Wie konserviert man Elektron-Gabel?

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Wie konserviert man Elektron-Gabel?

Beitragvon lothar » 13. April 2018 09:27

Als ich (wegen Wechsels der Steuerkopflager) mal wieder das vordere Schutzblech der kleinen ES demontieren musste,
tropfte es pitschnass (nach monatelangem stand im Trockenen !!!) aus der mittleren Kammer und es kamen mir an Wandputzmörtel erinnernde
Brocken entgegengebröselt.
DSCI0914.JPG


Bekannt ist, dass das Elektron (90% magnesiumhaltige Legierung) der Gabel der kleinen ESsen stark korrosionsgefährdet ist.
Bei der Montage vor 10 Jahren, habe ich alles mit Alu-Grundierung ordentlich beschichtet und - so glaubte ich - dicht verschraubt.
Hat also nicht geholfen.

Alles an Ausblühungen rausgekratzt, werde ich zunächst mal wieder Farbe drüber streichen.

DSCI0917.JPG


Meine Idee ist nun, alle Kammern mit Bauschaum auszuschäumen. Was haltet ihr davon?

Gruß
Lothar
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Re: Wie konserviert man Elektron-Gabel?

Beitragvon AHO » 13. April 2018 09:34

Bauschaum könnte Feuchtigkeit ziehen und halten, ich würde mit Hohlraumwachs oder Mike Sanders Hohlraumfett (oder Ähnlichem) die Stellen versiegeln, ist bei Autos gängige Praxis.

Gruß
Andreas

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Re: Wie konserviert man Elektron-Gabel?

Beitragvon Ysengrin » 13. April 2018 09:47

Ich habe meinen Träger pulvern lassen und dann dick mit Unterbodenschutz eingesprüht.

Bei Bauschaum hätte ich die Sorge, dass sich Wasser in den Spalten zwischen Träger und Schaum sammelt und alles noch schlimmer macht.
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Re: Wie konserviert man Elektron-Gabel?

Beitragvon mzler-gc » 13. April 2018 09:51

Bauschaum ist Mist, das wird zum Schwamm.

Beim Auto bewährt sich Mike Sanders Fett oder Fluid Film oder so.

Außerdem beobachte ich, dass da wo solche Hohlräume atmen können (Belüftungs-/Ablauflöcher) es deutlich weniger gammelt. In Verbindung mit o.g. Konservierungsmitteln könnte es gut werden.

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Re: Wie konserviert man Elektron-Gabel?

Beitragvon Lausi » 13. April 2018 09:51

Hallo Lothar,
vom Ausschäumen halte ich auch nichts. Wir hatten vor ca. 20 Jahren mal die Hohlkammerprofile von Aluminiumwagenkästen mit einem Melaminschaum ausgefüllt, um das Schalldämmmaß des Wandaufbaus zu verbessern. Im Laufe der ersten 10 Jahre wurde durch Restfeuchte aus dem Schaum Salze (Chloride) ausgewaschen, welche sich durch das Aluminium gefressen haben.

Das hatte uns sehr viel Geld gekostet, diese Korossionsschäden zu beheben.

Ich bin auch eher für eine Beschichtung des Trägers, um ein erneutes Ausblühen zu verhindern.

Optimal wäre noch das Einbringen einer Ablaufbohrung an der tiefsten Stelle, aber dann wäre es ja nicht mehr original 8)

Freundliche Grüße und gutes Gelingen,
/Christian
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Re: Wie konserviert man Elektron-Gabel?

Beitragvon Bambi » 13. April 2018 10:50

Hallo zusammen,
Freunde aus dem Geländesport raten immer von Kunststoffbeschichtungen ab. Wenn man da irgendwo einen minimalen Riß hat kann Feuchtigkeit einwandern und auch unter der intakten Beschichtung 'arbeiten'. Erkennbar wird so etwas dann oft erst beim Bruch ... Natürlich ist die Gefährdung durch Aufsetzer im Dreck größer als auf der Straße, aber ich würde es nicht riskieren.
Schöne Grüße, Bambi
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Re: Wie konserviert man Elektron-Gabel?

Beitragvon lothar » 13. April 2018 10:52

Kaum sind paar Minuten um, und schon gibt es wertvolle Einschätzungen und Tipps. Ich liebe das MZ-Forum ...

