ES125 (1962/63) - Restauration im Schneckentempo

Fragen zu bestimmten Modellen?!

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ES125 (1962/63) - Restauration im Schneckentempo

Beitragvon lothar » 24. April 2006 10:46

Schuld an allem ist eigentlich @der lange !!!

Er veröffentlichte den verführerischen Iehbei-Tipp, danke, langer :bussi:

Offizieller Produktionsstart für die ?kleinen? ESsen war - soweit
mir bekannt ist - Oktober 1962. In der Artikelbeschreibung stand
jedoch ?ES125 Baujahr 1961?.
@der lange vermutete den ?heiligen Gral? eines frühen Modells.

Ganz unmöglich schien es mir nicht, wurden doch seinerzeit
in der sozialistischen Produktion auch Entwicklungsmuster aufgemotzt
um verkauft zu werden, und um damit die VEB-Planerfüllung am
Jahresende zu sichern.

Eine Nachfrage beim Iehbei-Anbieter ergab:
Werksausgang 9. Nov. 1962, eingetragenes Baujahr 1963,
DDR-KfZ-Brief vorhanden.

Nun ja, auch nicht ganz schlecht. Also, Preislimit gesetzt
und los gings: Eins zwei drei ....meins.

Hmmm, das isse nu, zu Hause in der MZ-Familie angekommen:
links.jpg



Der erste Tag des gegenseitigen Bekanntmachens war der historischen
Spurensuche gewidmet. Das hat so etwas Spannendes, ?Archäologisches?...
typschi.jpg

Die dreitausendachthundertdreiundachtzigste ES125!

Ganz offensichtlich war die 125er in Zschopau das Pilotmodell,
anders ist die schon relative hohe Fg.-Nummer im bereits
zweiten Produktionsmonat kaum zu erklären.

Schade, dass so ein Dussel dennoch das Jahr 1963 in den KfZ-Brief
eingetragen hat anstatt 1962, der Brief enthält schließlich das
Datum ?Zschopau, den 9. November 1962?.

Doch schauen wir mal, was so alles aus den frühen Zeiten erhalten
geblieben ist.

Da wäre als erstes der Vergaser, 22KNB, sieht sehr nach RT125 aus.
Der entsprechende Tupfervergaser für die 150er 24KN unterschied sich
durch das abnehmbare Schwimmergehäuse und war insgesamt voluminöser.
22knb.jpg



Die berühmte Einzelschraube an der Vorderradschwinge. 3 Jahre später
waren es zwei Schrauben, die den Schwingebolzen arretierten.
v-schw.jpg



Der alte, an der Getriebe-Unterseite unverrippte Originalmotor.
Bei den Entwicklungsmustern stimmten noch Motor- und FgNr. überein.
In der Serie drifteten dann die Zählfolgen auseinander. Immerhin wurde hier
Rahmen 3883 mit Motor 4055 gepaart, also noch recht nah beieinander.
fg-nr.jpg



Der Fußbremshebel, wie er bei der RT125 war.
fussbr.jpg


Schade um das schöne Heckemblem, war wohl gerade kein
geeigneter Kleber zur Hand...
125embl.jpg


War auf dem Iehbei-Bild nicht zuerkennen, ist natürlich ein
hübscher Überraschungs-Bonus, der alte Tacho, wie er auch bei der parallelen
ES250/1-Serie verwendet wurde. Abgesehen vom vergammelten Chromring
ist er sehr gut erhalten und funktioniert einwandfrei. Die Laufleistung halte ich
mit 45.746km durchaus für realistisch.
tacho.jpg



Die frühen Lampenembleme waren mit dem matten grünen Lack
ausgelegt, der später durch einen glasklaren ersetzt wurde, so wie
auch bei den gegenwärtig angebotenen Nachbauten.
emblem.jpg



Der erste Steckkontakt befand sich am Bremslichtschalter und war dem
Zündkerzenstecker nachempfunden. Der Draht ist leider ab.
r-kontkt.jpg


Typisch für die frühen Modelle war auch die hintere Bremsankerplatte
mit der 45° nach oben gerichteten Bowdenzugeinführung.
BREANKER.JPG



Die ursprünglich etwas schwächer ausgeführte hintere Schwinge mit
der aufgeschweißten Verstärkung in Höhe der Achse.
hi-schw.jpg



Der dreiteiligen Auspuff mit dem Endstück und der Sicke davor.
Ein Schlüsselerlebnis, soviel schon darüber gehört, nun erstmalig
?zum Anfassen?.
ausp3x.jpg



