Stilfser Joch 2018

Wir war der Urlaub bzw die Fahrt mit der MZ ?

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Stilfser Joch 2018

Beitragvon Thoran » 16. September 2018 11:54

Hier mal ein kleiner Bericht über einen Traum, den ich mir dieses Jahr erfüllt habe:

Nachdem ich meine ETZ 250 BJ 84 letztes Jahr an den Bodensee geholt habe und einige Optimierungen vorgenommen habe, nahm ich mir vor, endlich eine Alpentour zum Stilfser Joch zu machen. Während der Überführungsfahrt hatte Emma ihre Zuverlässigkeit bewiesen und so sollte das Entfernungs-technisch auch kein Problem darstellen. Der Motor wurde das letzte Mal im Jahr 1999 gemacht und hat bis jetzt ca 21000 km gelaufen, stand aber von 2001 bis 2016 mehr oder weniger in der Garage rum.
Am 05.09.18 war es dann endlich soweit, nachdem wir es mehrfach verschieben mussten fuhr ich endlich mit meinem Nachbarn (Honda VFR 800) zusammen Richtung Alpen los. Am Vorabend packte ich bereits die Maschine. Gefühlt habe ich nen ganzen Werkzeugkoffer im Tankrucksack mitgenommen: Panzertape, Kabelbinder, Dichtringe, Kabelschuhe, Schraubenzieher mit Bitsatz, Abisolierzange, Multitool, kompletter Nußkasten, Ringschlüsselsatz, Ersatzschrauben und Muttern. Dazu noch Warnweste und Verbandskissen wie man es halt im Ausland braucht. Aber die Magnete des Rucksacks konnten es grad noch sicher am Platz halten.
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Um 7:30 Uhr frühs ging es in Markdorf los. Nach 3 km merkte ich, dass ich zwar Werkzeug en masse mithatte, aber meine Fahrzeugpapiere vergessen hatte. Schnell umdrehen und weiter gings. Wir fuhren dann über Friedrichshafen, Lindau, Bregenz nach Dornbirn. Dort ist der Einstieg in den Bregenzer Wald. Über das Bödele sollte es dann zum Hochtannbergpass Richtung Warth gehen. Die ersten Serpentinen und Anstiege ließen schon erahnen wie der Tag so laufen würde. Die MZ fuhr trotz 21 PS munter draufzu. Klar war auch öfters der 2. Gang vonnöten, aber in der Regel reichte der 3. Gang gerade noch so. Da hatte es sich bewährt schon länger auf das 18er Ritzel gewechselt zu haben. Original war bei mir ein 19er drin gewesen. Die sauerstoffämere und dünnere Höhenluft war nicht ganz so spürbar wie erwartet, vielleicht ja ein positiver Nebeneffekt des K&N Luftfilters.

