ETZ 250

Motor, Antrieb, Vergaser, Getriebe.

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ETZ 250

Beitragvon S70fighter » 19. August 2022 19:31

Hallo wertes Forum,
lange ist es her, das ich was geschrieben habe, aber ich brauche mal wieder euer Schwarmwissen !
Habe zur Reperatur ne 250er ETZ stehen, bin aber eher der Simsonschrauber! :oops:
Symptome =
- Kickstarter geht ins leere
-Kupplung rutschte durch und nach ein paar Schlägen mit dem Gummihammer auf den linken Motordeckel ging es dann wieder ???? Also klemmt da was ?!
- Grundeinstellung der Kupplung nach D.Wildschrei stimmte aber nach Sichtung hinter dem DZM-Deckel
-Das Kugellager 16005 ist im Eimer und muss getauscht werden---> wie am besten ?
Der Innenring des vorderen Kugellagers der Kupplungstrommel dreht frei auf der Welle --> ??? soll das so ???
- Ich brauche mal eine ET-Liste von allem was in den linken Motordeckel gehört, das muss vermutlich neu !
-Es waren nur noch 600ml Öl/Wassergemisch im Getriebe ---> wurde schon entsorgt! -->Dementsprechend rostig sieht es hinter dem Getriebedeckel aus..... :roll:

Grüße S70fighter

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Re: ETZ 250

Beitragvon Klappstuhl » 19. August 2022 21:22

vielleicht ist die Kupplung von der KW gerutscht

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Re: ETZ 250

Beitragvon rausgucker » 19. August 2022 22:09

Jupp, da hat der Klappstuhl eine verdächtig gute Diagnose gestellt ;)
Der Reihe nach. Eigentlich verscleißt das Lager 16005 in der Kuppung kaum - und ja, der Innenring dieses Lagers MUSS sich frei drehen können, sonst stimmt was nicht.
Sollte das Lager trotzdem hin sein, empfiehlt sich dringend ein Abziehen der Kupplung von der KW (mit dem richtigen Abzieher bitte!!!) und eine Demontage der Druckplatte (da sitzt das Lager drin). Man kann das Lager auch im montierten Zustand tauschen, ist aber tricky - da muss das Lager irgendwie rausgezogen werden - allerdings ist es an drei Stellen verstemmt.

Es könnte aber auch sein, dass sich die Kupplungsbetätigung im Kupplungsdeckel (ein Hebel mit kurzem Schneckengewinde) verklemmt (wg. Verschleiß oder Korrosion) und dann die Kupplung nicht schließt. Dann geht der Kickstarter ins Leere - und ein herzhafter Hammrschlag löst die Sache und alles geht wieder.

Prüf die Schneckenverzahnung des Kupplungsausrückers. Ich würde auch die Kupplung mal abnehmen. Allein schon um zu schauen, ob Klappstuhl mit seiner Diagnose recht hatte (die leider zu den Symptomen passen würde - Klappstuhl hat schon den einen oder anderen Motor aufgehabt, habe ich zumindest gehört ;)) Zumal Du mit abgenommener Kupplung auch das Kupplungsdrucklager 16005 ggf leicht tauschen kannst - und auch prüfen, ob der Konus auf der KW bzw. in der Kupplung noch ok ist . Diagnose Klappstuhl also ausgeschlossen kann.
600 ml Getriebeöl sind ok, es kommt niemals die volle eingefüllte Menge geraus, es bleibt einfach recht viel in Getriebe, Primärtrieb und Kupplung "kleben".
Viel Erfolg!

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Re: ETZ 250

Beitragvon EmmasPapa » 20. August 2022 00:16

Er schreibt ja, dass es ein Öl-Wassergemisch war. Wasser dringt gern über den Drehzahlmesserantrieb ein und richtet dann Unheil an den Innereien an. Man kann das dann schon sehen, wenn man den Deckel des Antriebes annimmt und freien Blick auf das Stützlager hat, welches ggf. schon Rost angesetzt hat. Ich würde hier in diese Richtung vermuten. Ein paar Bilder der Teile könnten da Licht ins Dunkel bringen.


Vor kurzem hatte ich erst das Drucklager der Kupplung des Fünfgangmotors eines Kumpels gewechselt, dass Geräusche machte, wenn die Kupplung gezogen war. Hier war einfach das Lager im Eimer (der Motor hat keinen Drehzahlmesserantrieb).