Absolut überraschend war für mich die Ausführung des vorderen Teils des
Hinterradkotflügels: Stahlblech. Bislang waren mir nur die dicken,
schwarzen Kunststoffteile bekannt. Das erklärt möglicherweise auch
die Beobachtung, dass bei den ersten Modellen dieses Teil generell
in der Rahmenfarbe gespritzt war. Die problematische Kunststoffoberfläche
ließ sich nicht mehr so einfach lackieren und blieb dann später schwarz..
blech.jpg



Auch überraschend: Die Lampenblende. Dass die Blende tiefer
in die Lampe eintauchte, also einen breiteren Rand hatte, war mir schon
bekannt, aber dieses Material war nicht das, aus dem die Blenden später
gefertigt wurden. Es ist durchsichtig und ? man staune ? nach 43 Jahren absolut
elastisch. Möglicherweise so eine Art Perlon/Dederon???
la-ble.jpg


Ein Blick in die Lampe zeigt den Zündlichtschalter mit Schraubverbindungen
und den in einer Federmimik aufgehängten Blinkgeber.
lampe.jpg



Möglicherweise sind die spitzen Handgriffe auch historisch, später wurden
die Enden kugelig verdickt ausgeführt.
lenker.jpg


Der erste Choke-Hebel war schlank, später war der Hebelansatz
etwas ?barocker? geformt.
lu-hebl.jpg


Die Sicherungsplatte mit der kurzen, dicken 25-A-Knubbelsicherung.
si-bret.jpg


Der Vorbesitzer hatte so etwas Ähnliches wie Terpentin in den Tank gefüllt.
Das hatte natürlich den Vergaser ziemlich zugeharzt, der Tank ist jedoch (dadurch?)
in einem fantastischen Zustand, keine Spur von Rostansatz.

Alles in allem ein hübscher Zuwachs in MZ-Familie. Gute Restaurationsbasis,
würde man sagen. Und, nicht ganz unwichtig: Ein weiterer Schritt in die richtige
Richtung, nämlich, dass die Frau die zahlenmäßige Übersicht verliert. Ich sage euch,
danach ist alles viel einfacher...

Nach Auswechslung des Unterbrecherkontaktes gab es wieder einen ordentlichen
Zündfunken. Terpentin raus, gut mir Benzin durchgespült und nach dem fünften
Kick gab das ?Baby? seinen ersten Laut. Ich denke, man kann es nachvollziehen:
Ein fantastischer Moment. Ob das mit einer 44jährigen Ducati auch so funktionieren
würde, muss die Zukunft zeigen...
rechts.jpg


Zu der Lachsroten 1963er, die derzeit im Aufbau ist, könnte
ich mir diese in Lichtblau als Partner gut vorstellen. Dann hätten wir das
Titelbild aus dem ?Motorjahr? schon ziemlich komplett. Weiß noch jemand
wo man einen solchen Siedlungsblock als Hintergrund findet???
motoj.jpg


Lothar, April 2006
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Beitragvon tippi » 24. April 2006 11:09

sehr schön, Lothar
die Garage und der Garten scheinen wieder eingeräumt.
so langsam muss ich wirklich mal vorbeikommen und ein neugieriges Auge auf deine MZ-ten werfen.
@Hintergrung: in DD Leubnitz steht m.E. ein würdiger Hintergrund fürs Foto zur Verfügung

Gruss Jan

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Beitragvon lothar » 24. April 2006 11:22

tippi hat geschrieben:@Hintergrung: in DD Leubnitz steht m.E. ein würdiger Hintergrund fürs Foto zur Verfügung
Gruss Jan

Oha! Dann wird die Restauration möglicherweise ein Wettlauf mit der Abrissbirne....

Lothar
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Re: ES125 - erste Begutachtung des Neuzugangs

Beitragvon Trophy-Treiber » 24. April 2006 11:29

lothar hat geschrieben:Und, nicht ganz unwichtig: Ein weiterer Schritt in die richtige
Richtung, nämlich, dass die Frau die zahlenmäßige Übersicht verliert. Ich sage euch,
danach ist alles viel einfacher...




*gröööl* :D

aber.......die dunklen Wintertage scheinen gerettet. :wink:

Herzlichen Glückwunsch.

Und sollte Deine Frau doch einmal die Stimme des Einspruchs erheben: verweise sie an den Urheber allen Übels, der sich da nennt der lange
Gruß
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Beitragvon MZ BIKER INGOLSTADT » 24. April 2006 11:29

ach in Gera und Jena findest bestimmt auch noch solche Blöcke

standen doch überall in der DDR

übrigens: herzlichen Glückwunsch zum erstandenen mopped! Und viel spass beim zerlegen&zusammensetzen...

grüße
Sauft's net so vui... trinkt's lieber a Bier! (Karl Valentin)

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Beitragvon der lange » 24. April 2006 12:47

aha! nu bin ich wieder mal schuld. :roll:

denn mach dich mal ran. mein neidischer blick auf den tacho wird dir sicher eine weile nachschleichen.
zum vergaser: die rt hatte aber keinen luftschieber.

ein paar detailbilder zur tanklackierung könntest du ja noch veröffendlichen.

