Ein alter LKW ist es geworden - Ford BB

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Re: Ein alter LKW ist es geworden - Ford BB

Beitragvon fETZt » 1. Februar 2026 14:56

Bis 2033 ist nicht mehr lang, könnte man schaffen. Weiter gutes Gelingen!

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Re: Ein alter LKW ist es geworden - Ford BB

Beitragvon dasmaetzchen » 7. Februar 2026 18:12

Tach zusammen,

ja, 2033 ist ein Ziel. Pünktlich zum 1000. Geburtstag.
Ein ambitioniertes Ziel ist allerdings auch 2030 und dann nach Köln zum 100.Geburtsatg des Kölner Werkes.
Mal sehen, was die Zeit bringt.

Es ist wieder voran gegangen. Gestern hatte ich den ganzen Tag Zeit zum Schrauben.
Das Getriebe ließ sich mit mit dem Motorkran gut ausbauen. Beim ca. 60 kg Gewicht ist das auch angebracht.
Dabei hab ich auch gleich das Getriebeöl abgelassen und das Gehäuse und die Zahnräder ordentlich mit Bremsreiniger abgespült.
Das Öl, wenn man es dann als solches bezeichnen möchte, war erst wässrig und dann nur noch dickflüssige Pampe.
Glücklicherweise, keinen Funken Rost an den Zahnrädern.
Im Anschluss konnte ich auch gleich die Zwischenwelle ausbauen. Auch hier gingen alle Schrauben gut los.
Die Welle und die Verzahnungen machen einen guten Eindruck. Einzig das Schutzrohr ist anscheinend schon mal geflickt.
Wird sich zeigen.

Mit dem Motorkran kam das Fahrgestell nun auf Böcke. So konnte ich die Räder abnehmen und mit der Demontage der Vorderachse beginnen.
Zu beachten: Radmuttern haben rechts Linksgewinde und Links Rechtsgewinde. :)
Die reisen Bremstrommel ließen sich sehr abnehmen. Unter den verschraubten Kappe waren die Achsmutter gut gefettet und haben mitgespielt.
Die Trommeln sind echt beindruckend.... Format Suppenschüsseln für Großfamilien. :lol:
Im Inneren zeigten sich die Trommel in "a very good Shape". Diese sollen entlackt und an den Bremsfläche leicht übergdreht werden.
Die Bremsbacken sehen zwar auch noch gut aus, aber hier mache ich keine Kompromisse. Einmal neu belegen, bitte.

Ich hab noch nie so viele Splinte ausgebaut. :shock: jeden Mutter eine Kronenmutter. :roll:
Die Die Demontage Spurstange gut ganz gut. Hier musste ich mir noch schnell ein Werkzeug anfertigen, um große Schlitzbolzen ausdrehen zu können.
Die Betrachtung der drei Kugelköpfe brachten etwas Ernüchterung. Alle Kugelköpfe schein schon mehrfachgebrochen und wieder geschweißt worden zu sein.
Hier werden ich schlau machen, ob und wie die Köpfe von den Gelenkarmen bekomme. Ich hoffe sie ordentlich warm machen und abziehen zu können.
Dann kann ich neue Köpfe anfertigen lassen. Die Zeit wird es bringen.

Zum Abschluss landete dass nur deutlich leichtere Fahrgestell (ohne Motor, Getriebe und Achsteile auf ein Bock mit Rollen. So lässt sich der Rahmen bequem
auch nach links und rechts schieben, Das macht das Arbeiten wesentlich besser.
Jetzt lässt sich die Vorderachse samt Blattfeder gut ausbauen.

Und hier och was zum Anschauen.
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Re: Ein alter LKW ist es geworden - Ford BB

Beitragvon alexander » 7. Februar 2026 18:44

rechte seite linksgewinde klingt unlogisch..
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Re: Ein alter LKW ist es geworden - Ford BB

Beitragvon Ralle » 7. Februar 2026 18:49

alexander hat geschrieben:rechte seite linksgewinde klingt unlogisch..