Ich hab die Kupplung zum Lagertausch natürlich abgezogen und zerlegt. Im eingebautem Zustand würde ich da nicht rumpfuschen wollen.
Grüße

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Re: ETZ 250

Beitragvon rally1476 » 20. August 2022 08:51

Moin,

Du hast bisher nichts darüber geschrieben ob der Patient so ein Stehzeug ist oder regelmäßig bewegt wird.
Das wäre wichtig für nen Denkansatz zur Instandsetzung.
Bei nem Stehzeug kannste, wenn schonmal was links und rechts vom Motor angeschraubt wird, umfangreichere Maßnahmen vornehmen.
Wasser unter dem Öl klingt nach nem Fahrzeug, welches länger irgendwo rumgestanden hat.
Vornehmlich nicht witterungsgeschützt.

Schreib mal wat dazu.

Gruß Rally
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Re: ETZ 250

Beitragvon Uwe6565 » 20. August 2022 11:21

rally1476 hat geschrieben:Moin,

Du hast bisher nichts darüber geschrieben ob der Patient so ein Stehzeug ist oder regelmäßig bewegt wird.
Das wäre wichtig für nen Denkansatz zur Instandsetzung.
Bei nem Stehzeug kannste, wenn schonmal was links und rechts vom Motor angeschraubt wird, umfangreichere Maßnahmen vornehmen.
Wasser unter dem Öl klingt nach nem Fahrzeug, welches länger irgendwo rumgestanden hat.
Vornehmlich nicht witterungsgeschützt.

Schreib mal wat dazu.

Gruß Rally


Wasser im Öl kann aber auch von einer nicht richtig sitzenden Kappe am Kupplungszug kommen.
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Re: ETZ 250

Beitragvon rausgucker » 20. August 2022 11:36

Meiner Erfahrung nach kommt Wasser am Kupplungsdeckel fast immer durch den Kupplungszug vorn rein. Also an der Hülse vorn. Entweder bei Regenfahrten oder beim exzessiven Gebrauch eines Kärchers. Auch durch den Öleinfüllstutzen kann Wasser in den Getrieberaum und damit ins Getriebeöl kommen.

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Re: ETZ 250

Beitragvon rally1476 » 20. August 2022 12:53

Mahlzeit,

und genau deswegen, also wilden Spekulationen, wäre die Frage, welche ich vorhin gestellt hatte, wichtig.


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Re: ETZ 250

Beitragvon S70fighter » 20. August 2022 13:53

Klappstuhl hat geschrieben:vielleicht ist die Kupplung von der KW gerutscht


Hat irgendwer den Kupplungsabzieher leihweise für mich ? Ich komme aus dem PLZ-Gebiet 062**. Also Merseburg/ Saale und dessen Umland ! Denn für einmal Kupplung abziehen möchte ich mir das Teil nicht unbedingt kaufen....

Mit dem schrottigen Kugellager ist jenes gemeint, was im linken Deckel sitzt, nicht das ich die Lagerbezeichnung vertauscht habe ?! Das Kupplungslager auf der KW sieht aber auch bisschen schei... aus. Das Motorrad steht leider draußen unter einer Plane , wegen Platzmangel beim Besitzer ! Der Wassereinbruch kam warscheinlich mit der Zeit über die DZM-Welle und Kupplungszug.
Da war die Umhüllung abgeblättert.
Die ETZ wird nur bei schönen Wetter bewegt, also halb Stehzeug, halb Fahrzeug.

Ich mache nochmal datailierte Bilder von dem Unheil, aber erst heute Abend !

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Re: ETZ 250

Beitragvon Uwe6565 » 20. August 2022 14:03

Um das Kugellager im Deckel zu wechseln muss die Kupplung nicht runter, dass sitzt im Deckel.
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Re: ETZ 250

Beitragvon S70fighter » 20. August 2022 16:36

$matches[2]
Ich versuche mal Bilder hochzuladen....

-- Hinzugefügt: 20. August 2022 18:32 --

Was meint ihr zum Kickerantrieb ? Einmal neu machen, oder so lassen ?
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

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Re: ETZ 250

Beitragvon Treibstoff » 20. August 2022 18:01

Den Kickstartermechanismus kannst Du eigentlich so lassen. Aber die Lager (im Deckel und im Kupplungspaket) haben's hinter sich. Heißt, die Kupplung muß definitiv runter. Und wenn die Lager da schon so besch... en aussehen, wird die braune Pest wohl auch im Getriebe zugeschlagen haben. Der Motor ist in meinen Augen reif für eine Komplettüberholung, muß also gespalten werden.