Lausi hat geschrieben:Optimal wäre noch das Einbringen einer Ablaufbohrung an der tiefsten Stelle, aber dann wäre es ja nicht mehr original 8)

Ich habe noch Bohrer aus den 60er Jahren, gilt dann als zeitgemäßer Umbau ...

Gruß
Lothar

edit: Das Mike Sanders Fett scheint ja ein Wundermittel zu sein.
https://www.amazon.de/Mike-Sanders-Korr ... nders+fett
Da meine Stellen alle zugänglich sind, kann man das erhitzt mit einem Pinsel auftragen?
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Re: Wie konserviert man Elektron-Gabel?

Beitragvon Emmen Jo » 13. April 2018 11:34

Das gilt nur, wenn du auch die passende Bohrmaschine benutzt. ;D
mit Zweitaktgrüßen und auch 4Taktgrüßen
Jochen

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Re: Wie konserviert man Elektron-Gabel?

Beitragvon Ralle » 13. April 2018 12:53

So ein Abflussloch ist eine feine Sache, ich habe das bei Kunststoffteilen auch schon des öfteren praktiziert. Bei dem Elektron Teil würde ich das aber nicht machen, da das Loch selbst ja auch schon wieder eine offene Angriffsfläche bietet, die, wenn auch auf lange Sicht, aufblühen kann. Ich würde hier auch zu einem Temperaturbeständigen Fett tendieren, welches dir im Hochsommer nicht von selbst wieder raus läuft. Wie wärs wenn du auf der Lohrmannstraße mal bei Elaskon bremst und fragst ob die eine Idee zum Thema haben?
Du möchtest etwas für das Foren RT- Projekt tun?
Einen Überblick über die bereits bereitgestellten und noch fehlenden Teile gibt es in dieser Tabelle.
Wenn du auch etwas beisteuern möchtest oder Fragen hast schicke mir eine PN...

+++Bilder meiner RT+++Zündschloss RT prüfen+++RT-Klänge+++

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Re: Wie konserviert man Elektron-Gabel?

Beitragvon TS_Treiber » 13. April 2018 16:16

Egal wie dicht du solche Hohlräume machst, irgendwann kommt das Wasser garantiert rein. Gib dem Wasser die Möglichkeit, auch wieder raus zu kommen - und du wirst Ruhe haben.
Gruß Roland

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Re: Wie konserviert man Elektron-Gabel?

Beitragvon P-J » 13. April 2018 16:45

Vor vielen Jahren stand ich vor dem gleichen Problem. Da ich bis heute nicht weiss wie das merkwürdige Material sich verhält wenn man was draufschmiert was eventuel das Zeugs auflöst hab ich den Träger innen gelackt und vor dem zusammenbau mit Vaseline eingepinselt. Ob das hilft weis ich nicht den ich habs seit dem nicht mehr aufgeschraubt aber schaden tuts sicher nicht. Eigendlich hät ich lieber nen festes Fett reingeschmiert aber das könnte Lack und auch den Guss angreifen.

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Re: Wie konserviert man Elektron-Gabel?

Beitragvon Klaus P. » 13. April 2018 16:53

Vor 12 Jahren hatte ich 2 Träger der ES/2 stahlen lassen und dann zu einem ambitionierten Lacker gebracht.
Der hat, ich hoffe es war auch so, erst eine Spezialgrundierung/Sperrschicht für Alu aufgebracht, dann eine weitere Grundierung und zum Schluß den Lack,
alles mit speziellem Elastifizierer für Aluteile, sagte er.
Hoffentlich ist das richtig wiedergegeben.
Jedenfalls sieht der Träger von außen noch 1a aus, ich fahre auch oft im Winter.

Den Gummilatz habe ich nicht wieder verwendet, sondern ein kaschiertes Dichtgummi (Schaumstoff ähnlich) das ich mit Wasserpumpenfett eingerieben habe.
Das Wasserp-fett wird regelmäßg von außen erneut aufgebracht.

In meinen Trägern war kein Wasser allerdings sah es in der Verrippung viel schlimmer aus.

Der Roland hat ja recht, nur wie u. wo ?

