von Stypen » 8. Februar 2016 13:27
Ein freundliches Hallo aus Magdeburg.
Zunächst möchte ich mich kurz vorstellen:
Ich bin Steffen aus MD, 26Jahre und habe mir vor kurzem eine TS150 BJ82 gekauft. Bisher habe ich an meiner Schwalbe KR51/1 mit Handschaltung Erfahrung mit Zweitaktern sammeln können und habe außerdem eine Suzuki Bandit sowie 2 Italienische Autos. Schrauben bin ich also gewöhnt.
An der TS hab ich nun folgendes Problem:
Als ich sie gekauft hab war der Tank sehr rostig, Trotzdem lief sie auf einer kurzen Probefahrt recht gut und sprang auch gleich an. Als ich sie dann zuhause hatte, habe ich erst einmal den Tank entrostet, versiegelt und den Vergaser gereinigt. Auf einer Probefahrt ist sie mir dann 2x verreckt und gab einige Fehlzündungen aus, hat mich aber letztendlich wieder bis in die Garage gebracht. Außerdem hat der Kickstarterhebel beim Ankicken hin und wieder extrem stark zurück gehauen. Dachte schon es hätte mein Sprunggelenk zertrümmert.
Daraufhin Zündung eingestellt, die stand auf extrem früh, jetzt wieder ordnungsgemäß auf 2,5mm v.OT. Dann sprang sie kaum noch an. Fehlersuche ergab, dass es am Unterbrecher ab und an zur Funkenbildung kommt. Also Unterbrecher ausgetauscht und wieder alles eingestellt.
Doch wieder: Selbes Spiel. Der Kickstarterhebel haut ab und an extrem zurück, anspringen will Sie gar nicht. Also wieder alles auseinander. Vergaser im Ultraschallbad gereinigt, Bedüsung überprüft, Schwimmereinstellung geprüft (trocken, ohne Glas), Schwimmerventil getauscht.
Zündung nochmals geprüft. Zündfunke kommt im richtigen Moment und sehr deutlich. Außerdem Luftfilter geprüft und ausgeblasen.
Und dennoch: nach wie vor keine Veränderung.
Das Ankicken geht mal etwas schwerer, mal etwas leichter. Und einmal genau kam es vor, dass sich über den Auspuff, nachdem der Zylinder definitiv schon still stand, druck abgebaut hat. Es pfiff noch 1-2s hinten raus. Was ich mir überhaupt nicht erklären kann.
Der Auspuff ist augenscheinlich frei. Hatte ihn abgebaut und begutachtet sowie durchgeblasen.
Meine Idee war nun, dass die Kurbelwellensimmerringe defekt sind. Zumindest der Getriebeseitige.
(Keine genügende Vorverdichtung, Benzin-Luftgemisch wandert ins Getriebe statt in den Kolbenraum, merkwürdiger Druckabbau eventuell erklärbar durch eine ganz bestimmte Kolbenstellung über die sich im Getriebe „gespeicherter“ Druck abbaut.)
Könnte das eine Fehlerursache sein? Im Bereich der Lima gibt es darauf jedoch keine Hinweise. Alles trocken.
Allerdings habe ich vom Vorbesitzer eine Rechnung mitgegeben bekommen, die ausweist, dass die Simmerringe erst vor 2 Jahren getauscht wurden (Viton).
Leider fehlt mir das Spezialwerkzeug um die Primärkette samt Ritzel ordnungsgemäß zu entfernen. Ich möchte nichts „kaputtreparieren“.
Ich bin mit meinem Latein fürs Erste am Ende und für jeden Hinweis dankbar.
"Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann." - Antoine de Saint-Exupéry, 1939
Fuhrpark: TS 150 , BJ 1982
Simson Schwalbe Kr51/1
Suzuki Bandit SA BJ2005