Bei der Abfahrt vom Bödele drückte die Blase deswegen wurde ein kleiner Zwischenstopp eingelegt. Wie sich herausstellte war das auch ganz gut so. Die MZ hatte eine ziemliche Ölinkontinenz! Ich habe ja den Öltank für die Getrenntschmierung montiert, damit ich kein Öl mit mir rumtragen muss. Der Schlauch von der Entlüftung endet oben beim Gleichrichter. Die Schwinge war voll Öl, aber Gott sei Dank war noch nichts auf den Reifen getropft. Durch die steilen Berge muss das Öl recht hoch in den Schlauch gelaufen sein. Und da der oben offen ist kam es da auch wieder raus. Da habe ich dann einfach eine von meinen Ersatzschrauben reingedreht. Allerdings schien der Schlauch an sich porös zu sein, da relativ weit unten die Stoffummantelung durchölt war. Da habe ich dann straff Panzertape umwickelt und das hat dann die ganze Fahrt gehalten.
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Weiter ging es Richtung Hochtannbergpass. Auf den geraden Strecken und leichten Steigungen kam ich mir nicht untermotorisiert vor. Die Kurven machten richtig Spaß, da immer genug Schwung vorhanden war. Mit der 125er im Allgäu hatte ich da in der Rohrachschlucht richtig geflucht, weil ich fast aufrecht die Kurven hoch mußte und auf Grund der geringen Geschwindigkeit keine Schräglage hatte. Natürlich darf man nicht alles schönreden…ich war trotzdem der langsamste am Berg und wurde permanent überholt. Langsamer waren nur die Radfahrer. Nicht schön fürs Ego aber das wars dann auch. So hatte ich wenigstens genug Zeit Kurven und Ausblicke zu genießen.
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Nach dem Hochtannbergpass ging es weiter nach Lech und dann die Galerie runter nach Sankt Anton. Die wurde vor nicht allzu langer Zeit neu geteert, deswegen lies es sich gut fahren. Das Sonnenvisier macht man trotzdem auf, da es ab und an Wechsel zwischen hell und dunkel gibt und man Probleme beim Sehen bekommt. Blöd, wenn man aufeinmal Richtung Wand fährt, weil man die Kurve nicht rechtzeitig erkannt hat. Unten in St. Anton sind wir erstmal auf ein Frühstück eingekehrt.
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Ein Prol in seinem Porsche schnauzte uns an, warum wir eine Parkbucht blockieren und war tatsächlich zu faul auf die andere Seite auf den Schotterparkplatz zu stehen. Naja Klischee erfüllt sag ich da nur. Von dem Horst haben wir uns aber nicht weiter ärgern lassen und sind weiter zum Reschenpass. Aber nicht ohne vorher das zollfreihe Gebiet zwischen Österreich und Schweiz zu besuchen. Echt zum Empfehlen, wir fuhren eine der besten Strecken auf der ganzen Tour und nur ganz wenig Verkehr. Es macht einfach Spaß, wenn man leicht geschwungene Kurven en masse hat und die Steigung einen nicht den 2. oder 1. Gang abnötigt. Oben angekommen haben wir bei der Shell für 1€ /l Super Benzin reingelassen. Mein Nachbar kaufte noch 2 Stangen Kippen und ich habe ein schönes sauscharfes Schweizer Brotzeitmesser für meine Frau mitgenommen.
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Dann zum Reschenpass. Den werden viele kennen, der Stausee mit der Kirchturmspitze, die aus dem Wasser ragt, ist doch sehr bekannt. So waren dann auch der Verkehr und der Touristenandrang recht groß. Wir haben nur kurz für ein paar Bilder angehalten und dann gleich weiter nach Italien runter. Das Stilfser Joch ist von dort aus nicht mehr ganz so weit.
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Wir waren dann gegen 15:30 Uhr am Fuße des Passes angekommen. Und dann fingen Sie an…die 360 Grad-Kehren…viele davon…verdammt viele, 48 Stück und das bis auf ca. 2760 Höhenmeter. Aber Emma zuckelte brav voran…leider nur immer vom ersten in den 2. Gang und ganz selten in den dritten. Meistens mußte man mitten in der Kehre runterschalten, weil einfach zu wenig Anzug für den 2. da war. Die Anzahl der Fahrradfahrer und Autos hielt sich dank der späten Stunde in Grenzen. So konnte mal flüssig die Steigungen bewältigen. Aber ich sage Euch eins, ich habe echt um mein Getriebe gebangt. Das war schon ganz schön Hardcore da hoch und gegen Ende erlahmt dann ziemlich die Kupplungshand und die Lust fängt sich erst wieder, wenn man die Spitze endlich erreicht hat. Als ich fast oben war, kam mir ein Trabi und ein alter DKW / Autounnion Bus entgegen. Demnach war ich wohl nicht der einzige Ost-Zweitakter an diesem Tag. Oben angekommen machten wir erst einmal obligatorische Siegesbilder und zogen uns eine Salsiccia aus Hirsch mit Sauerkraut und Zwiebeln im Brot. Voll lecker. Danach wanderten wir ein bissel umher und schauten uns um. Der obligatorische Aufkleber für den Seitenkoffer (der blieb zu Hause, ich hatte nur Tankrucksack dabei), wurde natürlich auch erworben. Die BMW-Dichte da oben ist enorm.
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Nachdem wir uns ein Bisschen erholt hatten wurde es so langsam Zeit die Heimreise anzutreten. Das Navi sagte schon jetzt 22 Uhr Ankunftszeit. Wir fuhren auf der anderen Seite über den Umbrailpass wieder runter. Diese Strecke hat in den vergangenen Jahren ihren Schrecken verloren. Früher war es brutal schlechter Asphalt mit Schotterstrecken zwischendrin. Alleine 2 Arbeitskollegen hatte es in der Vergangenheit auf der Strecke schon gelegt gehabt mit bösen Folgen für Mensch und Maschine. Aber bei uns war es, wie wenn die Heinzelmännchen jeden Tag zu gang sind. Keine Steine und nix auf der Strecke, super Asphalt. Ich war bergab so schnell, das ich gut an der Honda dranbleiben konnte. Ich habe sogar bei einem Patzer meines Nachbarn auf der „inneren Kampflinie“ in der Kurve überholen können. Das hat richtig Laune gemacht. Die Bremsen haben natürlich richtig gestunken als wir im Tal ankamen.
Rückzu fuhren wir dann über den Ofenpass über die Schweiz und Lichtenstein wieder nach Bregenz und dann nach Hause.
Stilfser Joch Tour-1117.jpg