-übrigens: stilechte "hintergrundmotive" findest du auch heute noch an vielen stellen.

Bild
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Beitragvon lothar » 24. April 2006 15:01

der lange hat geschrieben:aha! nu bin ich wieder mal schuld. :roll:

Du bist im angenehmen Sinne schuldig...

der lange hat geschrieben:denn mach dich mal ran. mein neidischer blick auf den tacho wird dir sicher eine weile nachschleichen.

Umso mehr freu ich mich...

der lange hat geschrieben:zum vergaser: die rt hatte aber keinen luftschieber.

Da hast du Recht, ist aber wahrscheinlich der einzige Unterschied zur RT125/3.

der lange hat geschrieben:ein paar detailbilder zur tanklackierung könntest du ja noch veröffendlichen.

Das würde nicht viel bringen, gerade auf dem Tank wurde viel per Hand ausgebessert, von der Linierung ist überhaupt nichts mehr zu erkennen.

der lange hat geschrieben:-übrigens: stilechte "hintergrundmotive" findest du auch heute noch an vielen stellen.

Ja, sicher, war ja auch nur spaßig gemeint. Dein Hintergrund ist ja auch sehr historisch. Möglicherweise könnte die SPD daran noch Interese bekunden...

Gruß
Lothar
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Re: ES125 - erste Begutachtung des Neuzugangs

Beitragvon 2Takt-Pit » 24. April 2006 18:26

@Lothar

Schade, dass so ein Dussel dennoch das Jahr 1963 in den KfZ-Brief
eingetragen hat anstatt 1962, der Brief enthält schließlich das
Datum ?Zschopau, den 9. November 1962?.

Ja Lothar bei mir ist das genau andersrum
Baujahr in den Papieren steht Bj. Dezember 1962 und auf dem Typenschild Bj.1963, da wareb die 62' Schilder wohl gerade alle.


@Lothar
Die Sicherungsplatte mit der kurzen, dicken 25-A-Knubbelsicherung.
Gibt es das Format heute noch...???
Bild

fast garnicht mehr zu bekommen, immer die Augen aufhalten wenn Du zu teilemärkte gehst!

@Lothar
, nämlich, dass die Frau die zahlenmäßige Übersicht verliert. Ich sage euch,
danach ist alles viel einfacher...

Genau, Lothar habe ich auch bemerkt, nach der 4 MZ hat Sie vollkommen den Überblick verloren und merkt garnichtmehr wenn eine mehr da steht :D

feines Orginalteil haste da aufgetrieben-Gratulation-

hab mich damals auch sehr gefreut eine Orginale unverbastelte und mit allen Papieren ausgerüstete ES175/1 zu ergattern :D
Bild


Gruß aus Berlin
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Beitragvon Philo » 24. April 2006 19:27

Glückwunsch zum Kauf,

sieht gut aus Deine "neue" ES.

Gruß Philo
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Re: ES125 - erste Begutachtung des Neuzugangs

Beitragvon Lorchen » 25. April 2006 07:08

lothar hat geschrieben:Der erste Steckkontakt befand sich am Bremslichtschalter und war dem
Zündkerzenstecker nachempfunden.

Hab ich noch nie so gesehen. :shock:

lothar hat geschrieben:Möglicherweise sind die spitzen Handgriffe auch historisch, später wurden
die Enden kugelig verdickt ausgeführt.

Ich denke schon. Obwohl meine 61er ES 250 schon die Griffe mit verdickten Enden dran hat, muß aber bei mir nicht original sein. 2Takt-Pits ES 175 von 1962 hat spitze Griffe.

lothar hat geschrieben:Ein weiterer Schritt in die richtige
Richtung, nämlich, dass die Frau die zahlenmäßige Übersicht verliert. Ich sage euch,
danach ist alles viel einfacher...

:lol: Kenn ich, über den Punkt bin ich schon lange hinaus.

Ein schönes, sehr frühes Modell, Lothar, mit vielen alten Details. :gut: Sowas zu restaurieren lohnt immer. Da könnte sie noch viel schlimmer aussehen.
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Re: ES125 - erste Begutachtung des Neuzugangs

Beitragvon Mike » 25. April 2006 07:52

@Eine Nachfrage beim Iehbei-Anbieter ergab:
Werksausgang 9. Nov. 1962, eingetragenes Baujahr 1963,
DDR-KfZ-Brief vorhanden.@


Hi Lothar

Der 9.11. 1962 ist das Datum der Erteilung der "allgemeinen Betriebserlaubnis" und hat nichts mit dem Baujahr zu tun.

