Bauanleitung für Regler 6V, 12V

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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon der maaß » 14. Oktober 2018 19:43

Ich hoffe ihr erkennt die Diode.

Ja, der Widerstand ist ausgebaut.
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Einfahrzeit ist, wenn der Kolben erstmal davon überzeugt werden muss, dass die Laufbuchse ihm nichts böses will und er daher nicht so zaghaft zu sein braucht.

Schalten ist ein spanabhebender Vorgang.

Gedanken machen muss man sich erst, wenn der Motor plötzlich nicht mehr klappert.

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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon ChriZz » 15. Oktober 2018 16:18

Meine sind selbst gelötet und auch nicht in dem Orginal mechanischen Reglergehäuse, sondern in einem Plastikgehäuse und alle Kabel sind direckt auf der Platine verlötet.
Mein Problem hatt noch viel zeit, klärt das erstmal von der Maaß. Sonst kommen wir hier alle durcheinander.
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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon lothar » 6. November 2018 15:47

"Update" zur Reglerbauanleitung:

Es hat sich gezeigt, dass beim 12V-Regler in der Drehstrom-LiMa (ETZ) insbesondere dann, wenn die Batterie während des Motorlaufs
abgeklemmt wird und somit die Spannungsglättung entfällt, Spannungsspitzen entstehen können, die den OPV zerstören können.

Zum Schutz wird der Wert von R0 geändert und eine zusätzliche 15-V-Z-Diode eingefügt, die die Betriebsspannung des OPV begrenzt.
Die Änderungen sind ohne Änderungen am Layout realisierbar. Die Bauanleitung im ersten Post des Threads wurde entsprechend geändert.

Außerdem wurden die älteren Änderungen (SB120 -> SB1540 und Pin 5 von A2 auf DF anstatt Masse) mit eingearbeitet.

Ich bedanke mich für alle Hinweise, die zur Erhöhung der Betriebssicherheit des Reglers beitrugen. Bezüglich der letzten Änderung
speziell dem Thomas/Maschinist.

Gruß
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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon der maaß » 8. November 2018 20:44

Von mir nun eine gute Nachricht und eine kleine "Klarstellung" bezüglich des 6V-->12V Reglers.

Nachdem ja beide Regler bei mir eine viel zu hohe Spannung zur Batterie geschickt haben, habe ich mein Motorrad zum Lothar geschafft und er hat sich der Sache angenommen.



Fazit: ES LAG NICHT AN DEN REGLERN!


... sondern an mir und meinem Unvermögen die Lima richtig zu verkabeln.
Durch 2 vertauschte Kabel hat es auf jedem Regler je ein Bauteil dahingerafft. Dieses hat Lothar ersetzt und einen Tag nach Ablieferung der TS bei ihm war sie abholbereit.

Ich bin seit dem ungefähr 210km gefahren, permanent mit Licht.
Es funktioniert alles wie es soll. Die maximale Spannung beträgt knapp 14,3V, welche ab ca. 3300 Umdrehungen anliegt.
Im Standgas (1000 Umdrehungen) liegen 12,4V an.
Es wird nix warm, es riecht nix komisch, dafür leuchtet alles schön hell.

Vielen Dank nochmal an Lothar für deine Mühe und deinen Hirnschmalz!
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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon ChriZz » 8. November 2018 20:51

Was für Kabel hast du denn vertauscht?
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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon lothar » 8. November 2018 21:07

ChriZz hat geschrieben:Was für Kabel hast du denn vertauscht?

D+ und DF ... :oops:
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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon Lausi » 15. November 2018 17:14

Hallo Lothar,
ich weiß nicht genau, ob es in diesen Thread reinpasst, aber ich habe zwei Fragen zum Einbau des elektronischen 12 V Reglers, den mir UlliD freundlicherweise angefertigt hat.

1. Beim 12 V Regler entfällt der Pin 51 ersatzlos oder muss ich in der Verkabelung am Motorrad noch etwas ändern?
2. In Deiner Anleitung für eine Batterie-Ladekontrolle wurde von Dir ja eine alternative Schaltung vorgeschlagen, die auch beim Ausfall des Gleichrichters die Ladekontrolleuchte angehen lässt. Kann man diese eventuell mit der serienmäßig verbauten LKL kombinieren?

Freundliche Grüße,
/Christian

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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon lothar » 18. November 2018 21:06

Lausi hat geschrieben:Beim 12 V Regler entfällt der Pin 51 ersatzlos oder muss ich in der Verkabelung am Motorrad noch etwas ändern?
Nein, musst du nicht. Das Anschlussschema ist das nach Bild B.4-0 (c) auf S. 49 der MZ-Elektrik.

Lausi hat geschrieben:In Deiner Anleitung für eine Batterie-Ladekontrolle wurde von Dir ja eine alternative Schaltung vorgeschlagen, die auch beim Ausfall des Gleichrichters die Ladekontrolleuchte angehen lässt. Kann man diese eventuell mit der serienmäßig verbauten LKL kombinieren?
Bei der ETZ mit Ladekontrolle ohne Mehrfachfunktion, ja. Dazu muss natürlich die beschriebene Schaltung realisiert werden, die dann auf eine
rote Ba7-12V-LED arbeitet. Da beide Anschlüsse der LKL verfügbar sind, dürfte es keine Probleme mit der Wahl der richtigen Polarität für die LED geben.

