MM150/2 Kurbelwellenlager - Einige Fragezeichen

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MM150/2 Kurbelwellenlager - Einige Fragezeichen

Beitragvon creichert » 25. Dezember 2025 12:46

Hallo Zusammen,

habe jetzt mit der Regenerierung begonnen. Bin beim Demontieren. Primärtrieb hab ich jetzt runter. Ich hätte mal drei Fragen zum Kurbelwellenlager Kupplungsseitig bzw. wie ich es vorgefunden habe

Siehe dazu das Bild
1 - Ich finde, dass sieht irgendwie nicht richtig montiert aus (1). Muss das nicht weiter rein / bündig schließen?
2 - Das Lager greift auch die Welle nicht (mehr evtl.). Die Welle kann sich im mittleren Ring frei drehen
3 - Ich frage mich, wie dieser Arretierstift durch das Lager gehen soll?! Sieht für mich wesentlich breiter aus, wie der innere Ring des Lagers. Ist das ok so?

Vielen Dank vorab. Würde erst weiter Zerlegen, wenn ich da mehr weiß.

-- Hinzugefügt: 25. Dezember 2025 12:47 --

PS.: Frohe Feiertage euch!
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Re: MM150/2 Kurbelwellenlager - Einige Fragezeichen

Beitragvon ertz » 25. Dezember 2025 13:04

Die Passfeder, (Keil) muss vor der Demontage rausgehebelt werden ! Das ist ein Halbmond ( Kreissegment) wenn Du mit einem kleinen Dorn auf eine Seite leicht draufklopfst, kommt die andere Seite raus.

Ich kenn mich bei den 125/150-er Motoren nicht so aus, aber wenn Du die Reparaturanleitung hoffentlich hast, dann kannst Du ja dort nachlesen, auf welches Maß dieses Lager dann mit Ausgleichscheiben ausdistanziert wird und dann mit dem Deckel verschraubt.
Es ist bei MZ schon an einigen Stellen üblich, das die Lager rein oder überstehen, das wird dann am Gegenstück ( Dichtringdeckel etc) aufgenommen.

Bei den kleinen Motoren ist das mit dem mitdrehenden Lagerinnenring ein häufiger Fehler ! Meist muss der Kurbelwellenstumpf neu, weil untermaßig durch Belastung im Betrieb !

Ohne Anleitung machst Du noch mehr kaputt ! Mach das im Beisein von einem der das schonmal gemacht hat !!!
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Lothars Fibel für Vergasereinstellung: http://pic.mz-forum.com/lothar/SONSTIGE ... ungBVF.htm

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siehe: viewtopic.php?f=4&t=30624&p=1158985&hilit=kickstarterwelle+ertz#p1128457

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Re: MM150/2 Kurbelwellenlager - Einige Fragezeichen

Beitragvon creichert » 25. Dezember 2025 13:15

Hallo ertz,

danke für deine Antworten. Da hilft einiges weiter. Anleitung hab ich. Kaputt gemacht hab ich noch nichts. Das ist der Zustand, wie es aktuell verbaut ist.

Gruß
Christian

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Re: MM150/2 Kurbelwellenlager - Einige Fragezeichen

Beitragvon Guzzi44 » 25. Dezember 2025 14:21

Hallo creichert!
Was der ertz da geschrieben hat, ist vollkommen in Ordnung.
Was das Auswechseln des Kurbelwellenstumpfes angeht, das ist eine saumäßig aufwendige und komplizierte Arbeit! Die KW muß zerlegt werden und nach dem Auswechseln des Stumpfes neu vermessen werden. Ohne die entsprechenden Werkzeuge und das Wissen: Aussichtslos!
Es gibt aber noch 2 andere Möglichkeiten: Den Lagersitz mit Loctite befestigen. Im Allgemeinen bin ich kein Freund solcher Kleisterei, aber wenn die Lagerluft auf dem Stumpf minimal ist, kann man das akzeptieren. (Vorher alles penibel entfetten.)
Die 2. Möglichkeit ist, den Stumpf leicht aufrändeln. Viele behaupten das sei Murx, das stimmt aber so nicht, wenn es richtig gemacht wird.
Ich könnte es bei deiner Welle machen, aber Du wohnst zu weit weg. (Ich wohne im Oberharz.) Die Maschinen und Geräte habe ich und beruflich auch die erforderliche Erfahrung. Aber leider...
Vielleicht findest Du in Deiner Gegend Jemanden, der das machen kann, München ist ja schließlich keine Provinz. Außerdem gibt es noch die erste Möglichkeit.
Jetzt viel Erfolg und noch ein schönes Weihnachtsfest und guten Rutsch! Es wäre auch schön, wenn Du weiterhin berichten würdest.
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Zuletzt geändert von Christof am 25. Dezember 2025 17:43, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Doppelantwort entfernt