Die erste ABE ging wohl auf die Nullserie zurück und ist demzufolge älter als der 9.11.62.

Die ABE deiner ES gilt für die Großserienproduktion.
Die Maschinen, die ein älteres Datum ("Zschopau, den .....") im Brief stehen haben sind also der Nullserie zuzuordnen, die ein jüngeres Datum haben dann einer technischen Weiterentwicklung, die beim KTA in Dresden vom Hersteller Beantragt werden musste.

Kurz gesagt, das Datum sagt nur etwas über die Zulassung der damals aktuell produzierten Serie aus, die eine ABE erhalten hat aber nichts über das Herstellungsdatum. Das steht auf dem Typenschild.

Ist doch heute noch so. Nur heissen die nicht mehr KTA-Dresden sondern KBA-Flensburg.

PS: Punkte wurden in Dresden auch nicht eingetragen :twisted:

Gruß Mike
Zuletzt geändert von Mike am 16. September 2008 21:25, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: ES125 - erste Begutachtung des Neuzugangs

Beitragvon lothar » 25. April 2006 09:43

Mike hat geschrieben:Der 9.11. 1962 ist das Datum der Erteilung der "allgemeinen Betriebserlaubnis" und hat nichts mit dem Baujahr zu tun...

@Mike
So ganz bin ich da nicht überzeugt. Leider habe ich im Moment keinen Scan des betreffenden Briefes der ES125, dafür aber den meiner anderen 1963er ES150:
brief.jpg


Der 27. Oktober 1961 ist das ABE-Datum. Das Datum unter "Zschopau, den..." rückte jedoch mit dem Produktionsausstoß kontinuierlich mit. Insofern kann das Datum tatsächlich nahe am Auslieferungszeitpunkt liegen. Wie das genau ablief, ist im Moment freilich unbekannt. Denkbar ist, dass die Briefe parallel zur Auflage eines Produktionsloses wöchentlich oder monatlich erstellt wurden. Das könnte man aber bei passender Gelegenehit vielleicht noch von einem Senior-Mitarbeiter in Zschopau erfahren...

Gruß
Lothar

Ergänzung aus meiner Ident-nummern-Sammlung für ES125
Man erkennt trotz der spärlichen Daten, dass das Datum unter
"Zschopau, den..." straff mit dem Produktionsausstoß mitrückt:

Fg.-Nr._____Zschopau,den...____Dat.d.EZ
---------------------------------------------------
51 01806___18.10.1962_______?
51 02317___?_______________28.05.1963
51 03883___09.11.1962_______11.03.1963
51 04114___15.11.1962_______04.01.1963
51 19419___06.07.1964_______23.01.1965
51 31262___11.10.1965_______17.05.1966
51 32769___?_______________14.10.1966
51 33861___?_______________03.05.1966
51 45269___30.06.1967_______03.05.1968

Falls Besitzer von ES125 ihre Fg.Nr. nicht in dieser Liste finden,
bitte PN an mich. Danke!
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Beitragvon der lange » 25. April 2006 13:14

das "ABE"-datum ändert sich aber auch.
bei mir streht dort: ......betriebserlaubnis Nr. 443 vom 10. januar 1962....
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Beitragvon lothar » 25. April 2006 14:38

der lange hat geschrieben:das "ABE"-datum ändert sich aber auch.
bei mir streht dort: ......betriebserlaubnis Nr. 443 vom 10. januar 1962....

Richtig! Aber ich meine, das war in größeren Abständen, nämlich immer wenn konstruktive Änderungen vorgenommen wurden, die genehmigungspflichtig durch das KTA waren. Dazu zählen auf alle Fälle Änderungen am Fahrgestell oder auch die spätere Leistungserhöhung bei der /1 Ende der 60er JAhre.

Gruß
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Beitragvon Steffen » 26. April 2006 07:21

im Brief zu meiner TS 250 sind zwischen den beiden Daten einige Jahre Zwischenraum!

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Beitragvon lothar » 26. April 2006 08:15

So, hier nun der richtige Scan zur oben beschriebenen ES125.

Betriebserlaubnis 442 vom 28.10.1961
Zschopau, den 9.11.1962
Eingetragenes Baujahr 1963

BRIEF1.JPG
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Beitragvon Harald » 26. April 2006 10:52

Hallo Lothar,

meine ES125 hat die Rahmennummer 5107686. Lt. Typenschild Bj 1963. Im Brief steht als Erstzulassung 01.07.1963; die Orginal DDR-Papiere hab ich leider nicht.
Viele Grüße

Harald

P.S. Zeitgenössische Zeitschriftenartikel zur ES 125/150 habe ich unter dieser Adresse zusammen gestellt.

