ETZ250Greiz hat geschrieben:Habe nichts helfendes im Forum gefunden.
Ich habe was gefunden:
viewtopic.php?p=1696973#p1696973siehe unter "Zündkondensator defekt?"
ETZ250Greiz hat geschrieben:M. W. ist es besser, wenn die Toleranz nach oben ausgenutzt wird, da sonst der Unterbrecherfunke nicht ausreichend gelöscht wird. Also besser 0,25 als 0,20. Die rechtzeitig abgegebene Spannung (Entladung) an die Primärwicklung wäre bei 10-20% mehr Kapazität als vorgeschrieben noch gut. Ist das richtig?
Das Gegenteil ist der Fall. Je größer die Kapazität, desto kleiner der "Spannungsberg" am Zündkondensator.
Nach dem Verständnismodell "Zündspule als Transformator", führt eine geringere Spannung auf der Primärseite (Klemme 1 = Kondensator)
zu einer kleineren Spannungsspitze auf der Sekundärseite (Zündkabel).
Gerade manche DDR-Kondensatoren neigten im Fehlerfall dazu, bei Temperaturerhöhung ihre Kapazität zu vergrößern, was letzlich
zu einem Ausfall der Zündung nach einer gewissen Betriebsdauer führte.
ETZ250Greiz hat geschrieben:Reicht die auf dem Kondi angegebene Spannung von 250 V für eine 12V MZ aus? Wären nicht 400V besser?
Die Spannungsfestigkeit ist ausreichend. Typisch enstehen am Zündkondensator Impulse um die 100 V.
Für DDR-Kondensatoren gilt nach DDR TGL 5187/01 (mir liegt ein Exemplar von 1982 vor) eine Prüfspannung von 900 V=.
Wie die Daten der aktuellen Nachbauten sind, bleibt wohl weitgehend unbekannt.
Gruß
Lothar