Gruß
Lothar
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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon Lausi » 18. November 2018 21:14

Hallo Lothar,
besten Dank für die Info :-)

Freundliche Grüße,
/Christian

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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon ChriZz » 25. November 2018 10:53

So ich hab jetz alle Regler für die ETZ so modifiziert wie Lothar mir das gesagt hatt. Auf dem Tisch Regeln Die wunderbar, der Test im Motorrad steht aber noch aus.
Allerdings war das mit der alten Schaltung ja auch so.

Die Regler sind allesamt für die ETZ gedacht also keine Hochregler und ich fuhr immer mit Batterie und licht an. Alle hatten immerwieder das Problem das der BSP durchbrennt.
Lothar du meintest das liegt am fahren ohne Batterie, die war aber immer angeschlossen.
Ich hoff mal das dass mit der neuen Schaltung jetzt nicht mehr passiert.

DSC_00085555555555.jpg


Ein paar fragen hab ich dann allerdings noch.
Warum wurde R7 von 10ohm auf 680ohm abgeändert? Das gleiche mit R0 von 10ohm auf 82ohm?

Beim Inbetriebnahmetest A konnte ich auch ein paar minimale abweichungen feststellen.
Bei 2 volt hab ich bei D2(K) 1,80 volt, das war damals auch schon so hoch, aber warum?
Bei 9 volt hab ich mit der neuen Schaltung 11 mA bei der alten waren es 12-13 mA, denke mal das ist okay so.

Und die wichtigste aller fragen. Wenn ich das Labornetzteil hochdrehe bis auf 13,86 Volt (Lampe an DF geht aus) dann wird der BSP rasch heiß.
Wird die Spannung auf 13,70 Volt gestellt (Lampe an DF geht grade wieder an) kühlt der BSP schnell ab und auch im Betrieb bis 13,85 Volt bleibt der kalt.
Aber woran liegt es das er bei über 13,86 Volt heiß wird? Der sollte doch, nach der Initialisierung, immer ausgeschaltet sein.
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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon lothar » 25. November 2018 13:12

ChriZz hat geschrieben:So ich hab jetz alle Regler für die ETZ so modifiziert wie Lothar mir das gesagt hatt. Auf dem Tisch Regeln Die wunderbar, der Test im Motorrad steht aber noch aus. Allerdings war das mit der alten Schaltung ja auch so.

Die Regler sind allesamt für die ETZ gedacht also keine Hochregler und ich fuhr immer mit Batterie und licht an. Alle hatten immerwieder das Problem das der BSP durchbrennt. Lothar du meintest das liegt am fahren ohne Batterie, die war aber immer angeschlossen.
Ich hoff mal das dass mit der neuen Schaltung jetzt nicht mehr passiert.
Eine Garntie kann ich leider nicht geben, ich steck da nicht drin ... Betrieb ohne Batterie hatte Einfluss auf den OPV, nicht auf den BSP!

ChriZz hat geschrieben:Ein paar fragen hab ich dann allerdings noch.
Warum wurde R7 von 10ohm auf 680ohm abgeändert?
Es gibt keinen konkreten Anlass. Grundsätzlich versucht man beim Schaltungsentwurf Halbleiteranschlüsse strombegrenzt einzubinden.
Die bisherigen 10 Ohm waren eine Hausnummer. Ich habe das jetzt mal überschlagen und kam zu dem Schluss, dass bei max 5nF Cgs des
FET ein Vorwiderstand von bis zu 1kOhm noch keine dynamische Verschlechterung bringt. Also konnte der Widerstand zum Schutz des
Gates auf 680 Ohm erhöht werden. Dies erhöht die Betriebssicherheit - insbesondere beim Auftreten von Störimpulsen im Fahrzeug - minimal.

ChriZz hat geschrieben: Das gleiche mit R0 von 10ohm auf 82ohm?
Hier ist es anders. Diese Maßnahme ist im Zusammenhang mit Betrieb ohne Batterie zu sehen (also z.B Anschiebebetrieb).
Die Betriebsspannung des OPV ist max 18V. Beim Betrieb ohne Batterie kommt es zu Spannungsspitzen, die darüber hinaus gehen.
Die Z-Diode begrenzt diese auf etwa 15V. Je kleiner R0, desto stärker "atmet" die Spannung über der Z-Diode mit D+. Deshalb nimmt
man den größtmöglichen, und der ist 82 Ohm, darf aber nicht größer werden, da sich sonst die Spannungspegel der Regelung zu stark
verschieben.

ChriZz hat geschrieben:Beim Inbetriebnahmetest A konnte ich auch ein paar minimale abweichungen feststellen.
Bei 2 volt hab ich bei D2(K) 1,80 volt, das war damals auch schon so hoch, aber warum?
Das sollte doch in Ordnung sein. Wichtig ist, dass die Spannung über D2 bei 2,48V begrenzt bleibt.

ChriZz hat geschrieben:Bei 9 volt hab ich mit der neuen Schaltung 11 mA bei der alten waren es 12-13 mA, denke mal das ist okay so.
Sicher.