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Beitragvon Lorchen » 26. April 2006 14:16

Ich hätte vielleicht doch mitbieten sollen... :versteck:
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Beitragvon lothar » 26. April 2006 15:38

Lorchen hat geschrieben:Ich hätte vielleicht doch mitbieten sollen... :versteck:

Lorchen, willst du nun mein Freund bleiben, oder nicht ...? :steinigung:
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Beitragvon Philo » 26. April 2006 22:50

Hallo Lothar
unterschiedliche Daten in den Papieren scheinen keine Seltenheit zu sein!
Bei meiner ES 125 sind es folgende Angaben:
allg. Betriebserlaubnis: vom 10.01.1962
Unterschriftsdatum vom 30.11.1965
eingetragenes Baujahr 1966

So ist die Welt!

Gruß Philo
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Beitragvon Lorchen » 27. April 2006 06:56

lothar hat geschrieben:
Lorchen hat geschrieben:Ich hätte vielleicht doch mitbieten sollen... :versteck:

Lorchen, willst du nun mein Freund bleiben, oder nicht ...? :steinigung:

Oh ja, großer Meister. :knuddel: :wink:
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Beitragvon Ex-User wena » 14. Mai 2007 21:43

der lange hat geschrieben:-übrigens: stilechte "hintergrundmotive" findest du auch heute noch an vielen stellen.
Bild

heh, wirklich starkes bild!
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Beitragvon Lorchen » 15. Mai 2007 06:56

Danke, daß Du das Thema wieder hochgeholt hast. Ist ja ruhig geworden um die ES. Was ist denn daraus geworden? Schläft die erstmal zugunsten der RT?
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Beitragvon lothar » 15. Mai 2007 08:37

Lorchen hat geschrieben:Was ist denn daraus geworden? Schläft die erstmal zugunsten der RT?

:oops: Oh je, der Weltöffentlichkeit entgeht nichts. Ja, sie steht noch komplett zusammengeschraubt in der Garage.
Batterie ist drin und ab und an fahr ich mal den Gartenweg 400m hin und zurück.

Stimmt auch, dass sich die RT125/0 schamlos vorgedrängelt hat in der Restaurationsfolge. Für letztere habe ich
fast alles zusammen, fehlt nur noch das Anpassen der Pertinaxbüchsen an das überschliffene Gleitrohr bzw.
Rahmenbuchsen der Hinterradfederung (Riesenreibahlen und Drehbank habe ich nicht), dann beginnt
das große Zusammenschrauben. Kampfziel ist das RT-Treffen im August in Dorfchemnitz bei Zwönitz. Im Moment sieht
es realistisch aus. Aber man weiß ja nie ...

Die schwarz-weiß-gefleckte ist eigentlich damit die Nummer drei und soll mal lichtblau/creme werden. Viel weiter
gediehen in der Teilebeschaffung und Teilrestaurierung ist Nummer 2, die mal lachsrot erstrahlen wird.

Erst wenn die fertig ist, kommt Nr. 3, also die 125er dran. Also bitte noch Geduld, nur laaaangsaaaam ist schöööön...

Gruß
Lothar
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Re: ES125 - erste Begutachtung des Neuzugangs

Beitragvon lothar » 21. Januar 2010 14:49

Nachdem die 1963er ES150 technisch komplett ist, kann ich mich mal wieder mit der frühen ES125 beschäftigen.

Ausschau hielt ich nach einem 125er Zylinder, da der vorhandene bereits das letzte Schleifmaß hatte.
Stephan mit seinen Luchsaugen fand zum letzten Wintertreffen-Teilemarkt einen unter dem Tisch liegend,
unansehnlich, versifft und mit den zwei Kolben, optisch wie reingewürgt. Nach meiner "Feldmessung" war er 2mal
geschliffen worden. Schließlich war der Angebotspreis so verlockend, dass ich ihn auf gut Glück mitnahm, obwohl - so
glücklich war ich eigentlich nicht - aber ich hätte ihn auch ohne großen Verlust verschrotten können...

Wir machten noch unsere Scherze, dass er vielleicht aus einem Gegenkolbenmotor stammt...

ZYL1.JPG


Zuhause grob sauber gemacht, gingen die beiden Kolben mit leichtem Druck raus.
Wenn das an der Unterseite die Jahrszahl ist (62) würde er ja auch altersmäßig gut zur ES passen.

ZYL2.JPG


Nicht schlecht staunte ich, als nach dem Abtrag der Schmiere in der Laufbüchse recht ansehnliche
Honspuren zum Vorschein kamen.
"Frisch" geschliffen? Ja und nein. Es musste lange her gewesen sein. Das 52,75er Kolbenmaß gibt es doch
heute gar nicht mehr, oder?