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Re: ETZ 250

Beitragvon S70fighter » 20. August 2022 18:23

Dann werde ich das dem Besitzer so unterbreiten und er wird sich nicht drüber freuen...

Kann man denn ein Geschäft in Sachsen / Sachsen-Anhalt / Thüringen empfehlen für die Motorüberholung ??

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Re: ETZ 250

Beitragvon rausgucker » 20. August 2022 20:40

ich würde mal eine Diagnose wagen:
Durch den DZM-Antrieb ist Wasser reingelaufen - und das über einen sicher längeren Zeitraum.Jetzt sitzen Schmodder und vor allem auch Korrosion im Stützlager im Kupplungsdeckel, im Kupplungsdrucklager und in der Kupplungsbetätigung (Ausrückverzahnung mit Kupplungshebel). Deswegen rückt die Kupplung nicht immer vollständig ein, klemmt quasi im ausgerückten Zustand. Und da tritt dann der Kickstarter ins Leere - ist ja auch so, wenn man die Kupplung zieht und den Kickstarter betätigt). Die Kupplung selbst schein nicht von der KW gesprungen zu sein.
Was ist zu tun? Kupplung runter und das KW-Stützlager (6302 sitzt in der Lagerbuchse) und das Kupplungsdrucklager (16005) tauschen - wie von Treibstoff schon erklärt.
Dann die große Innenverzahnung in der Lagerbuchse und dem Kupplungshebel säubern und leichtgängig machen - das muss gan geschmeidig eineinandergreifen.
Natürlich bei der Aktion unbedingt Kupplungskonus auf der KW und dem Gegenstück in der Kupplung penibelst genau prüfen.
Der Kickstartermechanismus selbst sieht gut aus, da scheint alles ok zu sein, hat Treibstoff ja auch schon gesagt.
Wenn Du (bzw. der Besitzer der Maschine) Glück hast, sollten sich die Unkosten der Reparatur nur auf den Preis für die Lager 6302 (am besten mit Polyamidkäfig), das Lager 16005 (Stahlkäfig) und eine neue Kupplungsdeckeldichtung plus ein Liter Getriebeöl belaufen.

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Re: ETZ 250

Beitragvon Treibstoff » 20. August 2022 23:11

Naja, man kann Glück haben und das Wasser ist nicht bis in den Getrieberaum gekommen. Wenn aber doch und man spaltet den Motor nicht, kann man recht kostenintensive Folgeschäden fabrizieren. Ich hätte Magenschmerzen damit, den Motor nicht zu spalten.

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Re: ETZ 250

Beitragvon emzett » 21. August 2022 07:21

Und ganz wichtig , Holzkeile aus Buchenholz zum SPALTEN verwenden :D

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Re: ETZ 250

Beitragvon EmmasPapa » 21. August 2022 07:23

Sehe ich auch so. Nur die beiden Lager zu tauschen, ohne sich die restlichen Innereien anzusehen, halte ich auch für Pfusch. Die Emulsion aus Öl und Wasser wird mit Sicherheit nicht vor dem Getrieberaum stehen geblieben sein.
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Re: ETZ 250

Beitragvon rausgucker » 21. August 2022 11:27

PFUSCH ist etwas anderes, hier geht es um eine Lösung des Problems bzw. erstmal das Festellen der Problematik. Pfusch ist es, wenn ich einen Motor mit Schraubenziehern und Keilen kalt aufkloppe.
Eine vollständige Motorrevision kann man immer durchführen - aber eben nicht nur auf Verdacht. Mit Sicherheit hat es die Öl-Wasser-Brühe im Getriebe rumgewirbelt. Deswegen ja neues Getriebeöl. Der Dreck und Schmodder sitzen aber eher vorn am DZM-Antrieb. Im Getriebe richtet so eine Öl-Wasserbrühe aber erstmal keinen Schaden an - wenn man nicht tausende Kiloemeter damit fährt - das hat der Threadersteller aber so offenbar nicht gemacht. Ggf. Geitriebeöl gleich wechseln - und so alles durchspülen. Wer es ganz genau machen möchte, es gibt sogar direkte Spülöle. Wenn die Kupplung einmal ab ist, wäre noch ein Wechsel der KW-SImmerringe naheliegend.
Erstmal muss der Threadersteller sein Kupplungsproblem lösen - dann kann über weitere Schritte nachgedacht werden. Und natürlich kann mn gleich eine Motorrevision machen - aber dann hätte sich der Threadersteller dieses Thema vollständig sparen können.