ChriZz hat geschrieben:Und die wichtigste aller fragen. Wenn ich das Labornetzteil hochdrehe bis auf 13,86 Volt (Lampe an DF geht aus) dann wird
der BSP rasch heiß.
Wird die Spannung auf 13,70 Volt gestellt (Lampe an DF geht grade wieder an) kühlt der BSP schnell ab und auch im Betrieb bis 13,85 Volt bleibt der kalt.
Aber woran liegt es das er bei über 13,86 Volt heiß wird? Der sollte doch, nach der Initialisierung, immer ausgeschaltet sein.
Richtig, das ist ein Phänomen, dem nachgegangen werden muss und das möglicherweise für deine Ausfälle verantwortlich ist.
Zunächst zur Funktion (die dir wahrscheinlich klar ist), die entsprechend schrittweise messtechnisch nachgeprüft werden muss:

Steigt die Spannung an D+, so schaltet beim Überschreiten von ca. 4V der TL431 (D3) ein.
D. h. unter 4V ist der Zweig R8 - LED - D3 stromlos, die Spannung über R8 ist demzufolge Null.
Über etwa 4V sind die Spannungen über D3 etwa 2,5V, über der inneren LED etwa 1,2V(?) und über R8 fällt dann der Rest zu D+ ab.
Die LED leuchtet jetzt, was man nicht sieht, da sie im Inneren ist ... (;-)

Unter 4V geht das Gate vom BSP gegen DF gemessen mit der Spannung an D+ mit. Also z.B. D+ 2V gegen Masse heißt,
Spannungsabfall über R9 ist Null.
Über 4V werden die inneren Fotodioden vom IL300 von der LED bestrahlt, die Fotodioden generieren jeweils 0,5V und die Spannung
zwischen Gate und Source des BSP149 kippt nach ca. -1V. Der Anschluss DF sollte dabei nicht in der Luft hängen, also gemäß der
Messschaltung mit einer Lampe als Ersatzwiderstand beschaltet sein.
Die Fotodioden müssen nun bei weiter steigender Spannung an D+ soviel Fotostrom produzieren, dass das gegenüber DF negative Gate
erhalten bleibt.
Denkbar ist nun, dass bei steigender Spannung an D+ der Strom durch R9 nicht mehr vom Fotostrom kompensiert werden kann und demzufolge
die Gatespannung des BSP wieder ansteigt und er zu leiten beginnt, was Verlustleistung und Wärme bedeutet.
Der Effekt würde mit Sicherheit eintreten, wenn R9 z.B. einen falschen Wert hätte, z.B. 82 k anstatt 820 k. Aber auch ein IL300, der
ausgangsseitig zu wenig Fotostrom liefert.

Warten wir erst mal deine Überprüfung ab. Vorher die Regler nicht ins Motorrad einbauen, solange diese Geschichte nicht geklärt ist.

Gruß
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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon daniel_f » 25. November 2018 22:39

Heiß werden im Schaltbetrieb deutet für mich drauf hin, daß man aus Versehen den Transistor in den Analogbetrieb gebracht hat oder bin ich da auf dem falschen Dampfer? Miß doch mal, ob bei Lampe aus und Transistor heiß ein Strom im Lampenstromkreis fließt.
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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon lothar » 26. November 2018 10:21

daniel_f hat geschrieben:...oder bin ich da auf dem falschen Dampfer? ...

Der Transistor ist nicht im Schaltbetrieb, sondern "aus"! Bei größerer Spannung an D+ wird er wieder eingeschaltet, was nicht sein darf.
Bitte lasst den ChriZz erstmal die Tests aus meinem Post darüber abarbeiten, sonst entsteht hier ein völliges Durcheinander.

Gruß
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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon torbiaz » 26. November 2018 17:48

... ich bin da auch bei daniel....

ein "richtig" eingeschalteter Transistor wird nicht heiß. (zu langsames) Umschalten und "Schwebezustände" verursachen übermäßige Wärme.
Vielleicht flattert ja das Gate... ?



...aber ich glaube ja auch, daß ein ordentlich eingelöteter Transistor nicht so heiß werden kann, daß er sich auslötet...
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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon lothar » 26. November 2018 20:05

torbiaz hat geschrieben:... ich bin da auch bei daniel....
ein "richtig" eingeschalteter Transistor wird nicht heiß. (zu langsames) Umschalten und "Schwebezustände" verursachen übermäßige Wärme.
Vielleicht flattert ja das Gate... ?

lothar hat geschrieben:Bitte lasst den ChriZz erstmal die Tests aus meinem Post darüber abarbeiten, sonst entsteht hier ein völliges Durcheinander.
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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon net-harry » 27. November 2018 07:18

SPOILER:
torbiaz hat geschrieben:ein "richtig" eingeschalteter Transistor wird nicht heiß. (zu langsames) Umschalten und "Schwebezustände" verursachen übermäßige Wärme.
Vielleicht flattert ja das Gate... ?

Ach...was waren das noch für schöne Zeiten, als Transistoren in A-, AB-Endstufen und Längsreglern dauernd in "Schwebezuständen" sein durften...da wurde einem immer warm ums Herz! :love:
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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon utut » 30. November 2018 14:10

Eine Anregung von mir. Ich denke der reine Digitalbetrieb des Reglers ist nicht gesichert. Ich meine es sollte am
OPV TS912 eine positive Rückkopplung eingebaut werden (2 Widerstände der 1.(Ra) vom Ausgang (7) zu Eingang + (5),
der 2. (Rb) vom Eingang +(5) zu R2,R3,C1 -> Werte Ra>>Rb) so dass eine Schalthysterese bei der Messung der Spannung
von D+ entsteht. Dann ist ein kurzzeitiger Analogbetrieb der den FET zerstören kann nicht mehr möglich. Ich habe das
bei meinem Regler (andere Schaltung) so realisiert und Ra und Rb so dimensioniert dass eine Schalthysterese von ca.
80 mV entsteht.