ZYL3.JPG


ZYL4.JPG


Der Kolben hatte nur leichte Spuren des Hin- und Hertransports. Wer weiß, wieviele Male er ausgeworfen
und wieder verstaut worden ist, wieviel Teilemärkte er schon miterlebt hatte...
Interessant die Rillen, die auf eine frühe Serie schließen lassen, denn die Nachfolger sind ja alle glatt.

ZYL5.JPG


Sorgen machen mir eigentlich nur die leichten Kratzer an der Deckel-Dichtfläche.
Man spürt sie mit dem Fingernagel gerade so. Kann man da was machen?
Denn nun habe ich Lust bekommen, ihn so einzubauen, wie er ist.

Gruß
Lothar
ZYL6.JPG
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Re: ES125 - erste Begutachtung des Neuzugangs

Beitragvon Paule56 » 21. Januar 2010 15:01

eichy hatte mal auf seiner HP eine Dokumentation wo er eine 300er Garnitur mit solch handelsüblichen Dichtungszeugs hin bekommen hat.
Vorher evtl. auf einer Glasplatte die Fläche tuschieren?

Hier unter "MZ" -> Motorseite ists beschrieben, er nahm Dirko HT
Gruß
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Re: ES125 - erste Begutachtung des Neuzugangs

Beitragvon derMaddin » 21. Januar 2010 15:21

Glückwunsch Lothar zum neuen Eisenschweinchen. Wieder eins mehr in der Familie. :gut:
Gruß, Martin

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Re: ES125 - erste Begutachtung des Neuzugangs

Beitragvon Paule56 » 21. Januar 2010 15:25

*glucks*

Der fred wird bald 4 Jahre alt ;-)
Gruß
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Re: ES125 - erste Begutachtung des Neuzugangs

Beitragvon derMaddin » 21. Januar 2010 15:39

Ach Du Sche...., so kanns gehen, wenn man mal nich auf das Datum der Beiträge schaut. :oops: Sorry, dann eben einen nachträglichen Glückwunsch.... ;D
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Re: ES125 - erste Begutachtung des Neuzugangs

Beitragvon lothar » 21. Januar 2010 15:55

Paule56 hat geschrieben:*glucks* Der fred wird bald 4 Jahre alt ;-)

:oops:

Hab das Thema mal der Wirklichkeit angepasst...
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Re: ES125 (1962/63) - Restauration im Schneckentempo

Beitragvon motorradfahrerwill » 21. Januar 2010 17:16

Den Deckel auf einer Glas- besser Tuschierplatte abziehen oder vllt. 0,1-0,15mm überdrehen (lassen).
Oder erstmal einfach montieren mit Tuschierfarbe, dann sieht man sehr schön ob und wo Anlagefläche ist.
MfG Kurt
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Re: ES125 - erste Begutachtung des Neuzugangs

Beitragvon lothar » 21. Januar 2010 17:45

Paule56 hat geschrieben:eichy hatte mal auf seiner HP eine Dokumentation wo er eine 300er Garnitur mit solch handelsüblichen Dichtungszeugs hin bekommen hat.


@eichy: Du schreibst, dass das in der Abdichtung des Kopfes gehalten hat.
Die Temperatur ist ja gar nicht so groß am Zylinderkopf, wie mir mal jemand sagte. Aber pustet es das Zeug
nicht seitlich aus der Dichtfläche raus? Hast du Langzeiterfahrungen?

Gruß
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Re: ES125 - erste Begutachtung des Neuzugangs

Beitragvon eichy » 21. Januar 2010 19:36

lothar hat geschrieben:
Paule56 hat geschrieben:eichy hatte mal auf seiner HP eine Dokumentation wo er eine 300er Garnitur mit solch handelsüblichen Dichtungszeugs hin bekommen hat.


@eichy: Du schreibst, dass das in der Abdichtung des Kopfes gehalten hat.
Die Temperatur ist ja gar nicht so groß am Zylinderkopf, wie mir mal jemand sagte. Aber pustet es das Zeug
nicht seitlich aus der Dichtfläche raus? Hast du Langzeiterfahrungen?

Gruß
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Ja ich habe seit ca. 5 Jahren "Langzeiterfahrungen". Kurz nur: Ich habe keine Kopfdichtung (Abstandsdichtung oder wie das offizell heist) sondern meinen Kopf geplant, um 1,8mm und um diesen Betrag eine Fußdichtung aus Alu mit oben und unten Papierdichtung. Der Kopf ist nach besten Wissen und Gewissen Zentrisch zum Zylinder aufgesetzt. Es wurde die rote Dirko HT paste verwendet (ich weiss noch, da gabs ein Tread damals wo alle sagten "das hält nicht"-sogar der Schamane) Bis zum heutigen Tage ist das dicht. Der Motor war eine Zeitlang im Gespann unterwegs, Sommer, 3 Personen, Autobahnfahrten, Taunus hoch und runter, hin und her, er wurde bestimmt nicht geschont.Jetzt isser in der Solo, und die geht recht gut damit.
Also, nur Mut. Das Zeug hält ja angeblich über 200Grad aus, und mein Zylinderkopf wird bestimmt nicht so heiss an der Stelle wo das Dirko ist.
Einzig: Ich weiss nicht, ob und wie leicht der Kopf nochmal abgeht. Aber Schlmmer als wie mit dem Braunen Curil kanns nicht sein. Zur Not täte ichdie Zyl. Kopfschrauben etwas lösen und den Motor laufenlassen
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Re: ES125 (1962/63) - Restauration im Schneckentempo