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Re: MM150/2 Kurbelwellenlager - Einige Fragezeichen

Beitragvon Mzfahrer 93 » 25. Dezember 2025 14:53

Frohe Weihnachten erst mal
Ich würde den Motor weiter zerlegen um sich die Stümpfe der Kurbelwelle und die Ausdistanzierung mal genau anschauen zu können . Den Keil vorher mit einem kleinen Durchschlag vorsichtig rausklopfen :)

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Re: MM150/2 Kurbelwellenlager - Einige Fragezeichen

Beitragvon creichert » 25. Dezember 2025 16:48

Danke euch so weit. Ich denke ich nehm die Loctite Lösung. Das Lager dahinter hatte konträres Problem 😟 habs mit dem KW Ausdrücket mit ausgedrückt. Hängt jetzt auf der Welle. Habt ihr Tipps, wie ich das da runter bekomm?
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Re: MM150/2 Kurbelwellenlager - Einige Fragezeichen

Beitragvon Kai2014 » 25. Dezember 2025 16:54

Ja, mit einen Trennmesser.

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Re: MM150/2 Kurbelwellenlager - Einige Fragezeichen

Beitragvon mutschy » 25. Dezember 2025 18:17

Trennmessersatz für ~25€ in der Bucht oder Amazon schießen, oder Kugelkäfig öffnen, Kugeln auf eine Seite schieben, äußeren Lagerring und Kugeln ab-/rausnehmen, inneren Ring mit Flex oder Dremel öffnen und abziehen. Senst du einmal mit der Flex in den Stumpf, haste aber ein Problem. Alternativ freigelegten Lagerring mit Heißluftpistole erhitzen und mit breitem Schraubenzieher runterhebeln. Sooo fest is die Passung nich ;)

Gruss

Mutschy
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Re: MM150/2 Kurbelwellenlager - Einige Fragezeichen

Beitragvon Mell » 25. Dezember 2025 20:02

https://www.ebay.de/itm/405426349010?va ... gIgdPD_BwE

So sieht ein Trennmesser aus, aber da fehlt noch die Abziehvorrichtung.

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Re: MM150/2 Kurbelwellenlager - Einige Fragezeichen

Beitragvon creichert » 25. Dezember 2025 21:17

Alle klar. Danke euch. Hab mir den Satz mal bestellt

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Re: MM150/2 Kurbelwellenlager - Einige Fragezeichen

Beitragvon Steffen G » 25. Dezember 2025 22:42

Hi!

Also ich wäre da erh bei der Fraktion der Leute,
die das Lager auseinander nehmen,
und den Innenring durchschleifen.
Weil das gewaltfrei geht.

Natürlich hat man da wieder Metallstaub und Schleifstaub erzeugt.
Also irgendwie einpacken und dann trotzdem noch mal richtig sauber machen.

Das mit dem reinschleifen in die Welle ist eigentlich kein Thema.
Wenn man das bisschen vorsichtig macht,
sieht man, wie sich das Material verfärbt (Anlassfarben),
bevor man durch ist. Da bleibt dann vielleicht ein viertel mm stehen.
Dann klopft man leicht mit dem Hammer drauf, und es platzt auf.
Dann kann man den Lagerinnenring mit 2 Schraubendrehern leicht und ohne Gewalt herunterhebeln.
Grüße, Steffen !

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Re: MM150/2 Kurbelwellenlager - Einige Fragezeichen

Beitragvon Guzzi44 » 26. Dezember 2025 12:46

Hallo creichert!
Die Idee mit dem Trennmesser ist m. E. die beste! Wie der Mell schrieb, fehlt da allerdings noch die 2-armige Abziehvorrichtung. Ich kenne Deine Möglichkeiten nicht, aber letztere kann man selbst mit einem Stück stärkerem Flachstahl und einer Gewindestange in der zum Trennmesser passenden Größe bauen. Andererseits kostet ein 2-Arm Abzieher mit entsprechend langen Klauen nicht die Welt.
Die Möglichkeit des Aufflexen ist m. E. nur anzuwenden, wenn das Lager auf der Welle gefressen hat. Die Schweinerei dabei ist nicht zu verachten! Aber das soll jeder so halten, wie er mag!
Guten Rutsch nach München Guzzi44

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Re: MM150/2 Kurbelwellenlager - Einige Fragezeichen

Beitragvon Maische » 26. Dezember 2025 17:34

Wenn nur geringfügig Schleifstaub in das Pleuellager eindringt und dort verbleibt, dann gute Nacht.

Für einen Zweiarmabzieher sollte der Balken so steif als möglich gewählt werden. Je mehr dieser federt, desto bescheidener das Abziehen. Entweder zum verwendeten Flacheisen noch ein Flacheisen diagonal an den Bohrungen vorbei hochkant aufheften (T-Form) oder gleich ein Kastenrohr nehmen. Je steifer das Profil ist, desto mehr Gefühl hat man dann beim abziehen auch.