Ahso, wir hatten eine ehem. Werksjawa von Neckermann abstauben können, mir Bez. gg. Kohle.
Der Limadeckel ließ Wasser durch seine Wandung.
Ein Werksmonteur gab uns den Tipp mit UHU plus auszukleiden was wir auch taten.

Gruß Klaus

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Re: Wie konserviert man Elektron-Gabel?

Beitragvon kutt » 13. April 2018 17:19

Ich würde das Glasperlen und dann mit einer Alufarbe konservieren.

So mach ich das mit meinen Kardangehäusen, die sich über die Zeit angesammelt haben.
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Re: Wie konserviert man Elektron-Gabel?

Beitragvon lothar » 13. April 2018 17:33

kutt hat geschrieben:Ich würde das Glasperlen und dann mit einer Alufarbe konservieren.
So mach ich das mit meinen Kardangehäusen, die sich über die Zeit angesammelt haben.


Ist das wirklich Elektron oder Aluminium wie das Motorgehäuse? In diesem Thread geht es speziell um Elektron-Guss, der bei der ES125/150
für den Sattelträger und den vorderen Schwingenträger (auch bei der ES/2) verwendet wurde.
Dieses Material ist außerordentlich anfällig gegen Korrosion bei eingeschlossener Feuchtigkeit. Das Material zerfällt rapide zu einem weiß-grauen
Pulver.

Gruß
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Re: Wie konserviert man Elektron-Gabel?

Beitragvon Klaus P. » 13. April 2018 18:05

Im Elektron ist eine Legierung aus min. 90% Magnesium, ca. 10% Aluminium.

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Re: Wie konserviert man Elektron-Gabel?

Beitragvon CJ » 13. April 2018 19:33

lothar hat geschrieben:
kutt hat geschrieben:Ich würde das Glasperlen und dann mit einer Alufarbe konservieren.
So mach ich das mit meinen Kardangehäusen, die sich über die Zeit angesammelt haben.

Ist das wirklich Elektron oder Aluminium wie das Motorgehäuse?...

So mach ich das auch...
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Re: Wie konserviert man Elektron-Gabel?

Beitragvon lothar » 13. April 2018 20:11

CJ hat geschrieben:Aus der BA der BK von 1954[/attachment]

Aha, wusste ich nicht ...
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Re: Wie konserviert man Elektron-Gabel?

Beitragvon Jena MZ TS » 13. April 2018 20:33

Ich nutze seit Jahren mit Mike sanders, fluid film (nicht auf gummi sonst löst sich das gummi auf) und seilfett. Ablaufbohrung setzen und gut.
Zuletzt geändert von Jena MZ TS am 14. April 2018 20:34, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Wie konserviert man Elektron-Gabel?

Beitragvon kutt » 14. April 2018 17:33

lothar hat geschrieben:
CJ hat geschrieben:Aus der BA der BK von 1954[/attachment]

Aha, wusste ich nicht ...


;)

An der BK ist die Bremsankerplatte vorn, Geradewegfederrung links und das Kardangehäuse aus dem Zeug.
Ich hab z.T. das Kardangetriebe sogar auch innen lackiert (mit einem industriellen Alu-Einbrenn-Lack), da ich ein paar Gehäuse habe, die von Innen schlimmer als von außen aussehen (tiefer Lochfraß).

Andersherum kenne ich auch Fälle, wo Leute den Endantrieb in einem ölgetränkten Lappen eingelagert haben - und trotzdem recht ordentlichen Korrosionsbefall hatten.

Besser ist es also die Teile zu Glasperlen und dann mit einer entsprechenden Farbe zu lackieren. (wie es ja auch original gemacht wurde - jedenfalls bei der BK)
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Re: Wie konserviert man Elektron-Gabel?

Beitragvon flotter 3er » 14. April 2018 17:43

Glasperlstrahlen ist sicher gut - aber im Gegensatz zur BK bildet sich hier Kondensfeuchtigkeit bzw. eingedrungenes Wasser kann nicht mehr weg. Daher würde ich das anschließend mit LKW Chassis Lack schützen. Das Zeug ist etwas zäher als normale Farbe, haftet gut und hat recht gute Schutzeigenschaften.
Gruß Frank


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Danke an alle die nichts zum Thema zu sagen hatten und trotzdem nichts dazu geschrieben haben....