Beitragvon RT-Claus » 22. Januar 2010 02:35

Ich würde auch erstmal versuchen, die Rillen wegzuschleifen, wie von Kurt beschrieben.

Einen nicht ganz dichtenden Zylinderdeckel von der TS 125, die mein Sohn 2 Jahre fuhr, haben wir mit einer kleinen Touchierplatte und feinen Schleifleinen, bzw Wasserschleifpapier dicht bekommen.
Achtung!!! Nicht zuviel Material abtragen, sonst passt die originale Kompression nicht mehr in den Zylinder, Lothar.
Ich hoffe, Du hast sie beim zerlegen aufgefangen...

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Re: ES125 (1962/63) - Restauration im Schneckentempo

Beitragvon lothar » 22. Januar 2010 09:08

Danke erst mal für die Tipps bis hierher.

@Kurt: Der Deckel ist ja einigermaßen i.O., es ist der Zylinder mit den kleinen Riefen. Und der ist schwerlich zu überdrehen
weil man den nicht einspannen kann.
Ich kann da sicher noch ein bisschen runterschleifen, die Winterabende sind ja lang. Habe schon bisschen was vor
dem Foto mit 500er Papier, nass, auf einer Glasplatte gemacht. Ich denke allerdings, wenn die konzentrischen Rillen
dann langsam verschwinden, könnte das auch nicht so gut sein.

@Claus: Die Kompression habe ich vorher schon rausgenommen, liegt jetzt in der Tiefkühle.

Gruß
Lothar
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Re: ES125 (1962/63) - Restauration im Schneckentempo

Beitragvon dösbaddel » 22. Januar 2010 09:43

Lothar, mal ganz einfach gedacht, den Zylinder auf dem Schleifleinen rotieren lassen? Spannvorrichtung aus Holz im Zylinder (mit einer Bohrkrone aus einer Holzplatte ausschneiden) verspannen und mit einem Akkuschrauber oder Bohrmaschine auf dem Schleifleinen mäßig drehen lassen. Unser Rohrschlosser haben soetwas in der Art um Flansche zu planen.
Hat der Zylinder oben eine erhöhte Dichtkante? (Das würde dem entgegenstehen!)
Gruß Martin

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Re: ES125 (1962/63) - Restauration im Schneckentempo

Beitragvon lothar » 22. Januar 2010 10:55

dösbaddel hat geschrieben:Hat der Zylinder oben eine erhöhte Dichtkante? (Das würde dem entgegenstehen!)

Nö, hat er nicht. Das würde gehen. Entweder Handbetrieb oder maschinenmäßig unterstützt.

Was ist eigentlich als Alternative zu DirkoHT gegen eine zusätzliche (original ist ja keine drin) ALU-Kopfdichtung
von sagen wir mal 0,1mm einzuwenden?
Die würde doch durch ihr Fließverhalten beim Verschrauben die Unebenheiten ausgleichen? Bei der 150er ETZ werden
ja auch ALU-Kopfdichtungen verwendet. Ein evt. Leistungsverlust wäre für das Restaurationsziel völlig unerheblich.

Gruß
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Re: ES125 (1962/63) - Restauration im Schneckentempo

Beitragvon Stephan » 22. Januar 2010 11:11

Lothar, sehr schönes Resultat mit dem Zylinder!

Wegen der Dichtung: Bei der ETZ ist diese Aluplatte unter dem Kopf ja nur zum Einstellen des Spaltmaßes. Wenn du eh einen geplanten Kopf einsetzt und eine Scheibe von 0,1mm Dicke bekommst oder anfertigst, durfte in Sachen Verdichtung etc. nichts negativ beeinflusst werden.
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Re: ES125 (1962/63) - Restauration im Schneckentempo

Beitragvon lothar » 22. Januar 2010 11:14

Stephan hat geschrieben:Lothar, sehr schönes Resultat mit dem Zylinder!