In der Schweiz fuhren wir mitten durch eine Kaserne bzw. Übungsgelände, das ist bei denen kein Thema. Auch sahen wir öfters Leute mit langen Gewehren am Straßenrand umherlaufen. Die Straßen waren über sehr lange Strecken eben und gerade und führten gefühlt ewig durch irgendwelche Käffer, so dass uns sehr schnell die Hintern weh taten. Das war dann nicht so prickelnd. Das nächste Mal fahren wir anders zurück, ganz sicher. Auch wenn Lichtenstein ganz interessant war, mit ihren geleckten Städten und glitzernden Kreiseln. Nur Menschen sah man da nicht viele draußen sitzen. Das war dann in Österreich anders, da ist das Nachtleben definitiv aktiver.
In Dornbirn tankten wir nochmals an der Jet für 1,27€ / l. Um 22:20 waren wir wieder zu Hause und waren froh nach 574km Gesamtstrecke final absteigen zu können. Der Erfolg wurde nochmal mit einem Bier begossen und dann gings ab in die Heia.
Die MZ stand bis jetzt unbewegt im Carport. Wenn man an einem Tag so eine Gewalttour runterreißt fehlt einem einfach die Lust zeitnah wieder aufs Moppi zu steigen. Die nächsten Tage plagten mich dann auch kribbelnde Fingerspitzen…echt eklig. Die MZ hatte einen Durschnittsverbrauch von 4,9 l/100 km. Erstaunlich, weil ich sie ganz schön gescheucht und gequält habe. Die Kerzenfarbe war einen Tick zu hell. Ich hatte gelesen gehabt, das man für die Berge eine Düsennummer kleiner reinmacht, also bei mir von 124 auf 123 (Bing). Das kann ich so nicht bestätigen. Die 124er wäre mir lieber gewesen. Aber geklingelt oder festgegangen ist sie nicht, also alles noch im grünen Bereich.
Stilfser Joch Tour-1129.jpg


Fazit: Hohe Berge und viele Kurven vertragen sich auch mit einer alten 250er ganz gut. Das machen wir auf jeden Fall wieder! Ich werde dann nur ein bissel aufrüsten auf einen 300er, vielleicht erspare ich mir dann beim nächsten Mal das ewige in den 1. Gang geschalte am Stilfser Joch.