Gruß und viel Erfolg

U.T.

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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon schnauz64 » 30. November 2018 18:52

Ja, würde ich auch sagen :roll: :roll: :shock: :shock: :? :?:
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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon lothar » 2. Dezember 2018 11:17

Ich versuche, eine Übersicht für mich herzustellen:

Wer hat gegenwärtig noch Probleme mit einem seiner Selbstbauregler? Bitte per PN an mich wenden!

Mit ChriZz arbeite ich an einer Lösung, für die Probleme von Klaus P. teilte mir UlliD Fortschritte mit,
wobei ich davon ausgehe, dass das auf einem guten Weg ist.

Seit die Anleitung hier im Thread veröffentlicht wurde, konnten zwei konzeptionelle Fehler aufgedeckt und die
Lösungen in die aktualisierte Anleitung eingearbeitet werden, dies betraf:
1. Beherrschung der induktiven Ausschaltspitzen beim 6->12-Regler
2. Störspitzen >18V bei Betrieb ohne Batterie

Alle anderen berichteten Probleme konnten auf Fehler der Erbauer/Anwender zurückgefühert werden,
d.h. falsche Bauelemente/falsche Bestückung und Fehler beim Einbau des Reglers bzw. dessen Inbetriebnahme.

Also, meldet euch, wenn es noch aktuelle Probleme gibt, ich möchte die Geschichte irgendwann mal abschließen
und demnächst auch wieder sorgenfrei schlafen ....

Gruß
Lothar
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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon lothar » 3. Dezember 2018 11:21

Klaus hat soeben bestätigt, dass die Reparatur bei Ulli gelungen ist und er schon ein paar Probekilometer absolviert hat.
Gruß
Lothar
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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon UlliD » 3. Dezember 2018 11:24

Hab ja nur getauscht, der Regler vom Klaus ist repariert.... Probefahrt wegen Wetter auf unbestimmte Zeit verschoben :regen:
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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon lothar » 3. Dezember 2018 13:13

UlliD hat geschrieben:Hab ja nur getauscht, der Regler vom Klaus ist repariert.... Probefahrt wegen Wetter auf unbestimmte Zeit verschoben :regen:

Tausch gilt als Reparatur ... :roll:
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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon UlliD » 3. Dezember 2018 13:44

Ja, ich wollte den Klaus nicht soo lange warten lassen :cry:
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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon lothar » 6. Dezember 2018 19:52

Das Problem (weiter oben) von ChriZz wurde analysiert, und jetzt kommt sowas wie ein Offenbarungseid von mir ... :cry:

Der hier im Thread oft angesprochene BSP149 im Selbstbauregler kann exemplarbedingt tatsächlich warm werden
und zu Ausfällen führen. Was ist der Grund? Beim 6->12-V-Regler waren es die negativen Spannungsspitzen an DF.
Das Problem wurde gelöst. Leider gibt es noch ein weiteres:

Als ich nach 2010 begann, den Regler mit dem Initialisierungs-Transistor BSP149 anstatt eines Relais zu entwickeln (soll ich mich ärgern,
dass ich es getan habe?), konnte ich bei Conrad die Bauelemente noch entsprechend der Dokumentation von Siemens kaufen.

Die Schwellspannungsbereiche waren in folgende Gruppen aufgeteilt:
siemens.jpg


Der Schaltkreis IL300 liefert etwa -1,0V in der Reglerschaltung, so dass es mit den Gruppen P und R niemals Probleme damit gab,
dass der Transistor nach der Initialisierung nicht sauber gesperrt würde. Hätte er eine höhere Schwellspannung, würde
ein mehr oder weniger großer Strom im vermeintlichen "aus"-Mode fließen, der bei Spannungen insbesondere bis 15V zu einem
erheblichen Leistungsumsatz führt.

Seit etwa 2000 hat Siemens die Halbleitersparte nach Infineon ausgegliedert. Aber erst in jüngerer Zeit sind mir die Dokumentationen
von Infineon zum selben Bauelement bekannt geworden.
infineon.jpg


Es war sehr mühsam herauszufinden, wie man diese Spezifikationen der Gate-Source-Schwellspannung denn nun am Bauelement
überhaupt herausfindet. Nach bisheriger Kenntnis: Überhaupt nicht!!!!

Bietet z.B. ein Distributor den Typ BSP149 L 6906 HTSA1 an, so bedeutet die Kodierung 6906, dass es sich um eine
Auswahl von Transistoren eines bestimmten Schwellspannungsbereiches handelt (alle anderen Kodierungen bedeuten generell "unsortiert").
Nun wird man aber trotzdem vergeblich suchen, um welchen Bereich es sich handelt:

Anbieter der "6906"er sind z.B. AvnetSilica, EBV(leitet auf Avnet um) und Rutronik. Die fallen aber generell raus, da es dort erst
ab Stückzahl 1000 losgeht.

farnell antwortete mir, dass es sich bei ihnen um den Bereich L handelt, also -1,3 ... -1,5V, demzufolge zu hoch!