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Re: ETZ 250

Beitragvon Kai2014 » 21. August 2022 11:45

Wenn man das Antiebsrad entfernt, kann gut in auf das Getriebe schauen. Zb mit einer Taschenlampe, bzw USB Kamera.

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Re: ETZ 250

Beitragvon EmmasPapa » 21. August 2022 12:14

rausgucker hat geschrieben:PFUSCH ist etwas anderes, hier geht es um eine Lösung des Problems bzw. erstmal das Festellen der Problematik.......


Nichts anderes hab ich geschrieben :arrow:

EmmasPapa hat geschrieben:......Nur die beiden Lager zu tauschen, ohne sich die restlichen Innereien anzusehen, halte ich auch für Pfusch......


Richtig, nachsehen und Schäden feststellen.

Nur die beiden Lager zu tauschen und wieder zumachen und so tun, als wenn alle in Butter ist, wäre der falsche Weg (ergo Pfusch).

Und warum hier gleich so aggressiv? Was soll das?

Weiterhin hat der TE ja geschrieben, dass die Maschine viel rumsteht. Die Brühe hatte also Zeit, auch an anderen Teile zu wirken......
Grüße

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Re: ETZ 250

Beitragvon S70fighter » 24. August 2022 14:21

Ich hab mir über einen Bekannten den Kupplungsabzieher ausgeliehen. Hab aber wahrscheinlich morgen erst Zeit diesen einzusetzen. Danach kann ich sagen, was was bis dahin im Argen ist.
... Und zerfetzt euch nicht, nur weil jemand ne andere Meinung hat.

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Re: ETZ 250

Beitragvon Konstantin » 24. August 2022 14:34

Das kupplungsdrucklager ist nur in diese Kupplungsplatte eingeschrumpft. Die Platte abschrauben, auf 100 grad erwärmen, dann fällt es von allein raus, neues am besten tiefgekühltes lager einlegen.

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Re: ETZ 250

Beitragvon rausgucker » 24. August 2022 19:55

Hm, Wärme allein bringt nichts. Das Kupplungsdrucklager ist an drei Stellen verstemmt. Man muss es wirklich rausschlagen, geht aber leicht. Mit Wärme und Kälte geht die Montage sicher gut von der Hand. Beim Kupplungsdrucklager geht es zur not auch ohne.

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Re: ETZ 250

Beitragvon ea2873 » 24. August 2022 20:14

S70fighter hat geschrieben:Ich hab mir über einen Bekannten den Kupplungsabzieher ausgeliehen.


den Prellschlag auf die Schraube kennst du? nur mit drehen gehts oft nicht.
Wellendichtring (Viton) sollte man bei der Gelegenheit auch gleich mit machen. Wie man den raus bekommt findest du im Forum (Spax-Methode), da kannst du dann auch gleich einen Blick auf das Kurbelwellenlager werfen.

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Re: ETZ 250

Beitragvon Lorchen » 24. August 2022 20:21

S70fighter hat geschrieben:Ich hab mir über einen Bekannten den Kupplungsabzieher ausgeliehen. Hab aber wahrscheinlich morgen erst Zeit diesen einzusetzen.

Zeig erstmal hier ein Bild davon. Da muß ein Druckstück dabei sein, das zwischen Spindel und Kurbelwelle gelegt wird. Ansonsten sprengst du die Spitze der Kurbelwelle auseinander.
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Re: ETZ 250

Beitragvon Der Sterni » 24. August 2022 20:29

Macht er nicht, ist nen guter Abzieher.
Kommt schließlich aus meinem Werkzeugbestand.

Habe das Thema jetzt erst entdeckt, der Motor sieht ja mal ziemlich Igitt aus.
Falls du dich doch entschließt ihn komplett überholen zu lassen weißte wo du dich melden kannst.

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Re: ETZ 250

Beitragvon bleifrei » 24. August 2022 20:41

ea2873 hat geschrieben:
S70fighter hat geschrieben:Ich hab mir über einen Bekannten den Kupplungsabzieher ausgeliehen.


den Prellschlag auf die Schraube kennst du? nur mit drehen gehts oft nicht.
Wellendichtring (Viton) sollte man bei der Gelegenheit auch gleich mit machen. Wie man den raus bekommt findest du im Forum (Spax-Methode), da kannst du dann auch gleich einen Blick auf das Kurbelwellenlager werfen.



Dem schließe ich mich an. Desweiteren bringt es auch was das Gewinde der Schraube ordentlich zu fetten um Reibung und einen Vorzeitigen Bruch zu verhindern. Mach mal paar Bilder, dir wird hier sicherlich geholfen.