Passt schon, die Radmuttern werden gegen den Uhrzeigersinn festgezogen, beim Vorwärtsfahren dreht sich das rechte Rad im Uhrzeigersinn. Aber ja, das man dies eigentlich vernachlässigen kann zeigt die Realität.
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Re: Ein alter LKW ist es geworden - Ford BB

Beitragvon berndy » 7. Februar 2026 18:51

Es gibt doch den Spruch: "So wie ich lauf, so geh ich auf". Also wenn etwas rechts rum läuft, gehts rechts rum auf, also Linksgewinde.

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Re: Ein alter LKW ist es geworden - Ford BB

Beitragvon alexander » 7. Februar 2026 21:54

ich dachte gerade nicht in laufrichtung.
eben weil sich die mutter dann öffnet ▶️ deswegen andere richtung.
ist das nicht bei fahrradpedalen so?. 🤔🤔
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Re: Ein alter LKW ist es geworden - Ford BB

Beitragvon Rallye Olaf » 8. Februar 2026 08:56

Hut ap
wen man nich so fiel Platz hat :wink:
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Re: Ein alter LKW ist es geworden - Ford BB

Beitragvon 3einhalb » 8. Februar 2026 09:13

Moin
Hast du Kontakte in die USA ? Für den A Ford sind eigentlich alle Teile noch in neu für relativ wenig Geld zu bekommen . Wie die Lage beim AA ist weiß ich nicht - aber wenn , dann auf der anderen Seite des grossen Teiches . Grad was Verschleissteile angeht meist die kostengünstigere Variante im Gegensatz zum Anfertigen lassen hier vor Ort .

Grüsse , Ralf

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Re: Ein alter LKW ist es geworden - Ford BB

Beitragvon fETZt » 8. Februar 2026 14:10

Übrigens wenn das 28er DDR Sportrad im Weg ist, nehm ich gern.... :wink:

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Re: Ein alter LKW ist es geworden - Ford BB

Beitragvon dasmaetzchen » 8. Februar 2026 14:18

Rallye Olaf hat geschrieben:Hut ap
wen man nich so fiel Platz hat :wink:


Danke, deshalb hat bei mir auch alles Rollen.
Motoren und Getriebe stehen alle auf Rollbrettern.
Die Böcke haben ja auch damit ich den Rahmen nach Bedarf bewegen kann.
Damit schaffe ich mir dann schon etwas Arbeitsraum.

3einhalb hat geschrieben:Moin
Hast du Kontakte in die USA ? Für den A Ford sind eigentlich alle Teile noch in neu für relativ wenig Geld zu bekommen . Wie die Lage beim AA ist weiß ich nicht - aber wenn , dann auf der anderen Seite des grossen Teiches . Grad was Verschleissteile angeht meist die kostengünstigere Variante im Gegensatz zum Anfertigen lassen hier vor Ort .

Grüsse , Ralf


Kontakte in die Staaten habe ich nicht. Nach Recherche habe ich heraus gefunden, dass die frühen BB's 1932 und scheinbar auch Anfang 1933 noch Teile der Lenkung vom A bzw. AA haben.
So gibt die Kugelköpfe als Nachbau und auch die dazugehörigen Halbschalen als Reparaturset bei deutschen Händlern.
Selbst alle Gummiteile und Buchse für die VA habe ich gestern schon gefunden.
Die Kegelrollenlager sind glücklicherweise Standardteile. Die gibt es von SKF heute auch noch.
Alle Mutter und Bolzen die ich an der VA demontiert habe, sind nach Aufarbeitung noch wieder verwendbar.

Glücklicherweise habe ich bei YT ein Video zur Demontage der VA gefunden. So ging das Zerlegen gut von der Hand.
https://www.youtube.com/watch?v=qIF66djyE2s&t=250s

Wenn die VA komplett raus ist, ist erstmal Waschtag, dann wird sich zeigen, was neben den Verschließteile noch auf Liste.