RS bietet keinen "6906"er an, reichelt den BSP149 überhaupt nicht. Bei Mouser und Digikey laufen die Anfragen noch, Hoffnung
auf eine geeignete Gruppe J habe ich aber kaum noch.

Einfügung vom 11.12.2018:
Mouser schrieb vor 6 Tagen, dass sie so schnell wie möglich antworten.
digikey hat ebenfalls wie farnell nur die Spec. L
AVNET schickte mir kommentarlos einen Tabellenauszug (identisch dem oben von mir einkopierten)
aus der hinlänglich bekannten Bauelementedokumentation, wie witzig!
Paar Tage später wollten sie per automatisierte email wissen, wie gut sie mein "issue" gelöst hätten.

Der bislang empfohlene Lieferant Conrad bietet lediglich BSP149 unspezifiziert an, d. h. zwischen -1,0 und -1,8V ist alles möglich.
Und das ist der Grund, weshalb der eine oder andere von uns ein solches Problem bekommen kann.

Momentan weiß ich also beim besten Willen nicht, wie man an eine Stückzahl <10 der Spezifikation J rankommt.
Deshalb kann ich leider nur empfehlen, erst mal zu testen, in welchem Bereich ihr mit euren Selbstbaureglern liegt.
Sieht es kritisch aus, bleibt momentan nur der Griff in den Lostopf, mit der Hoffnung einen geeigneten BSP149 dabei zu haben,
dessen Ugsthr um die -1,0V liegt.



Wie ist der Test durchzuführen?

Der Regler wird in die normale Inbetriebnahmeschaltung eingebunden (regelbares Netzteil, Prüflampe - siehe in MZ-Elektrik).
In die Leitung mit der Prüflampe wird ein Strommesser (Multimeter) eingeschleift.

Die Spannung an D+ wird langsam erhöht, bis am Schaltpunkt die Lampe ausgeht. Beim 6-V-Regler gehen wir weiter bis 8V und
beim 12V-Regler bis 15V. Wenn der BSP schon vorher warm wird -> Abbruch des Tests.

Falls bis jetzt keine Auffälligkeiten sind, lesen wir den Stromwert ab. Ist er kleiner als 10mA ist alles OK, andernfalls lohnt die
Suche nach einem besseren BSP149. Vorsicht bei der Messung! Das Multimeter ist im mA-Bereich häufig mit einer Feinsicherung abgesichert.
Wer jetzt dummerweise die Spannung an D+ vermindert, dass die Lampe wieder leuchtet, wird die Sicherung durch den plötzlich hohen
Lampenstrom töten. Also erst Multimeter wieder herausnehmen, dann D+Spannung vermindern.

Wer´s macht, sollte seine Ergebnisse hier posten. Es hilft der Gemeinschaft!
Außerdem sind Hinweise sehr willkommen, wie man in unserer Welt des Überflusses an die gesuchten BSP149 der Gruppe J kommt ....

Gruß
Lothar
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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon UlliD » 6. Dezember 2018 20:14

Na toll, hab ja noch einige Regler hier, da werd ich die Tage mal eine Messerei starten... :roll: :roll:
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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon lothar » 6. Dezember 2018 22:14

:patpat:
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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon specht » 8. Dezember 2018 12:18

Hallo Lothar,

bedeutet deine neueste Erkenntnis auch, daß die Änderung am IL300 (Pin 5 auf DF) zu keiner positiven Veränderung führt (im Gegensatz zu Pin 5 auf D-)?

Gruß Spechti
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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon lothar » 8. Dezember 2018 14:51

specht hat geschrieben:bedeutet deine neueste Erkenntnis auch, daß die Änderung am IL300 (Pin 5 auf DF) zu keiner positiven Veränderung führt (im Gegensatz zu Pin 5 auf D-)

Doch, diese Änderung ist für die 6 auf 12 Hochregler zwingend notwendig, für die anderen Versionen nicht, es schadet jedoch nicht,
wenn die Maßnahme durchgeführt wird, die Betriebssicherheit wird auf alle Fälle dadurch erhöht.

Die "neueste Erkenntnis" betrifft alle Versionen, wobei es bei den 6-V-Reglern weniger kritisch ist, weil wegen der geringeren Spannung
i.Vgl. zu den 12V-Versionen weniger Verlustleistung entsteht. Probleme gibt es, wenn das eingesetzte Exemplar BSP149 aus einer ungünstigen
Klasse ist. Man kann messen ob der BSP149 "gut" oder "nicht gut" ist, man kann jedoch neuerdings keine "guten" als Mindermenge mehr kaufen.
Das ist das Problem.

Gruß
Lothar
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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon specht » 8. Dezember 2018 18:56

OK Lothar,

Das bedeutet also: wenn msn unbeabsichtigt einen BSP149 aus dem Bösen Toleranzband (<-1.2V) verbaut, tritt die Verlustleistung unabhängig vom späteren Verwendungszweck des Reglers auf, weil die Spannung der Fotodioden nicht ausreicht um den BSP vollständig verarmen zu lassen. Hab ich das Richtig verstanden?
liebe Grüße aus Glauchau!!!