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Re: MM150/2 Kurbelwellenlager - Einige Fragezeichen

Beitragvon Lorchen » 26. Dezember 2025 17:41

Soll diese Kurbelwelle wieder eingebaut werden? Ich täte nicht so tun, Werner. :nein: Du solltest besser eine regenerierte KW mit TS-Pleuel und nadelgelagertem Kolbenbolzen einbauen.
Ich habe auch mal eine 67er Welle wieder eingebaut. Die KW-Dichtringe haben nicht sonderlich lange gehalten. Hier die Geschichte:
:arrow: viewtopic.php?f=28&t=10267&start=150#p2031336
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Re: MM150/2 Kurbelwellenlager - Einige Fragezeichen

Beitragvon Spass77 » 27. Dezember 2025 11:06

Hallo.
https://ebay.us/m/oOb5nN
Mit so einem Trennmesser-Satz solltest Du das Lager am einfachsten abbekommen.
Immer schön vorsichtig mit Ruhe und lieber nochmal im Buch lesen oder hier fragen.
Ich würde mich auch für eine regenerierte Kurbelwelle entscheiden.
Mit freundlichen Grüßen
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Re: MM150/2 Kurbelwellenlager - Einige Fragezeichen

Beitragvon Mell » 27. Dezember 2025 13:35

Wie viele Sätze soll der Fredersteller sich bestellen?
Er hat doch oben geschrieben, dass er bestellt hat.

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Re: MM150/2 Kurbelwellenlager - Einige Fragezeichen

Beitragvon creichert » Heute 10:03

Hallo Zusammen,

ich bin jetzt wieder am Zammbauen. Ich habe die Gehäusehälfte aufgeheizt, Sprengring rein, Kurbelwellenlager rein und Simmerring rein. Bis hierhin alles kein Problem. Die Kurbelwelle sollte ja dann eigentlich "reingleiten"... War bei mir jetzt überhaupt nicht der Fall. Soweit ich weiß, sollte man da jetzt keine Gewalt anwenden. Deswegen habe ich abgebrochen. Bei den Getriebeachsen gabs da gar keine Probleme. Die sind "geglitten".


Mein Plan: Kurbelwelle (FEZ) einfrieren und Lagerinnenring mit Heizdorn "wärmen".

Dabei kam mir folgende Frage: Wann wird jetzt das Lager auf der anderen Seite montiert? Wäre es nicht schlauer, die beide reinzumachen und dann die Kurbelwelle einzusetzen?
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Re: MM150/2 Kurbelwellenlager - Einige Fragezeichen

Beitragvon MZFieber » Heute 10:06

Der Innenring vom Kurbelwellenlager muss auch erwärmt werden. Der Kurbelwellenstumpf gekühlt. Dann funktioniert der Zusammenbau auch ohne Gewalt.
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Re: MM150/2 Kurbelwellenlager - Einige Fragezeichen

Beitragvon creichert » Heute 11:27

Super, danke!

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Re: MM150/2 Kurbelwellenlager - Einige Fragezeichen

Beitragvon Mechanikus » Heute 11:41

Man kann die Welle mit einem eigens angefertigten Einzieher auch so reinziehen. Das macht den Bauteilen in dem Falle nichts, weil die Oberflächen fein geschliffen und gehärtet sind. Der Einzieher kann im einfachsten Fall aus verschieden langen (plangedrehten!) Rohrstücken, die sich auf dem Innenring des Lagers abstützen, einer dicken U-Scheibe und der Mutter des Ritzels bestehen.
Plan B wäre die Anschaffung eines Heizdorns zum Aufheizen des Lagerinnenrings.
Subjektive Bemerkung: Ich meide immer den Einsatz von Wärme an Stellen, wo bereits ein Simmerring verbaut ist. Da besteht doch eine nicht ganz unerhebliche Gefahr ihn zu beschädigen und sei es nur durch eine ganz kurze versehentliche Wärmeeinwirkung, aber von unzulässig hoher Temperatur. Mit Heißluftpistole, Propanbrenner oder Lötlampe geht das ganz fix. Selbst beim Einsetzen des Heizdorns, bei dem man es mit der Wärme etwas zu gut gemeint hatte.
Deshalb würde ich hier den Einzieher bevorzugen.