Wenn du einen technischen Hintergrund hast kannst du dir auch überlegen den Motor selber zu machen. Die paar Spezialwerkzeug welche man dafür braucht, kannst du dir ggf. auch selber herstellen.
Eine geeignete Maschine ist eine Voraussetzung.
Die Qualität des Ergebnisses wird aber maßgeblich davon beeinflußt wer diese Maschine bedient.

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Re: ETZ 250

Beitragvon S70fighter » 28. August 2022 13:18

Hallo,
Hatte am Freitag Zeit die Kupplungstrommel vom KW-Konus zu ziehen und es wartet noch mehr Arbeit auf mich! :o
Die Beläge scheinen verschlissen zu sein, denn das gemessene Verschleißmaß, laut dem Neuber-Müller Buch, von 0,5mm ist erreicht.
Ich habe mir schon entsprechende Seiten ausgedruckt und habe noch ein, zwei Fragen : In dem Buch heißt es, man soll die Kupplungstrommel in den Schraubstock einspannen und dann die kleinen Schrauben lösen. Gibt es hier eine bessere Methode ?
Frage Nummer zwei : Wie kann ich nach regenerieren der Kupplung, diese wieder auf den KW-Konus aufziehen ? Hab hier in dem 210 Seiten umfassenden Neuber-Müller Buch nichts gefunden, bzw. hab es überlesen :oops:

Grüße S70 fighter

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Re: ETZ 250

Beitragvon rausgucker » 28. August 2022 13:38

Schraubstock ist eine gängige Methode, es gehen auch Schraubzwingen. Insgesamt ist das nicht allzu schwierig, musst natürlich die Sicherungsbleche vorher aufbiegen und auch gleich neue besorgen für die Montage. Man kan die Sicherungsbleche - je nach Zustand - auch zweimal verwenden.
Das Aufsetzen der regenerierten Kupplung steht schon im NM, S. 153-155 bspw. in der 4. Auflage wohlgemerkt. Die Seiten variieren etwas in den unterschiedlichen Auflagen.
Es ist recht einfach. Wichtig ist das penible Reinigen und Entfetten der Konen von Kupplung und der Kurbelwelle. Dann die Kupplung mit Schmackes aufsetzen - sie muss gleich so sitzen, dass man sie mit der Hand nicht mehrrunter bekommt. Bremsenreiniger und Zellstoffküchentücher sind für das Reinigen exzellent geeignet.
Die neuen Kupplungsbeläge in der richtigen Dicke kaufen. Manche Händler haben Scheiben mit 3,5 mm Dicke, das ist zuviel, 3,00 - 3,10 sollten es sein. Man wechselt nur die Reibscheiben, die Stahllamellen bleiben in den wirklich allermeisten Fällen drin. Es sei denn, sie sind verbogen, stark riefig oder ausggeglüht. Sowas hatte ich aber noch nie.
Beim EInlegen der neuen Kupplungsscheiben den inneren Mitnehmer zum Zentrieren der Kupplungsscheiben provisorisch einsetzen, die Zacken der Scheiben müssen in Flucht übereinanderliegen.
Achtung, die kupplung ist wirklich erst final fest, wenn die Mutter auf der KW (DMZ-Antriebsmutter) richtig angezogen ist. Vorher also keine Startversuche unternehmen.

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Re: ETZ 250

Beitragvon S70fighter » 28. August 2022 15:53

Hallo rausgucker,
Ist denn viel bumms auf der Kupplung ( Vorspannung ) ? Ich habe sowohl Schraubstock als auch Schraubzwingen da, was wäre die bessere Methode ? Die Sicherungsbleche kommen einmal neu, denn das sind Cent-Artikel ! Bremsenreiniger werde morgen gleich nach der Arbeit holen und Küchenrolle habe ich sowieso zu Hause. Ich kenne es bei dem Polradkonus der Simson so : Mit der Hand aufsetzen und einen Prellschlag mit dem Schonhammer / Schlosserhammer und Stück Kantholz geben. Danach muss die Verbindung sitzen und darf sich nicht mit der Hand lösen lassen, sonst ist die Konusverbindung minderwertig und muss mit Ventilschleifpaste nachgearbeitet werden.
Kannst du mir einen Shop nennen wo ich auf Anhieb die richtigen Kupplungsreibscheiben bekomme ? Bis die ETZ wieder auf die Straße kommt dauert schon noch eine Weile, werde aber mich aber melden, wenn alles wieder zusammen ist und die Probefahrt erfolgreich war !