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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon lothar » 8. Dezember 2018 19:08

specht hat geschrieben:Das bedeutet also: Wenn man unbeabsichtigt einen BSP149 aus dem Bösen Toleranzband (<-1.2V) verbaut, tritt die Verlustleistung unabhängig vom späteren Verwendungszweck des Reglers auf, weil die Spannung der Fotodioden nicht ausreicht um den BSP vollständig verarmen zu lassen. Hab ich das Richtig verstanden?
Exakt, so ist es. Ich warte gespannt auf Messergebnisse der Nachbauer. Vielleicht ist die Streuung günstiger als befürchtet .... ich hoffe es ....

Gruß
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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon specht » 8. Dezember 2018 19:58

Das hat ja Dieselgate Charakter. Außer das du dich selbst angezeigt hast Lothar :)

OK. Ich baue meinen am Elektronensammler mal aus und schaue ob ich auch zu den Betroffenen des Schummelreglers gehöre. Ich kann nur so viel sagen: ich habe den BSP149 bei Conrad völlig unbefangen beschafft und eingebaut. Bin glücklich bis heute darüber, ab ca. 2500 RPM kostantes Licht und ne gut gelaunte Batterie zu haben.

Vielen Dank wie immer für deine&die Mühe der Foristi die Elektrik besser und veständlicher zu machen!!
liebe Grüße aus Glauchau!!!

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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon RT-Fons » 11. Dezember 2018 16:17

Hallo,
Jetzt hat meine Säurebatterie den Geist aufgegeben und ich möchte nun den Einbau
des elektronischen Reglers in angriff nehmem.
Wie war das nochmal mit dem 6V Regler?
Was muß ich beim Einbau in meine RT125/2 beachten?
Einen Widerstand auf der Lichtmaschine, zum Ausbau, gibt es ja nicht.

Grüße Ralf

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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon UlliD » 11. Dezember 2018 16:28

Hatte die RT-Lima den Widerstand nicht im Spulenpaket wie die alten ES-Limas :gruebel: :gruebel: Schau mal in deinen Schaltplan, da müsst er eingezeichnet sein oder auch nicht... :nixweiss:
Ps.: Sehe hier grad, scheint keinen Widerstand zu haben: http://www.ddrmoped.de/typ/mz/rt_125_2/schaltplan
Da sollen die RT-Spezis mal was zu sagen.
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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon lothar » 11. Dezember 2018 21:01

Besser ist, ein gutes Foto zu analysieren.

Gruß
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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon RT-Fons » 13. Dezember 2018 17:11

Mir geht es erst einmal darum ob der Regler, so wie er ist , verbaut werden kann. Ein Widerstand kann von der Lichtmaschine ja nicht entfernt werden.
Ganz am Anfang sind auch Fotos von Lothars RT125/0 mit diesem Regler im Spulenkasten.

Gruß Ralf

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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon lothar » 14. Dezember 2018 12:54

RT-Fons hat geschrieben:Mir geht es erst einmal darum ob der Regler, so wie er ist , verbaut werden kann.

Der beschriebene 6-V-Regler kann für die RT verwendet werden.

Gruß
Lothar
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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon UlliD » 28. Dezember 2018 15:57

lothar hat geschrieben:Wer´s macht, sollte seine Ergebnisse hier posten. Es hilft der Gemeinschaft!
Gruß
Lothar

So, ich hab mal bissel Zeit gefunden und 2 Regler durchgemessen, Einer liegt bei 3mA und der 2. bei 4mA, also beide unauffällig.
Digitalmultimeter und russisches Zeigerinstrument zeigen etwa die gleichen Werte an. Sogar dieses "Qualitätsprodukt" zeigt das auch so an....
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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon lothar » 28. Dezember 2018 22:59

UlliD hat geschrieben:Einer liegt bei 3mA und der 2. bei 4mA, also beide unauffällig.
Der Einschätzung schließe ich mich an, danke Ulli!

Gruß
Lothar
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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon lothar » 10. Januar 2019 11:40

Die einige Posts weiter oben beschriebenen Problematik (siehe viewtopic.php?p=1712498#p1712498 )
wurde jetzt in der überarbeiteten Bauanleitung (s. erster Post im Thread: 26-Anleitung.pdf) berücksichtigt.

Änderungen in der Stückliste betreffen lediglich die Widerstände R8 und R9 bei Neuaufbauten.

Außerdem wurde die Beschreibung eines Tests (blau hervorgehobener Textteil in der Bauanleitung) aufgenommen,
mit dem die Eignung des verwendeten BSP149-Exemplars in der fertigen Schaltung gestestet werden kann.

Gruß
Lothar

PS:
Wer diesen BSP-149-Test an neu aufgebauten oder interessehalber auch an bereits in Betrieb befindlichen Reglern durchführt,
möge mir bitte seine Ergebnisse (PN) mitteilen.
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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon Hans-Juergen » 1. Februar 2019 18:51

Hallo liebe Foristen,

ich möchte mich heute mal erkundigen, ob es in Sachen elektronischer Regler etwas Neues gibt. Ich habe diese Angelegenheit verfolgt, weil ich mit ähnlichen Dingen zugange bin.

Zuerst aber mal zu mir und dem Hintergrund:

Ich bin hier neu und habe mich Anfang Januar im Forum angemeldet.

Ja – es stimmt, der Eintrag in meinem Profil „Fuhrpark: keiner“ ist korrekt! Ich habe keine MZ, und auch sonst kein Motorrad, nicht einmal einen Motorradführerschein!