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Re: Wie konserviert man Elektron-Gabel?

Beitragvon Der alte Fritz » 14. April 2018 19:30

Hallo,

das Problem ist mir von den Bremsankerplatten meiner Ceriani-Doppelduplex an der BMW bekannt.

Die Teile sind auch aus Magnesiumlegierung und waren mit einer gelblich-messingartigen Schutzschicht überzogen. Das wird eine elektrolytisch aufgebrachte Chromatierung sein. Nennt sich Konversionsschicht und war außerdem eine gute Grundlage für die zusätzliche Lackschicht, die ich drübergezogen habe. Hält so inzwischen seit Jahrzehnten, allerdings ohne große Salzbelastung.

Gerade bei einem Teil mit schlecht zugänglichen Bereichen erscheint mir die elektrolytische Beschichtung als sicherste Variante. Wer das heutzutage macht, weiß ich nicht. Müßte man bei Firmen für "Oberflächentechnik" suchen.

Grüße, Fritz.
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Re: Wie konserviert man Elektron-Gabel?

Beitragvon ets_g » 14. April 2018 19:58

Der alte Fritz hat geschrieben:Die Teile sind auch aus Magnesiumlegierung und waren mit einer gelblich-messingartigen Schutzschicht überzogen. Das wird eine elektrolytisch aufgebrachte Chromatierung sein.


nennt sich eloxieren bzw anodisieren und ist bei vielen magnesiumteilen standard. geht aber nur wenn keine teile aus stahl an dem teil sind.

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Re: Wie konserviert man Elektron-Gabel?

Beitragvon Egon Damm » 14. April 2018 22:40

mehrmals habe ich das Internet durchsucht um den Begriff " Elektron " zu verstehen. Klar, es handelt
sich um Bauteil an einer Gabel von einem Fahrzeug. Komme da nicht weiter und habe gerade nicht das
dringende Verlangen "dumm sterben zu müssen".

Frage: was ist eine Elektron-Gabel.

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Re: Wie konserviert man Elektron-Gabel?

Beitragvon ets_g » 14. April 2018 22:50


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Re: Wie konserviert man Elektron-Gabel?

Beitragvon kutt » 15. April 2018 11:50

Vorteile: leicht, stabil, kaum Nachbearbeitung nötig, hohe Maßgenauigkeit beim Guß
Ohne ganz sicher zu sein: Ich könnte mir auch vorstellen, daß der thermische Ausdehnungkoeffizient besser (kleiner) ist, als z.B. bei Alu und somit die Gehäuse bei Erwärmung maßhaltiger sind.

Die Krux ist halt eine praktisch nicht vorhandene Schweißbarkeit (es geht, aber beschissen) und die hohe Korrosionsanfälligkeit bei mangelhafter Behandlung. Aber das ist wohl auch so, wie wenn man z.B. einen Stahlzaun baut und diesen nicht verzinkt/lackiert
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Re: Wie konserviert man Elektron-Gabel?

Beitragvon walnussbaer » 15. April 2018 12:09

ets_g hat geschrieben:
Der alte Fritz hat geschrieben:Die Teile sind auch aus Magnesiumlegierung und waren mit einer gelblich-messingartigen Schutzschicht überzogen. Das wird eine elektrolytisch aufgebrachte Chromatierung sein.


nennt sich eloxieren bzw anodisieren und ist bei vielen magnesiumteilen standard. geht aber nur wenn keine teile aus stahl an dem teil sind.


Es ist schon noch ein Unterschied zwischen Chromatieren und Eloxieren :idea:

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Re: Wie konserviert man Elektron-Gabel?

Beitragvon lothar » 1. Mai 2018 12:21

OK, die Lösung möchte ich euch nicht schuldig bleiben. Ich habe mir dieses Wunderheilmittel von Mike Sander kommen lassen.

Für das Aufpinseln des Korrosionsschutzfetts muss man es nicht auf 120°C erwärmen, es schmilzt schon bei deutlich geringeren Temperaturen.
Schön dick in allen Kammern des Trägers aufgetragen ... und nun schau´n wir mal, wie´s in paar Jahren aussieht.

Gruß
Lothar
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Re: Wie konserviert man Elektron-Gabel?

