrt. Beides zusammen auf eine Karte zu montieren scheiterte an einer überforderten Google-Software.

Freundlich Grüße
Wolf-Ingo

http://maps.google.de/maps?f=d&source=s ... =UTF8&z=10

[color=#808000:231la7bl][i:231la7bl]-- Hinzugefügt: 28/6/2010, 20:17 --[/i:231la7bl][/color:231la7bl]

Hier die Rückreise Spanien - Mulhouse (die Strecke ab da bis Coburg ist dieselbe wie auf der Hinfahrt)

http://maps.google.de/maps?f=d&source=s ... 040527&z=6

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Re: 6.200 km mit Lenin durch Spanien

Beitragvon rängdäng » 29. Juni 2010 08:41

DerKnecht hat geschrieben:Schön!

Was hast du für einen Tank auf der ETZ, wieviel Liter fasst er?


ETZChris hat geschrieben:
Wolf-Ingo hat geschrieben:Tank: Maßgeschneiderter 23 Liter Alutank von Reinschlüssel (sauteuer) http://www.alu-reinschluessel.de ,



;)


Moin moin

Dann ist ja durch den Tank eine richtig grosse Menge Kraftstoff hindurch geflossen
bei km 6200 :ja:
wasserdicht

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