Die Erklärung, warum mich das alles hier trotzdem interessiert: Die MZ, um die es geht, gehört einem guten Freund von mir … ich bin nur der „elektrotechnische Berater“.

Für dieses Gefährt, das so an die 50 Jahre alt sein dürfte, haben wir vor knapp 10 Jahren mal einen ersten Anlauf gemacht, den mechanischen Regler durch einen elektronischen zu ersetzen.

Dabei ist im Frühjahr 2010 eine linear arbeitende Schaltung entstanden, die ihren primären Zweck erfüllte und schön stabil regelte – im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Dank einer temperaturstabilen Referenz gab es kein Überkochen der Batterie mehr bei warmem Wetter, und bei kühleren Temperaturen wurde auch noch geladen. Den vorgesehenen Temperatursensor, um die Temperatur der Batterie zu messen und zur Korrektur zu verwenden, haben wir allerdings nicht mehr installiert – es fehlte damals die Zeit.

Die bekannte Krux der MZ, im unteren Drehzahlbereich nicht mehr laden zu können, konnte das System so wie es war natürlich nicht beheben. Im Gegenteil, zusätzliche Spannungsabfälle am Transistor des linearen Stellgliedes und an der Schottky-Diode, die den Rückstromschalter ersetzt hat, machten die Dinge nicht besser.

Ideen, wie man einige Probleme beseitigen könnte, sind damals schon noch entstanden (z.B ein P-Kanal-MOSFET anstelle des bipolaren Transistors), konnten aber nicht mehr umgesetzt werden, da einfach die Zeit fehlte und das ganze Thema etwas in Vergessenheit geriet.

Jetzt über den letzten Jahreswechsel saßen wir zusammen, und da kam das Thema nach dem Motto „Man müsste doch noch einmal …“ wieder zur Sprache. Da wir jetzt altersbedingt die Möglichkeit haben, viel Zeit in ökonomisch völlig unsinnige, aber Spaß machende Projekte zu versenken, wurde beschlossen, noch einmal einzusteigen.

Unter diesen Vorzeichen habe ich mich in eurem Forum, das ich von damals (2010) her kannte, umgesehen und festgestellt, dass sich in Sachen Regler einiges getan hat. „Lothar“ hat mit seinen Versionen 1, 2 und 3 einen bemerkenswerten Stand erreicht.

Das fand ich alles so interessant, dass ich beschlossen habe, mich im Forum anzumelden. Da bin ich nun, und werde in der nächsten Zeit vermutlich die eine oder andere Frage zu verschiedenen Details haben.

In diesem Sinne vermutlich bis bald!

Viele Grüße
Hans-Jürgen

Fuhrpark: keiner
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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon lothar » 7. Februar 2019 14:36

Das letzte von specht beschriebene Problem ist aufgeklärt. Wie haben "in jede Richtung ermittelt" und am Ende blieb tatsächlich nur noch der
"böse" BSP149 als Übeltäter übrig.
specht hat Exemplare mit extrem niedriger Schwellspannung geliefert bekommen, die die Funktionsfähigkeit der aufgebauten Schaltung
unakzeptabel einschränkten.

Damit konnten alle bis zum jetzigen Zeitpunkt im Thread genannten Probleme aufgeklärt bzw. gelöst werden. Dank an alle, die getreu dem Motto
"tested by Anwender" zum Wissenszuwachs und damit zur Erhöhung der Betriebssicherheit der beschriebenen Regler beitrugen.
Ein offenes Ohr für eventuelle künftige Probleme bleibt euch erhalten. (Übrigens sind noch Platinen da ...)

Gruß
Lothar
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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon Buhmann » 21. Februar 2019 19:03

Guten Tag,


ich möchte einen Regler nach dieser Anleitung in meine ETZ 150 einbauen.

Ich möchte aber nicht auf einer geätzten Leiterplatte sondern auf einer Europlatine aufbauen. Dazu ist es ja sinnvoll alle SMD-Bauteile zu ersetzen.

Widerstände und Kondensatoren sind klar.

Den TS912 gibt laut Datenblatt auch als Bauform DIP-8 statt SO-8, aber den finde ich nirgends zum kaufen. Gibt es dazu eine Alternative? Wenn nicht verwende ich einen Adapter.

SK16, also D5 würde ich durch SB360 von Reichelt ersetzen. Ich denke das ist richtig, hat als zulässigen Strom 3A statt 1A.

Bei der Suppressordiode weiß ich nicht weiter. Conrad hat zwar viele zur Auswahl, aber keine axial bedrahteten mit identischen Werten. Was wäre denn mit dieser? Sperrspannung ist 25,6V statt 25V aber Klemmenspannung 53,5V statt 35V. Funktioniert die trotzdem?

Als letztes der Transistor BSP149. Da gibt es auch wieder viele zur Auswahl. Auf welche Eigenschaften muss ich da achten?
Gruß

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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon lothar » 21. Februar 2019 20:14

Buhmann hat geschrieben:...ich möchte einen Regler nach dieser Anleitung in meine ETZ 150 einbauen.
Ich möchte aber nicht auf einer geätzten Leiterplatte sondern auf einer Europlatine aufbauen. Dazu ist es ja sinnvoll alle SMD-Bauteile zu ersetzen. Widerstände und Kondensatoren sind klar.

