von Mechanikus » 5. Januar 2026 14:40
Die genannten Anpassungsarbeiten bedeuten einen ziemlich zeitraubenden Aufwand mit ständiger Zwischenprüfung. Wie sich herausstellte, waren einerseits die Bremsbacken schlecht entgratet, sodaß die Federn mit ihren Windungen am Grat anstießen, andererseits ist schlicht der Radnabenkörper zwei Millimeter zu groß im Durchmesser. Die Korrektur der Bremsbacken vermittels Feile war sehr einfach. Wie aber den Nabenkörper "abdrehen"? Ich hätte freilich ein Zusatzteil für meinen Ausdrehkopf sowie eine Haltevorrichtung für das Rad anfertigen können, um dann auf der Fräsmaschine einen Span von der Nabe abzuspindeln. Das war mir zuviel Aufriß und ich entschied mich für Nobelpfusch, auch deluxe-Murks genannt. Der englische Gentleman spricht von "kwick änd dörtie":
Achse senkrecht in den Schraubstock, Rad draufgesteckt, angeschoben. Dann die Bohrmaschine mit eingespanntem Schleifkörper freihand an die Kontur geführt. Die Erhaltung der Drehbewegung des Rades wird lustigerweise vom Werkzeug mit erledigt.
Außerdem habe ich, nachdem ich mich ziemlich über das lose Distanzstück geärgert habe, nochmal eins gedreht, das sich mit der Bremsankerplatte verpressen ließ und somit bei Montage oder Demontage der Achse nicht runterpurzelt.
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Fuhrpark: MZ TS 150 GS-Umbau Bj 1983; DKW NZ 250 Bj. 1938; Simson S51 Umbau Bj.1980; NSU Quick-Umbau Projekt Bj.1936; Trial-Projekt mit MZ-Motor; Eigenbau-Simmi mit Starrrahmen und MZ Motor; Phänomen Bob Projekt Bj.1941; IFA DKW RT-0 Projekt, DKW NZ 350/ISH Umbau Projekt