Du kanntest dich doch mit den Nuten im Kolben aus. Wozu hat man die damals reingemacht?
Gruß
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Re: ES125 (1962/63) - Restauration im Schneckentempo

Beitragvon Stephan » 22. Januar 2010 11:20

Hatte das auch nur im Forum gelesen, da ging es um einen Rollermotor mit solchen Rillen und die Experten sind sich einig gewesen, dass es Druckfangrillen seien. Dies wurde durch eine technische Mittelung von MZ belegt. Das war so Anfang der 60er Jahre.
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Re: ES125 (1962/63) - Restauration im Schneckentempo

Beitragvon lothar » 22. Januar 2010 11:30

Stephan hat geschrieben:Hatte das auch nur im Forum gelesen, da ging es um einen Rollermotor mit solchen Rillen und die Experten sind sich einig gewesen, dass es Druckfangrillen seien. Dies wurde durch eine technische Mittelung von MZ belegt. Das war so Anfang der 60er Jahre.
Dazu könnte unser Chef-Historikus Ralle vielleicht was finden.
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Re: ES125 (1962/63) - Restauration im Schneckentempo

Beitragvon Ralle » 22. Januar 2010 11:57

Erstmal Glückwunsch Lothar 8) Der verbaute Tacho wurde im Oktober 1962 hergestellt müste also ziemlich zeitnah verbaut worden sein. u dem Datum im Fahrzeugbrief weiß ich nicht genau, ob wir das irengendwo schon mal zur ETS diskutiert hatten und we sich das genau verhält. Fakt ist, das meine 58er RT am 15. November 1959 gestempelt und am 24.12.58 verkauft wurde. EZ war dann der 01.04.59. Stellt sch die Frage ob die Fahrzeugbriefe direkt mit dem Fahrzeug ausgegeben wurden, oder erst von der Zulassungsstelle ausgestellt wurden (davon geh ich mal aus). Knubbel-Sicherungen gibts bei Haase, ich habe für dich aber sicher eine übrig :wink:
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Re: ES125 (1962/63) - Restauration im Schneckentempo

Beitragvon Stephan » 22. Januar 2010 11:59

Ich habe auch noch eine Schachtel Knubbelsicherungen in blau. Kannst du auch haben.
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Re: ES125 (1962/63) - Restauration im Schneckentempo

Beitragvon lothar » 22. Januar 2010 12:06

@Ralle: Der Thread wurde nicht umsonst umbenannt in "....im Schneckentempo", der Anfang liegt ja schon Jahre zurück.

Es ging hier zuletzt speziell um die Rillen im Kolben, ob sich dazu Techn. Mitteilungen (lt. Stephan) finden,
die uns über den Funktionszweck aufklären.

Gruß
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Re: ES125 (1962/63) - Restauration im Schneckentempo

Beitragvon Stephan » 22. Januar 2010 12:12

Hier wurde das schonmal behandelt:

viewtopic.php?f=4&t=29773
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Beitragvon Ralle » 22. Januar 2010 12:21

Da hab ich was:
ÄM.jpg


-- Hinzugefügt: Fr 22. Jan 2010, 11:22 --

hihi, ist die selbe wie in Stephans verlinktem Fred, nur bunter :scherzkeks:
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Beitragvon lothar » 22. Januar 2010 12:24

Stephan hat geschrieben:Hier wurde das schonmal behandelt: viewtopic.php?f=4&t=29773

Ahhhhja. Da muss ich in meiner Übersicht Techn. Mitteilungen noch ergänzen, dass sich da nicht nur die Bezeichnungen der Kolben
geändert haben, sondern auch die Druckfangrillen/Ölrillen weggelassen wurden.

Gruß
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Re: ES125 (1962/63) - Restauration im Schneckentempo

Beitragvon Ralle » 22. Januar 2010 12:34

Lothar hat geschrieben:@Ralle: Der Thread wurde nicht umsonst umbenannt in "....im Schneckentempo", der Anfang liegt ja schon Jahre zurück.

Ach ja, jetzt hab ichs auch gemerkt und das Datum gesehen :wall: und das nach dem ich schon so schöne Antworten zu den die Details geschrieben hatte
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Re: ES125 (1962/63) - Restauration im Schneckentempo

Beitragvon lothar » 14. Februar 2010 14:25

Gestern hatte ich Muse für die Plaketten. Sind ganz ordentlich geworden, obwohl ich keinen
100% geeigneten Pinsel hatte. Die Farben von doccolor passen gut zu den anderen Vergleichsstücken.
Da man ja nur einen halben Tropfen pro Plakett braucht, wäre eine Nachnutzung der beiden
"Farbeimer" denkbar, bei aktuellem Interesse bitte PN.

Gruß
Lothar
PLAKETTE.JPG
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Re: ES125 (1962/63) - Restauration im Schneckentempo

Beitragvon Stephan » 14. Februar 2010 14:53

Kommt dann noch ein Harz drauf, oder lässt du das so, Lothar?
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