Wir könnten da oben mal ein Treffen machen und die Bergspitze in blauen Rauch hüllen!!!
Viele Grüße
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Re: Stilfser Joch 2018

Beitragvon allgäumz » 16. September 2018 12:42

Servus Thoran,

ein wunderbarer Bericht :zustimm: und was für eine Tour mit einer ETZ an einem Tag :respekt:.

Die Rückfahrtroute habt ihr nach dem Ofenpass über den Flüelapass nach Davos, Landquart, Liechtenstein gemacht?


Markus
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Re: Stilfser Joch 2018

Beitragvon Steve » 16. September 2018 18:10

Schöner Bericht! Und tolle Runde natürlich! :ja:

Die Kerzenfarbe finde ich jetzt eigentlich nicht bedenklich...

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Re: Stilfser Joch 2018

Beitragvon löwenherz » 16. September 2018 19:16

:D Schön zu lesen, danke auch für die Erinnerungen...........den Umbrail habe ich noch geschottert erlebt und wurde von dem Wachhäuschenbeamten aufgehalten, der nicht glauben konnte, dass diese Aprilia die meine war. Es war morgens früh und der hatte sicher Langeweile............. :lach:
Jetzt, nicht irgendwann!
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Re: Stilfser Joch 2018

Beitragvon ESler250 » 16. September 2018 19:34

:wink: Schöne Bilder, schöner Bericht.Wie erging es dem Hinterteil nach der Tour?

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Re: Stilfser Joch 2018

Beitragvon Thoran » 16. September 2018 20:48

allgäumz hat geschrieben:Servus Thoran,

ein wunderbarer Bericht :zustimm: und was für eine Tour mit einer ETZ an einem Tag :respekt:.

Die Rückfahrtroute habt ihr nach dem Ofenpass über den Flüelapass nach Davos, Landquart, Liechtenstein gemacht?


Markus



Hi!
Dankeschön!
@Markus: so ist es! Die Pässe sind ja noch schick und gut zu fahren. Aber wenn man dann unten im Tal ist sind es nur noch Städte und das zieht sich ewig. Der Hintern war am nächsten Tag noch ein bissel lahm aber echt schlimm waren die Fingerspitzen. Und dabei habe ich schon einen anderen Lenker mit Lenkerendengewichten. Da muss ich mal schauen, ob man das noch wegbekommt. Vielleicht wenn der Motor dann überholt wird, die Kurbelwelle mal feinwuchten oder so.
Hier noch die KML, kann man in Google Earth öffnen!
Tour zum Stilfser Joch 050918.zip


Viele Grüße
Thoran
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Zuletzt geändert von Thoran am 16. September 2018 20:53, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Stilfser Joch 2018

Beitragvon Klaus P. » 16. September 2018 20:52

Feine Bilder aus einer schönen Gegend, neidisch :ja:

Gruß Klaus

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Re: Stilfser Joch 2018

Beitragvon Dieter » 16. September 2018 21:11

Hallo, schöne Tour. Wir haben dieses Jahr die Östereich / Italienischen Pässe besucht. Bei uns waren im Juni auch 3 Emmen dabei. Eine Rotax, eine Skorpion und eine 1000 S. Auf dem Weg zum Timmelsjoch haben wir wir sie getroffen, die kleinen 50er. Immer in kleinen Gruppen. Da war die ETZ sicher deutlich flotter unterwegs. An dem Tag sollte man es vermeiden de Gegend zu befahren, außer man ist selber mit einer 50er unterwegs.

http://landbote.info/mopedmarathon/


Und die offizielle Seite:
https://hotspot-der-alpen.soelden.com/d ... m-oetztal/
und
https://www.oetztaler-radmarathon.com/de

http://video.mopedmarathon.at/

Gruß
Dieter

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Re: Stilfser Joch 2018

Beitragvon Thoran » 16. September 2018 21:35

Ich war ganz froh, dass nicht so viel Verkehr am Pass war. Mit nem 50er ist das echt ne Herausforderung, ich glaube die kommen nie über den ersten Gang raus :shock:

Bin gerade noch dabei die Videos bei Youtube hochzuladen. Habe mit 2k gefilmt. Der Ton hört sich nicht ganz nach MZ an, liegt aber am Unterwassergehäuse, womit ich die Cam montiert hatte.