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Re: ETZ 250

Beitragvon emzett » 28. August 2022 18:26

Mit der linken Hand drückst du die druckplatte runter und mit der rechten Hand die Muttern abschrauben ,ist ganz einfach und kein Hexenwerk

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Re: ETZ 250

Beitragvon rausgucker » 28. August 2022 19:00

Also die Kupplungsscheiben bei GÜSI sind zu empfehlen: https://www.guesi-motorradteile.de/inde ... 0/c/_/_/?_
In Gabors MZ Shop sind sie gerade ausverkauft, also mal schnell bei Güsi zuschlagen, die Kupplungsscheiben dort sind exakt die richtigen.

Ansonsten hat die Kupplung keine sooo große Vorspannung, da fliegt auf jeden Fall nichts durch die Gegend. Der Kupplungsweg ist nicht allzu groß. Ich selber habe beim Zusammenbau der Kupplungspakete nichtmal Schraubstock oder Schraubzwinge verwendet. Ich habe die Kupplung auf den glatten betonboden der Garage gelegt (Tuch drunter) und habe mit dem Fuß (weicher Haussschuh) einfach langsam draufgetreten, etwas unsymmetrisch, da ging die Kupplungsplatte runter und ich konnte erstmal eine M6 Mutter aufschrauben mit der Hand (noch ohne SIcherungsblech). Dann die gegenüberliegende Seite gefühlvoll runtergetreten, zweite Mutter schnell aufgeschraubt und damit war das Wichtigste schon geschafft. Dann konnte ich in aller ruhe alle anderen Muttern mit den SIcherungsblechen aufschrauben, die zwei Montagemuttern habe ich auch noch mit Sicherungsblechen versehen. Schraubzwingen geht aber auch recht gut.

Ein Hammerschlag geht bei der Kupplungsmontage nicht so gut, weil die Kurbelwelle da mit der langen Spitze durchschaut. Dafür müsstest Du den Kupplungsabzieher nochmal aufschrauben, dann geht das mit dem Hammerschlag.
Grundsätzlich ist es aber so, wie Du es von Simson kennst mit dem Konus. Nur bei MZ ist der Konus länger und noch exakter gearbeitet, da geht schließlich die gesamte Motorleistung drüber. Bei SImson dreht es nur das Polrad / Schwungrad.
Unter der Kupplung sitzt noch eine Wellscheibe / Federscheibe. Die muss beim Aufsetzen des Kupplungspakets richtig niedergedrückt werden, sonst drückt sie dir das Paket wieder hoch - also mit Schwung aufsetzen. Ich habe dann die KW mit der Kolbengabel blockiert, einen alten Lagerinnenring aufgesetzt und mit der DZM-Antriebsschraube die Kupplung schonmal angezogen.

Aber ich merke schon, Du hast offenbar das technische Verständnis für diese Angelegenheit, das kriegst DU mit Sicherheit gebacken. Wer versiert Simson schrauben kann, der sollte ja auch mit MZ klarkommen :)

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Re: ETZ 250

Beitragvon Der Sterni » 28. August 2022 19:03

Ich machs auch ohne Schraubstock, das bisschen Federkraft hält man händisch, wenn man nicht der letzte Lauch ist.

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Re: ETZ 250

Beitragvon S70fighter » 24. September 2022 14:33

Hallo, nach längerer Pause !
ich bin bald soweit, das ich den linken Gehäusedeckel wieder aufsetzen kann und dann geht es rechts direkt weiter.
Dazu hab ich ne Frage vorweg: Ich wollte den rechten KW-Dichtring mit wechseln und wollte wissen, was ich beachten muss ?! Die Abziehschraube und anderes Kleinmaterial hab ich mir bei GüSi besorgt. Die alte Zündung soll weiter ihren Dienst verrichten und bekommt nur nen neuen Unterbrecher. Dazu müsste ich den ZZP. wissen! Habe was von 3mm v.OT im Kopf :?: , Zünduhr hab ich auch eine im Bestand.....

Grüße S70fighter

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Re: ETZ 250

Beitragvon Martin H. » 24. September 2022 14:58

S70fighter hat geschrieben:Dazu müsste ich den ZZP. wissen! Habe was von 3mm v.OT im Kopf :?:

2,5 - 3 mm vor OT.
Siehe Bedienungsanleitung bei z. B. www.miraculis.de
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Re: ETZ 250

Beitragvon S70fighter » 15. Oktober 2022 19:49

Nabend,
die ETZ und ich werden langsam Freunde. 😁
Ich hab heute gesehen, dass der Fußrastenträger krumm ist. Wo kann man guten Ersatz kaufen, der in der Festigkeit an das DDR-Teil ran kommt?
Der Hauptständer macht keinen guten Eindruck mehr, denn die Standfestigkeit der Motorrades ist auf selbigen nicht mehr gegeben. Gibt es hier Gründe, weshalb der Hauptständer zu weit nach vorn klappt?