Beitragvon mz-schrauber » 1. Mai 2018 17:02

...ich bin gespannt, ob sich das Wunderzeugs im Hochsommer nicht "verflüssigt"...

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Re: Wie konserviert man Elektron-Gabel?

Beitragvon Selbstschraubäär » 6. Mai 2018 20:15

Vor kurzem stand ich vor dem gleichen Problem...wie Reinigen und Konservieren.
Und so sieht das Ergebniss aus.
Zuerst hab ich alle Fraßstellen penibel Glasperlgestrahlt und anschließend mit mehreren Schichten Owatrolöl behandeld. Nachdem dieses getrocknet ist, hab ich abschließend noch eine Schicht farblosen Unterbodenwachs von Nigrin aufgetragen.
So, nun hoffe ich dass an der Stelle erst mal ruhe ist.
Anbei noch ein par vorher, nachher Bilder und was unbehandelt drauß werden kann. :|
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Re: Wie konserviert man Elektron-Gabel?

Beitragvon jzberlin » 8. Mai 2018 05:31

mz-schrauber hat geschrieben:...ich bin gespannt, ob sich das Wunderzeugs im Hochsommer nicht "verflüssigt"...


Naja, wenn's im Hochsommer 150 Grad werden, dann ist DAS vermutlich das geringste Problem... :versteck:
Grüße
Jörg
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Re: Wie konserviert man Elektron-Gabel?

Beitragvon mz-schrauber » 8. Mai 2018 06:02

...hab es in einer Produktbewertung gelesen...

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Re: Wie konserviert man Elektron-Gabel?

Beitragvon hiha » 9. Mai 2018 09:20

Hmm, da hat sich ja allerlei Halb-/Nichtwissen über Magnesiumlegierungen angesammelt.
Der alte Fritz hat geschrieben:das Problem ist mir von den Bremsankerplatten meiner Ceriani-Doppelduplex an der BMW bekannt.
Die Teile sind auch aus Magnesiumlegierung und waren mit einer gelblich-messingartigen Schutzschicht überzogen. Das wird eine elektrolytisch aufgebrachte Chromatierung sein.


ets_g hat geschrieben:nennt sich eloxieren bzw anodisieren und ist bei vielen magnesiumteilen standard. geht aber nur wenn keine teile aus stahl an dem teil sind.


Das war damals einfach nur gebeizt, wird seit den 30er jahren so gemacht. Normales Eloxieren geht bei Magnesium m.W. nicht, nur besondere Behandlungsweisen, die dem Keramikbeschichten ähnlich sind.
Phosphatieren tut mans evtl. vor dem lackieren als Haftuntergrund.

Auszug aus dem Buch "Werkstattpraxis für den Bau von Gleit- und Segelflugzeugen" von Hans Jacobs, aus dem Jahre 1932:
elektron-beizen.jpg


Diese genannte Beize enthält aber offenbar Kaliumdichromat, ist also eine Chromatierung. Möglicherweise deshalb nicht mehr erlaubt, weil umweltgiftig.

kutt hat geschrieben:Vorteile: leicht, stabil, kaum Nachbearbeitung nötig, hohe Maßgenauigkeit beim Guß
Ohne ganz sicher zu sein: Ich könnte mir auch vorstellen, daß der thermische Ausdehnungkoeffizient besser (kleiner) ist, als z.B. bei Alu und somit die Gehäuse bei Erwärmung maßhaltiger sind.
Die Krux ist halt eine praktisch nicht vorhandene Schweißbarkeit (es geht, aber beschissen) und die hohe Korrosionsanfälligkeit bei mangelhafter Behandlung.


Das Zeug ist mit dem richtigen Flussmittel sogar autogen schweißbar. Mit WIG schweißt sichs etwas schwieriger wie Aluguss, aber absolut problemlos. Diverse Videos zeigen wie es geht. Problematisch ist allenfalls die Beschaffung von Schweißdraht, der dazu noch recht teuer ist.
Die Wärmedehnung ist mit ca. 24 etwas höher als die von Alugusslegierungen (21), die Stabilität geringer, auch die Bruchdehnung von MgAl10 ist kleiner, aber eben auch das Gewicht, mit 1,7 statt 2,7kg/dm³

Gruß
Hans
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