Hallo Buhmann, das klingt bisschen wie "zurück zum Prototypen, der nach dem Drahtverhau kam" ...
Ich will dich nicht von deinem Vorhaben abbringen, aber gerade SMD ist in mechanischer Hinsicht ideal für den Einsatz im Fahrzeug.
Aber, "jedem Tierchen sein Plaisierchen" ... die Spaßkomponente ist wichtig, war sie mir auch!

Buhmann hat geschrieben:Den TS912 gibt laut Datenblatt auch als Bauform DIP-8 statt SO-8, aber den finde ich nirgends zum kaufen. Gibt es dazu eine Alternative? Wenn nicht verwende ich einen Adapter.

Der ist in D nicht mehr im Handel (steht auch irgendwo weiter oben im Thread). Meine letzten DIPs habe ich 2018 in China bestellt ...
man sollte reichlich bestellen, denn es gehen nicht unbedingt alle.

Buhmann hat geschrieben:SK16, also D5 würde ich durch SB360 von Reichelt ersetzen. Ich denke das ist richtig, hat als zulässigen Strom 3A statt 1A.

Geht.

Buhmann hat geschrieben:Bei der Suppressordiode weiß ich nicht weiter. Conrad hat zwar viele zur Auswahl, aber keine axial bedrahteten mit identischen Werten. Was wäre denn mit dieser? Sperrspannung ist 25,6V statt 25V aber Klemmenspannung 53,5V statt 35V. Funktioniert die trotzdem?

Die Suppressordiode soll Spannungsspitzen unterdrücken. Sie sollte bei unter 20V nicht leiten, aber darüber möglichst hart einschalten.
Geht sicher auch.

Buhmann hat geschrieben:Als letztes der Transistor BSP149. Da gibt es auch wieder viele zur Auswahl. Auf welche Eigenschaften muss ich da achten?

Viele zur Auswahl? Das wäre mir neu. Wir haben gerade das Problem, dass keine nach niedriger Uthr selektierten BSP149
verfügbar sind, sondern nur als Schüttgut mit der ganzen Bandbreite der Uthr.
BSP149 mit einer Uthr unter -1,2V sind in der gegenwärtigen Schaltungskonzeption ungeeignet. Also paar mehr kaufen und
hoffentlich mit ein wenig Glück ausmessen.

Gruß
Lothar
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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon Buhmann » 21. Februar 2019 21:19

lothar hat geschrieben:
Buhmann hat geschrieben:...ich möchte einen Regler nach dieser Anleitung in meine ETZ 150 einbauen.
Ich möchte aber nicht auf einer geätzten Leiterplatte sondern auf einer Europlatine aufbauen. Dazu ist es ja sinnvoll alle SMD-Bauteile zu ersetzen. Widerstände und Kondensatoren sind klar.

Hallo Buhmann, das klingt bisschen wie "zurück zum Prototypen, der nach dem Drahtverhau kam" ...
Ich will dich nicht von deinem Vorhaben abbringen, aber gerade SMD ist in mechanischer Hinsicht ideal für den Einsatz im Fahrzeug.
Aber, "jedem Tierchen sein Plaisierchen" ... die Spaßkomponente ist wichtig, war sie mir auch!


Ist mir alles bewusst und ich werde es trotzdem so machen. :mrgreen:

Danke für die Hinweise!
Gruß

Christian

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Re: Bauanleitung für Regler 6V, 12V

Beitragvon EIT » 8. März 2019 19:18

Hallo zusammen,

ich habe mich jetzt auch hier angemeldet, da ich zwar keine MZ besitze, aber aktuell eine DKW RT175VS restauriere. Ich möchte in dieser Maschine den mechanischen Regler ebenfalls durch einen elektronischen ersetzen. Bei der DKW ist die Lichtmaschine plusgeregelt. Ich bin der Meinung, dass dies bei der MZ ebenfalls so ist, und ich daher den Regler von Lothar verwenden könnte. Ich würde die Maschine weiterhin mit 6V betreiben. Liege ich hier mit meiner Meinung richtig?

Alternativ habe ich den Regler R81 von Vape angesehen, aber von dem hört man nicht so viel gutes. Der Regler von Lothar hat meines Erachtens mehrere Vorteile gegenüber dem R81. Daher würde ich den Versuch des Nachbaus wagen.

Ich habe mich schon ein wenig mit der Teilebeschaffung befasst. Bei Reichelt und Conrad sind ja alle Teile aktuell lieferbar, außer D1 40CTQ045. Reichelt führt diese Schottkydiode gar nicht, und Conrad bietet sie nur noch im TO262-Gehäuse für satte € 8,43 an. Als Alternative hätte ich jetzt die MBR 2545CT bei Reichelt beschafft. Die kann zwar nicht ganz so viel Strom ab, aber bei der RT175 handelt es sich nur um eine max. 60W LiMa. Das sollte die MBR auch abkönnen oder? Leider ist der Spannungsverlust ca. 0,3V höher, aber ich habe keine andere Alternative gefunden. Hat sonst jemand einen besseren Vorschlag?

@Lothar: Sind aktuell noch Platinen verfügbar? Dann würde ich mich per PN melden. Zur Not müsste ich mir die Platine auf meiner CNC isolationsfräsen.

Viele Grüße aus dem Allgäu
Thomas

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