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Re: ETZ 250

Beitragvon rausgucker » 15. Oktober 2022 20:14

Fußrastenträger der ETZ /TS250 sind praktisch Versschleißteile :) Die kann man aber auch zurückbiegen, ist wirklich nur Baustahl. Ansonsten gibt es die DInger in den einschlägigen Shops. ABer RICHTIG stabil sind die Teile von der Kontruktion her schon nicht. Da müsstest Du Verstärkungen aufschweißen. EIn bisschen stabiler ist der Fußrastenträger der ETZ 250 A-Modelle, den gibt es aber nicht in den Shops, nur ab und zu mal in den Kleinanziegen für Mondpreise ;)

Tja, und für den Hauptständer gilt das gleich, er verschleißt. Besonders an den Aufsetzpunkten schleifen die Dinger im Laufe der Jahre gern mal vollkommen durch. Wenn der Hauptständer zu weit nach vorn klappt, dann ist fast immer der Ständeranschlag im Rahmenschuh durch bzw. verschliessen. Das Teil läßt sich aber tauschen, gibts bei den einschlägigen Händlern. Es kann auch sein, dass sich der Ständeranschlag zu sehr in den Hauptständer eingearbeitet hat, dann klappt der Hauptständer auch zu weit nach vorn - meist ist beides der Fall. Es gibt auch Rahmen, wo es keinen eingeschraubten Ständeranschlag gibt, da ist da ein Stahlwinkel eingeschweißt - auch dort kann sich der Hauptständer einarbeiten im Laufe der Jahre. Und zum Schluß: der Ständern kann sich auch verbiegen im Laufe der Zeit :) ist aber alles lösbar.
Wenn Du Normalbereifung drauf hast (vorn 2,75x18 hinten 3,50x18) und keine verlängerten Ferderbeine oder Telegabelverlängerungen montiert sind, dann steht das Hinterrad im aufgebockten Zustand ganz leicht in der Luft. läßt sich also durchdrehen. Stehen beide Räder auf Block, dann stimmt was nicht mehr.

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Re: ETZ 250

Beitragvon S70fighter » 10. November 2022 16:23

Erstmal danke für eure Tipps,
1.: Ich hab gesehen, das der Hauptständer bisschen krumm ist, vor allem das rechte " Bein" des selbigen ! Kann man das mit der Propanflamme heiß machen und richten ? Wie kann ich am besten den Hauptständer demontieren? Die Ständerfeder scheint ordentlich Muckis zu haben :shock:

2.: Ich hatte glaube schonmal gefragt, ist aber wohl unter gegangen....
Ich muss die Ori.-Lima demontieren, um an den Wellendichtring zu kommen und hab davon nur soweit Plan, das dort wohl ne M8x100 Abziehschraube zum Einsatz kommt. In dem Zuge möchte ich Unterbrecher und die Schleifkohlen ( wie viele ?? ) neu machen! Die Lima kommt dann wieder an ihren Platz.....
Wie gehe ich am besten vor und gibt es dort irgendwelche Fallstricke ??

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Re: ETZ 250

Beitragvon EmEl » 10. November 2022 16:39

zum abziehen des rotors brauchst du m10.
Kohlen für die Lima sind 2
Den Kohlenhalter als erstes entfernen und als letztes wieder dran und aufpassen, daß die schleifringe nicht beschädigt werden ( wenn es noch die graphitringe sind beonders) :ja:
grüße vom huy
micha

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Re: ETZ 250

Beitragvon S70fighter » 10. November 2022 16:53

Danke dafür! Hat jemand zu 1. noch nen Tipp für mich? Die Ständerfeder bekomme ich schon ab, das geht mit einem Wumms, aber wieder montieren, da hab ich noch keine Idee!

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Re: ETZ 250

Beitragvon rausgucker » 10. November 2022 17:28

Den Hauptständer kannst Du mit der Propangasflamme richten, ist 0815-Stahl-Rohr, also Feuer frei :) Die Feder für den Hauptständer hat wirklich Schmackes. Ich habe die immer mit einem ganz großen Schraubenzieher montiert. EIne Seite eingehangen und dann mit dem Schraubenzieher die andere Federseite aufgehebelt. Dauert ca. 2 Sekunden. Aber Kopf nach hinten bei der Aktion, es springt auch mal eine Feder ab, die fliegt direkt hoch.