Am rechten Federgehängebock ist das Auge für die Bremseinheit gebrochen. So was gitb es natürlich nicht mehr im Handel.
Aber da ich auch das abgebrochene Stück noch, werde ich mit dem Schweißer mal reden. Ich bin da guter Hoffnung, das sich das wieder reparieren läßt.

jetzt ein schönen Sonntag.
Nächste Woche geht es weiter....
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Re: Ein alter LKW ist es geworden - Ford BB

Beitragvon fETZt » 8. Februar 2026 14:18

dasmaetzchen hat geschrieben:Tach zusammen,
ja, 2033 ist ein Ziel. Pünktlich zum 1000. Geburtstag.

Freudscher Versprecher? :wink:

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Re: Ein alter LKW ist es geworden - Ford BB

Beitragvon 3einhalb » 8. Februar 2026 15:18

Ach , siehste . Jaa , du hast ja nen BB . Hatte die letzte Zeit so oft mit AA zu tun daß ich das glatt vertauscht habe . Ich frag mal nen Freund der öfter in die Staaten fährt und A Teile mitbringt ob er da Quellen kennt . Kann aber etwas dauern

Ralf

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Re: Ein alter LKW ist es geworden - Ford BB

Beitragvon ventilo » 9. Februar 2026 10:08

Die großen, amerikanischen Vorkriegs-Ford Teilehändler liefern alle problemlos nach Deutschland. Sogar Rockauto hat BB Teile.
Das ist deutlich günstiger, als Teile von europäischen Händlern zu erwerben.
Du mußt nur aufpassen, nicht alle Teile sind am deutschen BB baugleich mit der US-Version.

Die Model A IG hat einige engagierte Schrauber, die Teile abgeben und per WhatsApp helfen können: https://www.ford-model-a-ig.de/ersatzteile
Wir haben Vorkriegs-Ford Kontakte in USA, die bei Teilen aus "Unobtainium" helfen können.

So eine alter Ford ist ja wie eine MZ Massenware, da gibt es keine Probleme beim Nachschub.

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Re: Ein alter LKW ist es geworden - Ford BB

Beitragvon dasmaetzchen » Heute 07:58

Guten morgen,

hab mich nach Ventilos Tipp weiter auf die Suche nach Teilen gemacht. Stellenweise sind die Teile in den Staaten halb so teuer.
Selbst bei Einrechnung von Steuer und Zoll ist einiges, gerade die verschiedenen Reparatursätze günstig.

Die letzten 2 Tage ging es an die Demontage der restlichen VA-Teile.
Mit Rostlöser, Wärme und ein paar "zärtlichen" Schlägen ließen die Achsbolzen und alle anderen Bolzen am Achskörper und Stabi gut lösen.
Alle Gewinde, bolzen und Mutter sind wirklich in einem guten Zustand. Alles was geht wird auf gearbeitet.
Die Blattfeder zeigt sich auf den ersten Blick auch in einem guten Zustand. Äußerlich ist nichts gebrochen und
es sind auch keine "fremden" Blätter verbaut. Genaueres wird sich nach dem Zerlegen zeigen.

Zum Restaurieren gehört leider auch das Putzen das dazu. So stand ich dann gestern den halben Tag an der Waschwanne.
Die Teile waren ziemlich verkrusten. Aber nach dem Einsatz von Spachtel, Drahtbürste und Benzin kam die schönen Teile zum Vorschein.
Stellenweise noch einiges an O-Lack.
Die Bremsankerplatte haben das Ausmaß einer Familenpizza. :shock:

Die Bremsbeläge kommen natürlich neu. Das lass ich aber beim Profi machen.
Hier wollte ich die alten Beläge abnehmen, die Stahlteile Strahlen und entsprechend beschichten und neu belegen lassen.
Ist das ein gangbarer Weg?
Gerne auch Tipps für Firma die Beläge neu machen.
Heute nur ein paar Bilderchen.
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