Viele Grüße

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Re: Stilfser Joch 2018

Beitragvon schrauberschorsch » 17. September 2018 07:04

Schöner Bericht einer schönen Tour.

Berge im 2. Gang hinaufzuckeln empfinde ich nicht als störend, so lange es nicht den ganzen Tag so geht. Wenn ich Oldtimer fahre, habe ich Zeit und mit der RT brauche ich für solche Bergauffahrten gar nicht in die Alpen zu fahren... :mrgreen:

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Re: Stilfser Joch 2018

Beitragvon hiha » 17. September 2018 09:35

Schöner Bericht!
Ich hab vor ca. 30 Jahren eine Fahrradtour mit meinem 25kg-Mountainbike, Zelt, Winterschlafsack, Wollklamotten, Benzinkocher und Geschirr, Werkzeug wie heut am Moped...usw. unternommen. Von München übern Kesselberg hinauf, den Zirler Berg verbotenerweise nunter, Kühtai, Ötztal, Timmelsjoch, Stilfserjoch, Umbrail, Jaufen, Brenner, Zirler, Kesselberg und heim. Am Stilfserjoch war ich ziemlich allein, mit 20cm Neuschnee. Der Umbrail war damals noch Sandfahrbahn, es hat erst geschneit, dann nur noch geschüttet was runtergeht. Bremswirkung der Cantileverbremsen war gleich null, aber ich hatte ja die gute Vibramsohle an den Kletterschuhen. :roll:
Daran musste ich vorgestern denken, als ich hier am Gardasee den Punta Veleno hinaufgeradelt bin. Mit dem Moped kannte ich ihn ganz gut, aber mit dem Radl sind 8km mit 16,5%-20% schon zum kotzen :D
http://www.quaeldich.de/paesse/punta-veleno/
Hach, süße Jugend...seufz...
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Re: Stilfser Joch 2018

Beitragvon Thoran » 17. September 2018 23:16

Sooo, die Videos werden langsam. Hier mal die wichtigsten 2:
Aufstieg Stilfser Joch
Zieleinlauf an der Spitze

Der Rest lädt noch hoch, ich habe die wichtigsten Pässe gefilmt. Viel Spaß beim Schauen! :ja:

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Re: Stilfser Joch 2018

Beitragvon löwenherz » 18. September 2018 09:30

:biggrin: Junge, Junge, ich bin gerade mit auf das Stilfser Joch gefahren; in manchen Rechtskehren hatte ich richtig Angst, dass es knapp wird.
Wie schnell warst du unterwegs?
Ich bin das einmal nur zum Spaß runter (vom Pass) und wieder rauf gefahren, morgens früh, weil ich doch weiter nach Italien wollte.
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Re: Stilfser Joch 2018

Beitragvon Thoran » 18. September 2018 22:34

Hm, das ist der Nachteil, wenn man den Tacho nicht mit im Video hat. Ich kanns dir gar nicht sagen. Jedenfalls habe ich knapp 33 min von unten bis nach oben gebraucht (32 km). Macht eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 58,19 km/h. Kann das sein. Kommt mir sehr viel vor.