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Re: ETZ 250

Beitragvon ertz » 10. November 2022 17:47

8-er Rundeisen:
1x 250mm lang
1x100mm lang
als T zusammenschweißen
vorn, an der langen Seite, dann eine Hohlkehle reinschleifen auf die flache Seite vom Griff

Prinzip wie hier, nur mit Quergriff hinten.
https://www.scooter-center.com/de/staen ... -j-7671368
War am MZ Montageband auch so gelöst.
die Feder rutscht dann am Rundeisen entlang bis auf den Haken.
Durch den Quergriff hat man alles wunderbar unter Kontrolle.
BildMitglied Nr. 066 im Rundlampenschweinchenliebhaberclub

Lothars Fibel für Vergasereinstellung: http://pic.mz-forum.com/lothar/SONSTIGE ... ungBVF.htm

ES 250 Kickstarterantrieb auf jeden Fall auf TS oder ETZ wechseln !
siehe: viewtopic.php?f=4&t=30624&p=1158985&hilit=kickstarterwelle+ertz#p1128457

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Re: ETZ 250

Beitragvon rausgucker » 11. November 2022 09:10

@ ertz Korrekt, genau so wie Du beschrieben hast, funktioniert es auch mit dem großen Schraubenzieher. Halt nur nicht so sicher ... das Spezialwerkzeug rutscht nicht ab, beim Schraubenzieher kann da schon passieren. Deswegen muss man wirklich den Kopf nach hinten nehmen - ggf. eine Schutzbrille aufsetzen.

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Re: ETZ 250

Beitragvon beerdrinker » 11. November 2022 17:54

Zur Ständerfeder: ich schiebe da immer Unterlegscheiben oder Nägel zwischen, geht prima:
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

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Re: ETZ 250

Beitragvon Faddi » 12. November 2022 11:23

beerdrinker hat geschrieben:Zur Ständerfeder: ich schiebe da immer Unterlegscheiben oder Nägel zwischen, geht prima:


Mach ich auch so, mit Unterlegscheiben
IMG_20210204_150720.jpg
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Viele Grüße,
Marcus

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Re: ETZ 250

Beitragvon rausgucker » 12. November 2022 12:25

Wie bekommt ihr denn die Scheiben zwischen die WIndungen der Feder? EInfach mit dem Hammer reinschlagen??? .... klar, das funktioniert, aber mir wäre das echt viel zu viel Gefummel.

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Re: ETZ 250

Beitragvon Faddi » 12. November 2022 13:53

rausgucker hat geschrieben:Wie bekommt ihr denn die Scheiben zwischen die WIndungen der Feder? EInfach mit dem Hammer reinschlagen??? .... klar, das funktioniert, aber mir wäre das echt viel zu viel Gefummel.


Ich glaub, ich hatte die einzelnen Windungen mit einem Schraubendreher leicht weiten können, um dann jeweils eine Scheibe rein zu schieben oder sogar mit Zange reinzudrücken. Die Feder ist so stark, nichts anderes funktionierte und nur so konnte ich sie de- und montieren. Wäre vllt. noch was anderes gewesen, wenn ich nicht hockend oder sitzend am Boden hätte arbeiten müssen.
Viele Grüße,
Marcus

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Re: ETZ 250

Beitragvon beerdrinker » 12. November 2022 22:26

Solange die Feder noch am Fahrzeug ist, kannst du den Ständer fast ganz ausklappen, dann kriegst du die Scheiben oder sonstwas ganz leicht dazwischen.
Ist sie ausgebaut, klemmst Du sie im Schraubstock fest, biegst sie ganz weit um und schiebst erst eine, dann die andere Seite rein.

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Re: ETZ 250

Beitragvon Konstantin » 13. November 2022 20:02

Das mit den Nägeln ist schlau!

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Re: ETZ 250

Beitragvon S70fighter » 29. November 2022 13:05

Hallo mal wieder,
Ich hab beim letzten Arbeitseinsatz an der ETZ den Hauptständer ausgebaut und noch ein paar Kleinigkeiten erledigt. Nun ist mir beim abmontieren der Seegering vom Hauptständer geplatzt... :shock:
Gibt es da ne ET-Nummer ? Welche Größe hat der Seegering? Denn ich kann schlecht an einem kaputten Bauteil messen....

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