Mechanikus' Trial-Maschine

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Re: Mechanikus' Trial-Maschine

Beitragvon ets_g » 26. Dezember 2025 20:48

Mechanikus hat geschrieben:...Von der Funktionsweise her entspricht das ja ganz genau der Lösung von MZ. Ich denke mir sogar, daß die Mimik genau wie beispielsweise bei Harley-Davidson auch von Suzuki in Zschopau abgekupfert wurde...


ganz bestimmt..
sturmey archer hat die kupplungsbetätigung schon in den 20iger jahren mit so einer schneckenmechanik realisiert..

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Re: Mechanikus' Trial-Maschine

Beitragvon Mechanikus » 26. Dezember 2025 23:49

ets_g hat geschrieben:
Mechanikus hat geschrieben:...Von der Funktionsweise her entspricht das ja ganz genau der Lösung von MZ. Ich denke mir sogar, daß die Mimik genau wie beispielsweise bei Harley-Davidson auch von Suzuki in Zschopau abgekupfert wurde...


ganz bestimmt..
sturmey archer hat die kupplungsbetätigung schon in den 20iger jahren mit so einer schneckenmechanik realisiert..

Das ist interessant, wußte ich noch nicht. Allerdings halte ich es für unstrittig, daß die typischen RT Details von Zschopau aus in alle Welt gingen. Gerade den Japanern dürfte die englische Zwischenkriegslösung weitgehend unbekannt gewesen sein.

Weiter mit dem Trialmoped. Melde gehorsamst: Gabelverlängerungen sind montiert.
Dann war da noch ein unangenehm schleifendes Geräusch beim quer über den Hof rollen. Jenes drang aus der Vorderradbremse ans Ohr. Man hörte deutlich die Bremsbackenfedern an der Radlagernabe schaben. Mist. Nun muß ich mich mit solchen Spitzfindigkeiten wie alternative Aufhängungspunkte für Federn an Bremsbacken herumärgern. Schon habe ich frohlockt, als ich ein paar solcher im richtigen Durchmesser und ebenfalls japanischer Provenienz in der Remise fand, aber ach, das Widerlager sitzt auf einem falschen Teilkreis. Also muß ich die vorhandenen Backen ertüchtigen.
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Re: Mechanikus' Trial-Maschine

Beitragvon Mechanikus » 5. Januar 2026 14:40

Die genannten Anpassungsarbeiten bedeuten einen ziemlich zeitraubenden Aufwand mit ständiger Zwischenprüfung. Wie sich herausstellte, waren einerseits die Bremsbacken schlecht entgratet, sodaß die Federn mit ihren Windungen am Grat anstießen, andererseits ist schlicht der Radnabenkörper zwei Millimeter zu groß im Durchmesser. Die Korrektur der Bremsbacken vermittels Feile war sehr einfach. Wie aber den Nabenkörper "abdrehen"? Ich hätte freilich ein Zusatzteil für meinen Ausdrehkopf sowie eine Haltevorrichtung für das Rad anfertigen können, um dann auf der Fräsmaschine einen Span von der Nabe abzuspindeln. Das war mir zuviel Aufriß und ich entschied mich für Nobelpfusch, auch deluxe-Murks genannt. Der englische Gentleman spricht von "kwick änd dörtie":
Achse senkrecht in den Schraubstock, Rad draufgesteckt, angeschoben. Dann die Bohrmaschine mit eingespanntem Schleifkörper freihand an die Kontur geführt. Die Erhaltung der Drehbewegung des Rades wird lustigerweise vom Werkzeug mit erledigt.
Außerdem habe ich, nachdem ich mich ziemlich über das lose Distanzstück geärgert habe, nochmal eins gedreht, das sich mit der Bremsankerplatte verpressen ließ und somit bei Montage oder Demontage der Achse nicht runterpurzelt.
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Re: Mechanikus' Trial-Maschine

Beitragvon Schandauer » 5. Januar 2026 14:52

Hast du dein Distanzstück wieder gefunden was gestern im Dunste des böhmischen Gerstensaftes hinter die Drehbank gepfiffen ist? :lol: 8)
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Re: Mechanikus' Trial-Maschine

Beitragvon Mechanikus » 5. Januar 2026 14:59

Schandauer hat geschrieben:Hast du dein Distanzstück gefunden was gestern im Dunste des böhmischen Gerstensaftes hinter die Drehbank gepfiffen ist wieder gefunden? :lol: 8)

Natürlich nicht. Mal sehen, bei welcher Gelegenheit und vor allem wo dieses wieder auftaucht...
Hab fix ein neues gedreht.

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Re: Mechanikus' Trial-Maschine

Beitragvon Mechanikus » 8. Januar 2026 01:29

Mittlerweile ist das Vorderrad wieder montiert. Es ergab sich das Problemchen, daß die Faltenbälge nach der Verlängerung der Gabel jetzt natürlich etwas zu kurz sind. Um dieses Manko hinlänglich zu kaschieren konnte ich eine einfache Lösung improvisieren. Mal sehen, ob ich das so lasse... Der Scheinwerfer rundet das Bild ab.
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Re: Mechanikus' Trial-Maschine

Beitragvon fETZt » 8. Januar 2026 05:12

Es gibt qualitativ gute? längere Nachbauten, ach ne....nix neues montieren :wink:

Fuhrpark: MZ muss sein!
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Re: Mechanikus' Trial-Maschine

Beitragvon Bambi » 8. Januar 2026 12:28

Hallo Falk,
eine super Idee!
Ich habe seinerzeit an meinem verunfallten ETZ-Gespann die verbogenen Standrohre durch die einer TS 250/1 ersetzt. Deren Roststellen unter den TS-Lampenhaltern habe ich so gut es ging geputzt, eingefettet und dann mit dünnen schwarzen Plastikrohren kaschiert. Die Idee stammte wahrscheinlich aus der gleichen Trickkiste ... :wink:
Schöne Grüße, Bambi
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