Achja, hier die Playlist der kompletten Tour mit den wichtigsten Pässen: Youtube Playlist Stilfser Joch Tour 2018
Ich habe bewußt keine Musik druntergemischt. Hier gehts ums nackte fahren. Wenn man am Stück schaut kann es langweilig werden, das gebe ich zu. Aber das Panorama kann man schön auf einem großem Monitor oder Fernseher genießen. Die Natur auf der Strecke ist schon was feines!
Nicht vergessen auf 1440p umzuschalten. Dann kann man noch schärfer schauen. Achtet bitte im Stilfser Joch Pass Video auf die letzten Minuten. Da kommt mir der Trabi, der DKW Bus und noch irgendwelche Ost-Oldtimer entgegen. Vielleicht kennt die ja jemand. Schade das ich nicht früher oben war, ich hätte mich gerne mit Ihnen unterhalten.

Viele Grüße und viel Spaß!
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Re: Stilfser Joch 2018

Beitragvon löwenherz » 19. September 2018 06:12

:biggrin: Mir war nicht langweilig und die genannten Fahrzeuge habe ich gesehen und gedacht, dass da irgendwo eine Oldtimerfahrt war.
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Re: Stilfser Joch 2018

Beitragvon Tigerente » 19. September 2018 09:56

Moin!
Sehr schöner Bericht mit schönen Fotos. Dankeschön dafür!
Meine BEVA und ich waren ca. 2005 mit Freewind und Tiger in der gleichen Gegend. Da werden schöne Erinnerungen wach.
Vor zwei Dingen mussten wir uns damals in Acht nehmen: Einheimische Moppedfahrer, die in Kehren noch überholt haben trotz Gegenverkehr. Und Kuhfladen vom Almabtrieb. Habe eine schöne Ladung vom Hinterrad meiner BEVA abbekommen.
Sie verstand gar nicht, warum ich an der nächsten Tanke so unentspannt aufs WC eilte, um die Gülle von Helm, Gesicht usw. zu entfernen. Danach habe ich mehr Abstand gehalten. :biggrin:
Herzliche Grüße aus Frankfurt am Main
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Re: Stilfser Joch 2018

Beitragvon schrauberschorsch » 19. September 2018 10:56

So, habe mir auch mal das Video angeschaut...din ETZ ist ja stramm den Berg hochmarschiert. Alle Achtung. Ich wäre vielleicht der Landschaft wegen nicht so schnell gefahren, aber alles Geschmackssache.

Der DKW war ein Schnellster, den es auch in Kleinbusausführung gab...

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Re: Stilfser Joch 2018

Beitragvon Thoran » 19. September 2018 16:24

Stimmt, hätte langsamer fahren können. Aber auch so wirst du die Konzentration mehr auf der Strecke, als auf der Natur haben. Wenn da mehr los ist, wirst du pausenlos überholt und in den Kehren kommen dir auch mehr Autos entgegen, die gerne schneiden. Es war ja auch ein bissel ein Test wie gut die ETZ im Gebirge funzt.
Aber schön, dass die Videos nicht langweilen, obwohl ungeschnitten und ohne Musik :ja:

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Re: Stilfser Joch 2018

Beitragvon allgäumz » 19. September 2018 18:24

Wunderbare Videos :ja:
Ich bin gerade im Sessel schön nach links und rechts gerutscht um in den Kurven "mitzugehen" und noch schöner wenn man die komplette Route kennt und weiß welche Herausforderung diese Tour als Tagestour ist :respekt:
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Re: Stilfser Joch 2018

Beitragvon schrauberschorsch » 19. September 2018 19:25

Die Musik in den Videos macht das Moped... ;D

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Re: Stilfser Joch 2018

Beitragvon Thoran » 21. September 2018 21:35

Ich habe mir gestern mit meinem Nachbarn die Tourvideos nochmal reingezogen. Ich muss sagen, ja, langsam und touristisch war ich nicht unbedingt unterwegs. Aber ich denke, dass lag daran, dass ich ungern abgehängt werden wollte. Das der Pritverbrauch trotzdem so niedrig war erstaunt mich umso mehr.
Nächstes Jahr würde ich das gerne wieder machen, gerne auch mit mehr MZ als Begleitung. Hat wer Lust?

Viele Grüße
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