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Re: MM150/2 Kurbelwellenlager - Einige Fragezeichen

Beitragvon creichert » Heute 13:55

Was sagt ihr zum Montagezeitpunkt des zweiten Lagers? Ich stell mir das schwierig vor, wenn die KW erstmal drin ist. Dann müsste ich ja sicherstellen, dass: Lager aussen kalt innen heiss, KW Stumpf kalt und Gehäuse heiss ist…

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Re: MM150/2 Kurbelwellenlager - Einige Fragezeichen

Beitragvon Lorchen » Heute 14:03

Das äußere Lager muß bereits auf seinem Heizdorn stehen, wenn die Kurbelwelle reinfällt. Dann ist das Gehäuse warm, der KW-Stumpf noch kalt und der Innenring des zweiten Lagers warm.
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Re: MM150/2 Kurbelwellenlager - Einige Fragezeichen

Beitragvon Kai2014 » Heute 14:12

Ja, dafür gibt es Kältspray.
Den Motor machst du warm , dann eine Papprolle auf die Welle, dann das Spray, bis die Welle vereist.
Zu gleichen Zeit das Lager innen erwärmen.
Lege dir irgendwas zu recht , was beim Lager den Innen und Außenring trifft, aber den noch über den Stumpf geht, damit du mit einen Hammer etwas nachhelfen kannst.

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Re: MM150/2 Kurbelwellenlager - Einige Fragezeichen

Beitragvon Tourgigant » Heute 18:25

Hallo, es war auf jeden Fall sehr schlau, die Zusammenbau abzubrechen, als es nicht flutschen wollte. Zum äußeren Lager kann ich nur sagen, es wird als letztes gesetzt, weil man sonst nicht mit dem Heiz Dorn an das vordere Lager drankommt. Den Rest meiner Ratschläge und Hinweise, wie man’s nicht macht in gewohnter Form von mir als Video.
https://youtu.be/GjmAC4gcGq8?si=xmh8zmRS6-0ZIpOu

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Re: MM150/2 Kurbelwellenlager - Einige Fragezeichen

Beitragvon rally1476 » Heute 20:49

Nabend,

genau dass ist das was gerade von Lorchen angesprochen wurde, die Vorgehensweise bei den Motoren mit innenliegenden Wedis.
Passendes Timing.
Wahrscheinlich auch ein Grund warum das bei den späteren Konstruktionen geändert wurde.
Da kam man wohl darauf das die Gemischschmierung für die KW Lager trotz 1:50 und weniger noch ausreichend ist.
Die Werkstätten wird es gefreut haben.

Ja, gute Vorbereitung bei der Montage, ist eben die halbe Miete.

Mechanikus seine Methode ist dann eine Alternative, wenn man sich selbst die entsprechenden Vorrichtungen bauen kann.
Damit man plane Rohrstücken fertigen kann, benötigt man in der Regel eine Drehbank.
Diese hat nicht jeder und es kann eben auch nicht jeder damit umgehen.

Wer aber über einen 3D Drucker verfügt, der kann sich auch solche Hülsen drucken, das funktioniert auch.

Es gibt eben viele Möglichkeiten.

Allen gemein ist Kreativität und genau darum geht's ja auch.

Gruß Rally
Brommt gut die Beere!

Fuhrpark: Zweirädriges dreirädriges und vierrädriges... na gut, ne Schubkarre hab ich auch noch.
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Re: MM150/2 Kurbelwellenlager - Einige Fragezeichen

Beitragvon Fit » Heute 21:20

Sacht mal, wie issn das früher in Zschopau gemacht wurden? :gruebel:

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Re: MM150/2 Kurbelwellenlager - Einige Fragezeichen

Beitragvon bavaria blu » Heute 22:04

Hallo Zusammen,

Jetzt muss ich auch mal meinen Senf dazu geben. Ich habe gerade einen solchen Motor für meinen Roller über Weihnachten zusammen gebaut.
Ich baue links immer gleich beide Lager ein und versperre mit einem angefertigten Blech dem äußeren Lager die „Flucht“ aus dem Lagersitz. Funktioniert ast rein. Die KW in die Kühltruhe über Nacht. Beide Gehäusehälften in den Backofen bei 110 Grad Umluft. Die KW flutscht ohne Gewalt rein. Dann konzentriert die andere Motorhälfte aufsetzen.
Das Lager der Limaseite kommt auch in die Kühltruhe.
Ich habe keinen vernünftigen Heizdorn, aber eine gute Heißluft Pistole. Da passt der Luftaustritt exakt zum Lagerinnenring.
Das Lager konnte ich dann reinschieben wie in Butter.

Ich musste keine Gewalt anwenden, alles ging reibungslos. Die KW dreht leicht, ebenso die beiden Getriebewellen, es waren auch keine Schläge zum Freischlagen notwendig.

Der Hammer wird nur zum Einschlagen der Passhülsen verwendet und sonst hat der da nix zu suchen.
Das war jetzt mein 9. Motor den ich so zusammen gebaut habe. Der 1. hat mittlerweile über 15.000km runter und läuft immer noch klasse.

Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.
Grüße Jürgen

Fuhrpark: IWL Berlin 1962
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